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Der Gedankenpolizist PDF Drucken E-Mail
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Originaltitel: A Race Through Dark Places
Episodennummer: 2x08
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 25.01.1995
Erstausstrahlung D: 11.02.1996 (Pro7)
Drehbuch: J. Michael Straczynski
Regie: Jim Johnston
Hauptdarsteller: Bruce Boxleitner als Captain John Sheridan, Claudia Christian als Lt. Comdr. Susan Ivanova, Jerry Doyle als Michael Garibaldi, Mira Furlan als Delenn, Andrea Thompson als Talia Winters, Stephen Furst als Vir Cotto, Bill Mumy als Lennier, Robert Rusler als Warren Keffer, Andreas Katsulas als G'Kar, Peter Jurasik als Londo Mollari
Gastdarsteller: Walter Koenig als Bester

Denkwürdige Zitate: "They must be getting desperate to try something like this. They know we're onto them. Why else would they try to kill me?“
"Is this a multiple choice question?“
(Ivanova macht aus ihrer Abneigung Bester gegenüber wieder mal keinen Heel.)


Kurzinhalt:ImageNach langen Nachforschungen hat der Psi-Polizist Bester endlich herausgefunden, wo sich das Zentrum jener Organisation befindet, dass seit einigen Monaten abtrünnige Telepathen dem Griff des Psi-Corps entzieht: es ist auf Babylon 5! Sofort reist er auf die Station, um die dort lebenden "wilden" Telepathen ausfindig zu machen – und dabei auch die Hintermänner auf der Station zu stellen. Talia Winters wird wohl oder übel dazu abgestellt, ihm bei dieser Aufgabe zu helfen. Doch als sie von den Abtrünnigen entführt wird und sie zahlreiche Geschichten von den üblen Machenschaften des Psi-Corps erfährt, gerät ihre Loyalität dem Corps gegenüber zunehmend ins Wanken. Währenddessen müssen sich Sheridan und Ivanova mit einem ganz anderen Problem herumschlagen: Da Platz auf einer Raumstation knapp ist, und ihre beiden Quartiere über dem Durchschnitt liegen, sollen sie von nun an monatlich einen kleinen Betrag an Miete zahlen. Sheridan ist davon alles andere als begeistert, und beschließt, sich gegen diese Entscheidung aufzulehnen – sehr zum Leidwesen von Ivanova, die nachdem ihre beide Quartiere versiegelt wurden dazu gezwungen ist, gemeinsam mit Sheridan in dessen Büro zu übernachten…


Synchro-Fehler:
  • Die Synchroleute müssen wirklich eine Abneigung gegen Stille haben, oder es auf den Tod nicht ausstehen können wenn sich zwei Leute unterhalten und man versteht nicht was sie sagen. Nicht anders ist zu erklären, dass hier zum wiederholten Mal willkürlich Text erfunden wird: Nachdem sich Sheridan und Franklin über die Weigerung des Captains unterhalten haben, Miete zu zahlen, erzählt der Doc, dass in seinem Quartier im Notfall noch eine Liege frei wäre, und Sheridan beklagt sich darüber, dass Dr. Franklin doch tatsächlich noch eine zusätzliche Liege in seinem Quartier hat. Im Originalton verlassen sie nun die Bar, unterhalten sich, aber wir hören nicht was sie sagen. Auf Deutsch ist laut und deutlich von Dr. Franklin die Replik "Wenn es Sie tröstet, ich musste auf die Liege 2 Jahre warten.“ zu hören.


  • Zwar nicht unbedingt eine gänzlich falsche, aber doch eine sehr freie Übersetzung, wo ich mich frage warum man nicht einfach 1:1 übersetzen konnte. Als er sich mit Ivanova und Garibaldi über das Psi-Corps unterhält, meint Sheridan: "Ja, die Geister die wir erriefen werden wir nicht mehr los.“ Im Original lautet der Satz "Yeah, if you ask me, we created our own monster.“ Weiß ja nicht wie's euch geht, aber im Vergleich zu "Monster“ ist mir "Geister“ zu brav und harmlos.


