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Der Fluss der Seelen Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Warner Bros.

Originaltitel: The River of Souls
Episodennummer: Fx04
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 08. November 1998
Erstausstrahlung D: 04. November 1999
Drehbuch: J. Michael Straczynski
Regie: Janet Greek
Hauptdarsteller: Tracy Scoggins als Captain Elizabeth Lochley, Jerry Doyle als Michael Garibaldi, Richard Biggs als Doctor Stephen Franklin, Jeff Conaway als Security Chief Zack Allan, Ian McShane als Dr. Robert Bryson & Martin Sheen als Soul Hunter.
Gastdarsteller: Joshua Cox als Lt. Corwin, Wayne Alexander als Soul One, Bob Amaral als Customer, Joel Brooks als Jacob Mayhew, Ray Proscia als Klaus u.a.

Kurzinhalt: Auf einem außerirdischen Planeten stoßen der Archäologe Dr. Robert Bryson auf sein Team auf eine Kammer der Seelenjäger, wo sie die Kugeln der von ihnen geretteten Seelen aufbewahren. Ihr Eindringen löst einen Alarm aus, doch während sein Team den Tod findet, gelingt Bryson mit einer ganz besonders großen Seelenkugel die Flucht. Er fliegt daraufhin nach Babylon 5, um sich mit jenem Geldgeber zu treffen, der seine Expeditionen und seine Forschung finanziert: Michael Garibaldi. Er erzählt diesem, dass er hofft, den Schlüssel zur Unsterblichkeit zu finden. Garibaldi hält dies für Hokuspokus, und verlangt, gleich am nächsten Morgen Ergebnisse zu sehen. Dr. Bryson beschleunigt daraufhin seinen Zeitplan. Es gelingt ihm tatsächlich, mit den in der Kugel gefangenen Seelen zu kommunizieren, dabei gelingt jedoch einigen von ihnen die Flucht. Diese machen zuerst in geisterhaften Erscheinungen der Korridore der Station unsicher und bringen später – als sie sich in ein Holo-Bordell einnisten – Babylon 5 selbst in Gefahr. Währenddessen kommt ein Seelenjäger an Bord, um die Seelen und die Kugel wieder einzufangen. Kurz darauf folgt eine ganze Armee an Seelenjäger-Schiffen, die schlimmstenfalls dazu bereit wäre, die Station zu vernichten. Zwischen zwei Fronten gefangen, macht Captain Elizabeth Lochley während einer Nahtoderfahrung im Hinblick auf die in der Kugel gefangenen Seelen eine schreckliche Entdeckung…

Review: Episodenbild (c) Warner Bros. Mit "Der Fluss der Seelen" begann, produktionstechnisch gesehen, der langsame – und teils qualvolle – Tod von "Babylon 5". Auf ihn folgte mit dem quasi-"Crusade"-Pilotfilm "Waffenbrüder", eben dieser kurzlebigen Serie, dem Hintertür-Piloten "Legende der Ranger" (der dann nicht in Serie gegeben wurde) sowie den "Lost Tales" mehrere Versuche, "Babylon 5" wiederzubeleben, die sich nicht nur durch eine sehr unterschiedliche Qualität auszeichnen, sondern vor allem auch allesamt gescheitert sind. Von den Filmprojekten, die zwischendurch gerüchteweise aufkamen und teilweise sogar kurz vor der Produktion standen (wie bei "The Memory of Shadows"), ganz zu schweigen. "Der Fluss der Seelen" folgte nun also auf "Der letzte Blick zurück" – die letzte Episode, die für die Serie produziert wurde – und es muss sowohl für die Besetzung komisch gewesen sein, so kurz nach all diesen Abschieden hier nun wieder zurückzukehren, als auch für JMS, nachdem er die Geschichte die er mit "Babylon 5" erzählen wollte eigentlich abgeschlossen hatte, nun doch wieder zurückzukehren, und irgendwie daran anzuknüpfen.

