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Das Schattenschiff PDF Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Warner Bros.

Originaltitel: Matters of Honor
Episodennummer: 3x01
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 06. November 1995
Erstausstrahlung D: 22. September 1996
Drehbuch: J. Michael Straczynski
Regie: Kevin Cremin
Hauptdarsteller: Bruce Boxleitner als Captain John Sheridan, Claudia Christian als Commander Susan Ivanova, Jerry Doyle als Security Chief Michael Garibaldi, Mira Furlan als Delenn, Richard Biggs als Doctor Stephen Franklin, Bill Mumy als Lennier, Stephen Furst als Vir Cotto, Jason Carter als Marcus Cole, Jeff Conaway als Zack Allaln, Peter Jurasik als Londo, Andreas Katsulas als G'Kar.
Gastdarsteller: Tucker Smallwood als David Endawi, Ed Wasser als Morden u.a.

Kurzinhalt: David Endawi, Sonderbeauftragter der Erdregierung, kommt nach Babylon 5, um mehr über das geheimnisvolle Schiff im Hyperraum herauszufinden, das von Lt. Keffer gefunden und aufgezeichnet wurde – ehe dieses seinen Raumgleiter zerstörte. Da die Schatten noch nicht wissen sollen, dass sie entdeckt wurden, weihen ihn Sheridan und Delenn nicht in die große Finsternis ein, die droht über die Galaxis hereinzubrechen. Während sich Endawi auch noch mit anderen Botschaftern trifft, ruft Londo Morden zu sich. Nach den Ereignissen der letzten Wochen hat der Botschafter der Centauri beschlossen, sich von Morden und seinen Verbündeten loszusagen, und ihre lose Allianz zu beenden. Morden nimmt dies scheinbar unbeeindruckt zur Kenntnis – jedoch nicht, ohne einen Termin zu vereinbaren, um die genauen Bedingungen der Beendigung ihrer Zusammenarbeit zu besprechen. Währenddessen kommt Marcus, ein Ranger, an Bord der Station, und informiert Sheridan und Delenn darüber, dass ein Ausbildungslager der Rangers von den Centauri belagert wird. Die beiden fliegen daraufhin los, um die Blockade aufzuheben und den Rangers die Flucht zu ermöglichen. Dabei müssen sie sich jedoch zum ersten Mal mit einem Schiff der Schatten messen…

Denkwürdige Zitate: "Well, as answers go, it's short, to the point, utterly useless, and totally consistent with what I've come to expect from a Vorlon."
"Good."
(Wohl nicht ganz die Replik, die sich Sheridan von Kosh erhofft hat.)

"Are you trying to cheer me up?"
"No, sir. Wouldn't dream of it."
"Good. I hate being cheered up. It's depressing."
"Well, in that case: We're all gonna die horrible, painful, lingering deaths."
"Thank you, I feel so much better now."
(Witziger Dialog zwischen Sheridan und Ivanova.)

"My people have a manifest destiny. They can achieve it just as well without the help of your associates. Perhaps better."
"So we're no longer necessary."
"That's right."
"And now that we've done everything that you've asked, you'd like us to just… disappear."
"I do believe you have got it surrounded, Mr. Morden."
(Wenn Blicke töten könnten…)

"Take a good look, John, and remember it well. That is the face of our enemy."
(Delenn zu Sheridan, im Angesicht des Schattenschiffes.)

"I don't like extortion."
"And I don't like insults."
"Funny. With a face like yours, I'd've thought you'd be used to it by now."
(Marcus tut nach seiner Ankunft sein bestes, um schnell Freundschaften zu schließen.)

"What kind of head of security would I be if I let people like me know things that I'm not supposed to know?"
(Garibaldi zu Endawi, als dieser wissen will, wo die komplette Kommandoebene hinverschwunden ist.)

"I don't usually speak unless I have something to say."
(Marcus' weiser Lebensgrundsatz.)