  • Als Sheridan und Delenn essen gehen, wird die Minbari-Botschafterin von einem besonders aufdringlichen Vertreter der Spezies Mann begafft, woraufhin Sheridan ihn fragt: "Something I can do for you?“ Hier wurde der Sinn wieder mal ziemlich verfälscht, denn in der Synchro fragt ihn Sheridan "Möchten Sie vielleicht irgend etwas sagen?“, und der Kerl antwortet sogar noch mit "Nein.“ Unnötig zu erwähnen, dass der gute Statist im Original natürlich keine Sprechrolle hat.


  • Talia ist in ihrem Quartier und sinniert über das Geschenk, dass sie von Ironheart erhalten hat. Sie wundert sich, dass Bester nichts von ihren neuen Fähigkeiten weiß. "Is that the other part of the gift?“ fragt sie sich im O-Ton. Auf Deutsch wurde daraus "Vielleicht kann man das Geschenk nicht entdecken.“


  • ImageEinen völligen Aussetzer haben sich die Übelsetzer bei Sheridan's Witzen erlaubt. Während sie auf Deutsch vollkommen unlustig sind und einfach nur nerven, sind sie im Original nämlich zwar eigenwillig, aber durchaus amüsant - zumindest kann man verstehen, was Sheridan an ihnen so lustig findet.

    Zuerst die deutschen Anti-Witze:
    "Wie viele Minbari braucht man um eine Glühbirne einzuschrauben? Keinen. Die Minbari können keine Glühbirnen einschrauben, weil sie solche Dinge gar nicht kennen.“
    "Klopf Klopf.“ "Wer ist da?“ "Raten Sie.“ "Captain Sheridan.“ "Richtig geraten!“

    Im Original klingt das ganze hingegen so:
    "How many Minbari does it take to screw in a lightbulb? None. They always surrender right before they finish the job, and they never tell you why.“
    "Knock Knock.“ "Who is it?“ "Kosh“ "Kosh who?“ "Gesundheit!“


  • Talia wurde von den abtrünnigen Telephaten entführt, die ihr ihre jeweiligen Geschichten erzählen. Talia daraufhin zum Anführer: "You ask me to take everything that I believe in and turn it upside down.“ Die Synchro ist wieder mal mehr als schwammig: "Sie verlangen von mir dass ich mich gegen das wende was mir bisher viel bedeutet hat.“


  • Auch Talia's Rede gegenüber Bester wurde teilweise im Sinn etwas verändert. Hier das Originalzitat: "You want to keep us frightened and isolated, not just from normals, but from each otehr. That's the real reason we wear gloves, isn't it? To keep us apart. But what happens if the gloves come off?“ Die Synchro macht daraus: "Das Corps will die Kontrolle behalten und uns isolieren, nicht nur vor den normalen Menschen sondern auch untereinander.“ [Soweit, so halbwegs gut, auch wenn Kontrolle und Angst einflößen nicht das gleiche ist.] "Aus dem Grund müssen wir ja auch ständig Handschuhe tragen. Wir sollen uns von den anderen unterscheiden. Aber wir alle hier haben die Handschuhe ausgezogen.“


  • ImageNachdem die Krise ausgestanden ist, rügt Sheridan Dr. Franklin. Dieser fragt ob Sheridan denn nicht denkt dass er richtig gehandelt hätte. "Doktor, im Moment sage ich nicht das was ich meine und auch nicht das was ich denke. Anders ausgedrückt, ich bin einfach zu müde um nachzudenken.“ Ja, das ist auch fast dasselbe wie "I'm not saying what I'm saying. I'm not saying what I'm thinking. As a matter of fact, I'm not even thinking what I'm thinking.“


