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Kriegsrecht PDF Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Warner Bros.

Originaltitel: Point Of No Return
Episodennummer: 3x09
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 26. Februar 1996
Erstausstrahlung D: 17. November 1996
Drehbuch: J. Michael Straczynski
Regie: Jim Johnston
Hauptdarsteller: Bruce Boxleitner als Captain John Sheridan, Claudia Christian als Commander Susan Ivanova, Jerry Doyle als Security Chief Michael Garibaldi, Mira Furlan als Delenn, Richard Biggs als Doctor Stephen Franklin, Bill Mumy als Lennier, Stephen Furst als Vir Cotto, Jason Carter als Marcus Cole, Jeff Conaway als Zack Allaln, Peter Jurasik als Londo, Andreas Katsulas als G'Kar.
Gastdarsteller: Majel Barrett als Lady Morella, Vaughn Armstrong als Security Guard #1, Marshall Teague als Ta'Lon, Maggie Egan als ISN Anchor, Joshua Cox als Lt. Corwin, Lewis Arquette als General Smits, Ed Trotta als Lt. General O'Reilly u.a.

Kurzinhalt: Präsident Clark hat über die Erde das Kriegsrecht verhängt, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis ähnliche Befehle auch für die Kolonien – inklusive Babylon 5 – eintreffen werden. Ein entsprechender Beschluss wirft seine Schatten voraus, als Captain Sheridan von einem General darüber informiert wird, dass das politische beschlossen hat, Nightwatch mit der Sicherheit über die Station zu beauftragen. Die bisherigen Sicherheitsleute unter dem Kommando von Garibaldi müssen sich nun entscheiden, entweder dieser Organisation beizutreten oder ihren Job abzugeben. Garibaldi ist über diese Entscheidung verständlicherweise erzürnt; zudem bringt dieser Befehl Captain Sheridan und seine Verschwörer ordentlich in Bedrängnis. Um der Bedrohung durch die Nightwatch Herr zu werden, sind sie auf die Hilfe von Zack Allan angewiesen, der sich nun endlich entscheiden muss, wem seine Loyalität gilt. Währenddessen erhält Londo Mollari hohen Besuch von Centauri Prime: Lady Morella, die Witwe des früheren Imperators Turhan, kommt auf die Station. Sie ist eine Seherin – und Londo bittet sie darum, für ihn in die Zukunft zu blicken, um ihm zu sagen, ob das düstere Schicksal vor dem es ihm graut doch noch abgewendet werden kann…

Denkwürdige Zitate: "Intelligence has nothing to do with politics."
(Die meiste Zeit über fällt es mir leider verdammt schwer, Londo hier zu widersprechen.)

"So you want her to tell you it's all going to happen the way you see it?"
"No… I want her to tell me it won't."
(Londo zu Vir, als er ihm davon erzählt, dass Lady Morella für ihn in die Zukunft blicken soll.)

"All I have ever wanted is to serve our people… and I need do know what is before me, if I should escape it, or embrace it… assuming there is any longer a choice."
"There is always choice. We say there is no choice only to comfort ourselves with the decision we have already made."
(Weise Worte von Lady Morella.)

"That was a stirring reply, Citizen G'Kar. Unfortunately, while all answers are replies, not all replies are answers."
(Womit wir in gewisser Weise wieder bei der Politik zurückwären.)

"You did the right thing, Zack."
"Everybody always says that… I don't know who means it anymore."
(Zack, dem es zunehmend schwer fällt, richtig und falsch voneinander zu unterscheiden.)

"I've made some dinner."
"I'm not hungry."
(Nach Lady Morellas Prophezeiung hängt der Haussegen im Hause Mollari schief.)


Review: Episodenbild (c) Warner Bros. Am Ende der letzten Episode wurde – nicht zuletzt aufgrund Sheridans Einsatz auf Ganymed – von Präsident Clark über die Erde das Kriegsrecht verhängt. Diese Episode beschäftigt sich nun mit den Auswirkungen dieser Entscheidung. Was mir dabei unter anderem so gut gefällt, ist der von JMS dafür gewählte Zugang: Waren wir – und die Protagonisten – in "Das Netz der Lügen" mittendrin statt nur dabei, verfolgen wir die Geschehnisse auf der Erde und rund um den Putschversuch von General Hague wie ein Beobachter – genau so wie die meisten von uns wohl auch im wahren Leben solche Ereignisse von großer Tragweite verfolgen; sind doch die wenigsten von uns unmittelbar in diese involviert. Stattdessen verfolgen wir sie in den Nachrichten und zumeist auch von einer gewissen Distanz. Damit wird – vom positiven Nebeneffekt abgesehen, etwas SFX-Budget zu sparen – der Realismus dieser Szenen irgendwie erhöht. Zugleich spiegelt es perfekt die Machtlosigkeit wieder, die sowohl wir beim Anblick solcher Bilder in den Nachrichten spüren, als auch Sheridan & Co., da sie sich außerstande sehen, Hague zu helfen und unmittelbar in diesen Konflikt einzugreifen.