Review: Episodenbild (c) Warner Bros. Um ehrlich zu sein… von der Auflösung des Cliffhangers war ich damals doch eher enttäuscht. Wie in meinem Review zu "Ein Pakt mit dem Teufel" erwähnt dachte ich, als die Aufzeichnung von Keffer mit dem Schattenschiff gezeigt wurde – nur kurz nachdem Delenn gemeint hat, dass die Schatten zum Glück noch nicht wissen, dass sie entdeckt wurden – nur "Ach du Scheiße!", und malte mir in der Staffelpause schon alle möglichen düsteren Szenarien und Entwicklungen aus. So gesehen war ich zwar – aus Sicht der Figuren – einerseits erleichtert, dass es nun doch nicht so schlimm wird. Andererseits war das halt doch auch irgendwie eine unspektakulär Auflösung, die dem Cliffhanger meines Erachtens nicht voll und ganz gerecht wurde. Nachdem die Serie mit Keffers Entdeckung und der Übertragung auf ISN wieder einen Gang zuzulegen schien, scheint JMS hier nun vielmehr wieder auf die Bremse zu treten und zu sagen "Nicht so hastig!". Generell geht ein bisschen von jenem Schwung, den die Serie zum Ende der zweiten Staffel hin (eventuell mit Ausnahme von der von mir wenig geschätzten Folge "Das Verhör des Inquisitors abgesehen) aufzubauen schien, wieder verloren. Es ist zwar nicht ganz so schlimm wie beim Wechsel von Staffel 1 auf Staffel 2, dennoch halte ich es für spürbar.

Auch tonal macht "Das Schattenschiff" wieder ein wenig eine Umkehr. Begann die zweite Staffel noch eher luftig-locker, wurde es zuletzt immer dramatischer und betrübter. Der Start in die dritte Staffel kehrt nun wieder in die beschwingteren Zeiten zurück. Ich verstehe, warum sich JMS dazu entschlossen hat – er wollte die staffelübergreifende tonale Entwicklung halt auch innerhalb der mittleren Season abbilden, aber es ist halt doch ein ziemlich starker stimmungstechnischer Bruch, der natürlich vor allem dann auffällt, wenn man sich die Serie in einem Aufwasch ansieht. Natürlich waren amüsante Dialoge und auflockernder Humor schon immer ein wichtiger Bestandteil der Serie – auch in den späteren, dramatischeren Episoden. Aber hier war es mir der schnippischen Kommentare und gewitzten Dialoge – die hier in einer Fülle vorkommen, dass die Episode schon fast whedonesque Züge annimmt – doch etwas zu viel. Auch die Vorstellung von Marcus Cole verläuft nicht ganz optimal. Grundsätzlich gefällt mir ja die Art und Weise wie wir ihn kennenlernen sehr gut. Es ist auf jeden Fall besser, da aufregender und dynamischer, als wir das in der Vergangenheit bei der Serie erlebt haben. Was jedoch ungemein konstruiert wirkt, ist dass sich Marcus, Delenn und Lennier in einer Bar in der unteren Ebene treffen – was einzig und allein dazu da ist, damit Marcus wenig später seine Kampfkünste sowie die Waffe seiner Wahl (ein Minbari-Kampfstab) vorführen kann. Logisch betrachtet ergibt es aber keinen Sinn, und fragt man sich, warum er nicht gleich zu Delenns Quartier gegangen ist und sich dort mit ihr getroffen hat. Es ist eine Szene, die einzig und allein im Dienste des Drehbuchs, statt der Handlung, steht – und solche empfinde ich doch immer als etwas problematisch. Last but not least: Das Ivanova eh schon alles weiß hat mich etwas gestört. Auch dies wirkt sehr konstruiert, und soll einerseits Zeit sparen und andererseits aufzeigen, wie clever sie ist – lässt aber eher die anderen Figuren in einem schlechteren Licht erstrahlen als sie in einem helleren.

Episodenbild (c) Warner Bros. Aus eben diesen Gründe hat mich "Das Schattenschiff" insgesamt nicht ganz so begeistert, und stellt im Vergleich zu den letzten Episoden der zweiten Staffel (auch hier wieder: mit Ausnahme von "Das Verhör des Inquisitors") ein bisschen einen Rückschritt dar. Dennoch gab es auch in der ersten Folge der dritten Staffel einige gute Momente und interessante Entwicklungen. Hier stach für mich vor allem alles rund um Londo hervor. Die zweite Staffel hat gezeigt, dass er gegenüber Morden und seinen Verbündeten zunehmend Furcht und Abscheu empfindet. Das Ende des Narn-Krieges und seine Erfahrung aus "Ein Pakt mit dem Teufel" nimmt er nun zum Anlass, um ihre Zusammenarbeit zu beenden. Eine Szene, die nur so vor Spannung knistert, da es Ed Wasser versteht, selbst wenn er einen anlächelt eine ungemeine Bedrohlichkeit auszustrahlen. Letztendlich scheint Londo aber vorerst ganz gut wegzukommen; auch wenn ihm Morden in ihrem letzten Gespräch unmissverständlich klar macht, welche Sektoren die Schatten für sich beanspruchen. Und seine Hoffnung, sein Volk vor dem Einfluss der Schatten zu schützen, muss er begraben als er erfährt, dass mittlerweile Lord Refa selbst mit ihnen im Bunde steht – was die Erkenntnis, dass deren Schiffe jene alptraumhaften Objekte sind, die er in seinem Traum sah, aus seiner Sicht nur umso besorgniserregender macht.

