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Begegnung mit der Vergangenheit Drucken E-Mail
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Originaltitel: We'll Always Have Paris
Episodennummer: 1x24
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 02.05.1988
Erstausstrahlung BRD: 16.03.1991
Drehbuch: Deborah Dean Davis & Hannah Louise Shearer
Regie: Robert Becker
Hauptdarsteller: Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard, Jonathan Frakes als Commander William T. Riker, LeVar Burton als Lt. Geordi LaForge, Denise Crosby als Lt. Tasha Yar, Michael Dorn als Lt. Worf, Gates McFadden als Dr. Beverly Crusher, Marina Sirtis als Counselor Deanna Troi, Brent Spiner als Lt. Commander Data, Wil Wheaton als Wesley Crusher
Gastdarsteller: Michelle Phillips als Janice Manheim, Rod Loomis als Paul Manheim u.a.

Kurzinhalt: Captain Picard fechtet gerade mit einem Lieutenant, als die beiden auf einmal ein seltsames Phänomen erleben: Es scheint so, als wären sie wenige Sekunden in der Zeit zurückgesprungen, und einen Moment erneut durchlebt hätten. Auch die anderen Besatzungsmitglieder der Enterprise berichten von dieser Zeitverschiebung, und schon bald findet man heraus, dass diese nicht auf das Schiff beschränkt war, sondern sich über den gesamten Sektor erstreckt. Die Ursache scheint in einem nahegelegenen System zu liegen, in das sich der Wissenschaftler Paul Manheim zurückgezogen hat, um mit Zeit herumzuexperimentieren. Dessen Frau, Jenice, war einst mit Picard liiert. Das bevorstehende Wiedersehen lässt Captain Picard an früher denken, und vor allem auch ihre Trennung Revue passieren – als er sie einfach in einem Café in Paris sitzen ließ. Lange bleibt ihm jedoch nicht Zeit, um in Erinnerungen zu schwelgen – treten die Zeitverschiebungen doch mittlerweile immer häufiger und auch stärker auf. Manheims Experiment droht das Raum-Zeit-Gefüge der gesamten Galaxis durcheinander zu bringen…

Denkwürdige Zitate: "She's an old friend."
"I gathered that."
(Dr. Crusher gibt sich gegenüber ihrem Captain ungewöhnlich schnippisch.)

Review: ImageEs hat zwar etwas gedauert, aber spätestens mit dieser Episode hat die Serie ihren Rhythmus gefunden. Bereits über die letzten Folgen hinweg war ein Aufwärtstrend erkennbar, und zu bemerken, dass alle Beteiligen immer mehr ein Gefühl dafür entwickeln, welche Serie sie hier produzieren wollen. Es war ein schleichender Prozess, aber nun scheint die "Next Generation" ihre Identität gefunden zu haben. Alles wirkt nicht mehr so unsicher und/oder unbeholfen, stattdessen läuft das Werkl nun endlich wie eine geölte Maschine – wovon die Serie an sich sowie natürlich auch die einzelnen Episoden grundsätzlich schon mal profitieren. Alles wirkt halt einfach runder und souveräner. Das heißt natürlich nicht, dass es nun keine schlechten Folgen mehr gibt. Letztendlich steht und fällt jede Episode mit der Geschichte, die sie erzählt; und auch die anderen Aspekte der Produktion sind nicht immer gleich gelungen. Aber damit, dass die Serie nun ihren Ton und ihre Identität gefunden hat, schafft man zumindest einmal die perfekten Rahmenbedingungen, um aus einer interessanten Grundidee eine unterhaltsame Geschichte/Episode erblühen zu lassen.

Und im Falle von "Begegnung mit der Vergangenheit" halte ich eben diese Geschichte für überaus gelungen. Ich muss gestehen, schon immer ein Faible für Zeitreisegeschichten gehabt zu haben – trotz den oftmals damit einhergehenden logischen Problemen finde ich das Konzept an sich einfach ungemein faszinierend. Zumal es einfach so viele Zugänge gibt, wie man sich diesem Thema nähern kann. In dieser Episode geht es zwar weniger um eine richtige Zeitreise als vielmehr kurze Zeitsprünge, dennoch sorgte dies für einige faszinierende Szenen. Bereits mit der ersten kurzen Wiederholung während des Fechtduells gelang es, quasi von Beginn an mein Interesse zu wecken und mich zu packen. Sofort fragte ich mich, was hier vor sich geht, und wodurch diese Zeitverschiebung ausgelöst wurde. Auch danach nutzt man dieses Konzept noch für einige faszinierende Szenen, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Ich bin mir zwar nicht sicher, inwieweit die Szene, als sich Picard, Riker und Data selbst dabei erblicken, wie sie den Turbolift betreten, denn wirklich logisch ist – zur vorherigen Darstellung des Zeitsprungs will es jedenfalls mal nicht passen – aber ich fand sie ungemein effektiv und faszinierend. Sie macht auf anschauliche Art und Weise deutlich, dass das Zeit- und Raumkontinuum durcheinandergeraten ist, und vermittelt damit auch kurz und prägnant, was auf dem Spiel steht. Großartig dann auch das Finale mit den vielen Datas; eine Einstellung, die definitiv in Erinnerung bleibt. Und dank des herunterzählenden Countdowns kam – vielleicht zum ersten Mal innerhalb der Serie – mal so richtig Spannung auf.

