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Das Erinnern Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: Remember
Episodennummer: 3x06
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 09. Oktober 1996
Erstausstrahlung D: 05. Juni 1998
Drehbuch: Lisa Klink
Regie: Winrich Kolbe
Hauptdarsteller: Kate Mulgrew als Captain Kathryn Janeway, Roxann Biggs-Dawson als B'Elanna Torres, Jennifer Lien als Kes, Robert Duncan McNeill als Tom Paris, Ethan Phillips als Neelix, Robert Picardo als The Doctor, Tim Russ als Tuvok, Garrett Wang als Harry Kim.
Gastdarsteller: Bruce Davison als Jareth, Eugene Roche als Jor Brel, Charles Esten als Dathan Alaris, Athena Massey als Jessen, Eve H. Brenner als Jora Mirell u.a.

Kurzinhalt: Auf ihrer Reise durch den Delta-Quadranten hat die U.S.S. Voyager eine Delegation der Enaraner aufgenommen, die sie nun zurück zu ihrem Heimatplaneten bringt. Während ihres Aufenthalts an Bord erlebt B'Elanna Torres zunehmend intensive Träume. Da diese nicht so wirr sind wie üblich, sondern vielmehr eine narrativ nachvollziehbare Geschichte erzählen, nur halt mit ihr in der Hauptrolle, glaubt sie schon bald, dass es sich dabei nicht einfach nur um Träume, sondern vielmehr um die Erinnerungen von einem der Enaraner handelt – immerhin verfügen diese über telepathische Fähigkeiten. Ihr Anführer hält dies jedoch insofern für undenkbar, als sie ihre Fähigkeiten nur sehr zurückhaltend und unter größten Respekt gegenüber anderen Lebewesen einsetzen. Einer anderen Person ihre Gedanken bzw. Erinnerungen auf diese Weise aufzuzwingen, ist für sie eigentlich undenkbar. Dem Doktor gelingt es mit Hilfe eines Geräts, den weiteren Empfang von telepathischen Signalen bzw. Träumen zu unterbinden. Doch B'Elanna möchte unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht, bzw. endet, und natürlich auch, was dahinter steckt, und so taucht sie gegen den Rat des MHNs ein weiteres Mal in die Traumwelt ein…

Denkwürdige Zitate: "This woman shared her life, her whole identity with me. I was with her every step of the way as she convinced herself that what she did, betraying the man she loved, playing her part in a massacre… that it was all somehow for the good of Enaran society. She showed me everything. No apologies, no request for forgiveness, just the truth. At least she had the conscience to stand up and realize what she'd done wrong. Which is more than I can say for you."
(B'Elannas starkes "Schlussplädoyer".)

"Whatever the Enarans have done, it's not our place to bring them to justice."
(Captain Janeway muss B'Elannas Ersuchen eine Absage erteilen.)


Review: Episodenbild (c) CBS Anfangs hatte ich noch die Befürchtung, die Episode würde sich um telepathische Vergewaltigung drehen. Die Telepathen an Bord, B'Elannas sinnlich-lustvolle Träume, das ließ mich unweigerlich an die meines Erachtens unsägliche TNG-Episode "Geistige Gewalt" denken (wobei dieses Konzept innerhalb des "Star Trek"-Universums später dann ja auch noch im TNG-Film "Nemesis" sowie der ENT-Episode "Verschmelzung" Verwendung fand). Zum Glück – halte ich doch alle bisherigen Umsetzungen dieser Idee innerhalb von "Star Trek" für wenig gelungen – stellte sich dies dann jedoch als Trugschluss heraus. Worum es in den Träumen – bzw. Erinnerungen – wirklich geht, wurde dabei erst recht spät klar. Anfangs denkt man noch, es würde sich einfach um die Geschichte einer romantischen, innigen aber halt eben verbotenen Liebe drehen. Erst im weiteren Verlauf offenbart sich der überaus ernste, tragische und schockierende Kern der Geschichte – stellt sich doch heraus, dass die Enaraner an einer ihrer Bevölkerungsgruppen Völkermord begangen haben.