Auch die Handlung rund um das neue Schiff der Minbari, den Weißen Stern, und dessen erstem Einsatz war recht gelungen. Mir gefiel dabei vor allem, dass es zwar ein sehr schnelles aber jetzt nicht unbedingt sonderlich kampfstarkes Schiff ist, dass im Kampf gegen ein Schattenschiff weit unterlegen wäre – weshalb Sheridan (wie auch schon damals im Erd-Minari-Krieg, als er das Flaggschiff der Minbari – den Schwarzen Stern – vernichtet hat) darauf angewiesen ist, sie auszutricksen (wobei es mit den Markab auch wieder eine nette Anspielung auf die Kontinuität gibt). Dies erlaubt der Figur zudem, wieder einmal ihren Grips und ihre Cleverness zu beweisen, und dass Sheridan über die Fähigkeit verfügt, durch eben diese Zutaten selbst gegen eigentlich mächtigere Gegner zu bestehen. Auch der Gedanke einer Schiffsklasse, die für alle anderen Völker unbekannt ist, weshalb man es niemandem direkt zuordnen kann, hat etwas für sich. Gut gefallen hat mir auch die erste Szene, zwischen Sheridan und Kosh, wo die Ereignisse aus "Ein Pakt mit dem Teufel" noch einmal kurz rekapituliert werden. Mit Marcus Cole gibt es zudem einen wichtigen und überaus charmanten Neuzugang. Wie gesagt, die Szene in der Bar mag mich etwas gestört haben, hier hat JMS bei seiner Vorstellung doch ein wenig geschummelt. Aber die Figur an sich gefällt mir ungemein gut. Zudem erfahren wir auch gleich hier schon einiges über ihn – und zwar sowohl in seinen Gesprächen mit anderen (allen voran Ivanova, der er den Grund offenbart, warum er sich den Rangers angeschlossen hat), als auch durch die Art und Weise wie er sich verhält. Die letzte Szene bringt dann noch eine schockierende überraschende Wendung mit sich, erfahren wir doch, dass die Schatten nun schon länger mit Teilen der Erdregierung (und dem Psi-Corps) kooperieren. So "beruhigend" auch die Auflösung des Cliffhangers rund um Keffers Entdeckung auch gewesen sein mag, aber das lässt einen doch eher mit Sorge in die Zukunft blicken.

Episodenbild (c) Warner Bros. Neben der Handlung können auch die restlichen Aspekte der Produktion überwiegend überzeugen. Hier stechen vor allem die Effekte hervor. Bisher hielt man sich im Staffeleinstieg ja noch eher zurück. In "Das Schattenschiff" gab es aber bereits zahlreiche gelungene Effektszenen, die mir dank ihrer künstlerischen Gestaltung nach wie vor sehr gut gefallen können (und was das betrifft und von der Qualität der Auflösung/Animation abgesehen einige Szenen späterer Serien aussticht). Auch das Design des Weißen Sterns gefällt mir sehr gut. Dieser hat zwar auch seine Kritiker (nicht zuletzt JMS), aber ich finde das Schiff sehr schnittig und elegant. Auch die Musik von Christopher Franke war wieder einmal phantastisch, wobei für mich diesbezüglich vor allem jene Szene hervorstach, in der G'Kar Endawi von den Legenden seines Volkes erzählt (und ihm natürlich niemand glaubt, womit das Cassandra-Motiv fortgeführt wird). Und die neue Intro-Sequenz aus der dritten Staffel (wo JMS Teile aus Ivanovas Abschlussmonolog aus "Ein Pakt mit dem Teufel" aufgreift) ist was Gestaltung, Stimmung, Monolog usw. betrifft mein absoluter Favorit aus allen fünf Seasons. Ein dynamischer, düsterer Einstieg, der den Ton für die dritte Staffel vorgibt.