  • Nachdem Bester sich von ihr abgewendet hat und sein Shuttle betritt um die Station zu verlassen, sagt Talia in der Synchro "Ein Glück, er ist weg.“ Dreimal dürft ihr raten was sie im Original sagt: Richtig, gar nichts! Da seufzt sie nur. Aber den dummen deutschen Zuschauern muss man ja alles gaaaaanz genau erklären und vorkauen… außerdem fürchten wir armen Synchroleute uns wenn‘s so still ist! smiley


  • Kein ganz so schlimmer Fehler, aber ich finde das Originalzitat lustiger. Ivanova sagt Sheridan, er würde schnarchen, was dieser natürlich abstreitet. Darauf erwidert sie: "Captain, wenn Sie nicht geschnarcht haben dann ist die Klimaanlage nicht in Ordnung.“ Jo, nicht schlecht, aber jetzt auch nicht soooo der Brüller. Im Original sagt sie "Either you snore or last night we had a hell of a breach in the hull.“


  • Und zu guter Letzt wird noch einmal der Humor so richtig torpediert: Ivanova freut sich darauf, endlich wieder im Bett eine erholsame Nacht verbringen zu können, da lautet die Türglocke. Die deutsche Ivanova ist - vermutlich ob ihrer Erschöpftheit - nur zu einem mager-komischen "Ich freue mich immer über unerwarteten Besuch“ in der Lage, während sich die O-Ton-Ivanova verzweifelt an die höhere Macht da oben richtet und ihm/ihr/es ein vorwurfsvolles "You're having far too much fun at my expense.“ an den allmächtigen Kopf wirft.



  • Review: ImageMit "Der Gedankenpolizist" macht ein Teil des Handlungsrahmens, nämlich rund um das Psi-Corps, wieder einen ordentlichen Sprung vorwärts. Wir haben ja bisher schon einiges von den dunklen Machenschaften dieser Organisation erfahren, und dass es sich dabei nicht unbedingt um das Rote Kreuz handelt, aber mit dem skrupellosen Mord gleich zu Beginn sowie den Schilderungen der abtrünnigen Telepathen tauchen wir tiefer in diesen Sumpf ein als jemals zuvor. Ein weiteres Highlight ist wieder einmal Walter Koenig als Bester. Erneut liefert er eine glänzende Performance ab und vermischt Arroganz und Bedrohlichkeit zu einem der besten Schurken, die das Babylon 5-Universum für uns parat hält. Es gibt zahlreiche glänzende Dialoge und Einzelszenen und auch die eine oder andere überraschende Wendung. So erfahren wir hier, dass an dem kleinwüchsigen Lurker in den unteren Ebenen, den Garibaldi in "Chrysalis" auf der Suche nach Informationen aufgesucht hat, mehr dran ist als wir damals gedacht hatten. Gleiches gilt für die Klinik im braunen Sektor, die von Dr. Franklin errichtet wurde (siehe "Die Heilerin"); denn diese dient nicht nur dazu, die dort lebenden Menschen medizinisch zu versorgen, sondern ist zudem der ideale Standort für die geheime Untergrundorganisation auf Babylon 5, die abtrünnige Telepathen am Psi Corps vorbeischummelt.