Trotzdem verfolgen unsere Helden nicht die ganze Episode über das Geschehen gänzlich unbeteiligt – hat die Entscheidung Clarks doch auch Auswirkungen auf die Station. So soll ab sofort die Nightwatch die Sicherheit auf Babylon 5 übernehmen – was Garibaldi erzürnt und er nicht einfach so hinnehmen will. Die Szene, als er ins Sicherheitsbüro stürmt und seinem Ärger und seiner Enttäuschung Luft macht, ist großartig – nicht zuletzt auch aufgrund des düsteren Ausgangs, lässt sich doch keiner seiner früheren Leute von ihm überzeugen, der Nightwatch den Rücken zu kehren. Es fällt schwer, aufgrund des Verrats nicht mit Garibaldi mitzufühlen. Die Episode zuvor zeigte indes, dass nicht jeder bereit ist, diesen Befehl einfach so hinzunehmen, als ein Mann der Sicherheit Zack und dem neuen Anführer (gespielt vom "Star Trek"-Veteranen Vaughn Armstrong, der Genre-Fans vor allem von seiner Rolle in "Enterprise" als Admiral Forrest bekannt sein dürfte) kommentarlos seine Waffe und seine Dienstmarke aushändigt. In erster Linie steht bei diesem Handlungsstrang allerdings Zack Allans Zwiespalt im Mittelpunkt. Es begann alles so harmlos: Ein paar zusätzliche Credits im Monat mehr, dafür dass er jenen Job erledigt den er ohnehin schon macht, und mit einem Armband herumläuft? Warum nicht? Mit der Zeit wurde er dann ob der immer weiter gehenden Befehle, der Spitzelei und Unterdrückung von Zivilisten usw., zunehmend unbehaglich – schaffte es aber bis zuletzt nicht, den letzten konsequenten Schritt zu setzen und sich von Nightwatch loszusagen (die Tatsache, dass Nightwatch mit ihrem Verdacht, dass innerhalb der B5-Führungsebene gegen den Präsidenten intrigiert wird, ja recht haben, halfen wohl kaum dabei, ihm seine Entscheidung zu erleichtern). Die Ereignisse in "Kriegsrecht" zwingen ihn nun endgültig dazu, Stellung zu beziehen, und sich für eine Seite zu entscheiden.

Episodenbild (c) Warner Bros. So schön es auch ist, Zack Allan – eine durch und durch sympathische Figur die man zuletzt, trotz seiner Annäherung zu Nightwatch, zunehmend ins Herz geschlossen hat – wieder im Kreis der Helden der Geschichte zu wissen, so ist die Art und Weise, wie dieser Plot verläuft, nichtsdestotrotz einer meiner beiden kleineren Kritikpunkte an dieser Episode, die für mich auch die Höchstwertung verhindern. Einerseits, da zumindest mir damals schon klar war, wie er sich entscheiden würde. JMS versucht hier meines Erachtens etwas zu offensichtlich, den Zuschauer auf eine falsche Fährte zu locken (dadurch, was er uns zeigt, und was nicht), und zumindest mir war diese Finte etwas zu offensichtlich, weshalb ich ihm nicht drauf reingefallen bin. Zudem verliert seine Entscheidung am Ende etwas an Heldentum, wenn man sich vor Augen führt, dass sich die Ereignisse ganz genau so zugetragen hätten, wenn Sheridan ihn nicht in seinen Plan im Plan eingeweiht sondern vielmehr auch ihn mit seiner in einer Wahrheit versteckten Lüge hereingelegt hätte. Denn hätte er ihm nur von seinen Plan erzählt, die Nightwatch durch Narn zu ersetzen, und wäre Zack dann zum neuen Sicherheitschef gelaufen, wären sie genauso im Frachtraum eingesperrt geworden.

Demnach verdankt Zack Allan seine Möglichkeit zur Heldentat lediglich Sheridans Vertrauen – welches wiederum aus narrativen Gründen wenig nachvollziehbar erscheint. Denn hätte Zack sie hintergangen, hätten Sheridan & Co. schön blöd dreingeschaut. So gesehen wäre es wohl taktisch klüger – wenn auch Zack gegenüber fies – gewesen, ihm nur die halbe Wahrheit zu erzählen, und ihn dazu zu benutzen, Nightwatch auszuschalten. Hier sah ich wieder einmal den Drehbuchautor hinter seinem Computer, dem seine dramaturgische Wende wichtiger ist als die Story-Logik. Wenn ich schon beim Meckern bin, kann ich genauso gut auch das kleine Kontinuitätsproblem erwähnen, dass sich bei der G'Kar-Handlung ergibt. Am Anfang von "Das Netz der Lügen" sagte G'Kar, dass er für seinen Angriff auf Londo Mollari noch sechs Wochen in der Zelle absitzen muss. Zu Beginn dieser Folge sind es auf einmal nur mehr drei Wochen. Angesichts der Tatsache, dass "Kriegsrecht" unmittelbar an die vorangegangene Episode anknüpft, würde das bedeuten, dass zwischen der G'Kar-Szene und dem Ende von "Das Netz der Lügen" ganze drei Wochen vergangen sind. Was zwar wohl theoretisch möglich ist (weshalb ich auch von einem Kontinuitätsproblem, und nicht schlichtweg von einem Kontinuitätsfehler spreche), aber doch etwas unplausibel erscheint. Letztendlich sind das allerdings zwei vergleichsweise kleine Mankos, die mein Sehvergnügen nur marginal beeinträchtigt haben. Und um die Betrachtung der Nightwatch-Storyline mit einem positiven Aspekt abzuschließen: Bei Zacks vermeintlichen Verrat mag es JMS ja nicht gelungen sein, mich hereinzulegen – dafür aber bei der Nachricht des Generals an Sheridan. Denn als die Nachricht das erste Mal abgespielt wird, hätte ich angesichts seiner ablehnenden Haltung und seiner harten Worte nie und nimmer vermutet, dass er Sheridan ja eigentlich helfen will. Das war von JMS, dem Schauspieler und dem Regisseur wirklich verdammt gut gemacht, und sehr gut versteckt.