Fazit: Die Auflösung des Cliffhangers aus "Ein Pakt mit dem Teufel" rund um das Schattenschiff hat mich doch ein wenig enttäuscht. Generell scheint man nun, nachdem die Serie zuletzt fast konstant an Tempo gewonnen hat, wieder etwas auf die Bremse zu treten. Auch der sehr luftig-lockere Ton, der einen starken Bruch zu den letzten Episoden darstellt, hat mich etwas irritiert. Und die eine oder andere Szene ist leider doch eher den Erfordernissen des Drehbuchs geschuldet, als dass sie sich logisch in die Handlung einfügen würden. Von diesen Kritikpunkten abgesehen bot aber auch "Das Schattenschiff" wieder gute Unterhaltung. Langeweile kam dank des guten Erzähltempos keine auf, es gab einige gelungene Szenen, die eine oder andere interessante Entwicklung, und am Ende konnte die Episode auch noch mit einer schockierenden Offenbarung aufwarten. Von der einen etwas verkrampften Szene rund um den Kampf abgesehen konnte mir auch die durchaus dynamische Vorstellung von Marcus Cole sehr gut gefallen. Dieser erweist sich generell bereits bei seinem ersten Auftritt als sympathischer Neuzugang, der frischen Wind ins Ensemble bringt. Die Effekte bestechen nach wie vor mit ihrer künstlerischen Gestaltung, und sind hier auch um einiges zahlreicher als man das von früheren Staffeleinstiegen gewohnt war. Die Musik von Christopher Franke fand ich ebenfalls wieder toll, und das neue Intro stimmt einen perfekt auf die neue Staffel ein. Insgesamt also ein guter, gelungener Staffelauftakt – der sich jedoch mit dem Finale der vorangegangenen Season nicht ganz messen kann.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel


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Hintergrundinformationen:
Vom Skript zur Folge:
Episodenbild (c) Warner Bros. Wie gewohnt halten sich die Unterschiede zwischen dem "shooting script" und der fertigen Folge in Grenzen. Bis auf die Kommentare von Garibaldi und Franklin über das neue MedLab (die wohl erst nachdem das Set fertig gestellt war nachträglich in das Drehbuch eingebaut wurden), G'Kars "Endlich." als Endawi ihn nach dem Schattenschiff fragt (welches hier ebenso nicht enthalten ist), einen kurzen Dialog zwischen Endawi und Garibaldi der noch einmal nachfragt, wo sich Sheridan & Co. aufhalten (der wiederum aus der Episode gestrichen wurde), sowie der Tatsache, dass für den Senator der Erdregierung ursprünglich Quantrell aus "36 Stunden auf Babylon 5" geplant war, konnte ich keine nennenswerten Änderungen ausmachen.

Allerdings hat JMS in Volume 5 der Script Books auch einen verworfenen Erstentwurf inkludiert, und der ist was die Unterschiede betrifft schon deutlich interessanter. Schon der Einstieg ist ganz anders, macht Sheridan dort doch einen Weltraumspaziergang, und reflektiert über das erste Jahr seines Kommandos über die Raumstation – und darüber, was sie im nächsten Jahr angesichts der Veränderungen auf der Erde erwarten wird (was auch die etwas verkrampfte Dialogzeile "I've got this feeling in my bones, says this is gonne be one hell of a year" beinhaltet, wo der Drehbuchautor direkt zum Zuschauer zu sprechen scheint). Dies ersetzt quasi die Szene zwischen ihm und Kosh. Auch die restliche Handlung entwickelt sich teilweise sehr unterschiedlich. Statt Mister Endawi, der nach dem Schattenschiff fragt, kommen vielmehr Jean Baptiste Legrande, ein Vertreter des Ministeriums für öffentliche Moral (der einige Propagandaposter, "motivierende" Sprachaufzeichnungen und ähnliches Material mitbringt), sowie Simon Drake, jener Mann der nach dem Erd-Minbari-Krieg die Idee der Babylon-Station als neutrale Anlaufstelle für alle Völker geboren hat, an Bord. Letzterer ist höchst unzufrieden damit, wie sich sein Traum entwickelt hat. Geht es nach ihm, hätte die Station eigentlich einer zivilen Führung unterstehen sollen, und nicht dem Militär. Seinen Besuch möchte er dazu nutzen, um die Station zu evaluieren, um danach zu entscheiden, ob er sie vor dem Senat befürwortet oder als Kritiker auftritt. "Sie sind der Hüter meines Traums, Captain. Lassen Sie uns sehen, wie gut sie ihn behandelt haben."

