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Der unmögliche Captain Okona Drucken E-Mail
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Originaltitel: The Outrageous Okona
Episodennummer: 2x04
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 12.12.1988
Erstausstrahlung BRD: 11.05.1991
Drehbuch: Burton Armus, Les Menchen, Lance Dickson & David Landsberg
Regie: Robert Becker
Hauptdarsteller: Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard, Jonathan Frakes als Commander William T. Riker, LeVar Burton als Lt. Geordi LaForge, Michael Dorn als Lt. Worf, Diana Muldaur als Dr. Katherine Pulaski , Marina Sirtis als Counselor Deanna Troi, Brent Spiner als Lt. Commander Data, Wil Wheaton als Wesley Crusher
Gastdarsteller: William O. Campbell als Captain Okona, Douglas Rowe als Debin, Albert Stratton als Kushell, Rosalind Ingledew als Yanar, Kieran Mulroney als Benzan, Joe Piscopo als Komiker, Whoopi Goldberg als Guinan u.a.

Kurzinhalt: Auf ihrem Weg durch das Sternensystem zweier verfeindeter Planeten, zwischen denen eine brüchige Friedensvereinbarung besteht, trifft die U.S.S. Enterprise auf den beschädigten Frachter von Captain Okona. Man holt ihn an Bord, um Reparaturen an seinem Schiff vorzunehmen. Bereits kurz nach seiner Ankunft beginnt er die Crew mit seinem Charme für sich zu gewinnen – vor allem die weiblichen Besatzungsmitglieder. Aber auch der Rest der Besatzung zeigt sich von diesem Outlaw faszinierend – darunter auch Data, der nach seiner Begegnung mit Okona beginnt, sich näher mit menschlichem Humor auseinanderzusetzen. Zu diesem Zweck geht er ins Holodeck, und lässt sich von einem Comedian des 20. Jahrhunderts erklären, was als witzig angesehen wird. Guinan, die daraufhin als Versuchskaninchen für seine ersten Gehversuche als Komödiant herhalten muss, zeigt sich jedoch wenig begeistert. Während Data seine Bestrebungen, Humor zu verstehen und selbst witzig zu sein, fortsetzt, wird die U.S.S. Enterprise von zwei Schiffen kontaktiert. Beide befördern jeweils die Anführer der verfeindeten Planeten, und beide stellen Anspruch darauf, dass Captain Okona in ihre Obhut übergeben wird, um sich für Verbrechen an ihrem Volk zu verantworten…

Denkwürdige Zitate: "Sexual attraction in this context is not a part of my programming. I am an android."
"Well, then. Have you seen any good looking computers lately?"
(Captain Okona gibt Data eine kleine Kostprobe seines Humors.)

"What about love?"
"The act or the emotion?"
"They're both the same."
"I believe that statement to be inaccurate, sir."
(Das lasse ich mal unkommentiert so stehen.)

"Drop main shields as well."
"May I ask why, sir?"
"In case we decide to surrender to them, Number One."
(Auch Picard beweist Humor.)

"Being able to make people laugh, or being able to laugh, is not the end all and be all of being human."
"No, but there is nothing more uniquely human."
(Ein wunderschöner Dialog zwischen Guinan und Data gegen Ende der Episode.)

Review: ImageBereits in "Prüfungen" und "Das Kind" hat man mit mehreren parallel verlaufenden Handlungssträngen herumexperimentiert – "Der unmögliche Captain Okona" ist meines Erachtens aber die erste, in dem man jenem Muster gefolgt ist, das sich als wegweisend für die Serie erweisen sollte. Auf der einen Seite gibt es die Haupthandlung, die sich mit dem zentralen Thema der Folge befasst; sei es eine bestimmte Figur (wie im vorliegenden Fall), ein Weltraum-Phänomen, ein mysteriöses Rätsel, ein moralisches Problem, eine Bedrohung die es auszuschalten gilt, und so weiter. Jedenfalls steht dort überwiegend eine Sache – oder eine Gastfigur – im Vordergrund. Im Gegensatz dazu konzentriert man sich in der B-Handlung um eine Figur aus dem Ensemble, und erzählt eine eher persönliche, charakterorientierte Geschichte, um dieser Person etwas mehr Profil zu verleihen, und damit wir sie besser kennenlernen. Bisher passierte dies entweder in Verbindung mit der A-Story, oder nur in 1-2 kurzen, unabhängigen Szenen zwischendurch. "Der unmögliche Captain Okona" ist das erste Mal, dass auch der Vorstellung der Figur eine eigene Story mit Spannungsbogen spendiert wird – ein Beispiel, das Schule machen sollte.

In "Der unmögliche Captain Okona" fällt eben diese charakterorientierte B-Story einer der interessantesten Figuren zu: Data, der "Pinocchio" unter der Crew; der Androide, der ein Mensch sein will. In diesem Fall steht der Humor im Zentrum seiner Bestrebungen. Als Captain Okona einen Witz macht, kann er diesen zwar analysieren und verstehen, was damit beabsichtigt war – aber er versteht ihn nicht in diesem Sinne, dass er in lustig findet. Zugleich erkennt er, dass er selbst nicht über die Fähigkeit verfügt, einen Witz (gelungen) zu erzählen – weshalb er sich ins Holodeck begibt, um dort von einem Comedian (dem man übrigens den Namen Ronald B. Moore gegeben hat; eine Anspielung auf den Leiter der Special Effects-Abteilung der Serie) etwas über Humor zu lernen. Eben diese B-Handlung ist für mich im Falle von "Der unmögliche Captain Okona" das eigentliche Herzstück der Episode. Zwar ist sie kein Überdrüber-Highlight, und nicht frei von Schwächen. So fand ich, dass der Witz von Guinan nicht sonderlich gut war (man muss kein Androide sein, um den nicht lustig zu finden!), und auch der Comedian traf – gerade auch bei seiner Jerry Lewis-Interpretation – nicht unbedingt meinen Humorgeschmack. Von Datas ziemlich nervigem Arm-Herumgefuchtel ganz zu schweigen. Dennoch ist sie ganz klar die stärkere der beiden Handlungen. Neben einem feinen Humor durchzieht sie auch eine gewisse Tragik und Bitterkeit, die sich vor allem auch am Ende äußerst, und der Folge einen melancholischen Ausgang beschert – mit Data als Standup-Comedian, der sich ursprünglich darüber "freut" (?), dass das Publikum über seine Witze lacht, nur um dann zu bemerken, dass sie darauf programmiert wurden, alles lustig zu finden. Auch Guinan erweist sich hier wieder einmal als Bereicherung für die Crew; Whoopi Goldberg verleiht dieser Figur sehr viel Herz, Wärme und Menschlichkeit.

