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Der Austauschoffizier Drucken E-Mail
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Originaltitel: A Matter Of Honor
Episodennummer: 2x08
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 06.02.1989
Erstausstrahlung BRD: 08.06.1991
Drehbuch: Wanda M. Haight, Gregory Amos & Burton Armus
Regie: Rob Bowman
Hauptdarsteller: Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard, Jonathan Frakes als Commander William T. Riker, LeVar Burton als Lt. Geordi LaForge, Michael Dorn als Lt. Worf, Diana Muldaur als Dr. Katherine Pulaski , Marina Sirtis als Counselor Deanna Troi, Brent Spiner als Lt. Commander Data, Wil Wheaton als Wesley Crusher
Gastdarsteller: John Putch als Mendon, Christopher Collins als Kargan, Brian Thompson als Klag, Colm Meaney als Chief O'Brien u.a.

Kurzinhalt: Commander Riker nimmt an einem Austauschprogramm für Offiziere der Sternenflotte teil. Er soll in den nächsten Wochen als erster Offizier auf einem klingonischen Schiff dienen. Bevor er auf die Pagh hinüberbeamt holt er sich Tipps von Worf, und macht sich mit der klingonischen Küche vertraut. Nach seiner Ankunft auf dem Schiff muss er sich den Klingonen von Beginn an beweisen, und zeigen, dass Menschen nicht so schwach sind wie diese denken. Langsam aber sicher beginnt er, sich den Respekt der Crew zu verdienen. Währenddessen entdeckt man auf der Enterprise einen Parasiten, der sich auf der Hülle des klingonischen Schiffes festgesetzt hat, und dieses binnen weniger Stunden zerstören wird, da er sich durch die Hülle frisst. Mit Hilfe eines anderen Austauschoffiziers, einem Benziten, gelingt es, einen Strahl zu entwickeln der den Parasiten unschädlich macht. Auch auf dem Schiff der Klingonen hat man die Bedrohung mittlerweile entdeckt – der Captain ist jedoch davon überzeugt, dass es sich dabei um eine neuartige Waffe der Sternenflotte handelt, und sie somit von der Enterprise angegriffen wurden. Er nimmt Kurs auf das Schiff, um Rache zu nehmen und die Enterprise zu vernichten - wodurch Commander Rikers Loyalität zu seinem neuen Captain auf eine harte Probe gestellt wird…

Denkwürdige Zitate: "Didn't mean to offend you."
"You didn't… yet."
(Worf laesst dem Benziten eine kleine Warnung zukommen.)

"He is not very attractive, but I will have him."
(Die klingonische Frau ueber Riker.)

"They would like to know how you would endure."
"Endure what?"
"Them."
"One or both?"
(Riker ist ganz schoen frech.)

"If Klingon food is too strong for you, perhaps we could get one of the females to breastfeed you."
(Die Klingonen zahlen es ihm aber mit gleicher Muenze heim.)

"The Enterprise will not fire first."
"Then they are fools, for we will."
(Riker und der klingonsche Captain kurz vor dem geplanten Angriff auf die Enterprise.)

Review: ImageIn "Der Austauschoffizier" steht kein großes Mysterium und/oder faszinierendes Phänomen im Vordergrund, sondern eher die Figuren – allen voran natürlich Commander Riker, der sich auf einem klingonischen Schiff behaupten muss. Eben dies erlaubt uns aber zugleich auch neuerlich (nach "Worfs Brüder") einen Einblick in deren Kultur und Gesellschaftsstruktur, was ich ebenfalls sehr interessant fand. Zwar konnten wir bereits in einigen der Kinofilmen einen Blick auf ein klingonisches Schiff werfen – allen voran natürlich "Zurück in die Gegenwart", wo dieses unter dem Kommando der Brückencrew der Enterprise stand – dennoch fand ich diesen Besuch auf einem ihrer Schiffe sehr interessant, aufschlussreich und unterhaltsam. Diesbezüglich müssen einerseits die zahlreichen Masken für Klingonen, und andererseits die wunderbar designten und umgesetzten Designs hervorgehoben werden. Auch das finstere Licht und die rote Beleuchtung sorgen für eine fremdartige, eigenwillige Atmosphäre an Bord des klingonischen Schiffes. Und auch was das Essen betrifft hat man sich einige originelle und teilweise recht abstoßend aussehende Dinge einfallen lassen. Kompliment!

Wie erwähnt fand ich auch den neuerlichen Einblick in die Kultur des früheren großen Feindes der Föderation sehr interessant. Ihr Ehrenkodex, ihre Loyalität, aber zugleich auch ihre auf die Macht des Stärkeren beruhende Philosophie und Hierarchie. Besonders toll fand ich auch jenen Moment, als wir lachende Klingonen sehen, Riker daraufhin sagt dass er dies für einen ungewöhnlichen Anblick hält da er nicht gedacht hätte, dass Klingonen lachen, und diese daraufhin meinen, sie hätten genau das Gleiche über Menschen gedacht. Hier zeigt man auf wunderbare Weise, wie schnell sich Vorurteile in Luft auflösen können, wenn man ein bisschen Zeit mit Vertretern eines fremden Volkes verbringt. Generell ist das Konzept der Episode sehr interessant. Sogenannte "fish out of water"-Geschichten, in denen eine Figur in eine für sie fremde Umgebung geworfen wird, sind zwar grundsätzlich nicht unbedingt etwas Neues. Üblicherweise handeln diese aber von einer Figur, die in unsere Welt geworfen wird, und lernen muss, sich daran anzupassen. "Der Austauschoffizier" stellt dieses Konzept jedoch genau auf den Kopf: Diesmal ist es Riker, und sind es somit quasi "wir", die Menschen, die sich in einer fremden Kultur zurechtfinden müssen. Das empfand ich als sehr interessanten Ansatz, zumal es auch den Zuschauer dazu einlädt, sich mit Riker zu identifizieren, und damit eine wertvolle Message über Toleranz, Verständnis und Offenheit gegenüber fremden Kulturen vermittelt. Und das noch dazu in Richtung des größten Feindes aus der klassischen Serie, und auch den ersten Kinofilmen mit der alten Crew! Auch darin befindet sich eine wertvolle Message darüber, wie aus ehemaligen Feinden Freunde werden können.

