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Die Thronfolgerin Drucken E-Mail
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Originaltitel: The Dauphin
Episodennummer: 2x10
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 20.02.1989
Erstausstrahlung BRD: 28.02.1992
Drehbuch: Scott Rubenstein & Leonard Mlodinow
Regie: Rob Bowman
Hauptdarsteller: Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard, Jonathan Frakes als Commander William T. Riker, LeVar Burton als Lt. Geordi LaForge, Michael Dorn als Lt. Worf, Diana Muldaur als Dr. Katherine Pulaski , Marina Sirtis als Counselor Deanna Troi, Brent Spiner als Lt. Commander Data, Wil Wheaton als Wesley Crusher
Gastdarsteller: Jamie Hubbard als Salia, Paddi Edwards als Anya, Whoopi Goldberg als Guinan u.a.

Kurzinhalt: Die Enterprise fliegt zum Planeten Klavdia III, und nimmt dort zwei Personen auf: Salia ist die Thronfolgerin auf ihrer Heimatwelt, und soll dem unter einem Bürgerkrieg leidenden Planeten den Frieden bringen. Begleitet wird sie von ihrer Betreuerin und Beschützerin Anya. Als man die beiden zu ihrem Gastquartier bringt, stößt Salia zufälligerweise auf Wesley Crusher, der sich sofort in die hübsche junge Dame verliebt. Auch Salia scheint Wesley durchaus zugetan zu sein. Anya ist jedoch um die Sicherheit der Thronfolgerin besorgt, und verbietet ihr, das Quartier zu verlassen. Salia setzt sich jedoch schon kurz darauf über den Befehl ihrer Fürsorgerin hinweg, und sucht zusammen mit Wesley das Holodeck auf. Eine zarte Romanze entwickelt sich zwischen den beiden – jedoch eine, die unweigerlich zum Scheitern verurteilt ist. Denn auch wenn Wesley dies nicht wahrhaben will, hat Salia einer Bestimmung, der sie folgen muss…

Denkwürdige Zitate: "I know so much, but I've seen so little."
(Leider der einzige Dialog, der mir erwähnenswert erscheint.)

Review: ImageEs ist doch erstaunlich, wie schnell man sich an etwas gewöhnt. Mehr als ein halbes Jahr ist es mittlerweile wieder her, dass ich damit begann, mir jede Woche eine "Next Generation"-Folge anzusehen. Nun war ich kürzlich zwei Wochen in Urlaub, und auch wenn ich nicht behaupten würde, schon an Entzugserscheinungen gelitten zu haben, freute ich mich doch als ich nach Hause kam schon auf meine nächste Dosis TNG. Und so legte ich am Tag meiner Rückkehr die Blu Ray in den Player, und wählte die Episode aus. Hmm… "Die Thronfolgerin". Die Zeiten, in denen ich alle Episodentitel auswendig kannte, und wusste, welche Folge sich dahinter verbirgt, sind nun doch schon mehr als ein Jahrzehntchen vorbei. So gesehen sagte mir das nicht wirklich etwas. In gewisser Weise ist mir das sogar fast lieber, als wenn ich einen Episodentitel lese und schon genau weiß, um welche Geschichte es sich handelt, So kann man wenigstens auch als langjähriger Fan bei einem Revisit hie und da mal überrascht werden – wobei es meist nur ein paar Szenen dauert ehe ich schon wieder weiß, in welcher Folge ich bin.