ImageWas eher gemischt aufgenommen wurde, mir aber ebenfalls gefallen konnte, ist wie man mit dem Wiedersehen von Picard und seiner Verflossenen umgeht. Die Drehbuchautorinnen waren ja doch eher unzufrieden, dass die von ihnen angedachte Affäre zwischen dem Captain und Jenice nicht umgesetzt wurde, ich bin jedoch sehr froh darüber. Picard ist nun mal nicht Kirk; hier seinen nostalgischen Gefühlen nachzugeben und mit Jenice biblisch zu werden, obwohl sie verheiratet ist, hätte meines Erachtens überhaupt nicht in diese Folge gepasst. Mir gefiel, wie gefühl- und taktvoll man dies stattdessen umgesetzt hat. Es wird deutlich, dass beide nach wie vor etwas füreinander empfinden, und vor allem Picard seiner Entscheidung von einst nachtrauert – weniger, dass er sie verlassen hat, als wie er es tat, nämlich einfach nicht zum verabredeten Termin in einem Pariser Café zu erscheinen. Ist ja nun wirklich nicht die feine englische (oder französische) Art, mit jemandem Schluss zu machen. Na ja, wenigstens hat er ihr keine SMS geschrieben… Spaß beiseite: Ich empfand diese Nebenhandlung, die mal eine etwas andere Seite von Picard zeigt, und uns erlaubt einen Blick in seine Vergangenheit zu werfen, jedenfalls sehr gelungen.

Als wesentliche Stärke erweist sich auch zum wiederholten Mal die Musik von Ron Jones. Die Thematik rund um ein Pariser Café erlaubt es ihm dabei, ein bisschen aus dem üblichen Schema auszubrechen und mit französisch angehauchten Klängen Abwechslung in die musikalische Untermalung der Serie zu bringen. Dies wertet vor allem die Szenen im Holodeck wie auch die Gespräche zwischen Picard und Janice, wo dieses musikalische Thema ebenfalls immer wieder angespielt wird, auf. Zudem gibt es den bereits erwähnten noch ein paar weitere gelungene Momente und Szenen, wie z.B. als Data sich für entbehrlich hält, und Picard ihn sofort korrigiert; die Fechtszenen, mit denen man einem Crewmitglied mal doch ein etwas ungewöhnliches Hobby mit auf dem Weg geht; das ehrliche, aufrichtige und teils auch schmerzhafte Gespräch zwischen Picard und Jenice im Besprechungsraum; sowie die Szenen im Holodeck – sowohl der Abschied am Ende der Folge, als auch jener Moment zuvor, als sich Captain Picard auf Anraten von Counselor Troi ins Holodeck begibt, um über die Vergangenheit nachzudenken. Nur das mit der Besucherin, der es zufälligerweise genau so ergeht wie Janice damals, wirkt vielleicht doch etwas verkrampft und war zu viel des Guten. Der einzig wirklich relevante Kritikpunkt ist für mich aber das ungemein konstruierte und unpassend wirkende Gespräch zwischen Deanna Troi und Beverly Crusher. Dass die Ärztin Gefühle füreinander hegt – und dies eventuell auch auf Gegenseitigkeit beruhen könnte – wurde bislang maximal angedeutet, aber nie wirklich thematisiert. Weshalb ihr Gespräch hier doch wie aus dem nichts kommt. Gut möglich dass diese Szene in gewisser Weise noch auf die geplante Romanze zwischen ihnen in "Die Waffenhändler" anspielen sollte, die ja dann nicht umgesetzt wurde. Nur hätte man dann halt eben auch dieses Drehbuch entsprechend anpassen müssen. So wirkt es nämlich irgendwie schon etwas seltsam.

Fazit: Image"Begegnung mit der Vergangenheit" ist meines Erachtens die erste sehr gute Folge der Serie. Ich habe ja grundsätzlich ein Faible für Zeitreisegeschichten, und auch wenn diesbezüglich in der Episode mit den kleinen Zeitsprüngen gerade mal an der Oberfläche gekratzt wird, empfand ich die entsprechenden Szenen sehr faszinierend. Und zum Ende hin kam – zum wohl ersten Mal innerhalb der Serie – mal so richtig Spannung auf, mit dem Countdown und den multiplen Datas. Was die Episode zusätzlich aufwertet, ist die Handlung rund um Picard und seine verflossene Liebe. Einige hätten vielleicht einen etwas kirkscheren Zugang vorgezogen – ich fand die Art und Weise, wie man es umgesetzt hat, aber sehr gelungen. Durch diesen Blick in die Vergangenheit haben wir auch wieder etwas mehr von Picard erfahren, und durften ihn zudem einmal von einer anderen Seite erleben. Effekte, Inszenierung und Soundtrack (wieder einmal vom unvergleichlichen Ron Jones) wissen ebenfalls zu gefallen. Mein einziger relevanter Kritikpunkt ist das doch etwas unpassend wirkende Gespräch zwischen Deanna und Beverly. Davon abgesehen bot "Begegnung mit der Vergangenheit" phantastische Science Fiction-Unterhaltung!

Wertung: 4 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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