Episodenbild (c) Warner Bros. Danach wird Drake die Station gezeigt, und es ist offensichtlich, was JMS hier ursprünglich vor hatte: Sein Besuch war dazu gedacht, neuen Zuschauer die wichtigsten Hintergrundinformationen rund um die Station bzw. die Serie zu vermitteln. In weiterer Folge werden Legrande und Drake dann von Narn angegriffen, und Drake von ihnen entführt. Als Garibaldi davon erfährt, sucht er G'Kar auf. Als Sheridan von seinem Abenteuer bei Zagros 7 zurückkehrt erfährt er, dass die Entführung – und auch Drakes Skepsis bezüglich der Station – inszeniert war. Er will freiwillig nach Narn gehen, um der Bevölkerung dort zu helfen und vor allem auch der Öffentlichkeit aufzuzeigen, was auf Narn vor sich geht. Sheridan und Drake verabschieden sich, und Drake sagt dem Captain, dass er auch weiterhin so gut auf seinen Traum acht geben soll. Die Handlungen rund um Londo und Morden sowie den Rangern auf Zagros 7 entwickelt sich indes soweit wie aus der Episode bekannt.

Quelle: "Babylon 5: The Scripts of J. Michael Straczynski - Volume 5"


Produktionsnotizen:
  • Zu Beginn der dritten Staffel stößt mit Marcus Cole, dargestellt von Jason Carter, eine neue Figur zum Ensemble, um den oft gesehenen und gehörten Rangers ein Gesicht zu geben. Zudem wurde Jeff Conaway, der Zack Allan darstellt, hier nun in den Rang der Stammbesetzung erhoben.

  • Mit dem Design des Weißen Sterns war JMS nie so recht glücklich, war und ist der doch der Ansicht, dass es wie ein gerupftes Huhn aussieht. Allerdings liebten alle anderen das Design, weshalb er in diesem Fall klein bei gab. Die Außenansicht führte auch für die Innensets zu Problemen, da man natürlich an das Design des Raumschiffs gebunden war und dieses nun quasi nach innen verlagern musste. Laut Aussage von JMS war es daher sehr schwer, in den Sets ordentlich zu drehen, weshalb der Weiße Stern eines der unbeliebtesten Sets bei den Regisseuren war. Nicht glücklich war er auch mit dem Versuch, dem Inneren des Schiffes ein organisches Aussehen zu geben – da der Weiße Stern ja neben Minbari- auch auf (organischer) Vorlonen-Technologie basierte. Auf der Brücke wurden daher Verzierungen eingebaut, die wie Wirbelsäulen aussehen. Sobald man mit dem Drehen der Episode fertig war, ließ JMS diese gleich wieder entfernen. Das Design der Brücke wurde daraufhin noch mehrmals überarbeitet. Erschwerend kam noch hinzu, dass es während der dritten Staffel ursprünglich kein fixes Set für die Brücke des Weißen Sterns gab, weshalb dieses immer ab- und wieder aufgebaut werden musste. Auch dies machte es den Regisseuren schwer, ein Gefühl für das Set zu bekommen. Mit Beginn der vierten Staffel wurde die Brücke dann zu einem dauerhaften Set "befördert", und auch das Design wurde endlich finalisiert.

  • Quellen: "Babylon 5: The Scripts of J. Michael Straczynski - Volume 5", "Babylon 5: Season by Season-Guides - Volume 2: The Coming of Shadows"


    Stimmen zur Episode:
  • Episodenbild (c) Warner Bros. Jason Carter über seinen Einstieg bei der Serie: „Es war mein erster Drehtag, und es war eine große Gruppenszene. Zuerst wurde die Gesamteinstellung gedreht, und dann machten sie die close-ups, und ich war der letzte von sieben Leuten dessen close-up gedreht wurde. Fast jeder vermasselte den einen oder anderen seiner Satz aus verschiedensten Gründen, daher wusste ich als ich dann endlich dran war meinen Text schon wirklich gut. Es war einfach für mich, und ich erledigte es in ein oder zwei Aufnahmen. Es war sehr nett von ihnen – vor allem Bruce Boxleitner – mich so wohl fühlen und mich wissen zu lassen, dass ich nicht wirklich scheitern kann solang ich nur meinen Text aufsagen kann. Die Arbeit gefiel mir besonders gut da es keine Star-Allüren gab, nicht dieses egoistische Spiel der Kräfte. Es wurde auch viel gescherzt, was ebenfalls sehr angenehm war. Ich war davor in Amerika noch in keinem Arbeitsumfeld, wo jeder so nett war.”