ImageDie eigentliche Haupthandlung rund um den titelspendenden Captain Okona ist jetzt zwar auch nicht abgrundtief schlecht, kann mit der B-Story rund um Data aber nicht im Entferntesten mithalten. Als erster großer Stolperstein erweist sich dabei schon, dass er sich praktisch ab der ersten Szene als Han Solo-Verschnitt entpuppt. In weiterer Folge ging er mir mit seinem angeblich unwiderstehlichen Charme – praktisch jeder, egal ob Manderl oder Weiberl oder Androiderl, scheinen seinem Charme erlegen zu sein – doch ziemlich auf den Wecker (wenn ich auch zugeben muss, dass mir der offenere Zugang, den die Episode hier Richtung Sex anschlägt, grundsätzlich gut gefällt). Eben deshalb bot ein Großteil der Folge bei mir jetzt nicht unbedingt beste Unterhaltung, da ich diese Figur längst nicht so interessant und/oder unterhaltsam fand, als sich das die Macher vielleicht dachten. In erster Linie ist es aber die soap-artige Auflösung am Ende, die bei mir einen bitteren Nachgeschmack hinterließ. Die Verliebten von zwei verfeindeten Planeten, die eine geheime Beziehung pflegen und nun ein Kind erwarten – das hatte doch mehr von einer (billigen?) Seifenoper als einer Science Fiction-Serie.

Dennoch gibt es auch in der A-Handlung ein paar gute Elemente. So fand ich die neuen Schiffsdesigns ziemlich cool und sehr gelungen. Generell stechen für mich die Effekte weiterhin hervor. Die Serie ist mittlerweile fast ein Vierteljahrhundert alt – aber selbst heutzutage sind die Effekte selten besser als hier; im Gegenteil, so manche moderne CGI-Szene kann es mit den tollen Modellaufnahmen aus "The Next Generation" nicht aufnehmen. Der Soundtrack von Ron Jones war ebenfalls wieder einmal sehr gelungen. Sehr interessant fand ich auch den Gastauftritt von Teri Hatcher in einer Rolle, die man kaum als solche bezeichnen kann. Ich kann mich jetzt gar nicht mehr so genau erinnern – bekam sie eigentlich einen Satz zu sagen? Oder stand sie nur herum – sei es in ihrer Uniform oder in einem ziemlich atemberaubenden roten Kleid – und sah dabei gut aus? Ich fand es jedenfalls interessant, ein späteres so berühmtes Gesicht in einer derart marginalen Rolle zu sehen. Nicht unbedingt gut aber interessant und bemerkenswert fand ich auch Wesleys Gespräche mit Captain Okona. Man merkt, dass er nicht so recht weiß, was er von ihm und seinem Lebensstil halten soll. Wenn er dann meint, er könnte sie so sein wie Okona, immer allein, immer auf der Reise, nirgends wirklich zu Hause, konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen. Wenn er nur wüsste, was die Macher mit ihm vorhaben (nicht dass die das selbst damals schon gewusst hätten)! Rückwirkend betrachtet ist die Szene jedenfalls nicht frei von Ironie. Was mir an dieser Handlung aber am besten gefallen hat, ist der ungewöhnliche Zugang, auf eine Bedrohung zu verzichten. Die beiden angreifenden Raumschiffe stellen für die Enterprise keine Gefahr dar – was zu den meines Erachtens amüsantesten Szenen der Episode führt. Es geht nicht darum, das Schiff zu beschützen, sondern vielmehr, dass sich die beiden Raumschiffe nicht gegenseitig zerstören. Das empfand ich mal als höchst willkommene Abwechslung!

Fazit: Image"Der unmögliche Captain Okona" profitiert in zweierlei Hinsicht von der B-Handlung rund um Data. Einerseits ist diese deutlich besser (wenn auch bei weitem nicht perfekt) als alles rund um die Titelfigur, andererseits füllt sie bereits rund ein Drittel der Episode aus. Nicht auszudenken, wie öde die Folge gewesen wäre, wenn man die Geschichte rund um Captain Okona noch um eine weitere Viertelstunde hätte ausdehnen müssen! So war die Episode letztendlich noch recht ok, und wurde wenigstens nie langweilig – auch wenn ich mit Okona selbst eher wenig anfangen konnte, ihn als recht unoriginellen Han Solo-Verschnitt empfand, und mir vor allem die Auflösung am Ende, die aus jeder beliebiger Seifenopfer stammen könnte, wenig zugesagt hat. Die nette Handlung rund um Data und seine Versuche, Humor zu verstehen und auch selbst zu einem guten Komiker zu werden und gute Witze erzählen zu können, wertet die Episode aber definitiv auf, und rettet sie denkbar knapp noch auf eine durchschnittliche Wertung.

Wertung: 2.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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