Bei "Die Thronfolgerin" dauerte es aber gar nicht so lange, bis ich in etwa eine Ahnung hatte, was ich da gleich sehen würde. Denn bereits als ich das Episodenvorschaubild sah, schwante mir übles. Richtig, da war ja mal was. Eine Episode, in der sich Wesley in eine "Prinzessin" verknallt – und ansonsten genau rein überhaupt gar nichts passiert, die ganze Folge lang. Und so verflog meine über zwei Wochen hinweg aufgebaute Vorfreude binnen weniger Sekunden. Mein letztes bisschen Resthoffnung, dass die Episode ja vielleicht doch nicht ganz so schlecht sein muss, wie ich sie in Erinnerung habe – es wäre nicht die erste Folge, die nachdem man uns zuletzt mit "Star Trek"-Unterhaltung mächtig ausgehungert hat und/oder mit der Erfahrung der zusätzlichen Lebensjahre bei mir an Ansehen gewonnen (oder manchmal auch verloren) hätte – verflog leider auch ziemlich schnell. "Die Thronfolgerin" ist nämlich genau so schlecht, wie man sich das nach dem Durchlesen der Inhaltsangabe denkt. Genau genommen sollte ja eigentlich schon die Erwähnung einer Romanze ausreichen, um bei jedem Trekkie Roten Alarm auszulösen. "Star Trek" und eine Liebesgeschichte, das hat in den seltensten Fällen funktioniert. Und dann auch noch mit Wesley! Fast jede Episode, die sich auf ihn konzentriert, ist ein ziemlicher Reinfall – und "Die Thronfolgerin" ist hier leider nicht die Ausnahme, sondern vielmehr der Regelfall, der die Regel bestätigt. Und das von mir, der ich doch durchaus über eine romantische Ader verfüge und gerade auch ein Faible für Geschichten über die erste große Liebe habe. Leider jedoch leistet sich "Die Thronfolgerin" einige gravierende Schwächen, die selbst die eine oder andere ansatzweise nette Szene und/oder Entwicklung bei weitem überschatten.

ImageBeginnen wir mit einer der offensichtlichsten Problemzonen der Folge. Denn auch wenn der Einstieg noch halbwegs nett sein mag, spätestens wenn sich Anya in ein absolut peinliches, trashiges haariges Monster verwandelt, ist "Die Thronfolgerin" am Bodensatz der "Star Trek"-Unterhaltung angekommen. Danach war die Episode genau genommen nicht mehr zu retten. Dabei ist es sogar weniger das Design und/oder Aussehen an sich (auch wenn dieses schon kaum eine Meisterleistung darstellt), als die absolut peinlichen Bewegungsabläufe. Das weckt wirklich unangenehme Erinnerungen an die klassische Serie; wobei ich das damalige Salzmonster für die damalige Zeit als weniger katastrophal und peinlich einschätzen würde, als das, was man uns hier etwas mehr als 20 Jahre später vorsetzt. Ehrlich, anno 1966 mochte man es noch entschuldigen können, aber 1989 gibt es für so etwas keine Entschuldigung. Das ist absolut indiskutabel – und ein Aspekt, von dem sich selbst deutlich bessere Folgen nur mehr schwer hätten erholen können. Und eine ohnehin schon schwache Folge wie "Die Thronfolgerin" leidet darunter erst recht.

Der größte und gravierendste Kritikpunkt ist zweifellos die im Zentrum stehende Romanze, die für mich nicht wirklich funktioniert hat. Unter anderem auch deshalb, da ich Wesley in dieser Folge absolut unausstehlich fand. Das beginnt schon, wenn er völlig verträumt in die Luft starrt und seine Pflichten vernachlässigt, über sein egoistisches Bestreben, Salia dazu zu überreden auf der Enterprise zu bleiben (ist sein Glück etwa wichtiger als das Schicksal eines gesamten, vom Bürgerkrieg zerrissenen Planeten?!?!), bis hin zu seiner ignorant-oberflächlichen Reaktion, als sich nach Anya auch Salia als Formwandlerin herausstellt. Was andere Männer in Verzückung versetzen würde – He, Schatz, ich glaub ich hätte heut Lust auf Natalie Portman! – animiert Wesley vielmehr zu einer völlig bescheuerten und übertriebenen Reaktion, durch die er endgültig sämtliche (ohnehin schon nicht sonderlich ausgeprägte) Sympathien bei mir verspielt hat. Zwar versucht man beim Abschied im Transporterraum am Ende die Kurve doch noch zu kratzen, doch zu diesem Zeitpunkt war es bereits längst zu spät. Was der Episode auch nicht hilft – wenn es auch schon fast zu eine rLappalie verkommt – sind unlogische Szenen, wie z.B., dass Wesley just Worf in Beziehungsangelegenheiten um Rat fragt. Einen Klingonen. Was genau hofft er von ihm zu erfahren, was ihm in seiner Situation helfen kann? Das war einzig und allein dazu da, um einen "Gag" unterzubringen, ergibt aber für sich genommen überhaupt keinen Sinn. Da hilft es auch letztendlich auch nichts, wenn der Witz an sich gar nicht mal so schlecht war – wenn der Aufbau für mich nicht funktioniert, zündet auch der Gag bei mir nicht.