    Auch das Ende hält eine große Überraschung parat: Glaubt man zuerst, Talia hätte sich trotz allem auf Besters Seite gestellt und die anderen Telepathen verraten – zu diesem Zeitpunkt hätte man Babylon 5 eine derart üble Wendung durchaus zugetraut – so zeigt sich kurz darauf, dass dies nur eine Illusion war, mit der Bester hereingelegt wurde. Wobei uns die Episode, in bester Mystery-Manier, mit der Ungewissheit zurück lässt, ob Bester die Wahrheit nicht vielleicht am Ende doch noch herausgefunden hat. Neben der sehr dramatischen Haupthandlung rund um die Jagd nach den abtrünnigen Telepathen hat "Der Gedankenpolizist" aber auch wieder einiges an Humor zu bieten. Sheridan weigert sich, Miete für sein überdurchschnittliches großes Quartier zu zahlen, und zwingt Ivanova zu einem Streik, der schließlich dazu führt dass sie in seinem Büro übernachten müssen. Schade nur, dass man als deutscher Zuschauer hier wieder mal deutlich den kürzeren zieht. Denn ja, Sheridan's Witze mögen nicht jedermanns Sache sein, aber im Original kann man, selbst wenn man sie nicht lustig findet, zumindest verstehen, was eine andere Person wie z.B. Sheridan daran komisch finden könnte. Durch die deutsche Humorkastration sind seine Gags allerdings nur mehr nervig und peinlich, und lassen Sheridan wie einen grenzdebilen Volltrottel dastehen.

    ImageWo wir schon bei der Synchronisation sind: Üblicherweise mangelt es diesbezüglich ja bei "Babylon 5" an der Übersetzung, während die Leistungen der Sprecher im Normalfall über jeden Zweifel erhaben sind. Nicht so bei "Der Gedankenpolizist" - zumindest nicht bei Talia, wo Evelyn Maron leider völlig versagt. Sowohl bei ihrem Gespräch mit sich selbst zu Ironhearts Geschenk als auch später in "Gefangenschaft" der Abtrünnigen lässt Andrea Thompson im Original einiges an Emotionen mitschwingen. Evelyn Maron spricht die entsprechenden Stellen aber mit der Emotionalität einer Nachrichtensprecherin bei CNN. Kühl und sachlich liest sie ihren Text runter, ohne dass man an ihrer Stimme auch nur einen Hauch an Gefühlen erkennen könnte. Hier geht leider viel von der schauspielerischen Qualität dieser Episode verloren. Doch auch in der englischen Fassung ist "Der Gedankenpolizist" trotz der Stärken kein ultimatives Highlight. Ja, es mag ein paar gute Szenen und überraschende Wendungen geben, aber im Gegensatz zu einigen anderen (besseren) Arc-Folgen fehlte mir hier ein bisschen das "Wham!", dieser feste Schlag auf den Hinterkopf der einen benommen zurücklässt. "Der Gedankenpolizist" ist diesbezüglich gerade mal ein leichter Klaps. Ein unterhaltsamer, spannender und teilweise auch durchaus dramatischer Klaps zwar, aber bei weitem nicht fest genug, um mich so richtig umzuhauen.

    Fazit: "Der Gedankenpolizist" besticht vor allem durch die amüsante Nebenhandlung, die tollen darstellerischen Leistungen von Andrea Thompson und Walter Koenig, sowie einigen starken Szenen. Nichtsdestotrotz fehlte mir hier irgendwie etwas, um die Folge zu den ganzen großen Highlights zählen zu können. Wo frühere Episoden unser Verständnis der Serie oder auch die Gegebenheiten des Universums zumindest teilweise auf den Kopf gestellt haben, ist am Ende fast alles wieder so, wie es schon zu Beginn war. Damit fehlt es "Der Gedankenpolizist" etwas an jener Wirkung und Nachhaltigkeit, welche viele andere Episoden der Serie so auszeichnen, weshalb sie von mir nicht zu den Allerbesten gezählt werden kann.

    Bewertung: Spannung: 2.5/5 | Action: 1.5/5 | Humor: 3.5/5 | Dramatik: 3/5 | Inhalt: 4.5/5 | Gesamteindruck: 3.5/5

    Christian Siegel
    Mitreden! Sagt uns eure Meinung zu "Der Gedankenpolizist" in der SF-Community!


