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Talyns Flucht - Aeryns Schicksal Drucken E-Mail
Autor: Christian Siegel - Datum: Mittwoch, 16 Dezember 2020
 
Um Talyn zu heilen, ist man zum Planeten Kanvia geflogen, wo man Chromextin erwerben will. Dies wird jedoch schwierig, als Chiana und D'Argo den lokalen Sicherheitschef – der zugleich der Sohn des dortigen Herrschers ist – erzürnen…
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Episodenbild (c) Syfy

Originaltitel: Thanks for Sharing
Episodennummer: 3x07
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 15. Juni 2001
Erstausstrahlung D: 09. Februar 2002
Drehbuch: Clayvon C. Harris
Regie: Ian Barry
Hauptdarsteller: Ben Browder als Commander John Crichton, Claudia Black als Officer Aeryn Sun, Anthony Simcoe als Ka D'Argo, Jonathan Hardy als Dominar Rygel XVI, Gigi Edgley als Chiana, Wayne Pygram als Scorpius, Paul Goddard als Stark, Lani Tupu als Pilot.
Gastdarsteller: Tammy MacIntosh als Jool, Rebecca Gibney als Sarova, Lisa Griffiths als Belima, Robert Bruning als Pralanoth, Sandy Winton als Tolven, Julianne Newbould als Felor, Hunter Perske als Bloy, Linda Cropper als Xhalax Sun u.a.

Kurzinhalt: Um den schwer beschädigten Talyn zu heilen, ist man zum Planeten Kanvia geflogen, wo man Chromextin erwerben will, welches über medizinische Eigenschaften verfügt – zumindest bei Leviathanen. Dann jedoch zieht man sich den Unmut des dortigen Leiters der Sicherheit zu, als dieser Chiana auf aufdringliche Art und Weise anmacht, und D'Argo dazwischengeht. Das allein wäre schon problematisch genug – besagter Rinic Tolven ist aber zudem der Sohn des Herrschers des Planeten, Rinic Pranaloth, und eben dieser kontrolliert den gesamten (legalen) Handel mit Chromextin. Rygel und John sprechen dann schließlich vor, um die Angelegenheit mit ihm zu klären, und Pranaloth zeigt sich – im Gegensatz zu seinem Sohn – gesprächsbereit. Tolven hingegen ist überzeugt, dass sie mit den Rebellen zusammenarbeiten, und seinen Vater stürzen wollen. Um ihm zu beweisen, dass sie nichts dergleichen vorhaben, muss sich John dann schließlich einen krabbenartigen, lebendigen Lügendetektor aufsetzen. Doch angesichts der Intrigen am Hof des Herrschers ist die Moya-Crew auch damit noch nicht aus dem Schneider. Währenddessen erwacht Crais an Bord von Moya aus dem Koma. Er zeigt Aeryn eine Aufnahme ihrer Mutter – und offenbart ihr zudem, dass just diese jene Einheit leitet, mit der Talyn zu den Peackeepern zurückgebracht werden soll…

Review: Episodenbild (c) Syfy "Talyns Flucht – Aeryns Schicksal" hat wieder mal ein paar Offenbarungen rund um Aeryns Vergangenheit im Gepäck. So zeigt ihr Crais die Aufzeichnung eines Gesprächs, dass ihre Mutter Xhalax Sun mit ihr geführt hat, als sie noch ein Kind war, wo ihr diese versichert, dass Aeryn nicht – wie die meisten anderen Peacekeeper – nur gezüchtet worden sei, sondern vielmehr ein Produkt der Liebe zwischen ihrem Vater Talyn und eben ihrer Mutter war. Nun gebe ich zu, wo die Peacekeeper diese Aufzeichnung in diesem Detail herhaben könnte man durchaus kritisch hinterfragen, da man hier jedoch letztendlich nur dem guten alten Grundsatz "Zeigen, nicht erzählen" folgt, drücke ich in diesem Fall gern ein Auge zu. Zumal ich die Szene wirklich sehr schön fand. Etwas unschlüssig bin ich hingegen im Hinblick auf die Offenbarung, dass just Xhalax die Einheit zur Rückholung von Talyn anführt. Schon klar, man hat sie natürlich aufgrund der Verbindung zu ihrer Tochter bewusst ausgewählt, insofern ist hier nicht vor einem reinen Zufall zu sprechen. Dennoch lassen mir solche Verbindungen gerade auch eine solche Galaxis wie in "Farscape" immer etwas klein(er) erscheinen. Eine spannende Ausgangssituation für die nächste(n) Folge(n) schafft es aber zugegebenermaßen durchaus.