ImageEs gibt jedoch auch tatsächlich ein paar rettende Aspekte, die zumindest ein Debakel auf dem Niveau eines "Die Frau seiner Träume" ("zufälligerweise" eine andere Episode, in der eine Liebesgeschichte eine zentrale Rolle spielt) verhindern. So gibt es immerhin eine wirklich gelungene Szene, und das ist die Flirterei zwischen Riker und Guinan. Zwar fühlt sie sich zu keinem Zeitpunkt wirklich realistisch an – im realen Leben würden die witzigen Erwiderungen niemals in diesem Tempo kommen – sondern macht einen ziemlich künstlichen und teilweise auch gestelzten Eindruck. Aber he, wenigstens war dieses Wortgeplänkel unterhaltsam und amüsant. Gelobt werden müssen außerdem erneut die Spezialeffekte. Vor allem die Szenen im Holodeck, die einige beeindruckende Bilder bieten, stechen hier hervor. Und während mir diesmal leider auch die Leistung von Wil Wheaton weniger zusagt, zeigt Jamie Hubbard als die titelspendende Thronfolgerin eine durchaus gelungene Leistung. Zuletzt muss auch noch Regisseur Rob Bowman ein Lob ausgesprochen werden, der der Episode auch abseits solcher Augenöffner wie dem Ringplaneten im Holodeck dank einer ausgeklügelten Belichtung ein paar schön anzusehende Bilder beschert, und vor allem auch Jamie Hubbard wunderschön in Szene setzt.

Fazit: "Die Thronfolgerin" war eine sehr anstrengende und schmerzhafte Episode. Und das just, nachdem ich mich nach meinem Urlaub schon auf meine nächste Dosis "The Next Generation gefreut hatte! Was für eine unglaubliche Ernüchterung. Fast nichts an dieser Folge funktioniert. Die Handlung ist viel zu dünn und verfügt über keine Elemente, die mein Interesse geweckt hätten. Hier hätte es unbedingt eine B-Story gebraucht, denn so war "Die Thronfolgerin" im besten Fall sterbenslangweilig, und im schlechtesten Fall absolut nervtötend. Letzteres dann natürlich vor allen in der überwiegend misslungenen Romanze zwischen Wesley und Salia. Vor allem auch, dass er sein eigenes Wohl über das der Bevölkerung eines kompletten Planeten stellt, lässt ihn in keinem guten Licht erscheinen. Zum Drüberstreuen gibt’s dann noch ein absolut peinliches Monster, für das sich alle Beteiligten schämen sollten. Wären da nicht ein paar rettende, gelungene Elemente wie die optisch imposanten Szenen im Holodeck, die amüsante (wenn auch wenig realistische) Flirterei zwischen Riker und Guinan, sowie die gefällige Inszenierung von Rob Bowman, wäre das ein weiteres völliges Debakel. "Die Thronfolgerin" ist allerdings auch so schon schlimm genug.

Wertung: 1 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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