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Worfs Brüder Drucken E-Mail
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Originaltitel: Heart of Glory
Episodennummer: 1x20
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 21.03.1988
Erstausstrahlung BRD: 09.02.1991
Drehbuch: Maurice Hurley, Herbert Wright & D.C. Fontana
Regie: Rob Bowman
Hauptdarsteller: Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard, Jonathan Frakes als Commander William T. Riker, LeVar Burton als Lt. Geordi LaForge, Denise Crosby als Lt. Tasha Yar, Michael Dorn als Lt. Worf, Gates McFadden als Dr. Beverly Crusher, Marina Sirtis als Counselor Deanna Troi, Brent Spiner als Lt. Commander Data, Wil Wheaton als Wesley Crusher
Gastdarsteller: Vaughn Armstrong als Korris, Charles H. Hyman als Konmel, David Froman als K'Nera u.a.

Kurzinhalt: Die Enterprise empfängt den Notruf eines Frachters. Als sie diesen erreicht, stellt Data schwache Lebenszeichen fest, und Picard beschließt, ein Außenteam auf das Schiff zu schicken. Wenig später finden sich Riker, Data und Geordi auf dem fremden Schiff wieder und versuchen, die Lebenszeichen genauer zu lokalisieren und zu ihnen vorzustoßen. Als dies schließlich gelingt, ist die Überraschung groß… handelt es sich bei den Überlebenden doch um Klingonen! Diese zeigen schon sehr bald großes Interesse an Worf. Sie halten ihn für schwach und unehrenhaft, da er sich den Menschen unterwirft, und fordern ihn dazu heraus, seine klingonische Natur herauszulassen – wozu er schließlich auch Gelegenheit bekommt, als die wahren Hintergründe der Katastrophe auf dem Frachter aufgedeckt werden und der Kommandant der Klingonen mit der Zerstörung der Enterprise droht…

Denkwürdige Zitate: "Tell me, what is it like for the hunter to lie down with the prey?"
(Korris versucht Worf zu provozieren.)

"I was just being polite, sir."
(Worf zu Captain Picard, nachdem er zum klingonischen Commander gemeint hat, er werde über sein Angebot eines Dienstes im klingonischen Militär nachdenken.)

Review: ImageIm Verlauf meiner Reviews zur ersten Staffel habe ich immer wieder mal das Fehlen einer B-Handlung beklagt. Dass sich ein solches und die damit einhergehende Möglichkeit, sich rein auf eine Haupthandlung zu konzentrieren und dieser die komplette Laufzeit einräumen zu können, durchaus auch auszahlen kann – den richtigen Inhalt vorausgesetzt – beweist "Worfs Brüder". Würde man die Episode heute produzieren, hätte man die Klingonen wohl noch vor dem Intro gefunden. So hat man jedoch die Zeit, mit einem sehr atmosphärischen Einstieg auf die Handlung einzustimmen, und durch das Mysterium rund um den Frachter beim Zuschauer eine Erwartungshaltung ob des Fundes aufzubauen – der man mit den Klingonen dann auch gerecht wird. Jedenfalls hat mir der atmosphärische Einstieg der Episode schon immer gut gefallen, vor allem dank des überzeugenden Korridor-Sets, der guten Inszenierung, der originellen Idee mit der "Geordi-Kamera", sowie dem Einsatz von Hilfsmitteln wie z.B. dem dichten Nebel.

Einen ganz wesentlichen Anteil am Gelingen dieser Einstiegssequenz – wie auch der Folge an sich – hat auch Ron Jones, der für "Worfs Brüder" erneut den Soundtrack beigesteuert hat. Wie ich an anderer Stelle schon erwähnt habe, ist er mein absoluter Lieblingskomponist unter den "Next Generation"-Score-Schaffenden. Warum das so ist, hat er selten besser bewiesen als hier. In den ersten 10 Minuten trägt er mit seiner Komposition wesentlich zur dichten Atmosphäre und Spannung der Erkundung des Frachters bei. Was Ron Jones darüber hinaus so gut versteht wie kein anderer "Next Generation"-Komponist, ist, seine Musik wie "Star Trek" klingen zu lassen. Nicht nur, indem er immer wieder auf bekannte Melodien zurückgreift, die wir unweigerlich mit diesem Universum verbinden – wie Jerry Goldsmiths "Star Trek"-Thema, oder wie im Falle von "Worfs Brüder", dessen Komposition für die Klingonen in "Star Trek – Der Film", sondern auch, in dem er sich was die zum Einsatz kommenden Instrumente daran orientiert. Noch bevor die Klingonen offenbart werden, deutet er in der Musik ganz sanft diese Offenbarung an, in dem er leise jene Instrumente einspielt, die wir dank Jerry Goldsmith mit den Klingonen verbinden. Auch danach interpretiert er nicht nur Goldsmiths Melodien neu, sondern steuert auch neues bei – greift aber auch hier wieder auf jene Instrumente zurück, die wir mit den Klingonen assoziieren. Er agiert in dieser Hinsicht ungemein clever und auch selbstlos – im Gegensatz zu Dennis McCarthy, der vor allem in der ersten Staffel immer wieder versucht hat, dem Zuschauer seine Fanfare für die "Next Generation"-Serie aufzuzwingen. Da diese aber als Titellied abgelehnt wurde – und selbst in seinen Kompositionen zu unauffällig ist – fehlt uns der Bezug zur Melodie; wir verbinden damit keine Emotionen, da wir sie nicht "verstehen". Ron Jones bemüht sich hingegen, innerhalb des "Star Trek"-Universums – allen voran der Filme und "Next Generation" – ein harmonisches Klangbild zu schaffen. Jedenfalls zählt seine Musik zu "Worfs Brüder" für mich zu den absoluten Favoriten unter seinen Scores – und bei ihm will das nun wirklich etwas heißen!

