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Das körperlose Wesen Drucken E-Mail
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Originaltitel: Beyond the Farthest Star
Episodennummer: 1x01
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 08.09.1973
Erstausstrahlung D: 26.10.1976
Drehbuch: Samuel A. Peeples
Regie: Hal Sutherland
Hauptdarsteller: William Shatner als Captain James T. Kirk, Leonard Nimoy als Mr. Spock, DeForest Kelley als Dr. Leonard McCoy, James Doohan als Scotty, George Takei als Hikaru Sulu, Nichelle Nichols als Lt. Uhura
Gastdarsteller: James Doohan als Lt. Kyle, Insektoid, Energiewesen u.a.

Kurzinhalt: Als die U.S.S. Enterprise in einen bislang unerforschten Raumsektor vordringt, wird sie plötzlich von der Gravitation eines toten Sterns gefangen genommen. Mit letzter Not gelingt es ihnen, in den Orbit des Sterns einzuschwenken und einen Zusammenprall zu verhindern. Als sie das System untersuchen, entdecken sie, dass scheinbar auch ein zweites, riesiges Schiff von der Gravitation des Sterns gefangen genommen wurde und seither in dessen Orbit verharrt. Als sie diesem Schiff einen Besuch abstatten, erfahren sie nicht nur, dass dieses hunderte Millionen von Jahren alt ist, sondern auch, dass die Besatzung dieses selbst zerstört und sich dabei auch selbst vernichtet haben, um zu verhindern, dass ein bösartiges Energiewesen dem Einflussgebiet des Sterns entkommt, um sich daraufhin in der Galaxis auszubreiten. Eben diese Entität sucht nun die Enterprise heim, und übernimmt die Kontrolle über das Schiff. Kirk und Co. versuchen verzweifelt, das Wesen aufzuhalten, ehe es diesem zusammen mit der Enterprise gelingt, ins All vorzustoßen und so seine Freiheit wieder zu erlangen…

Denkwürdige Zitate: "A physiological symptom of latent primal superstition. The fear of primitive people confronting something unknown to them."
"Compared to the people who built this ship, we are primitives. Even you, Mr. Spock."
(Captain Kirk und Spock, als sie das fremde Schiff besichtigen.)

"Danger! Danger!"
(Gerade, dass es nicht "Danger, Will Robinson! Danger!" sagt.)

"Don't leave me alone! Please! Please! So lonely…!"
(Der verzweifelte Hilferuf der Entität am Ende der Episode.

Review: ImageNachdem die klassische "Star Trek"-Serie nach dem Ende der dritten Staffel nicht mehr verlängert wurde, stieg der Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad durch Wiederholungen stetig an. Der Sender NCB beschloss daher, das Animationsstudio Filmnation zu einem animierten Comeback zu beauftragen. Anstatt dabei nur einen halbherzigen Job zu machen und so billig wie möglich abzucashen, beschlossen die Produzenten so weit als möglich eine würdige Fortsetzung der originalen "Star Trek"-Serie zu erschaffen. Deshalb wurden – mit Ausnahme von Walter Koenig, der um Geld zu sparen durch einen neuen Navigator, einen Außerirdischen namens Arex, ersetzt wurde – alle SchauspielerInnen aus der Stammbesetzung auch für die Zeichentrickversion verpflichtet, um ihren bekannten (und im Falle von James Doohan auch vielen unbekannten) Figuren ihre Stimmen zu leihen. Auch "hinter der Kamera" bemühte man sich um Kontinuität, und brachte zahlreiche Drehbuch-Autoren der klassischen Serie auch für "The Animated Series" wieder zurück. Mittlerweile wird der Zeichentrick-Ableger – nachdem sich Gene Roddenberry kurz vor seinem Tod noch vehement dagegen ausgesprochen hat – zum offiziellen Kanon von "Star Trek" gezählt, und als Abenteuer aus den letzten beiden Jahren der Fünfjahresmission der U.S.S. Enterprise angesehen.

