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Illusion oder Wirklichkeit? Drucken E-Mail
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Originaltitel: Where Silence Has Lease
Episodennummer: 2x02
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 28.11.1988
Erstausstrahlung BRD: 20.04.1991
Drehbuch: Jack B. Sowards
Regie: Winrich Kolbe
Hauptdarsteller: Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard, Jonathan Frakes als Commander William T. Riker, LeVar Burton als Lt. Geordi LaForge, Michael Dorn als Lt. Worf, Diana Muldaur als Dr. Katherine Pulaski , Marina Sirtis als Counselor Deanna Troi, Brent Spiner als Lt. Commander Data, Wil Wheaton als Wesley Crusher
Gastdarsteller: Earl Boen als Nagilum, Charles Douglass als Haskell, Colm Meaney als Transporter Chief u.a.

Kurzinhalt: Die Enterprise stößt auf eine Art Loch im Weltraum Man beginnt, dieses aus sicherer Entfernung zu erforschen – doch dann erweitert es sich plötzlich, und zieht die Enterprise in sich hinein. Daraufhin kommt es zu einigen mysteriösen Vorfällen. So sieht man sich zuerst einem romulanischen Warbird gegenüber, der jedoch mit nur einem Photonentorpedo vernichtet wird. Kurz darauf trifft man auf ein Schwesterschiff, die U.S.S. Yamato, doch die Sensoren zeigen keine Lebenszeichen an. Als sich Riker und Worf an Bord beamen um das Schiff zu erforschen, scheint dessen Struktur völlig durcheinander zu geraten. So gehen sie plötzlich von einer Brücke auf die nächste. Und auch die Versuche der Enterprise, den seltsamen Raumbereich durch ein Loch das sich geöffnet hat wieder zu verlassen, scheitern. Captain Picard vermutet daraufhin, dass jemand ein perfides Spiel mit ihnen treibt, und befiehlt daraufhin, regungslos im All zu verharren, und sich nicht weiter provozieren zu lassen. Kurz darauf offenbart sich jenes fremde, mächtige Wesen, dass für die Situation der U.S.S. Enterprise verantwortlich ist. Nagilum zeigt sich an der Crew und vor allem auch vom Konzept der Sterblichkeit fasziniert – und möchte um dieses zu erforschen ein Drittel bis die Hälfte der Besatzung der Enterprise ermorden…

Denkwürdige Zitate: "The masculine and the feminine."
"It is the way in which we propagate our species."
"Please, demonstrate how this is accomplished."
"Not likely."
(Pulaski steht Nagilums Wunsch doch eher ablehnend gegenüber.)

"Why do get the feeling this was not the time to join this ship?"
(Pulaski, nachdem Nagilum verkündet hat, rund ein Drittel der Crew töten zu wollen.)

"Considering the marvellous complexity of our universe, its clockwork perfection, its balances of this against that, matter, energy, gravitation, time, dimension, I believe that our existence must be more than either of these philosophies. That what we are goes beyond Euclidian and other practical measuring systems and that our existence is part of a reality beyond what we understand now as reality."
(Picard über den Tod.)

"Abort auto-destruct sequence."
"Riker, William T., do you concur?"
"Yes! Absolutely! I do indeed concur, whole-heartedly!"
"Auto-destruct cancelled."
"A simple yes would have sufficed, Number One."
"I didn't want there to be any chance of a misunderstanding."
(Das kann ihm wohl niemand verübeln.)

Review: ImageAuch wenn nicht alles an der Episode perfekt ist, beinhaltet "Illusion oder Wirklichkeit?" vieles von dem, warum ich "Star Trek – The Next Generation" trotz aller Schwächen so schätze und nach all den Jahren immer noch in Ehren halte. So steht lange Zeit ein interessantes Rätsel und Mysterium im Zentrum des Geschehens. Damit gelingt es der Folge, ganz ohne Bedrohung (zumindest was die ersten zwei Drittel der Handlung betrifft) für Spannung zu sorgen – einfach, da man daran interessiert ist zu erfahren, was hier vor sich geht, und was es mit diesem Loch im Weltraum auf sich hat. Dass es nicht immer gleich eine Bedrohung für das Schiff, ein Besatzungsmitglied, einen Planeten oder gleich das ganze Universum braucht, um die Zuschaue runterhalten zu können, ist ja leider etwas, dass in den nachfolgenden Jahren – auch bei "Star Trek"- zunehmend in Vergessenheit geraten ist. "Illusion oder Wirklichkeit?" beweist aber, dass dies durchaus funktionieren kann, solange das im Zentrum stehende Rätsel nur interessant und geheimnisvoll genug ist.

