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Das Duplikat Drucken E-Mail
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Originaltitel: Datalore
Episodennummer: 1x13
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 18.01.1988
Erstausstrahlung BRD: 01.12.1990
Drehbuch: Robert Lewin & Gene Roddenberry
Regie: Rob Bowman
Hauptdarsteller: Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard, Jonathan Frakes als Commander William T. Riker, LeVar Burton als Lt. Geordi LaForge, Denise Crosby als Lt. Tasha Yar, Michael Dorn als Lt. Worf, Gates McFadden als Dr. Beverly Crusher, Marina Sirtis als Counselor Deanna Troi, Brent Spiner als Lt. Commander Data, Wil Wheaton als Wesley Crusher
Gastdarsteller: Biff Yeager als Lt. Commander Argyle u.a.

Kurzinhalt: Bei einem Besuch jenes Planeten, auf dem vor rund 30 Jahren Data von einem Erkundungstrupp der Föderation gefunden wurde, stößt die Crew der Enterprise auf einen weiteren Androiden, wenn auch in seine Einzelteile zerlegt. Nach einer kurzen Beratung beschließt man, ihn an Bord zu bringen und zu versuchen, ihn zusammenzubauen und zu aktivieren. Schon bald ist offensichtlich, dass sich "Lore" sehr von Data unterscheidet. Im Gegensatz zu seinem "Bruder" besitzt er nämlich Gefühle... was für ein besseres Verständnis der Psyche der Menschen sorgt und ihm damit die Möglichkeit gibt, sich ordentlich bei der Besatzung einzuschmeicheln. Doch Lore verfolgt einen hinterlistigen Plan: Er schaltet Data aus, nimmt seinen Platz ein, und lockt das Kristallwesen, dass für die Auslöschung der Kolonie verantwortlich ist, zur Enterprise, um ihm die Besatzung des Schiffs zum Geschenk zu machen. Und die Moral von der Geschicht': Dem guten Wesley glaubt man nicht…

Denkwürdige Zitate: "How sad, dear brother. You make me wish I were an only child."
(Data zu Lore, nachdem dieser seine finsteren Absichten offenbart hat.)

Review: ImageIm spöttischen letzten Satz meiner Inhaltsangabe findet ihr sogleich auch den größten Kritikpunkt, den ich gegenüber "Das Duplikat" vorzubringen habe, und der mir die ansonsten grundsätzlich nicht schlechte Episode doch ansatzweise verdorben hat: Denn von allen Besatzungsmitgliedern an Bord der Enterprise – inklusive LaForge, der sich mit Data in den letzten Episoden doch zunehmend angefreundet hat – ist es als einziger just Wunderkind Wesley, der die Veränderung an Data bemerkt, nachdem Lore seinen Platz eingenommen hat, und dem sein Verhalten verdächtig erscheint. Wobei ich mir von einem angeblichen Wunderking eigentlich auch erwartet hätte, sich mit dem Verdacht gleich an den Captain, an Commander Riker oder aber wenigstens an seine Mutter zu wenden, und nicht erst bis zu einem eher ungünstigen Moment damit zu warten, und auf der Brücke vor versammelter Mannschaft und noch dazu eher unmotiviert mit seinem Verdacht herauszuplatzen.

Noch schlimmer, als dass es unbedingt mal wieder Wesley sein muss, der etwas bemerkt, dass den ganzen Erwachsenen nicht auffällt, ist aber die Tatsache, dass sie ihm natürlich nicht glauben. Kein einziger von ihnen. Zumindest nicht zu Beginn. Da stellt man sich doch die Frage: Ist es wirklich so unwahrscheinlich, wenn ich zwei Androiden habe die gleich aussehen, und über Lore und seine Absichten noch nicht viel weiß, dass dieser vielleicht in die Rolle seines "Bruders" schlüpft? Hier wirken Captain und die gesamte Crew enorm einfältig und naiv. Am absolut schlimmsten ist ja jene Szene, als Wesley und Riker Lore in Datas Quartier begleiten, Lore daraufhin Data nimmt und behauptet "Ihr müsst schnell weg, weil er spürt euch und wird aggressiv!" – und die Deppen doch tatsächlich da drauf reinfallen. Das war eine derart unterirdische Performance von Lore, und eine dermaßen unlogische und nicht nachvollziehbare Begründung, warum sie das Quartier unbedingt verlassen müssen, dass man einfach nicht glauben kann, dass die darauf hereinfallen. Auch Captain Picard zeichnet sich in dieser Folge aus. Anstatt sich Wesleys Verdacht anzuhören und diesem aufgeschlossen zu begegnen, fährt er ihm auf sehr untypische und harsche Art und Weise ins Wort, und befiehlt ihm, die Klappe zu halten. Das will zum sonst so besonnenen, cleveren, neugierigen, ruhigen und auch höflichen Captain aber überhaupt nicht passen. Hier wird die Kohärenz der Figuren wieder einmal den Erfordernissen der Handlung geopfert. Das Ergebnis ist eine Folge, wo man nicht weiß, ob man aufgrund der ob der übertriebenen Darstellung oftmals ins Lächerliche rückenden Handlung lachen oder weinen soll.