Vor allem letzteres ist "Der Fluss der Seelen" anzumerken. Der Film wirkt irgendwie unbeholfen, so als wäre JMS ausgebrannt gewesen, und hätte sich schwer getan, einen vom Rest der Geschichte abhängigen Einzelfilm zu erzählen (im Gegensatz zu "Waffenbrüder", wo er "Crusade" den Weg ebnen konnte). Die Betonung liegt dabei auf "Film", denn eines der größten Kritikpunkte an "Der Fluss der Seelen" ist, dass es einem so vorkommt, als wäre hier das Drehbuch für eine reguläre TV-Episode plötzlich auf die doppelte Laufzeit aufgebläht worden. Nach dem durch und durch packenden "Der erste Schritt" (der auch wirklich jede Minute gebraucht hat, um die Prequel-Geschichte zu erzählen) schien sich JMS ja bereits bei "Thirdspace" (der bescheuerte deutsche Titel wird von mir boykottiert, sorry) schwer zu tun, neunzig Minuten zu füllen. Dort waren die Längen jedoch verschmerzbar, brachten uns so unvergessliche Momente wie Lyta und Zack im Fahrstuhl, und vor allem: Nach dem Höllentempo der vierten Staffel war die etwas ruhigere und gemächlichere Erzählweise von "Thirdspace" eine willkommene Abwechslung. "Der Fluss der Seelen" folgt nun hingegen einer ohnehin durchwachsenen fünften Staffel, die zu Beginn ebenfalls schon ordentlich gebraucht hat, um endlich mal in die Gänge zu kommen, und sich zum Ende hin auch einiges an Zeit nahm, um sich von den Figuren zu verabschieden und die Geschichte abzuschließen. Letzteres war mir ja auch durchaus willkommen. Aber wo "Thirdspace" von Autobahn-Geschwindigkeit auf Landstraßen-Niveau herunterbremste, entspricht der Wechsel von der fünften Staffel zu "River of Souls" eher jenem von städtischen 50 km/h auf Schneckentempo. Letzteren Eindruck verdankt der TV-Film einerseits dem kriechenden Erzähltempo, und andererseits den ganzen überflüssigen Nebenplots (Corwins Geschenk an Lochley, das Holo-Bordell, die Klage), die einen starken Füllmaterial-Charakter besitzen, und die eigentlich recht gefällige Story rund um die gestohlene Seelenkugel nur unnötig aufhalten.

Episodenbild (c) Warner Bros. Überhaupt, die Holo-Bordell-Geschichte. Ich frage mich nach wie vor, was zur Hölle sich JMS dabei gedacht hat. Es war nicht witzig, sondern wirkte einfach nur plump, und wie eine verkrampfte Ausrede, um Tracy Scoggins (die in "Alien Intruder" bereits SF-Erotik-Erfahrung gesammelt hat; haltet diesbezüglich im Zuge des heurigen Advent-SPECiALs die Augen offen) im Negligee herumlaufen zu lassen. Generell traf JMS mit dem Humor hier – ganz im Gegensatz zum Großteil der Serie – nur selten meinen Geschmack, angefangen vom Sheridan-Garibaldi-Phänomen über den Liebes-Schläger bis hin zum besagten Bordell, sowie dem lästigen Anwalt. Mir persönlich war der Humor hier jedenfalls zu plump, breit, tief und kindisch. Auch was das betrifft, bin ich von JMS wesentlich besseres gewohnt. Interessant: Eine Thematik, die sich in den ersten B5-TV-Filmen nämlich auffälligerweise durchzieht, sind Fehler. In "Der erste Schritt" erzählt Londo von einem ebensolchen, der den Krieg zwischen Menschen und Minbari intensivierte. In "Thirdspace" steht ein Fehler von vielen der Vorlonen im Mittelpunkt. Und hier nun geht es um einen Irrtum der Seelenjäger, der ein ganzes Volk verdammte. Fast könnte man meinen, sein Unterbewusstsein versuchte JMS hier etwas mitzuteilen.