    Produktionsnotizen:
    Vom Skript zur Folge:
    Wieder einmal gibt es ein paar Szenen und Dialoge, die zwar geschrieben und möglicherweise auch gedreht, aber in der fertigen Episode - möglicherweise aus Zeitgründen - nicht verwendet wurden. Erwähnenswert erscheinen mir dabei vor allem die folgenden Momente:

  • ImageAls Doktor Franklin sich als Drahtzieher der Untergrundbewegung auf Babylon 5 offenbart hat und von den Gerüchten über die Machenschaften des Psi-Corps erzählt, fragt ihn Sheridan, ob denn die Regierung von all dem weiß. Franklin antwortet: "Schon möglich. Nicht, dass das etwas ändern würde. Falls sie es nicht wissen, ist das weil sie es nicht wissen wollen. Und wenn sie es wissen, möchten sie ganz bestimmt nicht dass irgend jemand anders davon erfährt. Das Psi Corps regelt das Telepathen-Problem, und es ist ihnen egal, wie das geschieht, so lange es nur geschieht. Der einzige Grund warum sie damit durchgekommen sind ist, weil diese Leute niemanden hatten an den sie sich wenden konnten. Bis vor kurzem.“


  • Nachdem Franklin sich "geoutet" hat, fragt Sheridan Talia, wo sie in dieser ganzen Angelegenheit steht: "Die letzten 1-1/2 Jahre habe ich versucht zu ignorieren, was ich gesehen habe. Ich kann mich selbst nicht länger belügen. Einerseits kann ich ihnen nicht offen gegenübertreten; sie würden mich vermutlich verschwinden lassen… aber was sie tun ist falsch, Captain. Das weiß ich jetzt.“


  • Zuletzt hat es auch noch eine interessante Szene nicht in die Episode geschafft, die andeutet, dass hinter Delenn's Annäherung an Sheridan auch noch etwas anderes steckt. So reden Sheridan und Delenn noch kurz per Videotelefon über ihr Abendessen, und Sheridan drückt seine Hoffnung aus, dass sie das bald wiederholen können. Delenn darauf:
    "Das würde mir gefallen. Ich freue mich, dass wir trotz der Vergangenheit zwischen unseren Völkern, dem Krieg und dem Misstrauen, endlich damit beginnen können eine Beziehung aufzubauen, die auf Vertrauen basiert.“
    Sie verabschiedet sich von Sheridan, und wir erkennen, dass Kosh hinter ihr steht. Ihre Stimmung trübt sich ein wenig als sie zu ihm sagt:
    "Ich wünschte es gäbe einen anderen Weg um das zu tun.“
    Kosh darauf: "Er ist noch nicht bereit für die Wahrheit.“


  • „Quelle: „Babylon 5: The Scripts of J. Michael Straczynski - Volume 3”


    Hintergründe zur Produktion der Episode:
  • Die Psi-Polizistin, die in den Szenen zu Beginn auf dem Mars als Besters Assistentin fungiert, wird von Walter Koenigs Frau Judy Levitt dargestellt.


  • „Quelle: „Babylon 5: The Scripts of J. Michael Straczynski - Volume 3”


    Das sagen die Schauspieler
  • Bruce Boxleitner über das erste Date mit Delenn: „Als wir das lasen sagten wir zu Joe "Mein Gott, diese Sätze! Joe! Ein Mann und eine Frau, wenn die miteinander reden…" und er sagte "Woher weißt du wie ein Minbari ist? Vielleicht sind sie nicht so erfahren wie ein Mensch von der Erde? Vielleicht sind sie anders, viel unschuldiger, schüchtern, fast wie Kinder." Und ich sagte "Ja, das stimmt vermutlich.