Episodenbild (c) Warner Bros. Neben der Handlung auf der Erde wird aber auch die Story rund um Londos weiteres Schicksal vorangetrieben. Seit langem plagt ihn nun schon sein düsterer Traum, wie er dunkle Schiffe über Centauri Prime hinwegfliegen sieht, schließlich als Imperator auf dem Thron sitzt, und er und G'Kar sich gegenseitig erwürgen. Mittlerweile ist seine Angst vor diesem Schicksal so groß, dass er Lady Morella, eine Seherin, auf die Station holt, in der Hoffnung dass sie ihm sagen würde, dass sein Traum keine große Bedeutung hat. Dass es sich bei ihr just um eine Witwe von Imperator Turhan handelt, entbehrt nicht einer gewissen finsteren Ironie des Schicksals. Ob Lady Morella ihm wohl so bereitwillig die Zukunft vorausgesagt hätte, wenn sie über Londos Rolle in dieser Verschwörung bescheid wüsste? Denn auch wenn er Morden und seinen Verbündeten mittlerweile den Rücken gekehrt hat, so hat er doch damals bei Turhans Tod kaltschnäuzig gelogen, was dessen letzte Worte betrifft – wodurch sich der Krieg zwischen Centauri und Narn nur noch intensivierte, was ja nun überhaupt nicht in Turhans Sinne war. Dass Londo nun just seine Witwe um Hilfe bittet, ist schon ziemlich finster und kaltschnäuzig.

Gespielt wird Lady Morella von Majel Roddenberry. Nachdem diese neue Science Fiction-Serie mit dem Namen "Babylon 5" partout nicht von den Fernsehschirmen verschwinden wollte, und angesichts der Tatsache, dass einige Fans der Serie von Paramounts versuchen, diesen neuen Konkurrenten so früh als möglich auszuschalten, wussten, taten sich zwischen beiden Fangemeinden recht schnell ziemlich tiefe Gräben auf, die sich vor allem auch in der damals aufkommenden Online-Community immer wieder in heftig ausgetragenen Wortfehden entluden. Mit der Verpflichtung der Grande Dame von "Star Trek" als Lady Morella wollten nun sowohl JMS als auch Majel Roddenberry ein versöhnliches Zeichen setzen. Morellas Worte über den guten Job, den man auf der Station macht, mögen zwar ein bisschen nach Eigenlob stinken wenn man bedenkt, dass sie ja von JMS selbst geschrieben wurden. Da er jedoch mit der Art und Weise, wie er diese Worte in ihren Mund legte eine andere Absicht verfolgte als sich selbst auf die Schultern zu klopfen – sollten diese Worte just aus ihrem Mund doch dazu dienen, das Verhältnis beider Fangruppe zu entspannen und zudem den einen oder anderen "Star Trek"-Fan davon überzeugen, dem Herausforderer eine Chance zu geben – will ich es ihm nachsehen. Viel interessanter als die Tatsache, wer die Rolle spielt (wenn auch Majel Roddenberry als Lady Morella durchaus eine gute Figur macht) ist aber natürlich die Tatsache, wie hier Londos Schicksal wieder aufgegriffen und der entsprechende Handlungsstrang durch zusätzliche Andeutungen zu seiner Zukunft weitergesponnen wird. So erfahren wir hier, dass er noch drei Gelegenheiten hat, die Dunkelheit die ihm am Ende seines Weges erwartet, abzuwenden. Die entsprechenden Worte sind sehr mysteriös, und über die genaue Bedeutung ihrer Weissagung wird unter "Babylon 5"-Fans selbst heute noch diskutiert. Letztendlich ist es wohl jedem Fan selbst überlassen, mit Kenntnis der gesamten Serie auf ihre Worte zurückzublicken und seine/ihre eigene Interpretation ihrer Prophezeiung zu finden.