ImageZugleich haben wir aber an Bord der Enterprise die genau umgekehrte Situation, nämlich dass sich ein Außerirdischer in unsere Kultur einfinden muss. Auch diese Gegenüberstellung beider Seiten eines Konzepts fand ich sehr interessant. In erster Linie ist es aber vor allem Riker, der von den Ereignissen aus "Der Austauschoffizier" profitiert – lernen wir doch durch die fremde Umgebung in der er sich befindet auch ihn wieder etwas besser erkennen. So gesehen erweist sich die Episode als Charakterfolge, die eher die Figuren als eine Geschichte ins Zentrum des Geschehens rückt. Als weitere wesentliche Stärken erweisen sich die Gast-Klingonen, allen voran Klag (dargestellt von Brian Thompson, der in weiterer Folge vor allem als Kopfgeldjäger in "Akte X" Berühmtheit erlangen sollte), die bereits erwähnten wundervoll gestalteten Sets, die phantastischen Spezialeffekte (das Design des klingonischen Bird of Preys – wenn dieses natürlich zu diesem Zeitpunkt bereits aus den Kinofilmen bekannt war – hat für mich seither nichts an Faszination verloren), sowie die Musik von Ron Jones, der hier nach "Worfs Brüder" zum zweiten Mal für eine Klingonen-zentrierte Folge verantwortlich war, und dabei erneut brilliert.

Allerdings… wie ich auch beim Verfassen der kurzen Inhaltsangabe bemerken musste: Handlungstechnisch ist "Der Austauschoffizier" jetzt nicht gerade überragend. Die Handlung ist doch eher dünn, und verfügt auch über keine faszinierenden Elemente. Hier stehen definitiv mehr die Figuren, die Message sowie das Vermitteln einer bestimmten Stimmung und Atmosphäre im Vordergrund, und nicht die doch etwas dürftige und schlichte Geschichte an sich. Dadurch wirkt auch "Der Austauschoffizier" stellenweise doch etwas ausgedehnt, und scheint man die Handlung etwas strecken zu müssen, um die 45 Minuten füllen zu können. Generell ist zwar die Episode überwiegend ganz unterhaltsam, aber die wirklich große Spannung vermisst man, wie auch die "Faszination", die viele andere Folgen auszeichnen. Erst gegen Ende hin vermag die Episode dann ansatzweise zu packen, wenn Riker sich gegenüber seinem Captain auflehnt (wobei ich zugeben muss, dass ich die Überzeugung des Captains, von der Enterprise angegriffen worden zu sein, nicht wirklich nachvollziehen konnte, und doch als etwas konstruiert empfand), ihn mit Hilfe eines Tricks auf die Enterprise befördert (genau jene Distanz als optimale Angriffsdistanz anzugeben, ab der das Beamen mit dem Notfallgerät möglich ist, war zweifellos ein cleverer Einfall), und daraufhin das Kommando über die Pagh übernimmt. "Lower your shields and surrender" ist zweifellos mein Lieblingsmoment der Folge. Darüber hinaus konnten mir vor allem noch das gemeinsame Dinner von Riker mit den Klingonen sowie die Geschichte über den Vater von Klag gefallen. Zwischen diesen gelungenen Szenen findet sich jedoch auch so einiges an Leerlauf, was dazu führte, dass zumindest mich die Folge leider nur ansatz- und stellenweise so richtig packen konnte.

Fazit: ImageDie größte Stärke von "Der Austauschoffizier" ist die Umkehrung des allseits bekannten "fish out of water"-Konzepts. Anstatt jemanden in "unsere" Welt zu bringen, wird vielmehr einer von "uns", nämlich Commander Riker, in eine für ihn fremde Umgebung geworfen. Dies erlaubt uns einerseits einen weiteren faszinierenden Einblick in die Kultur der Klingonen, und sorgt andererseits dafür, dass wir uns mit Riker identifizieren. In der Art und Weise, wie aus anfänglicher Antipathie schließlich Kameradschaft wird, schwingt zudem eine wundervolle Message bezüglich Toleranz gegenüber fremden Völkern mit. Sehr gut gelungen sind auch das Design des klingonischen Schiffes, die Atmosphäre, die Spezialeffekte sowie der tolle Soundtrack von Ron Jones. So richtig zu packen vermag "Der Austauschoffizier" aber leider nur in den letzten Minuten. Zwar gibt es auch davon abgesehen einige wirklich gute Momente, die sehr gut unterhalten können, zwischen diesen gibt es aber leider auch einiges an Leerlauf. Da zudem die Geschichte für sich genommen doch etwas dürftig ist, schlecht sich zwischendurch immer wieder etwas Langeweile ein, und generell plätschert die Handlung doch etwas gemächlich und unspektakulär vor sich hin. Insgesamt ist "Der Austauschoffizier" aber eine grundsolide und überwiegend unterhaltsame Episode ohne gravierende Schwächen.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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