Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 26 Mai 2007
Katrallas Bruder versucht nach wie vor, die Hochzeit zwischen ihr und John Crichton zu verhindern. Um die Sicherheit des Bräutigams in spe zu gewährleisten, lässt ihn die Königin auf eine Station im All bringen. Doch auch dort ist er vor Sccorpius Schergen nicht sicher…
Originaltitel: Look at the Princess - Part II: I Do, I Think Episodennummer: 2x12 Bewertung: Erstausstrahlung USA: 25. Juli 2000 Erstausstrahlung D: 21. April 2001 Drehbuch: David Kemper Regie: Andrew Prowse & Tony Tilse Hauptdarsteller:
Ben Browder als Commander John Crichton,
Claudia Black als Officer Aeryn Sun,
Virginia Hey als Pa'u Zotoh Zhaan,
Anthony Simcoe als Ka D'Argo,
Jonathan Hardy als Dominar Rygel XVI,
Gigi Edgley als Chiana,
Lani Tupu als Pilot.
Gastdarsteller:
Wayne Pygram als Scorpius,
Felicity Price als Princess Katralla,
Felix Williamson als Prince Clavor,
Tina Bursill als Empress Novia,
Matt Day als Councilor Tyno,
Nick McKay als Cargn,
Bianca Chiminello als Jenavian Charto,
Aaron James Cash als Dregon Carzenova,
Francesca Buller als ro-NA,
Thomas Holesgrove als Cargn u.a.
Kurzinhalt:
Auf John Crichton wird ein Anschlag verübt. Anfangs wollen ihm weder seine Zukünftige Katralla, noch Königin Novia glauben – bis es zu einem weiteren Attentat kommt. Daraufhin will man John in Sicherheit bringen, in dem man ihn bis zur Zeremonie auf einer Station im Orbit des Planeten versteckt. Doch die vermeintliche treue Dienerin der Königin wurde von Scorpius gekauft. Nur mit knapper Not gelingt es John, mit mehr oder weniger heiler Haut davonzukommen, und wieder auf den Planeten zurückzukehren. Doch auch dort erwartet ihn nicht gerade ein erfreuliches Schicksal, denn als wäre die Zwangsehe mit Katralla nicht schon schlimm genug, wird das zukünftige Herrscherpaar zudem kurz nach der Hochzeit für achtzig Zyklen zu Statuen eingefroren. Diesmal scheint es für Crichton keinen Ausweg zu geben. Währenddessen erhält die Moya Besuch von einem ihrer Erbauer. Dieser ist erschüttert darüber, dass sie einen Leviathan mit Waffen gebar – und will sie deshalb außer Betrieb nehmen, sprich, sie quasi einschläfern…
Review:
Nach Teil zwei von "Intrigen, Macht und Mörder" kann ich nun mit Gewissheit sagen, die Episode bislang nicht gesehen zu haben – weil der Blödsinn rund um den rund eine Minute durchs Vakuum des All schwebenden und dabei keine größeren Nebenwirkungen erleidenden Crichtons wäre mir definitiv in Erinnerung geblieben. Ganz ehrlich: Hätte ich nicht eh schon – wenn auch eher aus Zeitgründen – damals nach Teil 1 aufgehört, spätestens hier wär's wohl soweit gewesen, dass ich mit der Serie die Geduld verloren hätte. Was für ein Holler! Generell hätte mir dieser ganze, letztendlich ohnehin ohne Folgen bleibende, Ausflug ins All gestohlen bleiben können – nicht zuletzt auch deshalb, als mir der vermeintlich verrückte Crichton wieder einmal viel zu abgedreht umgesetzt war. Mich hat diese Szene wieder einmal einfach nur genervt. Wobei man genau genommen leider merkt, dass sich bei Teil 2 – zumindest soweit es die Haupthandlung rund um Crichton betrifft – generell nicht wirklich etwas Wesentliches tut.