Episodenbild (c) Warner Bros. Doch so düster ihr Ausblick auf Londos Zukunft auch sein mag, so bringt sie doch auch eine höchst überraschende Offenbarung, als sie erwähnt, dass auch Vir eines Tages Imperator sein wird. Genauer gesagt: Der eine von ihnen wird den anderen auf dem Thron beerben – was für einen höchst amüsanten Ausklang des Geschehens sorgt, als Vir und Londo auf unterschiedlichen Enden der Couch sitzen, und das gegenseitige Misstrauen praktisch spürbar ist. Es ist schon länger her, dass die beiden Gelegenheit hatten, ihr komödiantisches Talent unter Beweis zu stellen, angesichts des düsteren Wegs, den Londo eingeschlagen hat. In "Kriegsrecht" bekommen sie, nach dem schon witzigen Einstieg (in dem Londo wieder einmal einen Bericht von Vir umschreibt, ehe diesem der Kragen platzt), vor allem auch am Ende noch einmal ordentlich Gelegenheit dazu – und brillieren. Trotz dieser amüsanten Szene ist jedoch auch das Finale von "Kriegsrecht", wie schon bei der Episode zuvor, in erster Linie von einem Gefühl des drohenden Unheils geprägt, und davon, dass sich die Handlung rund um die Erde weiter zuspitzen wird – und auf einen vorläufigen dramaturgischen Höhepunkt zusteuert. Weshalb man die Fortsetzung der Geschichte am Ende von "Kriegsrecht" wieder einmal nicht erwarten kann.

Fazit: Mit "Kriegsrecht" wird die in "Das Netz der Lügen" begonnene Handlung dieses Dreiteilers auf spannende Art und Weise weitergeführt. Dabei konnte mir vor allem der gewählte Zugang gut gefallen, der zwischen dem Zuschauer – aber auch den Protagonisten – und dem Geschehen rund um das Kriegsrecht und General Hagues Putsch eine gewisse Distanz aufbaut, was dem Ganzen nicht nur mehr Realismus verleiht, sondern auch die Hilf- und Machtlosigkeit von Captain Sheridan und seinen Mitverschwörern verdeutlicht. So wie wir können auch sie nichts anderes tun, als den Berichten auf ISN zu folgen, und das Beste zu hoffen. Dennoch ist die Station von den Ereignissen auf der Erde auch direkt betroffen, soll doch Nightwatch die Sicherheit auf Babylon 5 übernehmen – was Zack Allan letztendlich dazu zwingt, ein für allemal Farbe zu bekennen und sich für eine Seite zu entscheiden. Womit wir auch schon bei einem meiner beiden kleineren Kritikpunkte wären, denn zumindest für mich war schon damals bei der Erstsichtung etwas zu klar, wofür sich Zack entscheiden würde. Mein zweiter kleiner Kritikpunkt betrifft G'Kars Aussage, dass er drei Wochen bevor er seine Zeit abgesessen hat entlassen wird; in "Das Netz der Lügen" waren es noch sechs Wochen, und zumindest ich hatte nicht den Eindruck, dass zwischen beiden Szenen so viel Zeit verstrichen wäre. Besonders ärgerlich, da es leicht zu vermeiden gewesen wäre; G'Kar hätte einfach nur von fünf anstatt von drei Wochen sprechen müssen. So spießt es sich aber ein wenig. Gut gefallen hat mir dafür alles rund um Lady Morellas Besuch auf der Station. Dass sie just von der Grande Dame von "Star Trek", Majel Roddenberry gespielt wird, ist ein versöhnliches Signal an beide Fandoms. Und ihre Prophezeiung sowohl an Londo als auch an Vir ist höchst interessant – und sorgt trotz aller Düsternis für einen amüsanten Ausklang des Geschehens.

Wertung: 4.5 von 5 Punkten
Christian Siegel


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Stimmen zur Episode:
Episodenbild (c) Warner Bros.
  • Jeff Conaway über die Episode: „Hier spitzt sich nun alles zu. Es ist lustig, denn ich sprach eine Woche zuvor mit John Copeland, und er sagte, "In der kommenden Episode wirst du der Held sein." Und ich sagte "Ich dachte eigentlich, dass ich schon ein Held wäre!" Und er meinte "Nun, bei Joe weiß man nie so genau, was passieren wird."”

  • Peter Jurasik über Majel Roddenberrys Gastauftritt: „Ich kann ehrlich sagen dass sie als eine Roddenberry eine große Bürde mit sich getragen hat. Wenn sie auf eine Gruppe Science Fiction-Fans trifft oder das Set betrifft, ist es wie wenn sich das Wasser vor ihr teilen würde, und die Leute treten automatisch zurück. Dass ist eines der Dinge die sie überwinden musste um als Schauspielerin arbeiten zu können, und davor habe ich viel Respekt. Das klingt so als würde ich Ausflüchte für sie machen, aber die braucht sie von mir auch gar nicht. Die Performance spricht für sich selbst. Wenn du prophetisch sein musst ist das genauso schwierig, wie wenn du spielen musst, blink oder betrunken zu sein, da man es leicht übertreiben kann; eine Falle, über die du leicht stolpern kannst. Aber ich fand, dass sie es wirklich sehr gut gemacht hat.”

  • Jerry Doyle über Garibaldis Auszucker: „Ich bekam die Gelegenheit Tische und die Möbel und so weiter umzuwerfen, was toll war. Das ist genau die Art von Sache, die du gerne zu Hause machen würdest, aber nicht kannst. Hier kannst du aber, und jemand anderer stellt für dich wieder alles auf und sagt "Das war toll, und jetzt ruinier noch ein bisschen mehr Zeugs!" Es war lustig diese Szene zu spielen da du die Gelegenheit bekommst die Kulisse kaputtzuschlagen. Es war toll geschrieben und in einer Einstellung ohne Schnitt mit einer handgehaltenen Steadicam gedreht.”