  • Quelle: "Babylon 5: Season by Season-Guides - Volume 3: Point Of No Return"


    Kommentare von JMS
  • "Ich denke ich muss alle Episoden der Staffel selbst schreiben." Wenn ich als ich diese Worte ausgesprochen habe gewusst hätte, was dieser kleine Satz von mir erfordern würde, hätte ich vermutlich meine große Klappe gehalten. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste war, dass kein Autor einer amerikanischen Fernsehserie eigenhändig alle Episoden von zwei oder mehr Staffeln einer Drama-Serie geschrieben hat, und das mit gutem Grund: Es ist verdammt noch mal unmöglich.

    Damals schien es mir eine vernünftige Lösung eines einfachen Problems zu sein. Mit Beginn der dritten Staffel waren die verschiedenen Handlungsböden und -fäden zunehmend verworren und miteinander verbunden. Davor war es mir möglich, einzelne Episoden vorzeitig auszusondern und an Freelancer und unseren Story Editor, Larry DiTillio, zu verteilen. Nun konnte ich aber strukturell gesprochen nicht mehr weit genug in die Zukunft sehen, um genau zu wissen, wo Episode 4 aufhören und Episode 5 beginnen würde. Zudem waren mehr und mehr Andeutungen für die Zukunft erforderlich, kleine Hinweise die da und dort eingestreut werden mussten, und niemand außer mir kannte den weiteren Verlauf der Geschichte gut genug um zu wissen, was kommen würde. Es schien mir ungemein unfair zu sein, einen Freelancer ein Script schreiben zu lassen, dass danach von vorne bis hinten umgeschrieben werden müsste, ohne dass dieser etwas dafür kann.

  • Episodenbild (c) Warner Bros. Was ihr über Jason [Carter] wissen müsst, ist dass er sehr schmal gebaut ist. Die meisten Schauspieler die kamen und für Marcus vorzusprechen waren riesig. Große, emporragende Kerle mit Kampftraining und Erfahrung im Schwertkampf. Dann kam Jason herein, den jeder der anderen Männer die an dem Tag vorsprachen in einer Hand aufheben und wie einen trockenen Zweig zerbrechen hätte können. Aber wenn er dich ansah, war da ein Hauch von Unfug und Wahnsinn, und einem von der Liebe verwundeten Helden, jemand der immer noch glaubte selbst wenn dieser Glaube unmöglich schien, und all das machte ihn perfekt für die Rolle von Marcus. Das, und die Tatsache dass jede Frau im Büro nachher zu mir kam und mich fragte, wer das war, und ob sie vielleicht seine Telefonnummer haben könnten…?!

  • Der entscheidende Unterschied zwischen diesem und den vorherigen Staffeleinstiegen war, dass ich diesmal, anstatt die Geschichte dafür zu verwenden die Prämisse der Show vorzustellen, vielmehr den sich in Bewegung befindlichen Handlungsrahmen vorstellen würde, was etwas ganz anderes und auch um einiges riskanter ist, vor allem wenn du versuchst neue Zuschauer anzusprechen. Aber an dieser Stelle hatte ich den Punkt erreicht wo ich sagte: "Scheiß drauf, wir haben die Zuschauer die wir haben, und ich werde mir deswegen keine Sorgen machen, ich gehe einfach davon aus dass sie aufgepasst haben, schnapp mir den Ball, laufe in die Endzone und blicke nicht zurück.".

  • In der ersten Staffel waren wir auf Bewährung. In der zweiten Staffel gab es Veränderungen und noch mehr Probezeit. In der vierten Staffel wurde uns gesagt, dass uns die Zeit davonläuft. Und die fünfte Staffel war eine Überraschung… eine willkommene Überraschung, aber dennoch eine Überraschung. Staffel drei war daher die einzige, wo wir wirklich völlig allein gelassen wurden, wo wir unsere Geschichten furchtlos und ungehindert erzählen konnten… was der Grund ist warum Jahr drei zu den stärksten der kompletten Serie zählt. Die Stimme des Handlungsbogens kommt in dieser Staffel am klarsten zur Geltung, und offenbart sich was die Zeit und die Entwicklung der Ereignisse betrifft genau so, wie es von mir beabsichtigt war.

  • Quelle: "Babylon 5: The Scripts of J. Michael Straczynski - Volume 5"


    Zusammengestellt und übersetzt von Christian Siegel
    (Bilder © Warner Bros.)







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