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Die Waffenhändler Drucken E-Mail
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Originaltitel: The Arsenal of Freedom
Episodennummer: 1x21
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 11.04.1988
Erstausstrahlung BRD: 16.02.1991
Drehbuch: Maurice Hurley, Robert Lewin, Richard Manning & Hans Beimler
Regie: Les Landau
Hauptdarsteller: Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard, Jonathan Frakes als Commander William T. Riker, LeVar Burton als Lt. Geordi LaForge, Denise Crosby als Lt. Tasha Yar, Michael Dorn als Lt. Worf, Gates McFadden als Dr. Beverly Crusher, Marina Sirtis als Counselor Deanna Troi, Brent Spiner als Lt. Commander Data, Wil Wheaton als Wesley Crusher
Gastdarsteller: Vincent Schiavelli als Händler, Marco Rodriguez als Captain Paul Rice, Vyto Ruginis als Lieutenant Logan, Julia Nickson als Ensign Lian T'Su, George De La Peña als Lt. Orfil Solis u.a.

Kurzinhalt: Die Föderation hat die U.S.S. Drake zum Planeten Minos geschickt, doch seit ihrer Ankunft dort keine Meldung mehr vom Schiff erhalten. Die U.S.S. Enterprise wird nun in das System geschickt, um dem Verschwinden der U.S.S. Drake auf den Grund zu gehen. Nur kurz nach ihrer Ankunft empfängt man eine automatische Nachricht vom Planeten – eine Art Werbebotschaft für das umfangreiche und effektive Waffenarsenal, welches auf dem Planeten vertrieben wird, oder eher: wurde. Denn aus noch ungeklärten Gründen wurde die gesamte Zivilisation des Planeten ausgelöscht – ja nicht einmal Ruinen finden sich noch auf der Oberfläche von Minos. Picard entschließt sich, ein Außenteam herunterzuschicken, um mehr über das Verschwinden der U.S.S. Drake in Erfahrung zu bringen. Doch nur kurz nach ihrer Ankunft wird das Außenteam von einem der Waffensysteme des Planeten angegriffen…

Denkwürdige Zitate: "The citizens of Minos gained fame during the Ersalrope wars as arms merchants. They manufactured sophisticated and highly advanced weaponry."
"Yeah? For which side?"
"Both."
(Charmant.)

"Peace through superior firepower."
(Das Motto der minosianischen Händler spiegelt den Grundgedanken des Rüstungswettkampfs während des Kalten Krieges wieder.)

"Who sent you here to look for me?"
"Your mother. She's worried about you."
(Rikers Sarkasmus schlägt wieder einmal zu.)

"The Captain did not anticipate the Enterprise would come under attack. If he had, would he have left the Bridge to you?"
"If he had, he wouldn't have left the ship."
(Geordi's Logik ist nichts entgegenzusetzen.)

Review: Image"Die Waffenhändler" ist leider wieder eine eher durchwachsene Episode mit einigen Schwächen. So verteilt sich die Episode auf zahlreiche Schauplätze, und verzettelt sich dabei doch ein wenig, was die erzählten Handlungen betrifft. Zumal nicht jede davon sonderlich interessant geraten hier. Hier ist vor allem die Story rund um Picard und Crusher zu nennen, und wie der Captain versucht, den Doktor zu verarzten. Alle Szenen zwischen ihnen leiden darunter, dass sich die Produzenten nicht darüber einig werden konnten, was sie mit den Figuren anstellen wollen – weshalb das ganze einfach ins nichts führt. Dadurch verdammt man diese Szenen zur Bedeutungslosigkeit – dementsprechend unnötig wirken sie rückwirkend. Seltsam erscheint auch, dass Beverly dem Captain nicht gleich sagt, dass es noch eine zweite Wunde gibt, aus der sie Blut verliert. Worauf wartet sie denn bitte schön? Sehr seltsam. Auch die Handlung auf der Enterprise ist nicht unter Schwächen, und leider vor allem unter dem Chefingenieur, der mit der Zeit mit seiner ständigen Kritik einfach nur nervt – und auch keinen Sinn ergibt. Fliehen und den Landetrupp zurücklassen möchte er nicht, genauso wenig will er aber dass die Enterprise weiterkämpft. Na was denn nun?

Ein weiteres Problem sind die Aufnahmen von Minos. So sehr ich die Verwendung von Filmstudios für die Planetenaufnahmen in den vorherigen Episoden auch gelobt haben mag, schön langsam wird es etwas zu viel des guten. Am besten finde ich immer noch eine gute Mischung, die diese die klassische Serie in all ihren Staffeln hinbekommen hat: Manche Planetenaufnahmen werden im Studio gedreht, mit andersfarbigem Himmel und außerirdisch aussehenden Landschaften, und bei erdähnlichen Planeten verwendet man Außenaufnahmen. Ständig nur einen Planeten nach dem anderen zu zeigen, der wie die Erde aussieht – wie dies die späteren "Star Trek"-Serien, allen voran "Deep Space 9", gemacht haben; und auch "Stargate SG1" litt unter dem Phänomen, dass man sich auf jedem neuen, fremden Planeten in den kanadischen Wäldern wähnte – ist genauso schlecht wie ständig nur im Studio zu drehen. Letzteres ist genau das Problem, dass die erste Staffel von "Next Generation" geplagt hat, wo mit einer Ausnahme ("Das Gesetz der Edo") alle Planetenaufnahmen im Studio entstanden. Spätestens bei "Die Waffenhändler" beginnt diese Tendenz unangenehm aufzufallen. In erster Linie sind es aber vor allem auch wieder logische Schwächen, die negativ auffallen, wie z.B. seit wann aktivieren sich die Schilde automatisch? Grundsätzlich ja eine praktische Funktion, ich könnte mich aber nicht erinnern, dass das je wieder vorkam. Seltsam auch, dass Tasha auf einmal weiß, dass das Waffensystem alles Leben auf dem Planeten ausgelöscht hat. Natürlich ist nicht auszuschließen, dass Picard sie darüber informiert hätte, aber sie jedenfalls definitiv nicht dabei – und auch nicht in Hörweite – als der Captain dies vom Waffenhändler in Erfahrung gebracht hat. Wer weiß, vielleicht gibt es ja eine diesbezügliche geschnittene Szene, so wirkt es aber doch etwas seltsam.