Nach einem zugegebenermaßen eher untypischen Einstieg, der uns nicht das Geringste darüber verrät, worum es in der Episode gehen wird, und uns eher ratlos ins Intro entlässt (so ahnungslos und unvorbereitet ist man als Zuschauer bei "Star Trek" selten ins Intro gegangen) nimmt die Episode mit der Entdeckung des Lochs im Weltall Fahrt auf. Zwar ist das Tempo zu Beginn noch eher gemächlich, doch die zahlreichen Wendungen – wie dass die Enterprise vom Loch verschluckt wird; das Auftauchen eines (falschen) romulanischen Kreuzers; die ausgesetzte Sonde von der man wegfliegt und sich dann dieser doch wieder annähert, so als würde man im Kreis fliegen; die falsche U.S.S. Yamato und die seltsamen Erlebnisse von Riker und Worf auf ihrer Außenmission (geheimnisvolle Geräusche, die Brücke, die in eine weitere Brücke führt usw.) – machen auch diesen Teil der Episode sehr abwechslungsreich und unterhaltsam. So richtig dreht "Illusion oder Wirklichkeit?" aber zugegebenermaßen erst dann auf, wenn Captain Picard sich nicht länger zum Narren halten will, und sich daraufhin Nagilum als der Urheber der mysteriösen Ereignisse offenbart. Dessen Design ist sehr außergewöhnlich, und auch wenn er nicht unbedingt photorealistisch wirkt, finde ich, dass ihm genau das auch wieder eine Fremdartigkeit verleiht, welche der Figur letztendlich zu Gute kommt. Auch Earl Boons markante Stimme (den Genre-Fans vor allem als Dr. Silberman aus den ersten drei "Terminator"-Filmen kennen dürften; mir ist er zudem noch als Stimme des Geisterpiraten LeChuck aus den "Monkey Island"-Spielen ein Begriff) trägt viel zum Gelingen der Figur und damit auch der Episode bei.

ImageMit seinem Auftauchen ändert sich auch der Ton der Folge: Das große Rätsel rund um den Raumbereich ist gelöst, nun gilt es aber, einen Weg zu finden, diesen wieder zu verlassen – bzw. Nagilum entweder zu überlisten oder ihn auf sonst eine Art und Weise von seinem Plan abzubringen, zwei Drittel bis die Hälfte der Crew zu ermorden. Was folgt, ist eine erstaunlich tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Tod – ein Konzept, das Nagilum völlig fremd ist, und ihn deshalb fasziniert. Der Dialog zwischen Picard und dem als Data posierenden Nagilum ist sicherlich einer der denkwürdigsten und besten aus der kompletten Serie. Einfach nur eine wundervolle, stille Szene, die es vermag, zu verzaubern und zu begeistern, ganz ohne Action oder ähnliches Spektakel. Dennoch ist das letzte Drittel der Episode dann auch durchaus spannend, als Picard und Riker die Selbstzerstörung der Enterprise aktivieren, um zu verhindern, dass die Besatzung zu Versuchskaninchen von Nagilums Experimenten wird. Rikers Bestätigung, die Selbstzerstörung zu aktivieren, sorgt dann für einen amüsanten Ausklang dieser Spannung – ehe ein letzter Dialog zwischen Picard und Nagilum für einen runden Abschluss der Episode sorgt.