  • Peter Jurasik über die Offenbarung, dass Londo und Vir Imperator werden: „Ist das nicht eine großartige Wendung? Ein wundervoll geschriebenes Stück von Joe. Was kann für Londo und Vir an dieser Stelle beunruhigender sein, als diese Vorhersage voreinander zu empfangen. Und dann baut er darauf natürlich auch noch mit dieser herrlichen Laurel und Hardy Szene auf, als sie beide an unterschiedlichen Enden der Couch sitzen. Das war übrigens wunderbar zu spielen. Der Regisseur steckte uns einfach an die entgegengesetzten Enden der Couch, und sagte "Macht was immer ihr wollt, entspannt euch, und habt Spaß." Ich hatte das Gefühl, und das gilt auch für Stephen, dass wir diese Szene stundenlang hätten spielen können. Das ist die Art von Material wo du eine gewisse Energie anzapfst und dir denkst "Mann, ich würde liebend gerne eine zweistündige Komödie mit dieser Person spielen", denn Stephen und ich haben immer eine wundervolle Zeit zusammen wenn wir ans Set kommen.”
  • Episodenbild (c) Warner Bros.
  • Bruce Boxleitner über Sheridans Dilemma in "Kriegsrecht": „Alles was er gelernt hat wird nun auf den Kopf gestellt. Alles dem er vertraut und auf das er sich verlassen hat. EarthForce war sein Leben, seine Pflicht, seine Ehre. Und all das gerät nun aus den Fugen. Er denkt: "Was mache ich jetzt? Mache ich das Richtige?" Es ist ein Punkt, von dem es kein zurück mehr gibt, und er muss einen Schritt nach vorn machen und eine Entscheidung treffen.”


  • Quelle: "Babylon 5: Season by Season-Guides - Volume 3: Point Of No Return"


    Hintergrundinformationen:
    Vom Skript zur Folge:
    Im Gegensatz zu "Das Netz der Lügen", wo sich im Drehbuch einige Momente finden ließen, die dann wohl aus Zeitgründen aus der fertigen Episode gestrichen wurden, sind die Unterschiede hier wieder äußerst marginal. General Hagues Schiff heißt im Script noch Odysseus, der kurze Moment als der Monitor während Sheridans Ansprahce zerstört wird war wohl ein spontaner Einfall während der Dreharbeiten und fehlt somit hier noch, und eine weitere kurze, mysteriöse Traumvision von Lady Morella wurde entweder herausgeschnitten oder nie gedreht. Davon abgesehen decken sich Drehbuch und Episode aber 1:1.

    Quelle: "Babylon 5: The Scripts of J. Michael Straczynski - Volume 6"


    Kommentare von JMS
  • Ich mag es, für mich selbst Herausforderungen zu erschaffen. Wenn jemand das Ende einer Geschichte kennt, ist die naheliegende Reaktion "Nun, jetzt kann nichts mehr passieren dass für mich von Interesse ist." Ich denke wiederum "Ich erzähle dir das Ende weil ich den Weg dorthin sehr interessant machen will, und du wirst nie wissen wie genau ich ans Ziel gelange." Es war daher sehr nett, dahingehend mit den Zuschauern zu spielen.

  • Quelle: "Babylon 5: Season by Season-Guides - Volume 3: Point Of No Return"

    Episodenbild (c) Warner Bros.
  • Mir war zu Ohren gekommen, dass Majel bei verschiedenen Convention-Auftritten nette Worte über "Babylon 5" gesagt hatte und Trek-Fans dazu aufforderte, uns eine Chance zu geben. Eine Position, mit der sie sich bei einigen dieser Fans nicht unbedingt beliebt gemacht hat, aber sie hielt dennoch daran fest, und berief sich dabei auf die Trek-Philosophie des IDIC – Unendliche Vielfalt in unendlichen Kombinationen – was bedeutet dass im Universum genug Platz für verschiedene Standpunkte ist. Ich dachte, dass dies verdammt anständig von ihr war, und rief sie an um ihr genau das zu sagen. Sie freute sich über das Kompliment, und als wir uns miteinander unterhielten, bemerkten wir dass wir beide an der gleichen Convention in England auftreten sollten. Wir kamen überein, uns während wir dort waren zum Essen zu treffen, und bevor wir das Gespräch beendeten deutete ich an, dass ich eine Überraschung für sie haben würde wenn wir uns treffen.

    Ich nahm das Drehbuch zu "Kriegsrecht" mit mir mit, die eine unserer wichtigsten Episoden der dritten Staffel sein würde, und bot ihr während des Abendessens die Rolle von Lady Morella an. (Morella war der Name einer Straße an der ich jeden Tag auf dem Weg zu und vom "Babylon 5"-Büro vorbeiging. Nachdem du drei Jahre lang Leuten einen exotischen Namen nach dem anderen gegeben hast, beginnst du dir Namen zu schnappen von wo immer du sie dir nehmen kannst, und Morella klang angemessen centaurisch). Sie las das Drehbuch, mochte die Rolle, und war damit einverstanden, sie zu spielen und so zu versuchen, die Lücke zwischen "Star Trek" und "Babylon 5"-Fans zu schließen (Ich hätte mich ja freiwillig gemeldet um eine Rolle in einer der "Star Trek"-Serien zu spielen wenn ich nicht gewusst hätte dass der allernächste Klang der auf mein Auftreten folgen würde jener von zehn Millionen Fernbedienungen sein würden, die alle unisono in der selben Mikrosekunde auf einen anderen Kanal schalten).

