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Das fremde Gedächtnis Drucken E-Mail
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Originaltitel: The Schizoid Man
Episodennummer: 2x06
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 23.01.1989
Erstausstrahlung BRD: 25.05.1991
Drehbuch: Richard Manning, Hans Beimler & Tracy Tormé
Regie: Les Landau
Hauptdarsteller: Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard, Jonathan Frakes als Commander William T. Riker, LeVar Burton als Lt. Geordi LaForge, Michael Dorn als Lt. Worf, Diana Muldaur als Dr. Katherine Pulaski , Marina Sirtis als Counselor Deanna Troi, Brent Spiner als Lt. Commander Data, Wil Wheaton als Wesley Crusher
Gastdarsteller: W. Morgan Sheppard als Ira Graves, Barbara Alyn Woods als Kareen Brianon, Suzie Plakson als Lieutenant Selar u.a.

Kurzinhalt: Einem dringenden Notruf nach medizinischer Hilfe folgend, fliegt die U.S.S. Enterprise zum Planeten Gravesworld, auf dem der Computer- und Kybernetik-Experte Ira Graves und seine junge Assistentin Kareen Brianon ihre Forschungen vorantreiben. Als das Außenteam eintrifft, stellt man fest, dass Graves an einer tödlichen Krankheit leidet und nur noch wenige Tage zu leben hat. Data zieht sich gemeinsam mit ihn in dessen Labor zurück, um mehr über seine Forschungen und auch Graves als Person zu erfahren. Dieser erzählt ihm, woran er gearbeitet hat: Er will dem Tod ein Schnippchen schlagen, indem er sein Bewusstsein auf einen Computer überträgt. Die Ankunft von Data gibt ihm jedoch noch eine zweite, verlockende Option: Statt in einem stationären Computer könnte er sein zweites Leben in einem Androiden-Körper verbringen. Es gelingt ihm, Data auszuschalten und den Transfer einzuleiten. Danach gibt er sich als Data aus und teilt dem Außenteam mit, dass Graves verstorben sei. In weiterer Folge sorgt Datas untypisches Verhalten jedoch bei der Crew schon bald für Verwunderung – und auch Misstrauen…

Denkwürdige Zitate: "No offense, but I don't want you touching me in any way. It's no secret that I don't like people much, and I like doctors even less."
"That's funny, I thought most doctors were people."
"Then you're wrong."
(Ein echter Charmebolzen, dieser Ira Graves.)

"Are you a Romulan?"
"Hardly."
(Etwas schlimmeres hätte sie Worf wohl gar nicht fragen können.)

"You condone homicide, sir?"
(Data zu Ira Graves, als dieser sich als Ladykiller bezeichnet.)

"For the first time since I've known you, I don't believe you."
(Captain Picard zum "falschen" Data.)

"Every man has his time. Every man, without exception. But you've cheated. You have extended your life at the expense of another."
(Picard zu Graves, als er versucht ihn davon zu überzeugen, Data's Körper wieder aufzugeben.)

Review: Image"Das fremde Gedächtnis" liegt eine durchaus interessante Prämisse zugrunde – deren Potential jedoch meiner Ansicht nach nicht gänzlich ausgeschöpft werden konnte. Hauptgrund dafür ist für mich, dass für uns als Zuschauer zu deutlich wird, was sich zugetragen hat. Ich denke, es wäre besser gewesen, uns wie das Außenteam im Unklaren darüber zu lassen, was vorgefallen ist, und hätte uns demnach die Szenen zwischen Data und Graves nicht gezeigt – an der mich ohnehin auch gestört hat, wie bereitwillig Data ihm von seinem Aus-Schalter erzählt; ein Thema, dass ihm in "Data's Bruder" noch "peinlich" war. Auch fand ich Graves für einen angeblich so genialen Wissenschaftler – dem man ja doch eine gewisse Grundintelligenz unterstellen würde – in weiterer Folge unglaubwürdig unvorsichtig, dämlich und naiv. Gerade auch seine Trauerrede auf sich selbst schoss derart übers Ziel hinaus. Ich an seiner Stelle hätte mich möglichst ruhig verhalten und kurz nach der Rückkehr dann den Dienst bei der Sternenflotte quittiert. Aber so fordert er es ja praktisch heraus, dass die Besatzung der Enterprise herausfindet, was auf dem Planeten vorgefallen ist.

Wo wir schon dabei sind: Als Zuschauer, der gegenüber der Crew einen nicht unerheblichen Informationsvorsprung besitzt, redet es sich zwar natürlich leicht. Außerdem muss man sich in Erinnerung rufen, dass niemand genaueres über Graves' Forschungsarbeit wusste. Dennoch dauerte es mir persönlich viel zu lang, ehe Captain Picard und seine Crew endlich die richtigen Schlüsse zogen. Gerade auch seine seltsame Trauerrede hätte eigentlich bei allen die Alarmglocken läuten lassen müssen. Zumal man zwar nichts Genaueres über seine Forschungen weiß, wohl aber, dass sie sich mit Computern etc. beschäftigen. Ich finde, da hätte die Besatzung der Enterprise die Punkte ruhig früher gedanklich verbinden dürfen – gerade auch die empathische Counselor Troi; aber auch von Picard und Geordi hätte ich mir hier mehr erwartet. Jedenfalls lässt dies die Crew der Enterprise leider wieder einmal nicht im allerbesten Licht dastehen – etwas, dass mich an einen ganz ähnlichen Kritikpunkt aus "Datas Bruder" erinnert hat (wenigstens haben sie diesmal darauf verzichtet, nur Schlaumeier Wesley herausfinden zu lassen, was vorgefallen ist). Negativ ist mir auch aufgefallen, dass sich die Crew der Enterprise zu Beginn aufteilt: Während man das Außenteam auf dem Planeten zurücklässt, fliegt die Enterprise auf eine dringende zweite Mission – die wir jedoch nie zu Gesicht bekommen. Womit sich mir die Frage ergibt, wozu das ganze eigentlich gut war. Nur, um das "Fast-Warp-Beamen" zu zeigen, mit dem superkurzen Stopp und dem darauffolgenden Weiterflug der Enterprise? Sorry, aber das ist mir als Rechtfertigung deutlich zu wenig.

