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Im Licht der fünf Pulsare Drucken E-Mail
Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 20 Mai 2007
 
Der Außerirdische T'raltixx kommt an Bord. Er behauptet, eine Methode zu kennen, um die Moya unsichtbar zu machen. Doch nach seiner Ankunft beginnt sich die Crew zunehmend irrational zu verhalten, und mit Misstrauen und Verachtung zu begegnen…
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Episodenbild (c) Syfy

Originaltitel: Taking the Stone
Episodennummer: 2x03
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 07. April 2000
Erstausstrahlung D: 25. März 2001
Drehbuch: Justin Monjo
Regie: Ian Watson
Hauptdarsteller: Ben Browder als Commander John Crichton, Claudia Black als Officer Aeryn Sun, Virginia Hey als Pa'u Zotoh Zhaan, Anthony Simcoe als Ka D'Argo, Jonathan Hardy als Dominar Rygel XVI, Gigi Edgley als Chiana, Lani Tupu als Pilot.
Gastdarsteller: Danny Adcock als T'raltixx, Wayne Pygram als Scorpius u.a.

Kurzinhalt: Die Moya-Crew begrüßt den Außerirdischen T'raltixx an Bord. Dieser behauptet, eine Methode zu kennen, um die Moya sowohl fürs Auge als auch für Scanner unsichtbar zu machen – und zeigt ihnen die Funktionsweise am Beispiel von Crichtons Shuttle, dass in der Tat verschwindet. Um den Prozess abzuschließen, müssten sie mit der Moya jedoch zu seinem Heimatplaneten fliegen. Der rascheste Weg dorthin führt durch eine Reihe von Pulsaren, die jedoch, wie T'raltixx meint, auf niedere Spezies ein paar unangenehme Nebenwirkungen haben können. Tatsächlich beginnt sich die Crew der Moya schon bald seltsam zu verhalten. Vor allem Misstrauen macht sich zunehmend breit. So ist z.B. Chiana davon überzeugt, dass sich auf einer zuvor geborenen Signalbarke eine Nachricht von Scorpius an Aeryn befindet, in der er ihr anbietet, die anderen für eine Belohnung zu verraten. Aber auch der Rest der Crew verhält sich zunehmend irrational, und ist überaus angespannt. Crichton beginnt dann sogar zu halluzinieren, und sieht Scorpius, der ihn dazu anstachelt, gegen die anderen an Bord vorzugehen. Schließlich wird John bewusst, dass ihr verändertes Verhalten, von dem auch Pilot betroffen ist, nichts mit den Pulsaren – die man längst hinter sich gelassen hat – zu tun haben, sondern vielmehr T'raltixx dafür verantwortlich ist. Doch wie soll er die anderen von seinem Verdacht überzeugen, wenn niemand noch irgendjemandem am Bord vertraut?

Review: Episodenbild (c) Syfy Geht man nach der IMDB, schwimme ich bei "Im Licht der fünf Pulsare" wohl leider gegen den Strom. Denn während die vorangegangene Episode eine allgemein recht schwache Wertung hatte, scheint diese hier nun bei den meisten sehr gut angekommen zu sein. Ich hingegen fand ich leider ähnlich schwach und nervig wie die Folge zuvor. Wer mein Review zu "Der Stein der Todgeweihten" gelesen hat, den dürfte das jetzt insofern nicht sonderlich überraschen, als ich dort schon davon sprach, dass ich kein Fan einer allzu schrill-wilden Inszenierung bin. Es gibt von dieser Regel eine einzige Ausnahme, und das sind alptraumhafte Horrorfilme wie z.B. "Suspiria" (das Original). Dort darf es gerne auch mal schriller werden, da es sowohl den Terror als auch die surreale Stimmung der Filme für mich verstärkt. Ansonsten ist es mir aber ruhiger lieber, da ich mich dann besser auf die Handlung einlassen kann. "Im Licht der fünf Pulsare" war mir dementsprechend teilweise wieder viel zu überzogen-abgedreht, und das sowohl was die Inszenierung als auch die schauspielerischen Leistungen betrifft. Insofern hat mich die Episode, die mich zu Beginn erst mal "nur" gelangweilt hatte, sehr rasch sehr stark genervt.

Damit sind wir aber auch schon beim nächsten Punkt: Ich fand die Story generell nicht interessant. Wenn man so wie ich nicht in die Stimmung an Bord hineingezogen wird, und mit dem zunehmend irrationalen Verhalten der Crew nichts anfangen kann bzw. die Folge daraus für einen keinen Reiz bezieht – wie eben bei mir der Fall – dann erweist sich "Im Licht der fünf Pulsare" letztendlich als erschreckend inhaltsarm. Dass nicht die Pulsare sondern vielmehr T'raltixx für das seltsame Verhalten der Crew verantwortlich ist, kann man sich bald denken – und davon abgesehen tut sich hier einfach nichts. Man wartet somit einfach darauf, dass es a) die anderen bemerken, und b) endlich gegen ihn vorgehen. Dass es dann just Crichton ist, der dies herausfindet, fand ich auch ein bissl aufgesetzt. Es ist halt das typische "Captain"-Syndrom, wie es sich bei "Star Trek" oft findet, wo der Captain – als Hauptfigur – halt immer der/die Stärkste, Klügste, Beste usw. ist. Ein Eindruck, der dadurch, dass er den Kampf gegen Aeryn – immerhin ausgebildete Kämpferin – gewinnen durfte, zusätzlich verstärkt. Am meisten hat mich aber wohl schockiert, dass John scheinbar kein italienisches Essen mag. Wer zur Hölle mag bitte schön kein italienisches Essen?! Ist das biologisch überhaupt möglich?! Scherz beiseite: Dass ich über diese kurze und möglicherweise scherzhaft gemeinte Aussage länger nachdachte, zeigt deutlich, dass die Episode leider sonst nicht viel bot, mit dem ich mich geistig hätte auseinandersetzen können. Immerhin, drei kleine positive Aspekte gibt es dann doch noch zu vermelden: Die Shining-Hommage konnte mir gut gefallen, Johns Spruch über die Shakespeare zitierenden Bösewichte war der einzig gelungene Gag der Folge, und dass er T'raltixx nicht einfach nur ausschaltet sondern kaltblütig ermordet, fand ich ebenfalls gut. Weil, wie mittlerweile bekannt sein sollte, mag ich es, wenn Figuren in Serien über Ecken und Kanten verfügen und manchmal auch nicht 100%ig moralisch einwandfrei agieren dürfen. Aber: Drei gute Momente allein waren halt leider entschieden zu wenig, um die Episode herausreißen zu können.

Fazit: Episodenbild (c) Syfy "Im Licht der fünf Pulsare" fand ich leider bestenfalls fad, und schlimmstenfalls nervig. Ich bin einfach kein Fan einer allzu schrillen Inszenierung, bzw. übertrieben abgedrehten Performances, und tat mir daher mit der zunehmend durchdrehenden Moya-Crew doch sehr schwer. Dass die Episode handlungstechnisch nicht viel bot und allzu rasch allzu offensichtlich war, dass ihr mysteriöser Besucher für ihren Zustand verantwortlich ist, machte es nicht besser. Einzelne wenige positive Aspekte und/oder gute Momente mag es zwar gegeben haben, das reichte aber bei weitem nicht, um für mich den Rest der Folge zu kompensieren.

Wertung: 1.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2000 Syfy)








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