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Originaltitel: Coming of Age
Episodennummer: 1x19
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 14.03.1988
Erstausstrahlung BRD: 02.03.1991
Drehbuch: Sandy Fries
Regie: Mike Vejar
Hauptdarsteller: Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard, Jonathan Frakes als Commander William T. Riker, LeVar Burton als Lt. Geordi LaForge, Denise Crosby als Lt. Tasha Yar, Michael Dorn als Lt. Worf, Gates McFadden als Dr. Beverly Crusher, Marina Sirtis als Counselor Deanna Troi, Brent Spiner als Lt. Commander Data, Wil Wheaton als Wesley Crusher
Gastdarsteller: Ward Costello als Gregory Quinn, Robert Schenkkan als Dexter Remmick, John Putch als Mordock, Robert Ito als Chang, Estee Chandler als Oliana Mirren, Stephen Gregory als Jake Kurland, Tasia Valenza als T'Shanik u.a.

Kurzinhalt: Wesley Crusher ist sehr aufgeregt, wird er doch in Kürze auf den Planeten Relva VII hinunter gebeamt, um dort an der Aufnahmeprüfung für die Sternenflottenakademie teilzunehmen. Die ersten Prüfungen meistert Wesley mit Bravour, doch der angekündigte Psycho-Test macht ihm Sorgen: Was hat er dort nur zu erwarten? In der Zwischenzeit wird die U.S.S. Enterprise von Admiral Quinn und seinem Adjutanten Remmick besucht. Sie behaupten, es hätte in den letzten Monaten einige Unregelmäßigkeiten gegeben, die sie nun genauer untersuchen wollen. Nach einigen Befragungen stellt die Besatzung jedoch heraus, dass es in keinster Weise um die Performance der Enterprise an sich geht, sondern nur um Captain Jean-Luc Picard. Der Grund für die genaue Untersuchung: Admiral Quinn möchte seinem alten Freund die Leitung der Sternenflottenakademie anbieten. Nachdem die Untersuchung wie zu erwarten keinen Grund zur Kritik zu Tage fördert, muss sich Picard entscheiden: Nimmt er diesen Job an, oder verbleibt er an Bord der Enterprise, um auch weiterhin mutig dorthin vorzustoßen, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist?

Denkwürdige Zitate: "Just how did this contaminant come on board?"
"By accident, sir."
"Meaning that Captain Picard has no standing procedure for this type of situation?"
"No, meaning by accident, sir."
"You don't like me very much, do you?"
"Is it required, sir?"
(Wieder mal ein gutes Beispiel dafür, dass der Humor die Synchronisation leider nicht immer unbeschadet überstanden hat - ist der Dialog dort doch um einiges weniger amüsant.)

Review: Image"Iiiiiih, eine Wesley-Folge" werden sich jetzt wohl die meisten denken. Tatsächlich ist es längst nicht so schlimm, wie es sich auf den ersten Blick anhören mag. Zwar kann man nicht wirklich behaupten, dass es sich bei Wesleys Geschichte um eine B-Story handelt – vielmehr sind beide Handlungen als parallel verlaufende und gleich wichtige A-Handlungen anzusehen – doch wurden beide Handlungsstränge wirklich gut ausbalanciert, so das weder während Wesleys Prüfungen noch während Remmicks Untersuchung Langeweile aufkommt. Generell ist anzumerken, dass die Story rund um Wesleys Aufnahmeprüfung für die Akademie eigentlich recht gut gelungen ist – zumindest für eine Handlung, in der Wesley die Hauptrolle spielt. Hätte ich auch ohne diese Story leben können? Ja, natürlich… aber wenigstens nervt sie nicht einmal ansatzweise so sehr wie andere Geschichten, die Wesley in den Mittelpunkt stellen. Zumal man ihn hier auch wieder vernünftig und nachvollziehbar in die Handlung einbringt, als ihn krampfhaft in Angelegenheiten, die eigentlich zu groß für ihn sind, hineinzuschreiben.