ImageDer größte Kritikpunkt ist aber natürlich: Captain Picard willigt ein, das Waffensystem zu kaufen, woraufhin das automatisierte Programm die Demonstration auf dem Planeten sofort einstellt. Geordi muss sich aber seltsamerweise weiterhin gegen die Waffe im Orbit verteidigen. Frage: Ist das wirklich eine kluge Geschäftspraxis, das Schiff der Kunden aus dem Orbit zu schießen?! Ich weiß ja nicht, aber mir erscheint das doch ein wenig unüberlegt. Da muss es doch eine ferengische Erwerbsregeln dagegen geben, sowas wie: "Bringe niemals deine Kunden um – zumindest, solange sie noch nicht bezahlt haben!" Jedenfalls wieder mal so ein Fall, wo die Logik des Drehbuchs den dramaturgischen Erfordernissen geopfert wird – und besonders frustrierend und ärgerlich, weil es so unnötig war. Man hätte es nur so umschneiden/umschreiben müssen, dass Picard die Transaktion erst durchführt, nachdem Geordi die Waffe, welche die Enterprise angriff, ausgeschaltet hat, und schon wäre das Problem keines mehr gewesen.

So unlogisch dies auch gewesen sein mag – wenigstens waren die Effekte wieder gelungen. Vor allem die Aufnahmen der in die Atmosphäre fliegenden Enterprise wissen zu begeistern. Generell war das eine clevere Idee von Geordi, und wertet die Figur definitiv auf. Womit wir auch endlich bei den – natürlich ebenfalls vorhandenen – Stärken der Episode angelangt wären. Mir gefällt, wie Geordi langsam in diese Aufgabe hineinwächst, und sich gegen den nervigen Chefingenieur (ob er diesen Posten in der zweiten Staffel deshalb angetreten ist, um dem Kerl seinen Job zu nehmen und sich so an ihm zu rächen?!) durchsetzt. Das Lob von Troi war mir zwar schon fast wieder zu schmalzig, aber ich bin ja bei den positiven Aspekten, also will ich mal wohlwollend darüber hinwegsehen. Sehr gefreut habe ich mich auch darüber, doch tatsächlich Sinclairs Freundin Julia Nickson an Bord der Enterprise zu erblicken. Positiv auch, dass es durchaus ein paar spannende Momente gibt – wofür vor allem der interessante Einfall mit dem sich ständig weiterentwickelndem Waffensystem sorgt. Dadurch wirkt klar, dass es ihnen so schnell als möglich gelingen muss, eine Lösung zu finden. Dass Picard im Endeffekt die Waffensysteme kauft, um damit den Angriff zu stoppen, war auch mal ein origineller Einfall. Es ist zwar nur eine Kleinigkeit, aber... auch das Motto der Händler des Planeten, "Frieden durch überlegene Feuerkraft", hat es mir angetan – nicht zuletzt, da es die vorherrschende Taktik der Aufrüstung während des Zweiten Weltkriegs sehr treffend beschreibt. Und die Idee, dass sich das Volk mit diesem Waffensystem im Endeffekt selbst ausgelöscht hat, mag zwar selbst damals schon nicht übertrieben originell gewesen sein, weiß aber dennoch zu gefallen, und überzeugt als warnende Message zu einer Zeit, als der Weltuntergang nur einen Knopfdruck entfernt war.

Fazit: ImageWie bei so vielen Episoden der ersten Staffel ist die dahinterstehende Grundidee durchaus interessant – es hapert jedoch an der Ausführung. Dies zeigt sich einerseits am Drehbuch, dass über einige logische Schwächen verfügt; beim Planetenset, dass seine Studioherkunft zum wiederholten Mal innerhalb der Staffel nicht verbergen kann; wie auch beim Schnitt der Episode, der das nötige Tempo und die nötige Spannung überwiegend vermissen lässt. Dadurch wird "Die Waffenhändler" trotz einer spannenden Ausgangssituation doch eine eher maue Episode, die nie so wirklich zu packen versteht. Weitere Schwächen sind die wenig überzeugenden Szenen zwischen Picard und Crusher, die noch dazu ins nichts führen, sowie der etwas konstruiert wirkende Konflikt an Bord der Enterprise. Trotz aller Kritik fällt aber auf, dass die Serie langsam ihre Identität und ihre Stimme zu finden scheint, und alles einen etwas (selbst)sichereren Eindruck macht. Darüber hinaus sind es neben der sehr gelungenen – wenn auch nicht unbedingt originellen – Offenbarung rund um das Schicksal der Bewohner des Planeten, die auch eine warnende Message beinhaltet, in erster Linie wieder die Spezialeffekte, die begeistern können. Alles in allem ist "Die Waffenhändler" zwar kein Highlight, aber eine solide, kompetente Episode, die durchaus ihre Momente hat, und die auch wenn sie nie so recht zu begeistern und zu packen vermag, wenigstens auch nie wirklich langweilig wird.

Wertung: 2.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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