  • ImageMira Furlan über die Dinner-Szene: „Ich hatte eine ganz andere Vorstellung davon, wie diese Szene ablaufen sollte, mein Verhalten im Restaurant, und sogar das Kleid. Woher soll Delenn wissen, wie sie sich kleiden soll? Woher weiß sie, was "sexy" bedeutet? Das wüsste sie nicht, daher würden ihr vermutlich schreckliche Fehler unterlaufen. Wie soll jemand in einem Restaurant essen wenn jemand noch nie in einem war, oder noch nie mit Messer und Gabel gegessen hat? Ich glaube ich hatte sogar Essstäbchen. Was macht man damit? Steckt man sie sich in die Haare?“


  • Richard Biggs über die Enthüllung zu seiner Figur: „Joe hat so eine Art, dich für eine Rolle zu casten, und dann zu sagen "Ach, übrigens…" und er deutet etwas an, und du denkst nur "Hmm." Dann, wenn du im Verkehr steckst, oder zu Hause abwäschst oder in deinem Wohnwagen sitzt, beginnst du darüber nachzudenken. Und wenn du dann im Drehbuch liest, worum es genau geht, bist du in gewisser Weise darauf vorbereitet. Er macht es so geschickt, dass du nicht genau über das nachdenken kannst was passieren wird, aber er verrät dir genug damit deine Vorstellungskraft die unterschiedlichen Möglichkeiten erforschen kann. Das gibt der Performance dann deutlich mehr Kontrast, Farben und Schichten, sobald es dann soweit ist.“


  • Walter Koenig über den kurzen Moment bei Bester's Abschied: „Ich sagte zu Joe "Wenn er völlig getäuscht wird, und sie einfach so damit durchkommen, ohne Widerstand, dann fürchte ich, dass die Figur an Bedrohlichkiet verlieren wird." Es geschah also auf meinen ausdrücklichen Wunsch, dass er sich als er die Station verlässt noch einmal kurz umdreht und sie ansieht, als würde er es ihr nicht völlig abkaufen.“


  • ImageAndrea Thompson über die Szene am Ende, als sie in Ivanova's Quartier neben dem Psi-Corps-Abzeichen auch die Handschuhe abnimmt, was ursprünglich nicht im Drehbuch stand: „"Ich sagte "Ruft Joe an. Ich glaube wirklich, dass das wichtig ist." Es sind Momente wie diese wo du als Schauspieler auf deinem Standpunkt beharren musst, und die Leute stehen herum und denken "Oh Mann, ist die schwierig, sie hält den Dreh auf, wir wollen doch alle einfach nur nach Hause." Und du musst standhaft bleiben und sagen "Nein, das ist wichtig; auf alles andere kann ich verzichten, aber das hier müsst ihr mir lassen." Wir planten daher es auf beide Arten zu drehen da wir Joe zuerst nicht erreichen konnten, und dann, unmittelbar vor Drehstart, rief er an und sagte "Okay". Ich fühlte mich so gut. Es war so befriedigend in dieser Angelegenheit auf der selben Seite wie Joe zu stehen, weil er so ein brillanter Kerl ist dass du dir neben ihm manchmal unheimlich dumm vorkommst. Er jongliert mit so vielen Bällen, es ist manchmal schwer Schritt zu halten. Ich ging an diesem Tag überglücklich nach Hause.“


  • Quelle: „Babylon 5: Season by Season-Guides - Volume 2: The Coming of Shadows”


    Kommentare von JMS
  • Die A-Story ist dazu gedacht, die Idee der Telepathen als unterdrückte Minderheit weiterzutreiben, indem man die Untergrundbewegung mit deren Hilfe entlaufene Sklaven aus dem Süden während des US-Bürgerkrieges in den Norden gebracht wurden auf diese Situation umlegt; was auch der Grund dafür ist warum ich Dr. Franklin als ihren Kontakt auf Babylon 5 ausgewählt habe. […] Es bekräftigt auch die Binsenweisheit dass wir, wenn wir uns dazu entschließen eine Gruppe oder Klasse von Menschen aufgrund einer bestimmten Eigenschaft – Rasse, Glauben, politische Zugehörigkeit – zu unterdrücken, wir unweigerlich dadurch genau den Feind erschaffen vor dem wir uns fürchten.