    Bis zum heutigen Tag bin ich mir nicht sicher, ob es so gut funktioniert hat wie wir hofften dass es das würde, aber es war nichtsdestotrotz ein fantastisches Kompliment. Alles was ich mit Sicherheit weiß ist, dass es für alle die in der Produktion involviert waren eine großartige Erfahrung war; Majel war freundlich und witzig, und die Besetzung scheute keine Mühe, damit sie sich willkommen fühlte. Und auch wenn unsere Türen immer perfekt arbeiteten, dank der hinter der Kamera versteckten Bediener, die die Türen immer zu genau dem richtigen Zeitpunkt öffneten, beschlossen wir, im Wissen dass sich die Türen in den frühen Jahren von Star Trek" selten rechtzeitig geöffnet hatten, was zu einigen amüsanten Kollisionen zwischen Schauspieler und dem Set führte, in einer Szene den Bediener beim Öffnen der Türe nur ein paar Sekunden zu spät dran zu sein, als er die Tür für Majels Abgang öffnet sollte. Nur um der alten Zeiten willen…

  • Episodenbild (c) Warner Bros.
  • Als ich zum ersten Mal die Idee für "Babylon 5" hatte, gab es zwei Dinge im Besonderen die mich an dem Konzept angesprochen haben. Das erste davor war, dass die Station ein fokussierender Spiegel von Ereignissen sein würde, die sich anderswo zutragen. Die Geschichte von B5 war die Geschichte von großen Veränderungen, die anderswo passieren, klein geschrieben, auf ein persönliches Level heruntergebrochen. Man sagt dass ein Soldat nie die Schlacht sieht in der er kämpft, sondern nur den kleinen Teil der sich vor ihm zuträgt; das Stück lang dass er verteidigen, den Feind den er töten muss. Die Schlacht ist konzeptionell und logistisch; der Kampf ist real und persönlich. Wenn wir den Krieg auf die menschliche Ebene herunterbringen, dann werden die Dinge interessant.

    Genau das versuchte ich in "Kriegsrecht" zu erreichen. Wenn ihr euch das Drehbuch durchlest werdet ihr als erstes bemerken, dass von der Nightwatch-Story abgesehen, die wiederum ein Ergebnis der Ereignisse ist die sich auf der Erde zutragen, passiert auf der Station selbst nicht viel. Unsere Figuren reagieren darauf, was sie über die Nachrichten, über persönliche Kontakte oder über die Gerüchteküche erfahren. Genau so wie die Dinge ablaufen wenn die normale Struktur unserer Gesellschaft während einer Katastrophe oder eines Notfalls zerbricht; wir sind am Telefon, oder schalten durch die Kanäle, und versuchen das Neueste zu erfahren. Ich beschloss, die Episode genau so zu strukturieren. Dadurch, dass unsere Figuren genau so auf die Krise reagierten, wie auch wir reagieren würden, sie die gleichen Kommunikationskanäle verwendeten die auch wir verwenden würden, konnten die Zuschauer die Geschichte nachempfinden und die Emotionen dahinter fühlen. Wie zuvor erwähnt, die Situation musste sich real anfühlen, um effektiv zu sein.

    Wenn wir mehr Schnitte zu den Ereignissen auf der Erde gemacht hätten, hätten wir so denke ich das Gefühl der Unmittelbarkeit und der Panik verloren, auch wenn uns dies erlaubt hätte einige dieser Ereignisse auch tatsächlich zu sehen als sie passierten. Es gab auch keinen Weg dass wir diese Ereignisse so inszenieren hätten können dass sie auch nur ansatzweise so groß ausgesehen hätten, als sie sich die Zuschauer mit ihrem geistigen Auge vorstellen konnten, als die Berichte darüber via ISN eintrafen. Aus diesem Grund ist eine der am wenigsten effektivsten Szenen der gesamten Episode auch, wenn wir auf dem Monitor General O'Reilly sehen der zu Sheridan spricht, just als draußen vor dem Senatsgebäude die Kämpfe anfingen. Dass das Bild im Hintergrund mit den Soldaten die durch den Gang laufen plötzlich unmittelbar im Vordergrund gezeigt wird, nimmt uns vielmehr sogar aus dem Moment heraus. Und da es eine Weitwinkelaufnahme ist, verlieren wir auch das Gefühl an Klaustrophobie, dass in dieser Szene vorhanden sein sollte.