ImageDoch kommen wir zurück zur Handlung. "Worfs Brüder" dient natürlich in erster Linie dazu, den Quotenklingonen der Enterprise näher vorzustellen und ihm die Möglichkeit zu geben, aus der Reihe unscheinbarer Statisten hervorzutreten, und an Profil zu gewinnen. So erfahren wir, dass ein Klingone in der Sternenflotte trotz des offenkundigen Friedens, der mittlerweile zwischen den Völkern herrscht, eine Ausnahme darstellt – was Worf zu einem Außenseiter, zu einem Fremden in seiner eigenen Kultur, macht. Zudem erfahren wir auch mehr von seiner Vorgeschichte – wie er nach dem Khitomer-Massaker (welches hier zum ersten Mal erwähnt wird) von seinem menschlichen Sternenflottenoffizier gefunden und nach dem Tod seiner Eltern von diesem großgezogen wurde. Doch nicht nur Worf lernen wir besser kennen – wir erfahren auch endlich mehr über die großen Bösewichte der klassischen Serie, die Klingonen, und ihre Kultur. Vor allem Einfälle wie der Schrei beim Tod eines Kameraden haben es mir angetan.

Darüber hinaus erfahren wir in "Worfs Brüder", dass nicht alle mit dem Frieden zwischen der Föderation und den Klingonen zufrieden sind. Eben daraus bezieht die Episode letztendlich auch ihre Spannung, als Worfs Loyalität zu den Menschen, der Föderation und der Crew der Enterprise auf die Probe gestellt wird. Zwar war natürlich absehbar, dass Worf seine Freunde und Kollegen nicht verraten wird, dennoch wertete sein Zwiespalt die Folge für mich auf. Besonders gut gefiel mir auch, dass er obwohl er sich den Verrätern nicht anschließt, sich dennoch für sie einsetzt – und letztendlich dafür sorgt, dass Korris einen ehrenvollen Tod sterben kann. Fast könnte man den Eindruck gewinnen, dass wäre alles gewesen, was Korris erreichen wollte. Dass er nie wirklich damit gerechnet hat, die Enterprise stehlen zu können, und einfach nur nicht in einem Gefängnis dahinsiechen und/oder hingerichtet werden, sondern vielmehr im Kampf sterben wollte. Auch dieser Subtext wertet die Episode für mich auf. Als eine weitere wesentliche Stärke erweist sich die Inszenierung von Rob Bowman. Diese ist nicht nur sehr atmosphärisch, er setzt zudem immer wieder auf ungewöhnliche Kameraeinstellungen (wie z.B. wenn er Worf und Korris im Maschinenraum vor dem Warpantrieb aus der Vogelperspektive zeigt), und sorgt damit für eine dynamischere und abwechslungsreichere Präsentation, als man das bisher von der Serie überwiegend gewohnt war. Und auch die Effekte müssen erneut gelobt werden. Zwar handelt es sich bei den Aufnahmen des Klingonenkreuzers um geschickt adaptiertes Archivmaterial aus "Star Trek – Der Film", diese wurden jedoch sehr gut und stimmig in die neuen Szenen eingefügt. Insgesamt war ich mir "Worfs Brüder" also sehr zufrieden – das einzige, was für mich eine höhere Wertung verhindert, sind subjektiv empfundene Mängel was die Spannung und die Dramatik betrifft. Trotz vereinzelter Highlights haben da andere, kommende Episoden doch noch um einiges mehr geboten. Dennoch ist "Worfs Brüder" – vom Pilotfilm abgesehen – die erste Folge der Serie, der ich guten Gewissens das Prädikat "gut" verleihen kann.

Fazit: ImageDie Absicht, welche die Macher mit dieser Episode verfolgt haben, ist natürlich recht eindeutig: Man will dem bisher doch etwas zu kurz gekommenen Klingonen an Bord der Enterprise die Möglichkeit geben, etwas an Profil zu gewinnen, in dem man ihn näher vorstellt, und dabei insbesondere den Konflikt rund um seine Herkunft in den Mittelpunkt rückt. Eben dies gelingt "Worfs Brüder" in der Tat auch mit Bravour. Darüber hinaus wird uns auch die Kultur der Klingonen näher vorgestellt, und kann mit einigen interessanten Einfällen – wie ihrem Trauerritual – gefallen. Weitere Stärken sind die gelungene Inszenierung von Rob Bowman, die mit einigen interessanten Einstellungen aufwarten kann, sowie der wieder einmal phänomenale Score von Ron Jones, in dem er ohne jede Eitelkeit auf die Kompositionen von Jerry Goldsmith zurückgreift, und so innerhalb des "Star Trek"-Universums für ein stimmiges und harmonisches Klangbild sorgt. Was Spannung und Dramatik betrifft, ist "Worfs Brüder" zwar immer noch nicht perfekt, insgesamt halte ich sie aber – abseits des Pilotfilms – für die erste wirklich gelungene Episode der Serie.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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