Ein weiterer Schwachpunkt von "Der Fluss der Seelen" sind die Effekte. Nun mögen manche behaupten, dass sich "Babylon 5" was diese betrifft noch nie wirklich mit Ruhm bekleckert hat, und die frühen CGI-Effekte der Serie nicht übermäßig gut gealtert sind (dass für den – von mir grundsätzlich begrüßten – 16:9-Release auf DVD in die betreffenden Aufnahmen hineingezoomt wurde, half dabei natürlich auch nicht gerade; wobei es schon etwas schade ist, zu sehen, dass selbst hier noch die Effekte lediglich in 4:3 gerendert wurden). Ich persönlich war jedoch mit den Effekten der Serie immer größtenteils zufrieden. Auch der Wechsel von Foundation Imaging zu Netter Digital von der dritten auf die vierte Staffel machte sich noch nicht übermäßig negativ bemerkbar. Aber ab der fünften Staffel und der Übernahme durch TNT ging die Tendenz diesbezüglich doch eher bergab – und das just zu einem Zeitpunkt, wo man versuchte, die Grenzen des für sie machbaren auszuloten und sich an immer mehr und komplexeren Effektszenen versuchte. Bereits die ersten Aufnahmen des Seelenjäger-Planeten wissen nicht wirklich zu überzeugen. Besonders schlimm wird es aber dann bei den "Soul Spheres" aus dem Holo-Bordell. Die zähle ich grundsätzlich so ziemlich zu den schlechtesten Effekten, die uns "Babylon 5" je beschert hat; vor allem aber sahen sie derart lächerlich, billig und peinlich aus, dass es auf Kosten der Wirkung der Handlung ging. Und das konnte ich, auch wenn frühere Effekte ebenfalls nicht immer das Gelbe vom Ei gewesen sein mögen, von "Babylon 5" sowohl davor als auch danach noch nie behaupten. Insofern stellte dies effekttechnisch für mich den absoluten Tiefpunkt der Serie dar. Von diesem Totalausfall abgesehen gab es zwar auch wieder ein paar gelungene Momente, oder auch solche, die sich zumindest auf dem aus der Serie gewohnten Niveau befanden. Aber das war wirklich furchtbar. Und auch die Inszenierung von Janet Greek ist durchwachsener, als ich das sonst von ihr gewohnt bin. Manche Einstellungen stechen positiv hervor, in anderen war die Kamera hingegen ungewohnt weit vom Geschehen weg, und noch dazu eigenwillig positioniert, wodurch links oder rechts im Bild viel freie Fläche entstand. Auch was konnte "Babylon 5" schon mal besser.

Episodenbild (c) Warner Bros. Völliger Reinfall ist "Der Fluss der Seelen" trotzdem nicht. Was die positiven Aspekte betrifft, sticht natürlich in erster Linie die hochkarätige Besetzung hervor. Ich frage mich wenn ich mir den Film ansehe jedes Mal aufs Neue, wie es "Babylon 5" gelungen ist, ein Kaliber wie Martin Sheen für "Der Fluss der Seelen" zu gewinnen. Man würde meinen, dass er die Arbeit an einer solchen SF-Serie, noch dazu mit vergleichsweise geringem Budget und längst nicht dem Prestige eines "Star Trek", als unter seiner Würde empfinden würde. Doch wenn es so war, so würde man es seiner Leistung hier nicht anmerken. Im Gegenteil, er wertet mit seiner Präsenz die Figur ungemein auf, und vor allem sein Zusammenspiel mit Tracy Scoggins beschert "Der Fluss der Seelen" einige starke Momente. Fast noch mehr beeindruckt bin ich jedoch von Ian McShane, der damals (noch vor seinem Durchbruch mit "Deadwood") zwar noch nicht die Schauspiel-Größe gewesen sein mag, die er heutzutage ist, dennoch war auch er zweifellos ein Fang. Vor allem aber war sein Engagement vielleicht sogar insofern noch wichtiger, als Dr. Bryson in weniger talentierten Händen Dr. Bryson ein völlig uninteressanter Wegwerf-Charakter hätte sein können; einfach nur der x-te klischeehafte verrückte Wissenschaftler gewesen. Mit seiner engagierten Performance schafft er es jedoch, seine Figur über das, was sich auf dem reinen Papier befand, aufzuwerten.