  • Die Art und Weise wie die Telepathen Talia konfrontieren ist bis zu einem gewissen Grad daran angelehnt, wie Psychologen Mitglieder einer Sekte behandeln. Sie ziehen oft frühere Sektenmitglieder hinzu, da sie die gleiche Sprache sprechen und das gleiche durchgemacht haben. Wenn dir ein Außenstehender erzählt, dass du zu einer korrupten oder moralisch verwerflichen Organisation gehörst, kann man das als Verfolgungswahn abtun; aber wenn diese Worte von jemandem kommen der einmal an das gleiche geglaubt hat wie du, bekommen sie mehr Gewicht.


  • ImageWas das Ende betrifft, insbesondere die Art und Weise wie Talia und die anderen Telepathen Bester's Verteidigung durchbrechen und ihn davon überzeugen, dass sie alle tot sind… es ist emotional befriedigend, und besitzt eine gewisse Cleverness, aber um ehrlich zu sein, Ich war nie so recht glücklich damit. Es fühlt sich wie ein billiger Trick an. Ich habe einige verschiedene Ansätze für das Ende ausprobiert, und diese war die am wenigsten anstößige, was die Logik der Story betrifft. Wenn du eine sehr mächtige Figur in einer Serie vorstellst, führt das zu Problemen, da sie dazu verwendet werden können die ausweglosesten Situationen mit einer Handbewegung wegzuwischen. Das Schlimmste, dass du in einer Geschichte tun kannst, ist jemanden hineinzubringen der eine wandelnde, sprechende Deus Ex Machina werden kann… aber bis zu einem gewissen grad hatte ich genau das mit Talia gemacht.

    Ja, dass sie in dieser Episode das tut was sie tut, ergibt voll und ganz Sinn. Und ja, es ist ein billiger Trick. Es ist zu einfach, und zu sauber. Nach dem Schreiben dieser Episode hatte ich daher beschlossen, ihre erweiterten Fähigkeiten wieder ein bisschen zurückzunehmen, was der Grund ist warum sie danach einige Zeit lang nicht mehr erwähnt werden. Ich konnte den Geist nicht mehr in die Flasche zurückstecken, aber ich konnte es zumindest so lange nicht mehr ansprechen, bis es unbedingt erforderlich war. Es ist nichts falsch daran, etwas zu verdrängen. Zumindest ist es das, was ich so höre, da ich so etwas selbst natürlich noch nie gemacht habe.
    Nein, ehrlich.
    Hört auf mich so anzusehen.

    Würdet ihr jetzt endlich die verdammte Seite umblättern?


  • Quelle: „Babylon 5: The Scripts of J. Michael Straczynski - Volume 3”


  • Eines das wir bei dieser Serie immer versucht haben ist sie stark in der Wirklichkeit zu verankern. Bürokratie hat die Angewohnheit dich in kleinen, trivialen und unglaublich kleinlichen Angelegenheiten zum Narren zu halten, und kann es noch kleinlicher werden als eine Diskussion über die Quadratmeter von deinem Quartier? […] Was an dieser Serie gut funktioniert ist, dass es nicht in jedem Kampf um das Schicksal der Galaxis geht. Sheridan kämpfte für jeden Quadratzentimeter seines Quartiers genau so entschlossen wie später gegen den Feind.


  • Ich wusste natürlich, dass das Psi-Corps und das Problem mit den Telepathen wichtiger werden würden. Es war nützlich jemanden als wiederkehrende Erinnerung an die Rolle dieser Institution und ihrer Leute zu haben. Walter kam außerdem mit dem Rest der Besetzung gut aus. Die Zuschauer mochten seine Figur, und er war jemand mit dem ich unbedingt im weiteren Verlauf mehr machen wollte.

  • Quelle: „Babylon 5: Season by Season-Guides - Volume 2: The Coming of Shadows”



    Zusammengestellt von Christian Siegel




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