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Meine drei Crichtons Drucken E-Mail
Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 26 Mai 2007
 
Eine Sonde dringt ins Schiff ein, und scannt ein Crewmitglied nach dem anderen, um schließlich über Crichton zu verharren, und diesen zu verschlingen. Danach werden von ihr drei unterschiedlich weit entwickelte Varianten von John wieder ausgespuckt…
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Episodenbild (c) Syfy

Originaltitel: My Three Crichtons
Episodennummer: 2x10
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 14. Juli 2000
Erstausstrahlung D: 28. April 2001
Drehbuch: Grant McAloon, Gabrielle G. Stanton & Harry Werksman
Regie: Catherine Millar
Hauptdarsteller: Ben Browder als Commander John Crichton, Claudia Black als Officer Aeryn Sun, Virginia Hey als Pa'u Zotoh Zhaan, Anthony Simcoe als Ka D'Argo, Jonathan Hardy als Dominar Rygel XVI, Gigi Edgley als Chiana, Lani Tupu als Pilot.
Gastdarsteller: -

Kurzinhalt: Eine Sonde dringt in die Moya ein, und scannt ein Crewmitglied nach dem anderen, um dann schließlich über Crichton zu verharren. Kurz darauf expandiert die Kugel, und verschlingt John quasi. Aeryn und D'Argo, die gerade in der Nähe waren, beginnen daraufhin, die Sonde anzugreifen, woraufhin John wieder ausgespuckt wird. Kurz darauf wird jedoch auch noch eine zweite Person herausgeschleudert, bei der es sich um einen Steinzeitmenschen zu handeln scheint. Die Moya-Crew hatte noch keine Gelegenheit, sich darauf einen Reim zu machen, als schließlich auch noch eine dritte Person aus der Kugel geworfen wird. Diesmal scheint es sich um eine Art futuristische Variante eines Menschen zu handeln. Eben daraufhin findet man schließlich auch heraus, was die Sonde genau getan hat: Sie hat Johns genetisches Material gescannt, und daraus dann Klone von ihm entwickelt, wobei einer davon den frühen Vorfahren der Menschen, und der andere unserer möglichen Weiterentwicklung in tausenden von Jahren entspricht. Schließlich gelingt es John, mit der Sonde Kontakt aufzunehmen. Er erfährt, dass diese die Galaxis auf der Suche nach unbekannten Spezies durchstreift – und einen Menschen hat sie bislang eben noch nicht zu Gesicht bekommen. Allerdings wurde durch Aeryns Angriff der Prozess unterbrochen, weshalb sie nun verlangt, dass eines der drei Exemplare von Crichton wieder in die Kugel zurückkehrt – sonst wird sie das Schiff zerstören…

Review: Episodenbild (c) Syfy Nach dem noch durchaus gefälligen Einstieg mit dem "Glühwürmchen", dass sich auf die Moya begibt und die Crew scannt, tat ich mir nach der Ankunft von "Neandro" (wie die Figur im Drehbuch genannt wurde) insofern ein bisschen schwer, als sich die Crew hier in meinen Augen wieder begriffsstutzig zeigen musste, um die Offenbarung künstlich hinauszuzögern. Ich fand jedoch, dass Ben Browder hinter der Maske recht klar zu erkennen war, und generell angesichts des steinzeitlichen Menschen der hier ausgespuckt wird eigentlich sonnenklar war, was es mit ihm auf sich hat. Jedenfalls dauerte es mir viel zu lange, bis bei der Moya-Crew der Groschen endlich fiel. Immerhin, danach konnte mir die Folge recht gut gefallen. Vor allem den Ausblick auf die potentielle Weiterentwicklung der Menschheit in der Zukunft fand ich interessant. "Futuro" (auch hier wieder, das war die offizielle Bezeichnung im Drehbuch, der ich für den Rest des Reviews folgen werde) mag John zwar was die kognitiven Fähigkeiten betrifft überlegen sein, allerdings ging diese gesteigerte Intelligenz offenkundig auf Kosten der Empathie – was ich dann doch für einen denkbar schlechten Tausch halte. Von der im Verlauf der Folge zunehmend zur Schau gestellten Arroganz ganz zu schweigen.