Womit wir wieder zur Geschichte zurückgekehrt wären, die ja – trotz aller berechtigter Kritik – grundsätzlich ebenfalls über interessante Ansätze verfügt. SO gefällt mir grundsätzlich schon einmal das Setting ein paar Monate nach dem Abschied schon Sheridan, Delenn, Franklin, Garibaldi & Co., wodurch man einen kleinen Einblick darin bekommt, wie es mit bzw. auf der Station nach der Abreise der ehemaligen Stammbesetzung weiterging. Die in der gleichnamigen Folge aus der ersten Staffel vorgestellten Seelenjäger fand ich zudem ebenfalls schon immer interessant. Zumal auch "Der Fluss der Seelen" davon absieht, eine definitive Antwort auf die Frage zu geben, was genau es denn ist, dass sie in ihren Kugeln gefangen nehmen. Erinnerungen? Gedankenmuster? Oder tatsächlich Seelen? Die größte Stärke der Geschichte liegt jedoch in der Offenbarung, dass den Seelenjägern im Falle der Ralganer ein fürchterlicher Fehler unterlaufen ist. Was sie als Massenexodus interpretierten, war vielmehr der Sprung zu einer neuen Existenzebene. Hier kommt dann auch wieder Martin Sheen ins Spiel, der dem Zuschauer den persönlichen Schmerz, den seine Figur ob dieser Erkenntnis empfindet, auf glaubwürdige und nachfühlbare Art und Weise vermittelt. Nett – wenn auch ein bisschen konstruiert – fand ich auch die Szene zuvor, als es Lochley in die Kugel verschlägt. Den Trick, andere Wesen durch bekannte Figuren spielen zu lassen, hat JMS zwar mittlerweile schon einige Male angewandt – sonderlich neu ist diese Idee also nicht (man nehme z.B. "Das dritte Zeitalter") – aber da uns dies ein Wiedersehen mit Richard Biggs bescherte, will ich mich darüber nicht beschweren. Und auch der Ausgang des Geschehens konnte mir dann durchaus gefallen, mit dem Opfer, dass der Seelenjäger bringt. Ich wünschte nur, JMS hätte die Geschichte entweder als normale Folge der fünften Staffel erzählt, oder aber andere (bessere) Nebenplots gefunden, um auf TV-Film-Länge zu kommen.

Fazit: Episodenbild (c) Warner Bros. Mit "Der Fluss der Seelen" setzt sich der Abwärtstrend der TV-Filme zu "Babylon 5" weiter fort. Die Geschichte verfügt ja durchaus über einige interessante Ansätze, wobei mir insbesondere alles rund um den Fehler der Seelenjäger gut gefallen konnte. Der Soundtrack von Christopher Franke ist wieder einmal sehr stimmungsvoll und – mit den teils ätherisch-klerikalen Tönen – sehr passend. Vor allem aber sticht die hochkarätige Besetzung hervor. Ich zwicke mich nach wie vor jedes Mal wenn ich die DVD einlege, da ich nicht glauben kann, dass man tatsächlich ein Kaliber wie Martin Sheen für eine Rolle bei "Babylon 5" gewinnen konnte. Zumal er ganz offensichtlich auch nicht einfach nur wegen des Gehaltsschecks dort war, sondern man merkt, dass er auch wirklich sein volles schauspielerisches Talent für diese Rolle in die Waagschale wirft. Aber auch Ian McShane darf nicht vergessen werden, bzw. war dieser angesichts der klischeehaften Rolle die er mit seiner engagierten Performance aufwertet für den TV-Film vielleicht sogar noch wichtiger. Beide sind für die besten Momente von "Der Fluss der Seelen" verantwortlich, und werten ihn zweifellos auf. Dennoch sind sie leider allein, um gegen die Schwächen des Drehbuchs anzukommen. Möglicherweise war JMS nach fünf Jahren "Babylon 5" ja einfach ausgebrannt, bzw. in Gedanken schon zu sehr bei der Nachfolgeserie "Crusade", aber sein Drehbuch zu "Der Fluss der Seelen" wirkt teilweise schrecklich unbeholfen. Vor allem das schleppende Erzähltempo sowie die ganzen unnötigen Subplots machen sich negativ bemerkbar. Der Humor traf ebenfalls überwiegend nicht meinen Humor, wobei vor allem alles rund um das Holo-Bordell billig und peinlich wirkt. Der letzte wesentliche Knackpunkt sind dann die Effekte. Vor allem die Holo-Figuren der Seelen sahen einfach nur furchtbar aus – man weiß echt nicht, ob man Lachen oder weinen soll. So oder so ist es der Dramatik des Moments jedenfalls nicht zuträglich. Der letzte Knackpunkt ist dann, dass "Der Fluss der Seelen" – im Gegensatz zu "Waffenbrüder" – vom großen Handlungsbogen der Serie völlig losgelöst ist, was ihn zusammen mit dem mageren Unterhaltungswert neben "Legende der Ranger" zum entbehrlichsten der "Babylon 5"-TV-Filme macht. Sprich: Wer ihn verpasst, verpasst nicht viel.