Und die kann "Farscape" auch brauchen, weil abgesehen von dieser interessanten Wendung war ich von "Talyns Flucht – Aeryns Schicksal" – wenn sie auch wieder die Spur besser war als die mäßige Folge zuvor – wieder einmal nicht übermäßig begeistert. Ok, zugegeben, das mit dem doppelten John ist nach wie vor ganz spannend. Ich persönlich konnte zwar ihren Streit darüber, wer denn nun das Original ist, nicht ganz nachvollziehen. Und es ist halt schon sehr bequem und praktisch, dass sie den zweiten Crichton gerade jetzt prima brauchen können, einerseits für die Bluttransfusion, und andererseits, um den lebendigen Lügendetektor "auszutricksen". Andererseits gefiel mir aber, wie es hier gelang, beide Crichtons, und die damit verbundenen Möglichkeiten, in die Handlung hier einzubauen. Eben diese Handlung war dann aber halt leider überhaupt nichts Besonderes, wobei mich insbesondere auch die Hofintrige überhaupt nicht interessiert hat. Das mit dem Lügendetektor war zudem auch ein bisschen, na ja. Bei der ersten Szene, wo man Johns Kopf knapp übers Wasser hält, sah der – noch ein bisschen im Schatten verborgen – nicht so schlecht auf, aber wenn er sich's später dann so aufsetzt wie 'ne Trockenhaube, wirkt es doch ein bisschen unfreiwillig komisch. Vor allem aber wollte es "Talyns Flucht – Aeryns Schicksal" trotz des interessanten Ausgangskonzepts (insbesondere dann, wenn die Kanvianer versuchen, sie zu vertreiben, sie aber den Orbit nicht verlassen können, weil dort schon die Peacekeeper-Flotte lauert) wieder einmal nicht gelingen, Spannung zu erzeugen. Es hilft auch nicht, dass ich mich mit Jool – insbesondere auch als Zhaan-Ersatz (haha, er hat Zahnersatz gesagt!) – nach wie vor sehr schwer tue, und auch mit Stark nicht richtig warm werde. Immerhin: Die Effekte waren wieder sehr gut, und dass dies die zweite Episode in Folge war, wo vom Geist-Scorpy jede Spur fehlte, war auch positiv. Insgesamt war mir die Folge aber doch eher wieder nur ein Achselzucken wert.

Fazit: Episodenbild (c) Syfy An "Talyns Flucht – Aeryns Schicksal" gefiel mir in erster Linie der kurze Flashback zu Aeryns Vergangenheit, wo wir auch zum ersten Mal ihre Mutter sahen. Etwas unschlüssig bin ich allerdings noch, was die Tatsache betrifft, dass just diese jene Einheit, die Talyn jagt, anführt. Es sorgt zwar für eine spannende Ausganssituation, und mag aus Peacekeeper-Kommando-Sicht Sinn machen, aber es lässt das Korps – und die "Farscape"-Galaxis – doch irgendwie klein(er) erscheinen. Pluspunkte sammelt die Folge darüber hinaus wieder einmal für die gelungenen Effekte, wobei vor allem die Szenen mit Talyn und Moya im niedrigen Orbit des Planeten hervorstachen. Leider aber fand ich die Story auf Kanvia, die hier im Mittelpunkt stand, wenig spannend. Vor allem die ganze Verschwörungsgeschichte im Königshaus hat mich nicht wirklich interessiert. Und auch wenn mir grundsätzlich gefällt, wie man hier beide Crichtons sinnvoll in die Handlung einbindet, war's halt schon auch ein sehr glücklicher Zufall, dass die aktuell gerade ein Duplikat zur Hand haben. Insgesamt war "Talyns Flucht – Aeryns Schicksal" somit in meinen Augen doch eher wieder nur so Mittelmaß.

Wertung: 2.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2001 Syfy)








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