    Episodenbild (c) Warner Bros. Auf die gleiche Art und Weise herrscht in den Nightwatch-Szenen, auch wenn diese hauptsächlich daraus bestehen Namen aufzunehmen und Loyalitätseide zu schwören während sie an einem Sessel sitzen und Armbänder austeilen, echte Anspannung vor, wegen dem was diese Armbänder repräsentieren wenn man sie als Teilergebnis des Kriegsrechts zu Hause betrachtet. Was hier passiert ist nur ein Echo dessen, was dort passiert… aber da es zu Personen passiert die wir kennen und die uns am Herzen liegen, gewinnt es an Bedeutung und Dringlichkeit. Selbst die Londo/Vir-Geschichte hängt von Ereignissen ab die anderswo passieren, angefangen von Vir's Versuch einen akkuraten Bericht über die Minbari zu schreiben, nur um sehen zu müssen wie die Fakten gegenüber opportuner politischer Aussagen ins Hintertreffen geraten, bis hin zu Lady Morella's Prophezeiung, welche auf die Story noch auf Jahre hinweg keine Auswirkungen haben wird. Es dreht sich alles um Implikationen.

    Der zweite Aspekt der mich am "Babylon 5"-Konzept angesprochen hat war, natürlich, die Frage des freien Willens, ein Thema dass in dieser Episode besondere Bedeutung erlangt, bis hin zu Morella's Aussage über Entscheidungen an Londo. Diesmal wird der Aspekt jedoch etwas anderes behandelt, als dies früher der Fall war. In früheren Episoden hatten unsere Figuren zwar manchmal schwere Entscheidungen zu treffen, aber die Reichweite an möglichen Entscheidungen war recht groß. Die längste Zeit über war Sheridan was die Erd-Bürgerkriegs-Geschichte betrifft eine Randerscheinung. Wenn er vor vier oder fünf Möglichkeiten stand, wählte er immer den Pfad des geringsten Widerstandes, der ihm aber trotzdem das Einbringen würde was er erreichten wollte, weil er für eine frontale Konfrontation noch nicht bereit war. Nun beginnt die Reichweite seiner Möglichkeiten um ihm herum immer kleiner zu werden, und die Konsequenzen seiner leichten Entscheidungen werden immer gravierender und schwerer zu Schlucken, falls er die Hoffnung darauf, seine Integrität zu bewahren, nicht verlieren will. Der Zweck des ganzen war es ihn an jenen Punkt zu bringen wo es keine einfachen Entscheidungen mehr gibt, bis ihm zuletzt nur mehr zwei Optionen offenstehen: gib auf, oder kämpfe. Und das ist, letztendlich, der Punkt ohne Wiederkehr.

  • Quelle: "Babylon 5: The Scripts of J. Michael Straczynski - Volume 6"

  • Regel Nummer eins: Eine Bevölkerung wird immer widerstandslos bleiben, solange sie spürt, dass man mit Sicherheit mehr verlieren würde, wenn man gegen die Regierung vorgeht, anstatt stillzuhalten. Nur wenn man wenig oder gar nichts zu verlieren hat, wird man sich auflehnen; die politisch Engagierten zuerst, und dann, zögerlicher, die breite Bevölkerung.

  • Wenn eine Kultur sich aufsplittert, wenn es zu einem "wir gegen sie" kommt, fängt jeder an, beständig immer kleinere Grüppchen zu bilden… erst sind es Demokraten gegen Republikaner… dann ist es die Hauptgruppe der Republikaner gegen konservative Republikaner… dann sind es die konservativen Republikaner gegen die rechtsgerichteten christlichen Republikaner (wobei die Demokraten vergleichbare Probleme auf ihrer Seite haben). Sobald wir vergessen, dass wir alle Amerikaner sind, beginnt unsere Kultur auseinanderzufallen.

  • Corwins Frage ist wirklich eine, die vieles trifft; man sieht, wie die Dinge auseinanderbrechen, aber man glaubt weiterhin, es würde schon klappen… und dann geht alles zum Teufel, und man steht dort und versucht herauszufinden, wie alles so entgleiten konnte. Es ist eine sehr harmlose, naive und dennoch sehr umfassende Frage.

  • Posting im CompuServe Star Trek Forum
    Episodenbild (c) Warner Bros. Bevor du den Abzug betätigst und mich abknallst… ein Gedanke oder zwei in deine allgemeine Richtung. Zuallererst, wenn du gespannt auf die eigentlichen Neuigkeiten in dieser Mitteilung bist (und es sind wirklich ziemlich bedeutende) - sie stehen am Ende dieser Nachricht. Wenn du ein bisschen Zeit hast, dann bleib hier. In jedem Interview, das er zu dem Thema gab, hat Walter Koenig begeistert von BABYLON 5 gesprochen; sie sei eine Serie, die sich, nach seinem Gefühl, für eine glaubhafte Art von SF im Fernsehen einsetzt, mit ernstzunehmenden, ausgereiften Geschichten für Fans, die mit STAR TREK aufgewachsen sind und die nach mehr von dieser Art suchen… niemand anderer als Majel Barrett Roddenberry hat auf Conventions, einschließlich der Toronto Trek und erst kürzlich bei der Wolf 359, erklärt, BABYLON 5 sei, neben den ST- Serien, "die einzige andere intelligente Science Fiction-Serie, die es da draußen gibt", und forderte die ST-Fans auf, die Serie zu unterstützen.