ImageWeitere kleine Kritikpunkte: So nett der Planet auf dem Ira Graves forscht auch aussehen mag, mit seinen Ringen ähnelte er für meinen Geschmack dann doch zu sehr dem Saturn. Ein etwas eigenständigeres Aussehen hätte ich vorgezogen. Das mit der Melodie die Ira Graves pfeift – zuerst auf dem Planeten und dann als Data – hätte man sich auch sparen sollen. Das ist nun wirklich der älteste Trick der Welt, und war selbst Mitte der 80er schon ziemlich abgedroschen. Zumal für die Zuschauer eigentlich auch ohne diesen Hinweis offensichtlich genug sein müsste, was vorgefallen ist. Etwas mehr Vertrauen in die Intelligenz der Zuschauer wäre hier wünschenswert gewesen. So konnte ich mich nämlich schon des Eindrucks nicht erwehren, dass sie uns für dämlich halten. Zuletzt noch eine Kleinigkeit, aber ich fand es halt (unfreiwillig) komisch: Der tote Graves im Sarg hat mich an "Die Ritter der Kokosnuss" denken lassen. Dies entbehrte zwar nicht eines gewissen – nicht gewollten – Unterhaltungswerts, dennoch hätte in meinen Augen ein etwas anderes Design seines Leichengewands statt des "Ganzkörper-Kettenhemds" nicht geschadet.

Genug der Kritik, denn trotz dieser Aspekte fand ich "Das fremde Gedächtnis" eigentlich soweit ganz gelungen. Gleich zu Beginn begeisterte man mich mit einer coolen Einstellung, als Doktor Pulaski den Turbolift betrifft, dieser losfährt, und wir dann – ohne jeglichen Schnitt – sehen, wie sie auf der Brücke wieder herauskommt. Natürlich kann ich mir leicht denken, wie sie das hinbekommen haben, aber nett fand ich die Szene trotzdem. "Das fremde Gedächtnis" ist auch die erste (und einzige) Episode, in der Doktor Selar auftreten darf; eine Figur, von der wir in weiterer Folge zwar noch das eine oder andere Mal hören, die wir jedoch leider nie wieder zu Gesicht bekommen werden – was ich doch ziemlich schade finde (Vulkanier waren bei "The Next Generation" ja generell unterrepräsentiert). Von seinem Arroganz oder Naivität bedingtem unvorsichtigen Verhalten abgesehen fand ich auch Ira Graves als Figur ziemlich gut. Ein Genie, das versucht, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen – und dem dies (zumindest kurzzeitig) auch gelingt. Auch wird deutlich, dass er starke Gefühle für seine junge Assistentin hegt, denen er jedoch in der Vergangenheit aufgrund des eklatanten Altersunterschieds nie nachgegangen ist. Nun bietet sich ihm als Data scheinbar eine neue Gelegenheit, und die Szene als er versucht Kareen von seinen Plänen zu überzeugen und ihr anbietet auch für sie einen Androiden-Körper zu erschaffen ist wirklich grandios; einerseits romantisch, andererseits aber auch sehr unheimlich. Letztendlich lehnt sie dann auch ab, was Graves wiederum erzürnt – und dazu führt, dass er just die große Liebe seines (zweiten) Lebens verletzt. Die beste Szene der Folge ist für mich aber ganz klar die Konfrontation zwischen Graves und Captain Picard am Ende der Episode. Von beiden, Brent Spiner und Patrick Stewart – grandios gespielt, gut geschrieben, mit toller Musik unterlegt, und – angesichts der Tatsache dass wir eigentlich nur zwei Männer dabei zuschauen, wie sie sich unterhalten – auch durchaus packend inszeniert. Damit liefert man uns zum Ende der Folge noch einmal einen Höhepunkt, der zumindest ansatzweise über die Schwächen zuvor hinwegzutrösten vermag.

Fazit: ImageAufgrund einiger Schwächen bleibt die Episode "Das fremde Gedächtnis" leider hinter ihren Möglichkeiten zurück. In erster Linie sind hier Graves übertrieben verdächtiges Verhalten zu nennen, aber auch dass man den Zuschauer recht früh und deutlich erahnen lässt was sich auf dem Planeten zugetragen hat – wodurch man die Folge um ein interessantes Mysterium das unser Interesse hätte wecken können beraubt – sowie die teilweise doch etwas begriffsstutzig wirkende Crew der Enterprise, die für meinen Geschmack viel zu lang gebraucht hat um herauszufinden, was passiert ist, trübten meine Freude mit dieser Episode nicht unerheblich. Pluspunkte sammelte "Das fremde Gedächtnis" hingegen für das interessante (wenn auch selbst innerhalb der "Star Trek"-Reihe nicht sonderlich originelle und/oder innovative) Konzept, das eigene Bewusstsein in einen Computer oder in einen Androiden zu transferieren, die tolle Darstellung des von Ira Graves besessenen Data durch Brent Spiner, sowie die grandiose Szene zwischen ihm und Captain Picard am Ende im Maschinenraum. Insgesamt eine grundsolide Episode, die jedoch nur stellenweise wirklich zu begeistern vermag.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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