Gänzlich frei von Schwächen ist seine Handlung aber natürlich nicht. So finde ich es schade, dass die Inszenierung rund um den Psycho-Test so offensichtlich und vorhersehbar war – vor allem, da Wesley erst kurz zuvor in einen bewusst inszenierten Zwischenfall geraten ist. Somit hat der angedachte nette Twist, dass es sich bei der Situation um den Psycho-Test gehandelt hat, leider völlig seine Wirkung verloren. Und so positiv es auch grundsätzlich gewesen sein mag, dass es am Ende für Wesley kein "Star Trek"-typisches Happy End gibt, wirkt es schon ein wenig seltsam, dass von den vier Kandidaten automatisch nur eine Person aufgenommen wird – ganz egal, wie gut die Performance der einzelnen Personen ist. Hier wäre es vielleicht doch besser gewesen, wenn Wesley einfach die benötigte Punktezahl nicht erreicht hätte. Das hätte dem Zuschauer auch Wesleys Selbstmitleid und seine Minderwertigkeitsgefühle am Ende der Folge verständlicher gemacht. So kann man nämlich Wesleys Gefühl, die Enterprise-Crew enttäuscht zu haben, nicht wirklich nachvollziehen. Dennoch ist das Gespräch zwischen Wesley und Picard eines der Highlights der Folge – was aber natürlich mehr an Picard als an Wesley liegt. Apropos Picard: Auch wenn Wesleys Handlungsstrang erstaunlich erträglich ausgefallen ist, liegt die wahre Stärke der Folge natürlich in der Untersuchung des Verhaltens von Captain Picard. Diese bietet nicht nur die Möglichkeit, Ereignisse aus früheren Episoden noch einmal kurz Revue passieren zu lassen, sondern zeigt auch sehr schön die Loyalität, welche die Crew ihrem Captain entgegenbringt. Da man Picard selber sehr schätzt, kann man außerdem die Entrüstung der Besatzung über Remmicks scheinbare Hexenjagd sehr gut nachvollziehen.

ImageWeniger gelungen ist indes die Darstellung des Zwischenfalls rund um den ein Shuttle stehlenden Teenager, denn leider wirkt dieser teilweise recht konstruiert. Es ist für die Enterprise offenbar kein Problem, Leute zwischen dem Schiff und dem Planeten herumzubeamen, aber beim jungen Burschen, der sich mit seinem Shuttle zwischen der Enterprise und dem Planeten befindet, ist auf einmal die Entfernung zu groß. Ja, ne, is klar. Und selbst wenn ich das aus welchen Gründen auch immer noch akzeptieren würde, dass der mit dem Shuttle binnen weniger Sekunden aus der Transporterreichweite fliegt – warum fliegt die Enterprise nicht einfach hinterher? Ich verstehe natürlich, dass die Szene in gewisser Weise nötig ist – weniger, um Picards Fähigkeiten als Captain zu zeigen oder Remmick als unfair und voreingenommen zu entlarven (beides ist dem Zuschauer zu diesem Zeitpunkt natürlich längst bewusst), sondern weil diese Szene später bei der Entscheidung Picards eine große Rolle spielt. Trotzdem hätte man das geschickter umsetzen sollen, nein, müssen.