Obwohl ich seit meiner Kindheit großer Fan von "Raumschiff Enterprise" bin, habe ich die Zeichentrickserie bislang nie gesehen. Zumindest soweit ich mich erinnern kann, wurde sie in meiner Kindheit nicht im österreichischen Fernsehen ausgestrahlt (im Gegensatz zur klassischen "Star Trek"-Serie), und da wir als ich ein Kind war noch kein Kabelfernsehen hatten, war ich auf das mickrige Angebot der beiden ORF-Kanäle beschränkt. Ich schließe nicht aus, vielleicht beim Besuch eines Freundes mal über die eine oder andere Folge gestoßen zu sein, und mich halt einfach nicht mehr daran erinnern zu können. Wichtig ist jedenfalls: Ich verbinde damit keinerlei Erinnerungen, weshalb "The Animated Series" im Gegensatz zu "The Original Series" bei mir auf keinen Nostalgiebonus zurückgreifen kann. Da ich nun vor kurzem meinen allerersten Durchlauf der klassischen Serie beendet hatte, beschloss ich allerdings, mir nun endlich auch die animierten Abenteuer der Enterprise vorzuknöpfen – und war zumindest mal von "Das körperlose Wesen" durchaus angetan. Die Entscheidung, auf die Stammbesetzung zurückzugreifen, macht sich dabei sofort bezahlt: Trotz der Tatsache, dass es sich um eine Zeichentrickserie handelt, kommt praktisch von der ersten Minute an "Star Trek"-Feeling auf. Gut, ok, das Hauptthema der animierten Serie hatte meines Erachtens mehr von "Love Boat" als von "Star Trek", und gefiel mir persönlich eher weniger. Zudem ist es für mich ein so wesentlicher Bestandteil der klassischen Serie, dass ich es vorgezogen hätte, man hätte einfach auf dieses zurückgegriffen. Davon abgesehen fühlte ich mich dank der bekannten Stimmen aber sofort wie daheim.

ImageEinen wesentlichen Anteil daran hat zweifellos die Inszenierung. Dass es sich hier um eine Zeichentrickserie handelt, bedeutet ja auch, dass ihnen eigentlich inszenatorisch viel mehr Möglichkeiten zur Verfügung standen. Man hätte sich alle möglichen interessanten Kameraperspektiven etc. ausdenken können. Stattdessen hält man sich von wenigen Ausnahmen abgesehen was Kameraeinstellungen etc. betrifft sehr nah an die Vorlage. Egal ob bei jenen Szenen, in denen wir die Enterprise im Weltraum fliegen sehen, oder an Bord des Schiffes: Davon abgesehen, dass alles animiert ist, sieht und fühlt es sich haargenau so an wie eine Episode der klassischen Serie. Auch die Musik der Episode selbst – also abseits der Titelmelodie – hat mir super gefallen, und schien sich einerseits an den bekannten Motiven und Stilen zu orientieren, jedoch ohne diese einfach nur zu kopieren. Und natürlich haben auch die originalen Soundeffekte einen immensen Anteil daran, dass sich alles so anfühlt – und vor allem eben auch anhört – wie man das aus der klassischen Serie gewohnt ist. Zumindest aus optischer und akustischer Sicht atmet "The Animated Series" demnach – zumindest mal in dieser ersten Folge – den Geist der klassischen Serie, und fühlt sich wirklich wie eine würdige und stimmige Fortsetzung an.

