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Das oberste Gesetz Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: Prime Factors
Episodennummer: 1x10
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 13. März 1995
Erstausstrahlung D: 09. August 1996
Drehbuch: David R. George III, Eric A. Stillwell, Michael Perricone & Greg Elliot
Regie: Les Landau
Hauptdarsteller: Kate Mulgrew als Captain Kathryn Janeway, Roxann Biggs-Dawson als B'Elanna Torres, Jennifer Lien als Kes, Robert Duncan McNeill als Tom Paris, Ethan Phillips als Neelix, Robert Picardo als The Doctor, Tim Russ als Tuvok, Garrett Wang als Harry Kim.
Gastdarsteller: Ronald Guttman als Gathorel Labin, Yvonne Suhor als Eudana, Andrew Hill Newman als Jaret Otel, Martha Hackett als Seska, Josh Clark als Joseph Carey u.a.

Kurzinhalt: Die U.S.S. Voyager wird von einem Schiff der Sikarianer kontaktiert. Dessen Pilot Gath lädt sie dazu ein, seinen Heimatplaneten zu besuchen, der laut Auskunft von Neelix im gesamten Quadranten für seine außerordentliche Gastfreundschaft bekannt ist. Da die Crew nach all den Strapazen tatsächlich eine Auszeit gebrauchen könnte, willigt Captain Janeway ein. Kurz nach ihrer Ankunft auf dem Planeten wird Harry Kim zufällig auf eine interstellare Transportertechnologie aufmerksam, mit der die Sikarianer in der Lage sind, rund 40.000 Lichtjahre zu überbrücken. Wenn sich diese Technologie auf die Voyager anwenden ließe, würde dies ihre Heimreise um mehr als die Hälfte verkürzen – und falls es gelänge, diese zu duplizieren, könnte man danach vielleicht noch ein weiteres Mal springen, und überhaupt binnen kürzester Zeit wieder nach Hause zurückkehren. Die strengen Gesetze der Sikarianer machen den Plänen der Voyager-Crew jedoch einen Strich durch die Rechnung. Denn auch diese verfügen über eine Art Oberste Direktive, die es ihnen verbietet, ihre Technologie mit anderen Völkern zu teilen. Da bietet ihnen ein korrupter Bewohner des Planeten an, ihnen die Technologie im Austausch für Geschichten illegal zu besorgen. Als sich Captain Janeway nicht dazu durchringen kann, ihre Prinzipien auf diese Art und Weise zu verraten, sehen sich einige Crewmitglieder, die sich diese Chance partout nicht entgehen lassen wollen, zum Handeln gezwungen…

Denkwürdige Zitate: "I think it's finally beginning to happen. Both crews getting along."
"That kind of bonding should improve performance and maximize efficiency."
(So trocken kann das auch wirklich nur ein Vulkanier analysieren.)

"I told the crew when we started this journey that we'd be a Starfleet crew, behaving as Starfleet would expect us to. That means there's a certain standard I have to uphold. Principles, principles. That's what it comes down to. Do I compromise my almighty principles? But how do I not compromise them if it involves a chance to get the crew more than half way home. How do I tell them my principles are so important that I would deny them that opportunity."
(Janeway schildert Tuvok ihr Dilemma.)

"You have made it clear on many occasions that your highest goal for the crew is to get them home. But in this instance, your standards would not allow you to violate Sikarian law. Someone had to spare you the ethical dilemma. I was the logical choice, and so I chose to act."
(Tuvoks logische Begründung für seine Taten.)

"My logic was not in error, but I was."
(Tuvok gesteht seinen Irrtum ein.)