Wo wir schon bei den Schwächen sind: Es ist zwar zugegebenermaßen bei "Next Generation" fast ein Dauerzustand, da es mir aber selten so offensichtlich ins Auge gestochen ist wie hier, halte ich es für einen guten Zeitpunkt, es zu erwähnen: Die intelligenten Türen. Remmick erteilt Admiral Quinn über das Ergebnis der Untersuchung Bericht, und geht danach auf die Tür zu. Als er stehen bleibt ist er dieser so nah, dass sich diese wenn er mit normalem Tempo weitergegangen wäre nie im Leben noch rechtzeitig hätte öffnen können, und er blindlings in die Tür gekracht wäre. Doch nur kurz darauf ist klar warum sich die Tür noch nicht geöffnet hat: Sie kann Gedanken lesen! Denn just im letzten Moment dreht sich Remmick um, um Picard darum zu bitten, ihn bei frei werden eines Postens doch bitte zu berücksichtigen. Immer noch steht er direkt vor der Tür, die auch weiterhin schön brav geschlossen bleibt. Erst als Remmick seine lobhudelnde Schleimerei beendet hat, erkennt die Tür offenbar, dass er nun den Raum auch wirklich verlassen will und öffnet sich. Ach… solche intelligente Türen hätte ich zu Hause auch gern! Spaß beiseite: Wo wir schon bei der Szene sind, sei auch festgehalten, dass diese für mich definitiv zu den größten Stärken der Folge zählt– dürfte es den Machern doch wenn schon nicht beim Wesley-Handlungsstrang wenigsten bei der Story rund um Picard gelungen sein, die meisten zu täuschen, stellt sich hier doch heraus, was es mit der Untersuchung auf sich hatte. Entgegen unseres vorherigen Eindrucks hatte es Quinn in keinster Weise auf Picard abgesehen hat, sondern bietet seinen alten Freund ganz im Gegenteil einen hochdekorierten und ungemein wichtigen Posten an. Zudem erfahren wir, dass Remmick zwar die ganze Zeit den harten und unnachgiebigen Ermittler gespielt hat, er in Wirklichkeit aber sowohl Captain Picard als auch der Besatzung der Enterprise viel Respekt entgegenbringt.

ImageEbenfalls nicht unerwähnt bleiben darf die Inszenierung, für die sich bei "Prüfungen" (zum ersten und zugleich einzigen Mal bei "The Next Generation"; bei den Nachfolgeserien kam er deutlich öfter zum Einsatz) Mike Vejar verantwortlich zeichnete, der später auch bei "Babylon 5" einige der besten Episoden inszenierte. Vor allem während Remmicks Befragung fällt seine Regiearbeit sehr positiv auf, in erster Linie aufgrund einiger großartiger Überblendungen und Szenenwechsel. Insbesondere jene Einstellung, als Remmick den schwenkbaren Bildschirm in Richtung seines Gesprächspartners dreht und sich nach dessen Deaktivierung Worfs Gesicht im Bildschirm spiegelt, hat es mir angetan. Der Soundtrack war ebenfalls wieder sehr gelungen, die Effekte erneut makellos, und auch die Maske fiel mir, dank des Benziten Mordock, der wirklich phantastisch aussieht, wieder einmal positiv auf. Zuletzt müssen die Macher noch dafür gelobt werden, dass mit dieser Folge die Handlung einer späteren Episode der ersten Staffel ("Die Verschwörung") eingeleitet bzw. vorbereitet wird – zu dieser Zeit noch ein absolutes Novum für "Star Trek", und etwas, dass die Episode rückwirkend betrachtet definitiv aufwertet.

Fazit: Vor allem wenn man bedenkt, dass sich die Hälfte der Folge auf Wesley konzentriert, ist "Prüfungen" eigentlich erstaunlich gut gelungen – wenn dies auch zugegebenermaßen in erster Linie der Untersuchung rund um Captain Picard zu verdanken ist. Dennoch war auch die Handlung rund um Wesley ganz ok, und bot vereinzelte Highlights. Bis auf Wesleys Schuldgefühle konnte mir auch der Ausgang der Geschichte gefallen (wobei: Wäre er auf die Akademie gegangen, wären wir ihn los gewesen. So gesehen…). Deutlich besser war aber natürlich die andere Handlung, rund um Remmick und seine Untersuchung, die zuletzt auch mit einer überraschenden Wendungen, sowie düsteren Aussichten für die Zukunft, aufwarten konnte. Was die ganze Folge hinweg überzeugen konnte, waren Inszenierung, Soundtrack, Effekte und Masken. Insgesamt ist "Prüfungen" zwar kein Highlight, bot aber recht gute Unterhaltung, die vor allem auch den Grundstein für eine der besten Episoden der ersten Staffel legt.

Wertung: 2.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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