Neben der Handlung weiß auch die Umsetzung überwiegend zu gefallen. Die schauspielerischen Leistungen reichen von solide bis sehr gut, wobei vor allem Patrick Stewart wieder einmal besticht. Die Effekte sind erneut über jeden Zweifel erhaben, und Ron Jones steuert zur Episode wieder einmal einen wundervollen Soundtrack bei. Dass die Episode trotz aller Stärken nicht zu den besseren oder gar besten Folgen der Serie zählt, liegt daran, dass sich doch auch ein paar Schwächen eingeschlichen haben. Den etwas unpassenden und auch eher unnötigen Einstieg rund um das Holodeck-Abenteuer von Riker und Worf habe ich ja schon erwähnt. Als man das Loch im Weltraum dann findet, fand ich es seltsam, dass Data behauptet, es gäbe in den Archiven der Sternenflotte keine Aufzeichnungen über ähnliche Vorfälle. Öhm… "Das Loch im Weltraum"?!?! Er ist nicht der einzige in der Brückencrew, der sich einen ziemlichen Schnitzer erlaubt. Anfangs meint Troi ja, sie würde von diesem Loch keine Empfindungen spüren. Als sie Picard dann später wieder fragt und meint "Empfinden Sie immer noch nichts?" meint sie dann plötzlich "Doch ja, mittlerweile spüre ich was" (Alle Dialoge nur sinngemäß und frei aus dem Gedächtnis zitiert). Schon toll, wie sie hier auf eine offizielle Einladung des Captains wartet, ehe sie ihm ihre Erkenntnisse mitteilt. Gut gemacht, Deanna! Seltsam wirkt es übrigens auch, dass Nagilum zwar Pulaski genau sondiert – da es sich bei ihr um eine Frau handelt – aber an Troi kein weiteres Interesse zeigt. Überhaupt ist diese Szene mit der sich im Kreis drehenden Pulaski ziemlich missraten, und wirkt sehr unfreiwillig komisch und peinlich.

ImageAuch Picards Lösung… so gut sie mir grundsätzlich auch gefällt, etwas extrem wirkt es schon. Wenn er meint "Ich werde nicht einfach so dabei zusehen wie die Hälfte meiner Crew abgeschlachtet wird." (auch hier wieder: frei aus dem Gedächtnis zitiert) konnte ich mir den spöttischen Nachsatz "Ich bring sie lieber gleich alle selber um!" nicht verkneifen. Und so witzig das mit Rikers Antwort auf die Frage des Computers auch gewesen sein mag, aber… wäre ein simples "Ja ich stimme zu" nicht schneller gewesen? Man stelle sich vor, er setzt zu seiner ausufernden Antwort an, und dann fliegt ihnen plötzlich das Schiff um die Ohren. Der größte Kritikpunkt ist für mich aber der plötzliche, seltsame Wechsel auf der Brücke: Zu Beginn bemannt noch Wesley seine Station, dann wird er von einer Szene auf die nächste durch ein Rothemd ersetzt. Und das nur, damit dieser – statt Wesley – draufgehen kann. Entweder, man hätte ihn von Beginn an an die Station gesetzt, oder aber man hätte halt eine der unbekannten Figuren im Hintergrund von Nagilum töten lassen. Aber so dachte man nur "Wer zum Teufel ist das denn, und wo ist Wesley auf einmal hin verschwunden?" Das war ziemlich ungeschickt umgesetzt.

Fazit: "Illusion oder Wirklichkeit?" stellt ein Mysterium ins Zentrum des Geschehens – das allein ist schon mal ein großer Pluspunkt. Und so ist es dann auch in der ersten halben Stunde das Rätsel rund um das Loch im Weltall, welches mit einigen netten Einfällen und Wendungen überzeugen kann, das mein Interesse als Zuschauer geweckt hat und dafür sorgte, dass ich mich gut unterhalten fühlte. Erst im letzten Drittel wird mit Nagilum eine Bedrohung präsentiert – der man sich dann aber ebenfalls auf sehr originelle Art und Weise nähert. Captain Picard und seine Crew erringen keine militärischen Sieg, und keinen technologischen. Es gibt keine Deus Ex Machina und auch keine Technogebrabbel-Lösung – sondern vielmehr eine menschliche. Zudem zählt der Dialog zwischen Picard und "Data" über den Tod zu den Sternstunden der Serie; und auch die Aktivierung der Selbstzerstörung verleiht der Episode viel Dramatik. Dass "Illusion oder Wirklichkeit?" trotzdem keine höhere Wertung für sich verbuchen kann, liegt am einzelnen Schwächen wie dem etwas unpassenden Einstieg, dem einen oder anderen seltsamen Verhalten der Crew, vor allem aber am absolut suboptimal umgesetzten Besatzungstausch auf der Brücke, als Wesley off-screen abgelöst wird, damit danach eine andere (unbekannte) Figur von Nagilum umgebracht werden kann. Das hätte man nun wirklich um einiges besser regeln können.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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