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Das Herz eines Captains Drucken E-Mail
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Originaltitel: Samaritan Snare
Episodennummer: 2x17
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 15.05.1989
Erstausstrahlung BRD: 24.04.1992
Drehbuch: Robert L. McCullough
Regie: Les Landau
Hauptdarsteller: Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard, Jonathan Frakes als Commander William T. Riker, LeVar Burton als Lt. Geordi LaForge, Michael Dorn als Lt. Worf, Diana Muldaur als Dr. Katherine Pulaski , Marina Sirtis als Counselor Deanna Troi, Brent Spiner als Lt. Commander Data, Wil Wheaton als Wesley Crusher
Gastdarsteller: Christopher Collins als Grebnedlog, Leslie Morris als Reginod, Daniel Benzali als Chirurg, Lycia Naff als Ensign Sonya Gomez, Tzi Ma als Biomolekural-Spezialist u.a.

Kurzinhalt: Wesley Crusher begibt sich zur Sternenbasis 515, wo er neuerlich die Prüfung zur Aufnahme in die Sternenflottenakademie ablegen wird. Begleitet wird er von Captain Picard, dessen künstliches Herz langsam aber sicher zu versagen beginnt, weshalb er zur Sternenbasis fliegt um sich dort ein neues einsetzen zu lassen. Während ihrem gemeinsamen Flug beginnt sich der Captain zunehmend zu öffnen, gibt Wesley ein paar Ratschläge, und erzählt den einen oder anderen Schwank aus seinem Leben. Als es danach bei der Operation, die eigentlich Routine sein sollte, zu Komplikationen kommt, hängt jedoch sein Leben an einem seidenen Faden. Währenddessen reagiert die U.S.S. Enterprise auf den Notruf eines fremden Schiffes, das von technischen Defekten berichtet. Man schickt daraufhin Chefingenieur Geordi LaForge auf das Schiff der Pakled, um das Schiff zu reparieren. Gerade als er damit fertig ist und wieder auf die Enterprise zurückbeamen will, streckt man ihn mit einem Phaserstrahl nieder und hebt die Schilde. Die Pakled sind nicht sonderlich versiert, was Technologie betrifft, und möchten LaForge deshalb bei sich behalten, damit er auch weiterhin Reparaturen durchführen und von ihnen gestohlene Technologien in ihr System binden kann. Commander Riker denkt aber natürlich gar nicht daran, ihnen einfach so den Chefingenieur zu überlassen – und schmiedet zusammen mit dem Rest der Kommandocrew an einem Plan, um ihn aus der Gefangenschaft der Pakled zu befreien…

Denkwürdige Zitate: "Didn't I just say that?"
"Yes, sir, but not quite as perspicuously."
(Data zu Riker.)

"Wishing for a thing does not make it so."
(Picards weise Worte an Wesley.)

Review: Image"Das Herz des Captains" erinnert vom Aufbau her sowohl an "Prüfungen" –die erste Episode, in der Wesley Crusher den Aufnahmetest der Sternenflotte absolviert hat – als auch an "RIkers Vater". So wie sie zeichnet sich auch diese Episode dadurch aus, statt einer Haupthandlung (eventuell noch mit einer unterstützenden B-Handlung) vielmehr auf zwei parallel verlaufende Handlungsstränge zu setzen, denen in etwa gleich viel Laufzeit eingeräumt wird. Auch stehen hier wieder einmal die Figuren im Mittelpunkt des Geschehens, statt faszinierender Weltraumphänomene oder ähnlichem. Während "Prüfungen" dank der Untersuchung rund um Captain Picard sowie vereinzelten gelungenen Momenten rund um Wesley Crusher noch ansatzweise (und überraschend gut) funktioniert hat, war bereits "Rikers Vater" überwiegend misslungen; und "Das Herz des Captains" setzt diesen Trend bedauerlicherweise fort. Es vermag vereinzelte gelungene und ebenso ein paar ziemlich missratenen Elemente geben, aber insgesamt bestimmte beim Ansehen dieser Folge vor allem eine Empfindung meine Gefühlswelt: Langeweile.

"Das Herz eines Captains" ist einfach ungemein öde – und das durchgehend, von Anfang bis Ende. Weder die Handlung rund um Geordi LaForge noch die Komplikationen bei Picards Operation vermögen es, auch nur einen Hauch an Spannung aufkommen zu lassen. Wenn es überhaupt etwas gibt, das an dieser Episode die Aufmerksamkeit des Zuschauers auf sich zieht, dann sind das die zahlreichen logischen Schwächen, bzw. das absolut dämliche Verhalten der Protagonisten. Nehmen wir nur mal alles rund um Geordi und seine Reparatur bei den Pakled. Noch bevor diese ihre finsteren Absichten erkennen lassen, warnt Deanna, dass sie irgendetwas verbergen. Nun ist es ja nicht so, als ob Deanna oft etwas Wertvolles zum laufenden Betrieb des Schiffes beizutragen hat. Zumeist ist sie nur dazu da, offensichtliches auszusprechen (die Crew fühlt sich unwohl, und solche Sachen). Jetzt hätte sie endlich mal die Gelegenheit, ihren Wert für die Crew zu beweisen, und bemerkt etwas das niemandem sonst auffällt – nur glaubt ihr niemand. Auch alles was danach passiert wirkt teilweise ungemein konstruiert und unlogisch. Vieles scheint nur dazu da zu sein, damit sich das Drehbuch wie vom Autor gewünscht entwickeln kann; wozu es leider erforderlich ist, dass die Crew offensichtliche Lösungen für das Problem übersehen. So stellt man sich zuerst mal die Frage, warum man das Schiff nicht angreift, bis die Schilde versagen. Angesichts der Tatsache, wie frei sich LaForge auf dem Schiff bewegen kann und wie sie ihm zugriff zu praktisch all ihren Systemen erlauben sollte man außerdem meinen, dass es LaForge gelingt, irgendwas mit dem Schiff anzustellen, um die Schilde ausfallen zu lassen. Statt solch einfacher Lösungen beschert man uns am Ende einen Plan, der derart übertrieben ist, dass es an Lächerlichkeit grenzt.

