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Der Ehrenkodex Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: Code of Honor
Episodennummer: 1x04
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 12.10.1987
Erstausstrahlung BRD: 28.09.1990
Drehbuch: Katharyn Powers & Michael Baron
Regie: Russ Mayberry
Hauptdarsteller: Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard, Jonathan Frakes als Commander William T. Riker, LeVar Burton als Lt. Geordi LaForge, Denise Crosby als Lt. Tasha Yar, Michael Dorn als Lt. Worf, Gates McFadden als Dr. Beverly Crusher, Marina Sirtis als Counselor Deanna Troi, Brent Spiner als Lt. Commander Data, Wil Wheaton als Wesley Crusher
Gastdarsteller: Jessie Lawrence Ferguson als Lutan, Karole Selmon alsYareena , James Louis Watkins als Hagon, Michael Rider als Transporter Chief u.a.

Kurzinhalt: Die Enterprise fliegt zum Planeten Ligon II, auf dem ein seltenes Heilmittel für Anchilles-Fieber hergestellt wird, welches auf einem Planeten der Föderation ausgebrochen ist, und seither täglich neue Opfer fordert. Dementsprechend diplomatisch verhalten sich alle Crewmitglieder gegenüber ihren in ihrer Lebensweise doch etwas rückständig wirkenden Gäste. Eben diese dringend notwendige Diplomatie entwickelt sich jedoch zum Stolperstein, als der Anführer der Fremden Tasha Yar entführt. Geht es nach seinen Wünschen, soll diese seine neue erste Frau werden. Der Captain steht nun vor einem Problem: Wie Tasha Yar vom Planeten bekommen, ohne dabei die Verhandlungen über die so wichtige Medizin zu gefährden? Das Problem verschärft sich, als die momentane erste Frau des Anführers sich auf den Ehrenkodex ihrer Welt beruft, und Tasha Yar zum Kampf auf Leben und Tod herausfordert…

Denkwürdige Zitate: "What Lutian did is similar to what certain american indians once did called 'counting coup'. That is from an obscure language known as French."
(Mit solchen Aussagen macht sich Data bei Picard zweifellos beliebt.)

"The proper thing for you to do now is to ask to get Tasha back."
"Ask for her?"
"Politely, Captain."
(Diplomatie kann manchmal ein richtiges Ärgernis sein.)

"I'm sorry, this is becoming a speech."
"You're the Captain, Sir. You're entitled."
(Deanna zeigt für die ausufernde Rede ihres Captains Verständnis.)

Review: Episodenbild (c) CBS Zugegeben, dass die Ausgangssituation ein wenig konstruiert wirkt, kommt bei "Star Trek – The Next Generation" ja des Öfteren vor – aber selten hat Murphy's Gesetz so gnadenlos zugeschlagen wie hier. Also, wollen wir doch mal sehen, was eigentlich alles genau schief gegangen ist, um Picard & Co. letztendlich jene Misere aufzutischen, mit der sie sich über weite Strecken der Episode herumschlagen müssen: Auf einem fremden Planeten ist eine seltene Krankheit ausgebrochen. Verzeiht, eine seltene, tödliche Krankheit, die stündlich weitere Opfer fordert. Die Bewohner von Ligon II besitzen das einzige Gegenmittel weit und breit (schon allein das würde wohl einige weniger gutgläubige Menschen als meiner einer als komisch empfinden), welches sich zudem partout nicht synthetisieren lassen will.

Eigentlich sind sie ja bereit, es der Föderation zu überlassen, doch dann schreitet Tasha Yar ein, als man dem Captain eine kleine Dosis davon übergeben will, und aufgrund ihres forschen Auftretens ist Lutan plötzlich von ihr angetan. Er entführt sie, und will sie als seine erste Frau (auch wenn sie keinerlei Land besitzt, und diese Konstellation daher irgendwie wenig Sinn ergibt). Nun wäre es ja theoretisch kein Problem, scheinbar auf diesen Handel einzugehen, sich die Medizin zu schnappen, sie zum Planeten zu bringen, und dann nach Ligon II zurückzukehren um Tasha zu befreien (ok, es wäre vielleicht nicht unbedingt ehrenhaft, aber da hier Menschenleben auf dem Spiel stehen, wollen wir diese Überlegung mal kurz außen vor lassen), leider jedoch beruft sich Lutans jetzige erste Frau auf den Ehrenkodex und fordert Tasha zum Duell auf Leben und Tod. So… habt ihr mitgezählt, wie viele unglückselige Zufälle das nun waren? Ich muss gestehen, irgendwo bei 42 mit dem Zählen aufgehört zu haben. Ernsthaft: Für meinen Geschmack hat man es hier dann doch etwas übertrieben, was die Anzahl der Steine betrifft, die man der TNG-Crew in den Weg legen musste, um die Handlung so erzählen zu können, wie sich die Drehbuchautoren das vorgestellt haben. Noch dazu, da eben diese Handlung ohnehin wie eine billige Ausrede wirkt, um endlich einen Kampf zeigen zu können – allerdings, da wir ja mittlerweile im fortschrittlichen und gleichberechtigten 24. Jahrhundert sind, nicht mehr Mann gegen Mann, sondern Frau gegen Frau.