Was mir an "Das Erinnern" unter anderem gut gefallen konnte ist, dass es nicht diesen einen "in your face"-Moment der Erkenntnis gibt. Anfänglich sind es nur Gerüchte, und sind wir so wie Korenna in diesem Zwiespalt gefangen. Wer sagt die Wahrheit, ihr Geliebter oder ihr Vater? Versucht der eine lediglich, die Massen gegen die Regierung aufzuwiegeln, und benutzt er sie nur, um sie auf seine Seite zu ziehen? Oder manipuliert und belügt sie vielmehr ihr Vater, was jedoch zugleich bedeuten würde, dass dieser Teil eines fast unvorstellbaren Verbrechens ist? Durchaus schockierend ist dann jener Moment, als sich Korenna für die Loyalität gegenüber ihrem Vater entscheidet, und dabei sogar ihren Freund verrät. Dass sie dabei die falsche Entscheidung getroffen hat, wird kurz darauf klar, zuerst mit der erbarmungslosen Hinrichtung und danach mit ihrem Kommentar an die Kinder, dass sich die Kolonisten aufgrund ihrer Lebensweise selbst ausgelöscht hätten. Schlimm genug, dass man eine komplette Volksgruppe ausgelöscht hat, aber ihnen dafür auch noch selbst die Schuld zu geben – da fiel es doch leicht, B'Elannas Zorn nachzuvollziehen. Jedenfalls war der Moment, wo sie die Anführer der Enaraner mit ihrem Wissen konfrontiert, eben deshalb so effektiv, weil man ihre Gefühle nachvollziehen konnte. Dementsprechend niederschmetternd – wenn auch natürlich absolut verständlich – war dann auch Captain Janeways Entscheidung, wobei es mit der telepathischen Verbindung zwischen B'Elanna und Jessen zumindest einen Hoffnungsschimmer gibt, dass die Wahrheit eines Tages doch noch ans Licht kommen, oder sich zumindest in Form der Erinnerungen von Korenna wie ein Lauffeuer unter den Enaranern verbreiten wird.

Episodenbild (c) CBS Was neben dieser Wendung sowie Korennas Zwiespalt in erster Linie besticht, ist Roxann Dawsons schauspielerische Leistung. Wie schon "Von Angesicht zu Angesicht" gibt ihr auch "Das Erinnern" die Gelegenheit, praktisch zwei Rollen auf einmal zu spielen, und neben ihrer gewohnten Darstellung als B'Elanna auch als Korenna zu glänzen. Eine Figur, die sich von der aggressiven Halbklingonin doch deutlich unterscheidet. Vor allem den Zwiespalt ihrer Figur, als Jareth (toll dargestellt von Bruce Davison) sie manipuliert, stellte sich absolut phantastisch dar. Und da zugleich auch Torres ein paar starke Szenen bekam, wurde der Kontrast zwischen den beiden sehr deutlich – was Dawsons schauspielerisches Talent nur umso deutlicher hervorstechen ließ. Dass es nicht noch eine höhere Wertung gibt, liegt in erster Linie daran, dass die Episode doch ein bisschen braucht, um in Schwung zu kommen. Mit B'Elannas Träumen war zwar schnell für ein interessantes Mysterium gesorgt, ihre ersten Träume fand ich für sich genommen aber noch nicht so wirklich mitreißend. Schade auch, dass die vermeintliche Romanze zwischen Harry und Jessen völlig in den Hintergrund gerät. Wenn man daraus eh nichts macht, hätte man sich auch die entsprechenden Andeutungen sparen können. Und dem Realisten in mir wäre wohl ein noch düsterer Ausgang – ohne Hoffnungsschimmer – lieber gewesen.

Fazit: Nach meiner anfänglichen Befürchtung, hier eine Telepathen-Vergewaltigungs-Geschichte vor mir zu haben, sowie einem noch etwas gemächlich-unaufregenden Einstieg, konnte mich "Das Erinnern" letztendlich doch noch überzeugen. Am besten fand ich dabei das letzte Drittel, wo Korennas Zwiespalt in den Mittelpunkt rückte, und uns auch die Tragweite der Ereignisse, deren Zeuge wir hier werden, langsam aber sicher bewusst wurden. Und vor allem die Szene, als B'Elanna die Enaraner mit ihrem Wissen konfrontiert, war ungemein stark. Was mich ebenfalls begeistern konnte, war Roxann Dawsons schauspielerische Leistung in dieser Folge – nicht zuletzt, da sich Korenna und B'Elanna teilweise doch sehr stark voneinander unterscheiden, und sie beide absolut glaubwürdig und überzeugend spielt. Zugegeben, im Vergleich zum mitreißenden, sehr interessanten, teils düsteren und hochdramatischen Finale fiel die erste halbe Stunde noch recht stark ab. Generell fand ich die früheren Träume/Erinnerungen noch nicht sonderlich interessant. Und die angedeutete Romanze zwischen Harry und Jessen wirkte auf mich auch eher wie ein Fremdkörper. All dies verhindert letztendlich auch, trotz meiner lobenden Worte gegenüber den letzten 15 Minuten, eine noch höhere Wertung. Das Finale der Folge war aber wirklich stark, und zählt für mich zu den besten Momenten, die uns "Voyager" bislang beschert hat.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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