Wertung: 2 von 5 Punkten
Christian Siegel


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Kommentare von JMS
  • Als er gefragt wurde warum er schreibt was er schreibt, sagte Stephen King einmal: "Autoren schreiben über das, was sich in ihrem Filter verfängt". Und die Seelenjäger verfingen sich von Anfang an in meinem. Ich wollte immer schon zu diesem Gedanken zurückkehren und ihren Glauben und ihre Gesellschaft näher erforschen; was sie waren, und warum sie waren. Doch irgendwie ergab sich nie wirklich eine Gelegenheit. Hier wurde mir nur bewusst, dass dies wohl meine letzte Chance war, und ich beschloss, sie zu ergreifen.

  • Eines der Themen die mich schon immer faszinierten ist die Frage nach der Seele, sowohl als übernatürliches Wesen als auch in bodenständigerer Hinsicht, als die Summe unterer Persönlichkeit, unserer Perspektive, unserer Gesinnungen… diese Wahrnehmung des Selbst das formt, wer wir sind. Wo beginnt das eine, und hört das andere auf? Wenn wir in den Spiegel schauen, wer ist die Person, die zu uns zurückblickt? Ich mag es, mit solchen Fragen herumzuspielen. Danach gibt's Chips.

  • Was nun die Frage nach der Seele betrifft: Ich denke, das ist am besten dem Zuschauer überlassen, wie er oder sie das interpretieren will. Die Geschichte ist dazu da, Fragen aufzuwerfen, und um die Menschen dazu zu veranlassen über die Natur der Seele zu diskutieren, und über Identität. Mich hinzustellen und zu sagen "Das ist, was es alles bedeutet, und was es über dich als Person aussagt" würde den Zweck verfehlen. Die Antwort ist für jeden eine andere, und so sollte es auch sein. Sind wir unsterbliche Wesen? Oder so vergänglich und substanzlos wie Seifenblasen? Ist die Seele die Summe unserer Einzelteile, oder sind unsere Einzelteile die Projektion unserer Seele? Woher zur Hölle soll ich das wissen? Ich bin nur ein Schreiberling aus Jersey.

  • Episodenbild (c) Warner Bros.
  • Wir waren alle sehr überrascht dass Martin Sheen an einem Science Fiction-Projekt teilnehmen wollte, aber überglücklich, ihn zu haben. Er erwies sich als überlebensgroße Persönlichkeit die es liebte, Leute um sich zu scharen und Geschichten zu erzählen. Es war ihm auch sehr wichtig, alle um ihn herum dazu zu animieren, sich einem 12-Punkte-Programm anzuschließen, egal ob sie eines brauchten oder nicht. Ich schloss mich ihm eines Tages beim Mittagessen an, und er sagte mir, dass ich an einem ebensolchen Programm teilnehmen sollte. "Ich rauche nicht, ich trinke nicht, ich spiele nicht, und ich nehme keine Drogen", sagte ich. "Warum sollte ich ein 12-Punkte-Programm brauchen?" Er dachte lange Zeit darüber nach, und meinte dann "Jeder, der sich dermaßen stark unter Kontrolle hat, hat genug persönliche Probleme, um damit ein 13-Punkte-Programm zu füllen, also mach dich an die Arbeit."

  • Quelle: "Babylon 5: The Scripts of J. Michael Straczynski - TV Movies"

    Zusammengestellt und übersetzt von Christian Siegel
    (Bilder © Warner Bros.)







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