Episodenbild (c) CBS Dazu gesellen sich dann die eher peinliche Inszenierung des besagten Kampfes, die grauenhafte und ansatzweise rassistische Darstellung dieser an afrikanische Stämme angelehnten Zivilisation, sowie zahlreiche logische Fehler. So behauptet Lutan zuerst, es gäbe während des Kampfes keine Unterbrechung –doch als Yareena ihre Waffe verliert, schreit er dann auf einmal "Stop!" und Tasha muss warten, ehe man ihrer Konkurrentin die Waffe wieder zurückgegeben hat. Das dicke Ende kommt dann aber –selbstredend – zum Schluss. Da können wir uns die ganze Zeit anhören, wie wichtig diese Medizin ist, wie schlecht es den Menschen auf den Planeten geht und wie dringend sie auf dieses Heilmittel angewiesen sind –und dann macht sich die Enterprise mit der wahnsinnigen Geschwindigkeit von Warp 3 auf, um zu besagtem Planeten zu fliegen…?!?!

Was die Folge zumindest ansatzweise zu retten vermag, ist der wieder einmal köstliche Humor, der zwischendurch eingestreut wird. Sei es nun Data's wenig schmeichelhafter Kommentar zur französischen Sprache, oder auch Picards späterer Monolog, als er seine Besatzungsmitgliederüber die oberste Direktive belehrt und sich dann selbst für seinen Vortrag entschuldigt; diese kurzen amüsanten Szenen sorgen zumindest für kurze Lichtblicke in der qualitativen Düsternis von diesem "Ehrenkodex". Auch wird die Handlung trotz aller schwächeren Elemente zumindest nie unerträglich langweilig. Picards Frustration darüber, dass ihm aufgrund der obersten Direktive in diesem Fall die Hände gebunden sind, ist zudem von Patrick Stewart wieder einmal grandios gespielt. Der Soundtrack von Fred Steiner – der damit der einzige Komponist ist, der sowohl für die klassische "Star Trek" Serie als auch für "The Next Generation" Musik beigesteuert hat (wenn "Ehrenkodex" auch sein einziger TNG-Einsatz geblieben ist) – kann mir ebenfalls gut gefallen. Und auch wenn diese Folge optisch und inszenatorisch gesehen zu den schwächsten der gesamten Serie gezählt werden muss, jene Einstellung, als Yareena trainiert und diese komischen Energiestrahlen eingeschaltet werden und schließlich bis in den Himmel ragen, hat es mir wirklich angetan – zudem man in dieser Szene die immer noch im Ring herumtänzelnde Yareena erkennen kann. Wenn man nur dem Rest der Folge eine ähnliche Sorgfalt hätte angedeihen lassen wie diesem zwar netten, insgesamt gesehen aber doch eher vernachlässigbaren Detail…

Fazit: Episodenbild (c) CBS Im Gegensatz zu vielen anderen Episoden der 1. TNG-Staffel, die zwar über eine interessante Grundidee verfügen, wo es dann jedoch im Endeffekt an der Ausführung hapert (eine Schwäche, die sie mit der klassischen Serie teilt), scheitert "Der Ehrenkodex" schon am ziemlich schwachen Drehbuch, welches zu vieler unglücklicher Zufälle und Begebenheiten bedarf, um die Geschichte erzählen zu können, wie man sie erzählen will. Auch die Inszenierung ist kein Highlight, wobei vor allem die latent rassistische Darstellung der Bevölkerung von Ligon II unangenehm auffällt – die darauf zurückzuführen ist, dass der Regisseur alle Rollen mit afroamerikanischen SchauspielerInnen besetzt hat. Und weder der Kampf am Ende noch Picards Lösung für das Problem sind gut genug, um für die vorgelagerten Schwächen zu entschädigen. Letztendlich sind es lediglich kurze, gelungene (und oftmals amüsante) Einzelmomente zwischendurch, die einen Totalabsturz verhindern.

Wertung: 1.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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