Ich bin wohl nicht der Einzige, der hier ein bisschen den Eindruck gewann, dass wir uns in Zukunft in eine Art Vulkanier verwandeln würden. Futuro wirkt im direkten Vergleich kühl, und vor allem auch kalkuliert. Auf der anderen Seite des Spektrums haben wir wiederum Neandro, der kaum einen klaren Gedanken fassen und kommunizieren kann, und fast ausschließlich auf Basis von Instinkt und Gefühlen agiert. John Crichton stellt letztendlich die goldene Mitte von beiden dar; bei ihm halten sich Intelligenz und Empathie die Waage. Insgesamt fand ich dieses Wechselspiel jedenfalls schon ganz nett. Positiv fand ich zudem die Masken. Vor allem das Design von Futuro hatte es mir sehr angetan, aber auch Neandro ist gut und überzeugend umgesetzt. Und gut gespielt war das Ganze von Ben Browder ebenfalls. Die Inszenierung bestach zudem mit einem einen oder anderen netten Einfall wie dem starken Zoom und der Fischaugenlinse bei Pilot. Woran es "Meine drei Crichtons" allerdings leider wieder mangelte, war Spannung. Weder aus der Bedrohung durch die Sonde, noch der Frage, welcher der Crichtons sich opfern wird/muss, vermag es die Folge, eben solche zu beziehen. Zu klar ist einfach von Anfang an, dass am Ende nur der "gegenwärtige" Crichon überbleiben wird. Das Erzähltempo hätte ebenfalls wieder etwas höher sein können, und wird eben unter anderem dadurch, wie lange die Moya-Crew braucht, bis sie erkennt, was hier vor sich geht, unnötig gestreckt. Und auch wenn ich rein ethisch bei Chiana bin, und es natürlich falsch war, zu planen, Neandro zu opfern, tat ich mir mit ihrer Entscheidung, ihn einfach so freizulassen, doch etwas schwer. Ich finde, das war einfach nicht ihre Entscheidung, und hätte sie die drei Crichtons untereinander ausmachen lassen sollen. Immerhin, mit dem wenig schmeichelhaften Blick auf unsere mögliche genetische Zukunft hinterließ mich "Meine drei Crichtons" nachdenklicher, als das bei der Serie sonst meist der Fall ist (wo ich nachdem der Abspann über meinen Fernseher schimmerte kaum mehr einen Gedanken an die gerade gesehene Episode verschwende). Nicht zuletzt auch das hob die Folge dann doch noch über den Durchschnitt.

Fazit: Episodenbild (c) Syfy Die Grundidee hinter "Meine drei Crichtons" gefiel mir sehr gut. Vor allem den Ausblick auf die potentielle Weiterentwicklung der Menschheit fand ich dabei interessant. Der zukünftige John Crichton mag intelligenter sein, zeichnet sich jedoch zugleich durch ein Übermaß an Selbstvertrauen sowie einen Mangel an Empathie aus (etwas, dass sich ja leider schon in der Gegenwart ausreichend zu beobachten ist, dass muss aus meiner Sicht in der Zukunft nun wahrlich nicht nochmal schlimmer werden). Da wirkt im direkten Vergleich der zurückentwickelte Höhlenmensch-Crichton wesentlich sympathischer; dieser mag sich zwar schwer damit tun, einen klaren Gedanken zu fassen, geschweige denn, sich auszudrücken, verfügt aber wenigstens über Mitgefühl. Doch so interessant dies grundsätzlich auch gewesen sein mag, übermäßig packend fand ich "Meine drei Crichtons" leider nicht. Der Ausgang des Geschehens war zudem sehr absehbar. Vor allem aber störte ich mich daran, wie begriffsstutzig die Crew zu Beginn der Folge agiert – vermeintlich, um die Laufzeit ein bisschen zu strecken. Nicht zuletzt dank dem – für mich – nachdenklich stimmenden Ausblick auf die mögliche Zukunft der Menschheit wird mir "Meine drei Crichtons" aber immerhin länger in Erinnerung bleiben, als so manche "Farscape"-Folge zuvor.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2000 Syfy)








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