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Rikers Vater Drucken E-Mail
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Originaltitel: The Icarus Factor
Episodennummer: 2x14
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 24.04.1989
Erstausstrahlung BRD: 27.03.1992
Drehbuch: David Assael & Robert L. McCullough
Regie: Robert Iscove
Hauptdarsteller: Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard, Jonathan Frakes als Commander William T. Riker, LeVar Burton als Lt. Geordi LaForge, Michael Dorn als Lt. Worf, Diana Muldaur als Dr. Katherine Pulaski , Marina Sirtis als Counselor Deanna Troi, Brent Spiner als Lt. Commander Data, Wil Wheaton als Wesley Crusher
Gastdarsteller: Mitchell Ryan als Kyle Riker, Colm Meaney als Chief O'Brien u.a.

Kurzinhalt: Commander Riker wird das Kommando über die U.S.S. Ares angeboten, das den Vega-Omicron-Sektor erforscht. Um ihn zu instruieren und ihn auf den Einsatz vorzubereiten, kommt ein Berater der Sternenflotte an Bord: Kyle Riker, Wills Vater. Die beiden hatten davor rund 15 Jahren keinen Kontakt. Nun versucht Kyle Riker, die dadurch zwischen ihnen entstandene Schlucht zu überbrücken, und die Beziehung zu seinem Sohn zu kitten. Doch Will ist – noch – nicht dazu bereit, die ihm gereichte Hand zu ergreifen, und Frieden zu schließen. Letztendlich beschließen die beiden sogar, ihre Differenzen in einem Jiu-Jitsu-artigen Wettkampf auszutragen – sehr zum Missfallen von Deanna Troi und Doktor Pulaski, die einst mit Kyle Riker liiert war. Währenddessen fällt Wesley Crusher auf, das Worf noch ungehaltener und gereizter ist als sonst. Bei seinen Nachforschungen findet er heraus, dass es sich um den zehnten Jahrestag seines Initiationsritus handelt. Zu eben diesem Jubiläum ist das Ritual eigentlich zu wiederholen – doch da sich Worf nun auf der Enterprise befindet, scheint dies ausgeschlossen zu sein. Dann hat Wesley jedoch die Idee, das Holodeck zu nutzen, um Worf doch noch zu erlauben, das Ritual abzuhalten…

Denkwürdige Zitate: "They know each other."
"No kidding. I know her too, but we don't do that."
(O'Brien zu Riker, nachdem sie die intime Begrüßung von Kyle Riker und Doktor Pulaski beobachtet haben.)

"We both have pretty good taste in women, wouldn't you say?"
(Kyle Riker zu Troi, als sie ihn zu seinem Sohn befragt.)

"If I were not a consummate professional, and an android, I would find this entire procedure insulting."
(Data über die Techniker, die den Warpantrieb überprüfen.)

"You know, it's funny. I can talk to a whole roomful of admirals about anything in the galaxy, but I can't talk to you about how I feel."
(Kyle Rikers Geständnis an seinen Sohn.)

Review: Image"Rikers Vater" ist die erste Charakterfolge von "Star Trek" – ein Beispiel, dass in weiterer Folge Schule machen sollte. Was diese auszeichnet und von "normalen" Episoden unterscheidet, ist das statt eines mysteriösen Phänomens, einer Bedrohung oder ähnlichem vielmehr eine oder mehrere der Figuren im Mittelpunkt stehen, und eine Geschichte rund um und über sie erzählt wird. "Rikers Vater" macht dabei leider gleich ein wesentliches Problem dieser Episoden deutlich: Ohne ein interessantes Mysterium und/oder eine faszinierende Idee, in die wir uns verbeißen können, ist das Endprodukt oftmals sterbenslangweilig – einfach da nicht wirklich etwas (oder zumindest nichts interessantes) passiert. Ich will damit nicht sagen, dass es keine gelungenen Charakterfolgen bei "Star Trek" gebe – aber letztendlich halte ich es für besser, die Figuren nur in einer B-Story bzw. parallel zur Handlung der Episode (wie z.B. dadurch, wie sie auf das reagieren, was sie erleben) zu charakterisieren, als durch ihnen gewidmete Episoden, die dann zudem oftmals ins soapige abgleiten. Bei reinen Charakterfolgen fehlt mir einfach irgendwie die Balance; sie stehen und fallen dann letztendlich mit dem Problem, dem sich die Figur(en) gegenübersehen.

Im Falle von "Rikers Vater" wird nicht eine, sondern werden gleich zwei Figuren ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt, nämlich Worf und Riker. Letzterer trifft, wie der deutsche Titel schon verrät, auf seinen Vater, mit dem er ein zerrüttetes Verhältnis hat. Der entsprechende Konflikt wirkt dabei wie aus dem Bilderbuch der Familienklischees. Wir haben die Familientragödie, die beide entzweit hat (der Tod von Wills Mutter), den seinen Sohn vernachlässigenden Vater, und am Ende kommt natürlich die große Versöhnung. Gähn. Dass sich im Verlauf der Episode beide wie A-löcher verhalten und damit keiner von ihnen meine Sympathien gewinnen konnte, half auch nicht gerade. So meint Kyle Riker lapidar "Keeping in touch is not my strong suit" – nachdem er mit seinem Sohn 15 Jahre keinen Kontakt hatte. 15 verdammte Jahre! Will trägt jedoch auch nichts dazu bei, sich mit seinem Vater zu versöhnen. So sehr man seinen Zorn und seine Enttäuschung auch verstehen kann, aber wie er die Hand zur Versöhnung die Kyle ihm entgegenstreckt wegstößt, lässt ihn auch nicht gerade sonderlich sympathisch erscheinen. Den großen Vogel der Galaxis schießt dann aber das Ende ab, als sich Vater und Sohn zum Kampf im Holodeck treffen – und sich letztendlich genau über diesen wieder versöhnen. Dümmer geht’s nun wirklich nimmer. Der angeblich so hochentwickelte Mensch, der zu den Sternen vorgedrungen ist, Frieden geschlossen und Hunter und Armut ausradiert hat, wird in diesem Moment erst recht wieder zu einem steinzeitlichen Neandertaler reduziert. Das fand ich einfach nur peinlich.

