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Das wirkliche Leben Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: Real Life
Episodennummer: 3x22
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 23. April 1997
Erstausstrahlung D: 11. September 1998
Drehbuch: Jeri Taylor & Harry Doc Kloor
Regie: Anson Williams
Hauptdarsteller: Kate Mulgrew als Captain Kathryn Janeway, Roxann Biggs-Dawson als B'Elanna Torres, Jennifer Lien als Kes, Robert Duncan McNeill als Tom Paris, Ethan Phillips als Neelix, Robert Picardo als The Doctor, Tim Russ als Tuvok, Garrett Wang als Harry Kim.
Gastdarsteller: Wendy Schaal als Charlene, Glenn Harris als Jeffrey, Lindsey Haun als Belle, Stephen Ralston als Larg, Chad Haywood als K'Kath u.a.

Kurzinhalt: Der Doktor möchte das normale, häusliche, menschliche Leben erforschen, und hat zu diesem Zweck im Holodeck eine Familie erschaffen. Als Kes und B'Elanna zum Essen vorbeikommen, amüsiert sich vor allem letztere ob des von ihm geschaffenen Phantasiegebildes köstlich – hat er doch eine absolute Bilderbuchfamilie ohne jegliche Probleme geschaffen, die ihn anhimmelt. Mit echtem Familienleben, so weist sie ihn hin, hat das hingegen herzlich wenig zu tun. Daraufhin stimmt das MHN überein, durch die Chefingenieurin einige Änderungen am Programm vornehmen zu lassen. Als er dem Holodeck das nächste Mal einen Besuch abstattet, erlebt er einen Schock: Seine Frau ist gestresst, seine Tochter ringt um seine Aufmerksamkeit, und sein Sohn im Teenageralter hört laute Musik und trifft sich mit Klingonen. Als die Holofamilie dann noch dazu von einer Tragödie heimgesucht wird, beschließt der Doktor kurzerhand, dem Programm den Rücken zu kehren. Währenddessen erforscht die Voyager-Crew ein rätselhaftes Raumphänomen. Beim Versuch, von diesem Warpplasma zu sammeln, wird Paris' Shuttle in den Weltall-Strudel gezogen…

Denkwürdige Zitate: "You're in fine physical shape, Lieutenant. You may go ahead and engage in this reckless activity."
(Während Tom Paris' Behandlung gibt sich der Doktor noch etwas ungehaltener als sonst schon.)

"I got what I needed from the experience. It was thoroughly pleasurable, of course, but to continue would be a waste of time."
"I was hoping to visit them again. I really enjoyed our dinner together."
"Well, if I ever create a new family, I'll be sure to invite you."
(Das MHN zu KEs, nachdem er beschlossen hat, seine Familie nicht mehr zu besuchen.)

"I shut down the program. I'm not going back."
"Maybe you should think about that, Doc."
"I couldn't begin to face it. It was too difficult."
"I guess all of us would avoid that kind of pain if we could, but most people don't have that choice."
(Wie wahr.)


Review: Episodenbild (c) CBS Beginnen wir mit der B-Story, die in erster Linie dafür da zu sein scheint, um ein bei "Star Trek" durchaus erwartbares Mindestmaß an Science Fiction-Elementen zu liefern. So stößt man auf ein bislang unbekanntes Phänomen, das wie ein Wirbelsturm im All wirkt (später, wenn Tom Paris mit dem Shuttle hineingezogen wird, drängt sich auch der Gedanke an einen Strudel auf). Die betreffenden Szenen waren gut getrickst; solche Weltraumphänomene bekam man damals mittels CGI halt – im Vergleich zu Schiffen oder gar Lebewesen – ebenfalls schon sehr überzeugend getrickst. Neben den optisch netten Szenen rund um das Phänomen stach dann für mich in weiterer Folge auch die Aufnahme aus dessen Inneren hervor, diese helle Landschaft mit Tornado-artigen Gebilden, welche die Decke und den Boden miteinander verbinden. Hat zwar ein bisschen an die Badlands erinnert, sah aber dennoch klasse aus. Inhaltlich köchelte dieser B-Plot jedoch eher auf Sparflamme, und sonderlich spannend war es jetzt – trotz der Szene, in der Paris hineingezogen wird - nicht gerade.