    Wenn ihr es mit der Serie versucht habt, und sie war nicht nach eurem Geschmack… das ist in Ordnung. Man sollte von keinem erwarten, dass ihm alles gefällt. Wenn ihr es noch einmal probieren möchtet, dann ist das prima, aber ihr braucht eure Meinung nicht verteidigen; wir respektieren sie. Nicht jede Serie spricht jeden Zuschauer an.

    Wenn ihr die Serie noch nicht gesehen habt… wenn euch die ursprüngliche ST-Serie gefallen hat, und ihr mögt die Arbeit von Majel und Walter und Harlan und anderer, die daran beteiligt waren… wenn ihr die Arbeiten von Peter David mögt, der für B5 geschrieben hat und es unterstützt… dann könntet ihr es vielleicht mal im Oktober/November versuchen.

    Die Ausstrahlung der letzten vier Episoden von Jahr Zwei wird in der Woche ab dem 11. Oktober beginnen und die der ersten drei Episoden von Jahr Drei in der zweiten Novemberwoche. Diese sieben Episoden hintereinander enthalten mit das Beste, was wir je gemacht haben. Darstellung, Drehbuch, Regie, Effekte… wir stehen voll dahinter. (Die letzten vier von Jahr Zwei sind neu für die USA, sie werden erst vor Beginn der neuen Staffel gezeigt, obwohl sie bereits unter größtem Beifall in England ausgestrahlt wurden.)

    Falls ihr vielleicht abgeschreckt seid durch den heftigeren Tonfall einiger Nachrichten von B5-Zuschauern, bitte ich euch nur, diese Kommentare unter dem Aspekt zu sehen, dass Paramount (NICHT die Leute, die ST machen, sondern das Studio selbst) alles getan hat, um das Vorwärtskommen von B5 zu behindern, was bei jedermann gewisse Reaktionen hervorruft, und dass bis auf den letzten Einsender buchstäblich alle dieser "kräftigeren" Postings von jenen kamen, die sich lange als STAR TREK-Fans betrachtet haben und jenen Besorgnissen Ausdruck verleihen, die gerade auch hier in diesem Forum von Leuten, die im Augenblick zusehen, geäußert wurden… Bedenken, die sie schon hatten, lange bevor es B5 gab… ebenso wie einiges von dem Lob, das man hier findet.

    Episodenbild (c) Warner Bros. Das Ironische daran ist, dass es keine Probleme gibt zwischen denen, die B5 machen, und denen, die ST machen… Jeri Taylor ist eine Freundin, Majel unterstützt die Serie; wenn ST eine Episode mit großartigen EFX macht, rufen wir sie an, wenn wir eine gute machen, rufen sie uns an… es ist fast ausschließlich eine Frage der Auffassung.

    Also, worauf ich hinauswill - direkt von uns, die wir BABYLON 5 machen: Wenn ihr es mit der Serie noch nicht probiert habt oder wenn ihr neugierig seid und sehen wollt, wo wir im Moment sind… dann möchte ich euch persönlich dazu einladen, die neue Reihe von Episoden anzuschauen, die um den 11. Oktober herum beginnt. Wenn ihr eure Aufmerksamkeit allen neun widmet, wäre das großartig; wenn nicht allen, wäre das auch prima. Und wenn überhaupt nicht, ist das auch in Ordnung.

    Bei einem Essen neulich mit Majel äußerte ich die Meinung, dass nach der ursprünglichen STAR TREK-Serie, die zum ersten Mal wirklich menschliche Charaktere präsentierte mit all ihren Fehlern und Schwächen und ihrer Tapferkeit und Würde, alles wieder in den vorherigen alten Trott zurückfiel und dass jahrelang keine Serie diese Ideen wieder aufgriff. Sie stimmte mir zu… und ich hege die Hoffnung, ihr findet, dass BABYLON 5 mit seiner kommenden Staffel diese Serie ist.

    Denn es handelt sich hier nicht um ein Entweder-Oder, ein Alles-oder-Nichts… man kann beides, BABYLON 5 und STAR TREK, ansehen und an beiden Gefallen finden, aus verschiedenen Gründen, denn ihre Ansatzpunkte sind ganz unterschiedlich. Und jetzt ist der günstigste Zeitpunkt, um mit B5 anzufangen, da diese Episoden eine Menge an Hintergrundinformationen beinhalten und euch sehr schnell die Vorgeschichte, das Universum und die Charaktere nahebringen werden.

    Deshalb wird, wie ich mich freue ankündigen zu können, Majel Barrett in dieser kommenden Staffel von BABYLON 5 als Gaststar auftreten… eine Geste der Unterstützung von ihr und eine Geste des Respekts von uns allen bei B5. Der Vertrag ist unterzeichnet, es ist eine abgemachte Sache… Sie wird in Episode #9, "Kriegsrecht", als Lady Morella, die dritte Frau des Imperators Turhan, auftreten. Wir freuen uns sehr auf ihren Auftritt im B5-Universum.

    Aus all diesen und anderen Gründen hoffe ich, ihr werdet BABYLON 5 eine Chance geben.

  • Quelle: Der deutsche Lurker’s Guide für Babylon 5

    Zusammengestellt von Christian Siegel
    (Bilder © Warner Bros.)







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