Inszenatorisch mag man sich zwar bewusst einschränken, um einen Bruch mit der Original-Serie zu vermeiden, in einem Punkt nutzt man jedoch die Freiheit einer Zeichentrickserie in "Das körperlose Wesen" schon mal gekonnt aus: Denn das von der Crew im Orbit des toten Sterns gefundene Schiff wäre, mit all seinen Waben etc., in der Original-Serie aus Kostengründen wohl nicht vernünftig hinzubekommen gewesen. Die Tatsache, dass alles animiert ist, erlaubt den Drehbuchautoren, freier und größer zu denken, und zumindest Samuel A. Peebles (der bereits für den zweiten "Star Trek"-Pilotfilm "Die Spitze des Eisberges" das Drehbuch schrieb) hat dies für "Das körperlose Wesen" schon mal gelungen ausgenutzt. Davon abgesehen muss man aber auch so ehrlich sein und zugeben, dass die Geschichte jetzt nicht unbedingt ein Highlight ist. Sie ist zwar grundsätzlich sehr solide, aber die Idee, die Enterprise von einem mächtigen, fremden Wesen übernehmen zu lassen, ist jetzt nicht sonderlich originell. Insgesamt empfand ich die ersten zwei Drittel der Episode jedenfalls um einiges besser, interessanter und faszinierender als den etwas klischeehaften Abschluss der Geschichte. Und auch die Art und Weise, wie man das titelspendende Körperlose Wesen schließlich los wird, hat mich nicht unbedingt überzeugt. Ebenfalls erwähnt werden müssen kleinere Fehler bei der Animation. So wechselt zu Beginn die Person, die neben Sulu sitzt, mehrmals von einer Szene auf die nächste. Mal ist es der (gelb uniformierte) Arex, dann ein Crewmitglied in roter Uniform (Scotty?). Hier hätte man was die Kontinuität innerhalb der Szene betrifft doch etwas sorgfältiger vorgehen können. Gut gefallen hat mir dann aber der Abschluss. Zwar war das körperlose Wesen z u sehr Antagonist, als dass man wirklich mit ihm mitfühlen hätte können, dennoch sorgte sein Flehen für einen durchaus dramatischen Ausgang.

ImageGenerell muss ich gestehen, angenehm überrascht zu sein, dass sich auch "The Animated Series", wie schon die klassische Serie – und trotz des Zeichentrickformats – eben nicht in erster Linie an Kinder, sondern vielmehr an jugendliche/erwachsene Fans von "Star Trek" zu richten scheint. Das hatte ich so offen gestanden nicht erwartet. Der Zeichenstil weiß grundsätzlich ebenfalls zu gefallen, auch wenn man was die Animationen/Bewegungen betrifft äußerst sparsam vorgeht, und sich die meisten Figuren sehr ruckartig bewegen. Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich auch die Augen, da diese einfach nur schwarze Pupillen innerhalb des hautfarbenen Hintergrunds sind, und die Serie damit sowohl die Augenfarben als auch "das weiße in den Augen" ausspart. Allerdings hatte ich mich recht schnell daran gewöhnt, und kann es nach nur einer Episode schon als Stil/künstlerische Freiheit abspeichern. Abschließend sei mir noch die Bemerkung gestattet, dass die Idee eines körperlosen Wesens, dass ein Raumschiff braucht um einen Planeten zu entfliehen, Erinnerungen an "Star Trek V – Am Rande des Universums" weckt; wo übrigens auch das Zentrum der Galaxis, das hier erwähnt wird, eine Rolle spielt. Ob "Das körperlose Wesen" wohl für Shatners Regieeinsatz Pate gestanden hat?

Fazit: Die erste Episode der Zeichentrickserie hat mich positiv überrascht. Allzu viel Originalität darf man sich von der Handlung zwar nicht erwarten, und auch was die Animationen betrifft hat sich der eine oder andere Fehler eingeschlichen. Und zugegebenermaßen musste ich mich an die seltsam aussehenden Augen erst gewöhnen. Davon abgesehen hat mir "Das körperlose Wesen" aber sehr gut gefallen. Einer der Hauptgründe dafür dürfte sein, wie viel "TOS"-Atmosphäre die Zeichentrickserie, zumindest mal in dieser Pilotfolge verströmt. Angefangen von den Stimmen der Original-Darsteller über die aus der Serie bekannten Soundeffekte bis hin zur Inszenierung, die sich was Kameraeinstellungen etc. betrifft ebenfalls stark an der klassischen Serie orientiert, fühlte ich mich hier wie "zu Hause". Auch vom überraschend erwachsenen Ton der Episode war ich sehr angetan – ich hoffe sehr, dass man diesen auch im weiteren Verlauf der Serie beibehalten wird. Insgesamt bot "Das körperlose Wesen" jedenfalls "Star Trek"-Unterhaltung auf einem Niveau, mit dem sie sich auch vor der klassischen Serie nicht verstecken muss.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © Filmnation/NBC/Paramount)




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