ImageEs ist leider auch nicht das einzige Macho-Ritual, dass wir in "Rikers Vater" über uns ergehen lassen müssen. Denn kurz bevor Kyle und Will ihren kampfsportlichen Wettstreit austragen, darf Worf den Masochisten raushängen und sich von 8 holographischen Klingonen mit Schmerzstäben bearbeiten lassen, um spirituelle Reife zu erlangen. Heißt das, ich darf meinen nächsten Domina-Besuch als Maßnahme zur Persönlichkeitsentwicklung von der Steuer absetzen? Ernsthaft: Mit diesem Initiations-Ritus konnte ich leider ebenfalls wenig bis gar nichts anfangen. Was als interessanter Einblick in die klingonische Kultur gedacht war und Worf etwas mehr Profil verleihen und darüber hinaus aufzeigen sollte, dass er an Bord der Enterprise mittlerweile über richtige Freunde verfügt, wirkte auf mich doch eher lächerlich. Letztendlich finde ich schade, dass den Drehbuchautoren für eine kriegerische, aber doch ehrenhafte Rasse wie die Klingonen kein besseres Ritual eingefallen ist (wie z.B. ein Kampf gegen ein Tier o.ä.), als das sie mit Schmerzstäben malträtiert werden. Damit beschränkt man es letztendlich auf einen Test der Schmerzwiderstandsfähigkeit. Zu einem guten Krieger gehört meines Erachtens aber wesentlich mehr, als nur das. Und überhaupt: Wie konnte Worf eigentlich vor 10 Jahren seinen Initiationsritus feiern? Wurde er nicht von Menschen adoptiert?

Doch zurück zu Riker: Dieser muss sich in dieser Episode nämlich nicht "nur" seinem Vater stellen, sondern zudem der Frage, ob er das Angebot über ein eigenes Kommando annehmen oder weiterhin als erster Offizier an Bord der Enterprise bleiben will. Eine Thematik, die jedoch gegenüber seinen "daddy-issues" letztendlich klar den Kürzeren zieht. "Rikers Vater" erlaubt es uns nicht, seinen Gedankenprozess nachzuvollziehen, weshalb auch seine Entscheidung am Ende – so logisch und klar sie aus Sicht eines Fernsehzuschauers auch sein mag; denn natürlich konnte man sich schon denken, dass nicht Mitte der Staffel aus der Serie aussteigt – wie aus dem heiteren Himmel kommt, und nicht nachvollziehbar ist. Auch die gemeinsame Szene zwischen i hm und Deanna hat für mich nicht funktioniert. Dass die beiden eine gemeinsame Vergangenheit haben, und immer noch etwas füreinander empfinden, steht natürlich außer Frage. Aber bei den tief empfundenen Gefühlen, welche die beiden in dieser Szene zeigen, fragt man sich schon, warum sie denn dann eigentlich keine Beziehung pflegen. Auch dies schien mir jedenfalls etwas übertrieben zu sein, und – zumindest in diesem Wirkungsgrad – wie aus dem Nichts zu kommen. Es gibt jedoch auch ein paar positive Aspekte. Die Idee, dass Doktor Pulaski mal etwas mit Rikers Vater hatte, gefällt mir – und erlaubt es zudem, die Figur aus einer anderen Perspektive zu sehen, und nicht nur aus jener des enttäuschten Sohnemanns. Positiv auch, dass die Rolle von Chief O'Brien nun zunehmend größer wird. Und die Musik von Ron Jones ist wie immer phantastisch.

Fazit: Image"Rikers Vater" ist eine Episode der Macho-Rituale. Riker "prügelt" sich mit seinem Vater, worauf sie beginnen, sich wieder zu verstehen, und Worf lässt sich von ein paar holographischen Klingonen mit Schmerzstäben malträtieren, um spirituelle Steigerung zu erfahren. Auch von diesen wenig überzeugenden Szenen abgesehen – vor allem der Kampf zwischen Will und seinem Vater kommt eher peinlich rüber – ist die Episode leider kaum gelungen. Bei "Rikers Vater" handelt es sich um die erste Charakterfolge der Serie, und als solche leider auch gleich um eine der schlechtesten. Statt den Wundern des Weltalls stehen in diesem Fall die sie bereisenden Figuren im Zentrum; dadurch fehlt aber leider etwas die Balance, da man sich voll und ganz auf diese konzentriert. Dadurch hat die Episode letztendlich mehr von einer Seifenoper im All, denn einer Science Fiction-Serie. Zu allem Überfluss ist der zentrale behandelte Konflikt zwischen Riker und seinem Vater zudem ungemein klischeebeladen. Die einzigen Lichtblicke sind Ron Jones Musik, die immer größer werdende Rolle von Chief O'Brien, sowie die Szenen zwischen Kyle Riker und Doktor Pulaski. Davon abgesehen war "Rikers Vater" leider überwiegend langweilig – allerdings haben wir zugegebenermaßen auch schon schlimmeres gesehen.

Wertung: 1.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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