Review von Christian Siegel: Episodenbild (c) CBS So wie an die meisten "Voyager"-Episoden (meine bislang einzige Sichtung damals bei der TV-Erstausstrahlung ist einfach schon zu lange her) hatte ich an "Das oberste Gesetz" keine Erinnerung mehr – was sich bei dieser Folge insofern gelohnt hat, als mich die ganzen Haken, welche die Episode schlug, somit auch bei der Zweitsichtung wieder völlig kalt erwischt haben. So dachte ich nach den ersten Minuten noch, dass uns hier eine weitere Variante des trügerischen Paradieses erwarten würde – was sich in weiterer Folge aber nicht wirklich bestätigen sollte. Der erste Geniestreich der Story-Entwickler (darunter u.a. der erfolgreiche "Star Trek"-Romanautor David R. George III) war dabei die Idee, den Spieß bezüglich der Obersten Direktive mal umzudrehen. So gab es in der Vergangenheit immer wieder Geschichten, wo unsere Helden aufgrund dieser Regel nicht helfen konnten – oder dies zumindest eigentlich nicht hätten dürfen. Hier steht aber mal eine Crew auf der anderen Seite des Spiegels. Die Sikarianer hätten die Technologie, um die Voyager 40.000 Lichtjahre hinweg zu befördern, was ihren Weg nach Hause mehr als halbieren würde. Doch aufgrund ihres höchsten Gesetzes ist es ihnen nicht erlaubt, der Crew zu helfen.

Ich bin ja generell nicht der größte Freund der Obersten Direktive. Was nicht heißen soll, dass ich gegenüber den Gefahren, wenn man sich in die natürliche Entwicklung eines "primitiven" Volkes einmischt – die ja insbesondere in der zweiten Staffel der klassischen Serie immer wieder thematisiert bin – blind wäre. Aber wenn die betreffende Zivilisation in einer Notlage ist, fällt es mir schon deutlich schwerer, diese Regel zu akzeptieren, da man sich die Frage stellen muss, ob eine Einmischung denn überhaupt schlimmere Folgen haben könnte, als die Nichteinmischung. Wann immer die Oberste Direktive thematisiert wird, muss ich unweigerlich an die eine Frage aus dem Voight-Kampff-Test von "Blade Runner" denken: Du gehst durch die Wüste und sieht auf dem Boden eine Schildkröte, die auf dem Rücken liegt, und deren ungeschützter Bauch in der Sonne brutzelt. Wenn du ihr nicht hilfst, wird sie sterben – doch du tust nichts. Warum? Ein Verfechter der Obersten Direktive würde hierauf wohl mit "Weil ihre Zivilisation noch keinen Warp-Antrieb erfunden hat" antworten. Insofern mag ich Episoden, die sich mit dieser – doch recht willkürlichen – Regel kritisch auseinandersetzen, und "Das oberste Gesetz" bekommt dann eben noch zusätzliche Pluspunkte für die originelle Art und Weise, auf die man dies hier tut, nämlich in dem man ausnahmsweise mal die Crew des Raumschiffs in die Rolle der hilfesuchenden "primitiven" Rasse schlüpfen lässt. Denn wenn unsere Helden mal selbst die Betroffenen sind, sieht man derartige Regeln gleich mal aus einer anderen Perspektive.

Episodenbild (c) CBS Doch so faszinierend und interessant dieses Grundkonzept für sich genommen auch schon sein mag, so ruhen sich die Ersinner und Autoren dieser Geschichte dennoch nicht auf ihr aus, sondern nehmen sie letztendlich nur als Ausgangsbasis für eine packende Story über Moral, Ethik, und Prinzipien. Denn nicht nur die Regeln der Sikarianer sind bei "Das oberste Gesetz" Thema, sondern eben auch jene der Sternenflotte. So sieht sich Captain Janeway nach dem Angebot des korrupten Sikarianers einem schwierigen Dilemma gegenüber. Was wiegt mehr: Ihre eigenen Wertvorstellungen, oder ihr Anliegen, ihre Crew so rasch als möglich wieder nach Hause zu bringen? Ein moralischer Konflikt, der natürlich nicht nur den Captain selbst betrifft, sondern auch die Crew, die unter ihr dient. Womit wir bei der letzten wesentlichen Stärke dieser Folge angelangt wären, denn im Gegensatz zu einigen früheren, ähnlichen Meuterei-Szenarien, die entweder klar für die Meuterer oder für den Captain Stellung bezogen, verkneift man sich diesmal eine klare schwarz/weiß-Zeichnung, sind doch sowohl Argumentation als auch Motivation beider Seiten nachzuvollziehen.