Letztendlich hatte ich bei diesem Teil der Handlung unweigerlich den Eindruck einer Pflichtübung, welche die Macher eher widerwillig absolvierten. Zumal Janeways Entscheidung, jedweder Vorsicht aus den Wind zu schlagen und einfach mal ein bisserl zu forschen – befindet man sich nicht eigentlich auf der Heimreise? – spätestens nach dem Verlust von Paris' Shuttle sie in keinem besonders guten Licht erscheinen lässt. Und: Habe ich das richtig verstanden, dass die am Ende das komplette Shuttle zurückgebeamt haben? Recht nett fand ich dafür die kurze Szene zwischendurch – die quasi beide Handlungsstränge zart miteinander verknüpft – zwischen B'Elanna und Tom, die sich hier wieder eindeutig näher kamen. Diese Romanze finde ich insgesamt wirklich sehr gut umgesetzt. Herzstück von "Das wirkliche Leben" ist aber natürlich die Haupthandlung rund um die Holofamilie des Doktors, die im Verlauf der Episode eine sehr interessante tonale Entwicklung durchmacht. Der Einstieg ist, dank der völlig überzeichneten glücklichen Familie im Stile der TV-Unterhaltung der 50er Jahre, noch mindestens so amüsant wie absurd. Interessant wird es dann, als B'Elanna Änderungen vornimmt, um das ganze deutlich realitätsnaher zu gestalten. Mitzuerleben, wie der Doktor verzweifelt versucht, sich mit dieser turbulenten Familie abzufinden, war wirklich witzig. Kritisch würde ich, was diesen Teil der Folge betrifft, lediglich anmerken, dass das MHN dadurch, dass es sich bei Jeffrey's Freunden um Klingonen handelt, und er ihm den Umgang mit ihnen verbieten will, unweigerlich fremdenfeindlich rüberkommt. Ich verstehe den Impuls, dass wohl vielen Eltern bekannte Szenario von Freunden ihrer Kinder, die einem aufgrund ihres vermeintlich schlechten Einflusses ein Dorn im Auge sind, durch die Verwendung eines anderen, kriegerischen Volkes wie den Klingonen bewusst zu überhöhen. Aber ich fürchte, die damit einhergehenden Implikationen der Ablehnung des Doktors hat man nicht vollständig durchdacht.

Episodenbild (c) CBS Zum Ende hin vollzieht "Das wirkliche Leben" dann jedoch eine Wendung zum tragischen, die für mich auch die größte Stärke der Folge ausmachte: Seine Holotochter Belle erleidet einen schweren Unfall, und liegt im Sterben. Die erste Reaktion des Doktors ist es, sich abzuwenden und seine – ohnehin nicht echte – Familie hinter sich zu lassen. Letztendlich kehrt er jedoch noch einmal in die Simulation zurück, um sich dieser ungemein schwierigen Situation zu stellen. Dabei geht er sogar so weit, seiner Tochter die Wahrheit zu sagen, nämlich dass sie sterben wird. In gewisser Weise fand ich das ungemein lobenswert, da ich mir zu 99% sicher bin, in ähnlicher Situation nicht stark genug zu sein, um derart offen zu sein. Das könnte ich einfach nicht. Und natürlich wäre es ein leichtes für den Doktor gewesen, ins Programm einzugreifen und sie zu heilen. Doch er fügt sich dem Schicksal, und verabschiedet sich – in der möglicherweise emotionalsten Szene, die uns "Voyager" bislang beschert hat – von seiner Tochter. Eine absolut niederschmetternde Szene, großartig geschrieben, gespielt, und von Dennis McCarthy sehr gefühlvoll vertont. Zumindest mich hat das tragische Ende jedenfalls wirklich mitgenommen.

Fazit: Die B-Story ist soweit ok, und reichert die Folge um ein paar klassische Science Fiction-Weltraum-Elemente an, ist letzten Endes jedoch auch sehr belanglos, und generell wenig interessant. Deutlich besser schneidet da schon die Haupthandlung rund um den Doktor ab. Der Anfang, mit seiner völlig überzeichneten Bilderbuch-Familie, ist herrlich absurd, mit Torres' Änderungen am Programm wird es dann wirklich witzig, ehe das Ganze am Ende noch einmal eine überaus tragische Richtung einschlägt. In eben dieser sehe ich dann auch die größte Stärke der Episode, einerseits, da sie den Doktor lehrt, sich dieser schwierigen Situation zu stellen, und andererseits, da ich es einfach ungemein erschütternd und bewegend fand. Dafür zücke ich dann auch schon mal gerne eine Wertung aus dem oberen Bereich der Skala.

Wertung: 4 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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