ImageAuch der andere Handlungsstrang ist vor nicht nachvollziehbaren Entscheidungen die nur zum Zweck des Drehbuchs da zu sein scheinen nicht gefeit. Das beginnt schon bei Picards Weigerung, sich einfach von Doktor Pulaski an Bord der Enterprise operieren zu lassen – die ich nach wie vor nicht nachvollziehen kann. Dass er an ihrer Kompetenz zweifelt, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Einerseits hat er nie etwas Ähnliches durchklingen lassen, andererseits hätte er sie dann ja wohl kaum als Chefärztin an Bord geholt. Was für einen Grund könnte er aber sonst haben? Mir will partout nichts plausibles/nachvollziehbares einfallen. Komplettiert wird der idiotenhafte Eindruck von Picards Einstellung schließlich davon, dass er sich nicht nur in scheinbar inkompetente Hände begibt, die letztendlich mit den Auftretenden Komplikationen überfordert sind, sondern noch dazu just Doktor Pulaski die einzige Expertin in Reichweite ist, die ihn retten kann. Damit erweist sich genau jene Person, von der er den Eingriff partout nicht machen lassen wollte, als die am besten dafür geeignete. Ich kann mich adhoc an keine Situation erinnern, wo mir Picard im Nachhinein dümmer vorgekommen wäre, als hier.

Auch sein Argument, dass die Crew der Enterprise nichts davon wissen soll, um nicht die Illusion des unfehlbaren Captains zu zerstören, wirkt absolut dämlich – und auch ziemlich "out of character". Und dann, am Ende, gerade als man glaubt, jetzt ist die Episode bald zu Ende und man hat hoffentlich das Schlimmste nun endlich hinter sich, kommt die Szene, in der Picard und Wesley auf die Brücke der Enterprise kommen und die anwesenden Offiziere zu Klatschen beginnen. OMFG. Zum Glück gibt es wenigstens ein paar vereinzelte gelungene Elemente, welche die Episode zumindest ansatzweise retten können. So sind die gemeinsamen Szenen von Wesley und Picard im Shuttle nicht mal so schlecht. Ein Highlight ist zweifellos die Erzählung seines Aufeinandertreffens mit einem Haufen zorniger, angriffslustiger Nausikaner – ein Ereignis, welches später in der Serie noch einmal größere Bedeutung erlangen wird. Aber auch davon abgesehen gab es ein paar gelungene Szenen zwischen den beiden, in denen Picard wieder einmal als Wesleys Mentor agieren darf. Sehr gefreut habe ich mich auch über den neuerlichen – aber zugleich leider auch schon letzten – Auftritt von Sonya Gomez. Ich mochte die Figur! Würde mich wirklich interessieren, warum man sie aus der Serie hinausgeschrieben hat. Wie gewohnt geben sich auch die Effekte keine Blöße; vor allem auch das Design des Pakled-Schiffs ist wieder einmal phantastisch. Und auch die Musik von Dennis McCarthy war wieder einmal recht gut – wenn ich sie auch nicht unbedingt zu seinen besten Beiträgen für die Serie zählen würde. Dank dieser positiven Aspekte verhindert "Das Herz des Captains" zwar einen Totalabsturz, dennoch bot die Episode damit leider nur äußerst sporadisch – und insgesamt viel zu selten – gute Unterhaltung. Der Rest war leider überwiegend sterbenslangweilig.

Fazit: ImageBei "Das Herz des Captains wird aus "…to boldly go" leider wieder einmal "…to boredly go"; und auch von "where no one has gone before" kann keine Rede sein. Vielmehr leidet das Drehbuch an akuter Inhaltsarmut und die Figuren an ebenso akuter Unzurechnungsfähigkeit. Das Ergebnis: Chronische Langeweile beim Zuschauer, lediglich durchbrochen von plötzlich auftretenden Fällen ungläubigen Kopfschüttelns ob der Dummheit, welche die Crew hier stellenweise zur Schau stellen muss, damit sich alles so entwickeln kann, wie sich das Drehbuchautor Robert L. McCullough einbildet; beginnend beim auf eine Operation auf der Sternenbasis bestehenden Captain Picard (wo man sich dann jedoch als nicht kompetent genug erweist, um mit den auftretenden Komplikationen umzugehen, und erst recht Doktor Pulaski zur Rettung heraneilen muss; das hätte er auch einfacher haben können), über den nicht auf die Warnung seiner Counselor hörenden Commander Riker, bis hin zum seinen Zugriff auf die Systeme der Pakled nicht für seine Flucht nutzende Geordi. Stattdessen denkt man sich einen ungemein komplizierten Plan aus, dessen Lächerlichkeit lediglich von der Lächerlichkeit der Tatsache übertroffen wird, dass er dann tatsächlich gelingt. Vereinzelte nette Momente und positive Elemente mögen das Schlimmste verhindern, aber gegen so viel Langeweile und Dummheit ist letztendlich leider kein Kraut gewachsen.

Wertung: 1.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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