ImageEinen großen logischen Faux Pas leistet sich die Episode auch am Ende. Lore teilt dem Kristallwesen mit, es solle sich für einen Angriff bereitmachen: Er werde etwas vom Schiff beamen, wofür man die Schilde senken müsse (wo wir grad dabei sind: Der Plan, den Lore Captain Picard schildert, um dies zu erklären, mit dem einen Gegenstand rausbeamen um ihn mit den Phasern zu zerstören, klingt auch ziemlich seltsam, und wenig nachvollziehbar) – die perfekte Gelegenheit für das Wesen, anzugreifen. Data, Wesley und Dr. Crusher haben dieses Gespräch ganz offensichtlich mit angehört… dennoch befiehlt Data Wesley, nachdem es ihm gelungen ist, Lore kurz zu überwältigen und ihn auf die Transporterplattform zu werfen, Lore vom Schiff zu beamen. Zum Glück weiß das Kristallwesen in diesem Augenblick ganz genau, dass nicht ihr Freund Lore, sondern der böse böse Wesley an den Kontrollen sitzt, und beschließt daher, die perfekte Gelegenheit zum Angriff nicht zu nutzen. An dieser Stelle bitte den facepalmenden Picard herbeidenken. Danke schön.

Zugleich muss man aber auch so ehrlich sein und festhalten, dass mir in dieser Staffel auch schon deutlich schlimmeres untergekommen ist, und es "Das Duplikat" von diesen großen Kritikpunkten abgesehen recht gut versteht, zu unterhalten. Sowohl die Planetenoberfläche als auch die Sets im inneren sind sehr gut gestaltet, wobei es mir vor allem der Korridor mit dem "Gitter" in der Decke angetan hat. Dank des wieder einmal gelungenen Soundtracks von Ron Jones, der sich an dieser Stelle etwas am Jerry Goldmiths Komposition für "Alien" bedient (später erinnert sein Score auch ein wenig an "Terminator"), ist die Erforschung der Basis auch durchaus atmosphärisch. Sehr gut gelungen sind auch die Effekte. Dies bezieht sich einerseits auf die Gestaltung sowie die Umsetzung des Kristallwesens, und andererseits natürlich vor allem auf jene Szenen, in denen Data und Lore gemeinsam zu sehen sind. Zugegeben, es fällt recht deutlich auf, dass die Technologie vor ca. 25 Jahren insoweit noch nicht so weit fortgeschritten war, als ganz offensichtlich zwei Aufnahmen quasi in der Mitte geschnitten und dann wieder zusammengefügt werden. Die sich daraus ergebende Aufteilung der Einstellungen – Data immer auf einer, Lore immer auf der anderen Seite – ist doch recht offensichtlich. Nichtsdestotrotz war das vom Timing her zweifellos eine Herausforderung – zumal viele Dialoge der beiden ohne Schnitt stattfinden. Und vor allem jene Szene, als Lore Data das Glas gibt, ist phantastisch gelungen. Und der Phaserstrahl, der sich am Ende aus Lores Waffe löst und in der Mitte quasi aufhört, als dieser vom Schiff gebeamt wird, hat es mir auch ganz besonders angetan – und tröstet ansatzweise über den darin enthaltenen Logikfehler rund um den ausbleibenden Angriff des Kristallwesen hinweg.

Fazit: ImageDie sich angesichts des nebenstehenden Bildes aufdrängende Frage "Sein oder nicht sein?" lässt sich betreffend "Das Duplikat" nicht eindeutig beantworten. Auf der einen Seite stehen die großartigen Effekte, das denkwürdige Kristallwesen, der atmosphärische Einstieg, vereinzelte Highlights in den Szenen zwischen Data und Lore, Brent Spiners gefällige schauspielerische Leistung, sowie die überzeugende Art und Weise, wie Original und Duplikat in ein und dieselbe Szene eingebunden wurden. Anf der anderen Seite ist das Geschehen aber nur leidlich spannend, nicht zuletzt auch, da man zu früh zu erahnen beginnt, dass Lore etwas im Schilde führt. Die Blauäugigkeit, mit der ihm die Besatzung der Enterprise begegnet, führt ebenso zu heftigem Kopfschütteln, wie die eine oder andere logische Schwäche. Der größte Schwachpunkt ist aber die Tatsache, dass aus allen Besatzungsmitgliedern natürlich wieder just Wesley der beste, klügste und cleverste ist, und etwas bemerkt, dass allen anderen nicht auffällt – die sich noch dazu untypisch überheblich und arrogant geben, und partout nicht auf den Neunmalklug hören wollen. Jedenfalls verhält sich die Crew teilweise dermaßen dämlich, dass es schon richtig weh tut. Nicht gerade eine Sternstunde der "Next Generation" – aber ich habe auch schon schlimmeres gesehen.

Wertung: 2.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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