Selbst ohne dem Wissen, dass die Story ursprünglich als Doppelfolge konzipiert war, käme ich nicht umhin, anzumerken, dass ihr als eben diese besser gedient gewesen wäre. So kommt es nämlich leider doch zu einigen Wiederholungen, wie z.B. wenn sich John nach seiner Rückkehr zum Planeten entscheidet, was er tun soll – nachdem er diese Entscheidung ja eigentlich schon in der Folge zuvor getroffen hat. Das spiegelte dann doch sehr stark die entsprechenden Gespräche mit D'Argo und Aeryn in Teil 1 wider. Und so gibt es bei der Handlung auf dem Planeten in erster Linie Stillstand. Einzig die Hochzeit am Ende ist dann natürlich von Belang – trotzdem bin ich mir sicher, dass sich das locker (und ohne wichtiges zu verlieren) auf zwei Folgen hätte herunterkürzen lassen (dann hätte die Hochzeit halt schon am Ende der ersten Episode stattgefunden). Erschwerend kommt nun noch hinzu, dass dieser Cliffhanger die gewünschte Wirkung bei mir verfehlte. Wenn wir uns in Richtung Staffelfinale bewegen würden, und hätte ich die Serie damals live verfolgt, hätte ich vielleicht in Betracht gezogen, dass Crichton tatsächlich erst in 80 Jahren aufwacht. Tatsächlich hätte das ein durchaus interessantes – wenn natürlich auch sehr tragisches – Serienfinale sein können, wenn vielleicht in der Zwischenzeit auf dem Planeten eine Katastrophe geschehen wäre, die fast alle ausgerottet hätte, und John, der daraufhin von seiner Verpflichtung entbunden ist, versucht herauszufinden, was mit seinen Freunden von damals geschehen ist. Aber so kauft man ihnen das halt einfach keine Sekunde lang ab. Gleiches gilt übrigens für den vermeintlichen Tod Moyas. Und trotzdem war der betreffende Handlungsstrang noch das Beste an "Intrigen, Macht und Mörder – Teil 2", und das Einzige, das sie ansatzweise retten konnte. So fand ich die Idee dieser aus Rauch bestehenden Erbauer, um Spock zu zitieren, "faszinierend". Die Aufnahmen der Moya in diesem Nebel waren ebenfalls nett. Und vor allem die Szene zwischen Pilot und Zhaan war dann wirklich stark. Davon abgesehen konnte ich aber leider mit dem Mittelstück dieses Dreiteilers nicht viel anfangen.
Fazit:
Beim zweiten Teil merkte man meines Erachtens doch sehr stark, dass sich die Macher schwer damit taten, die ursprünglich auf zwei Episoden angelegte Story künstlich auf drei Folgen aufzublähen. Es tut sich hier nicht wirklich etwas; erst am Ende, mit der Hochzeit, gibt es eine wesentliche Entwicklung, die sich aber auch genauso gut ans Ende der ersten oder dem Anfang der letzten Folge hätte stellen lassen. Bis dahin ist Zeit schinden angesagt, inklusive einer mich sehr nervenden Szenen mit dem abgedrehten Crichton, seinem hirnrissigen Weltallflug, bis hin zu so mancher Quasi-Wiederholung von bereits in der letzten Folge gesehenen Szene (wie sein Gespräch mit D'Argo bzw. Aeryn). Die B-Story schnitt zumindest etwas besser ab. Zwar war auch dort der Cliffhanger genauso ineffektiv, wie beim "statuierten" Crichton, aber die Idee dieser Nebelwesen fand ich durchaus nett, und vor allem den vermeintlichen Abschied zwischen Pilot und Zhaan sehr stark. Davon abgesehen mag es zwar noch den einen oder anderen optisch netten Moment gegeben haben, gegen die inhaltlichen Schwächen konnte das alles aber leider nicht viel ausrichten.