Das Tüpfelchen auf dem "i", dass mich – da ich mich an die Folge wie gesagt nicht mehr erinnern konnte – mindestens so überrascht hat die Kathryn Janeway war dann, dass sich selbst ihr engster Vertrauter Tuvok den Meuterern anschließt. Eigentlich dachte ich als er plötzlich im Transporterraum steht, dass er Torres, Seska und Carey nun aufhalten würde. Dass er sie jedoch unterstützt und die Übergabe sogar selbst durchführt, damit hatte ich nicht gerechnet. Besonders großartig fand ich dann auch Janeways ungläubige, schockierte und enttäuschte Reaktion, als er seine Beteiligung eingesteht. Generell würde ich diese abschließende Szene zu den bisher besten Momenten der Serie zählen. Kate Mulgrews Schauspiel gefiel mir ja über die ganze Folge hinweg sehr gut, aber vor allem auch in dieser Szene war sie absolut phantastisch. Auch Tuvoks Erklärung für sein Verhalten fand ich nachvollziehbar und "logisch". Und generell fand ich es halt einmal sehr positiv, dass die ansonsten an Bord der "Star Trek"-Schiffe meist herrschende Friede-Freude-Eierkuchen-Welt hier mal durchbrochen wurde. Ein paar Kritikpunkte haben sich dann aber dennoch eingeschlichen. Einerseits leidet die Episode – so wie alle Folgen, in denen die Crew vermeintlich einen Weg findet, schneller nach Hause zu gelangen – darunter, dass von vornherein klar ist, dass ihre Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt sein werden. Generell muss ich gestehen, dass ich die Weigerung der Sikarianer, ihnen zu helfen, insofern ein bisschen kritisch sehe, als sie ja nicht mal ihre Technologie – ohne sie herzugeben – dafür verwenden wollten, sie zumindest näher an ihre Heimat zu bringen. Das fand ich schon ein bisschen konstruiert. Vor allem aber fand ich die hier vorgestellte Zivilisation leider wenig interessant bzw. gelungen – denn solche glückseligen, auf Vergnügen eingestellte Hippie-Gesellschaften gab's bei "Star Trek" mittlerweile doch schon einige, wobei die Sikarianer bei mir vor allem auch unliebsame Erinnerungen an die Edo aus "Das Gesetz der Edo" weckten – eine Assoziation, auf die ich doch lieber verzichtet hätte.

Fazit: Episodenbild (c) CBS Schon allein die Grundidee hinter "Das oberste Gesetz", eine Sternenflotten-Crew mal zu den Opfern einer Art obersten Direktive zu machen, fand ich ja – als jemand, der diese Regel doch eher kritisch betrachtet – sehr gelungen. Letztendlich bietet diese jedoch nur die Ausgangssituation für eine interessante Episode, die sich mit Moral, Prinzipien und Wertvorstellungen – und das sogar weniger unter den Sikarianern als vielmehr an Bord der Voyager selbst – befasst. Captain Janeway hat eine schwierige Entscheidung zu treffen, und muss sich am Ende mit der Tatsache auseinandersetzen, dass sich einige in ihrer Crew – darunter auch ihr vertrauter Tuvok, dem sie bisher blind vertraut hat – gegen ihre Befehle gewandt haben. Die Episode vermeidet es dabei erfreulicherweise, für eine der beiden Seiten klar Stellung zu beziehen, und lässt den Zuschauer die Argumentation beider Sichtweisen nachvollziehen. Nach den bereits gelungenen und interessanten ersten vierzig Minuten, in denen die Folge für mich einige unerwartete Haken schlug, folgte dann schließlich mit dem Gespräch zwischen Janeway und Tuvok eine der bisher besten und stärksten Szenen der Serie. Gänzlich perfekt ist "Das oberste Gesetz" zwar nicht – so war von vornherein klar, dass sie scheitern würden; die Zivilisation der Sikarianer fand ich wenig interessant und doch eher schlecht bzw. klischeehaft ausgearbeitet; und auch die Motivation ihres Anführers, ihnen keinen Zugang zur Technologie zu geben (ja nicht mal, um diese zu benutzen, um die Voyager näher nach Hause zu bringen, ohne dabei die Technologie selbst auszuhändigen) war doch ziemlich klischeehaft und wirkte auch ziemlich konstruiert – aber dank dem netten Grundkonzept, dem zugrundeliegenden moralischen Dilemma sowie einzelner starker Szenen gelang es mir überwiegend, über diese hinwegzusehen.

Wertung: 4 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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