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Die Todesbringerin PDF Drucken E-Mail
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Originaltitel: Deathwalker
Episodennummer: 1x09
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 20.04.1994
Erstausstrahlung D: 01.10.1995 (Pro7)
Drehbuch: Larry DiTillio
Regie: Bruce Seth Green
Hauptdarsteller: Michael O'Hare als Cmdr. Jeffrey Sinclair, Claudia Christian als Lt. Comdr. S. Ivanova, Jerry Doyle als Michael Garibaldi, Mira Furlan als Delenn, Andrea Thompson als Talia Winters, Stephen Furst als Vir Cotto, Bill Mumy als Lennier, Andreas Katsulas als G'Kar, Peter Jurasik als Londo Mollari
Gastdarsteller: Sarah Douglas als Jha'Dur, Robin Curtis als Botschafterin Kalika, Cosie Costa als Abbut, Aki Aleong als Senator Hidoshi

Denkwürdige Zitate: „So, I shouldn't listen to rumors...?“
„Sorry, Ambassador. We thought it best to handle this quietly.“
„Great Job!“ (Londo zu Sinclair, nachdem dessen Versuch die Todesbringerin unauffällig von der Station zu schaffen gescheitert ist.)

„Our gun arrays are now fixed on your ship. They will fire the instant you come into range. You will find their power quite impressive. For a few seconds...“
(Ivanova zum Captain des Drazi-Kampfschiffes, dass damit gedroht hat, die Station anzugreifen.)

Kurzinhalt: Image"Todesbringerin!" schreit Na'Toth in Rage, als sie eine soeben auf der Station angekommene Außerirdische angreift und zu ermorden versucht. Als sie Sinclair schließlich ihr verhalten erklärt, behauptet sie, beim Neuankömmling würde es sich um die Kriegsverbrecherin Jha'Dur handeln. Sinclair kann das nicht so recht glauben, liegt der Krieg mit den Dilgar doch schon mehr als 30 Jahre zurück. Jha'Dur müsste demnach entweder schon tot oder zumindest eine alte Frau sein. Doch Nachforschungen ergeben, dass es sich tatsächlich um die Todesbringerin handelt. Des Rätsels Lösung befindet sich in einer Phiole, die auf ihrem Schiff gefunden wird: Ein Unsterblichkeitsserum. Eben dieses möchte Jha'Dur nun an den Höchstbietenden verkaufen. Doch die Liga der blockfreien Welten pocht auf eine Verhandlung, um die Todesbringerin für ihre Verbrechen zur Verantwortung zu ziehen. Sinclair befindet sich in einem moralischen Dilemma...


Erwähnenswerte Synchro-Fehler: Richtig große Synchrofehler sind mir diesmal nicht aufgefallen - was jedoch wie schon bei "Angriff auf die Außerirdischen" eher daran liegen dürfte, dass ich nicht so gut aufgepasst habe bzw. die Episode nicht ganz so auswendig kenne wie andere, und mir daher vieles nicht aufgefallen ist. WAS mir aufgefallen ist, ist dass in der Synchro oftmals eigentlich unverständliches Geplapper im Hintergrund aufgebläht wurde, und man einfach willkürlich Dialogzeilen erfunden hat, wie z.B. das völlig unsinnige "wir müssen unbedingt mit Ja stimmen" vor der Abstimmung. Das ist ja der SINN der Sache, was sollen sie denn sonst tun? Und auch das Geflüstere der beiden "Berater" von Botschafterin Kalika wirkt sehr verkrampft.


Review: Im Zentrum von "Die Todesbringerin" steht folgende moralische Frage: Würde man von einem Kriegsverbrecher wie Mengele ein Heilmittel gegen z.B. Krebs annehmen? Kann das Gute, dass daraus entstehen würde, jemals die Gräueltaten die dieser Mensch zuvor begangen hat wieder gut machen? Soll man ihm dafür Immunität gewähren und seine Verbrechen als vergeben und vergessen betrachten? Jha'Dur ist eine Kriegsverbrecherin, die sich eigentlich für ihre Taten vor einem Gericht verantworten müsste. Jedoch hat sie ein Mittel im Gepäck, dass der gesamten Galaxis Unsterblichkeit bringen könnte. Was wiegt schwerer, Gerechtigkeit für jene, die sie umgebracht hat, oder das Wohl jener, die sie damit in Zukunft retten könnte? Erschwerend kommt dann noch hinzu, dass die Interessen der verschiedenen Völker sehr auseinandergehen. Während sich die meisten großen Völker aus dieser Geschichte heraushalten wollen – oder im Hintergrund selbst versuchen, das Serum für sich zu gewinnen – sind es insbesondere kleinere Völker, die unter der Todesbringerin gelitten haben und ihr Opfer nun gerächt sehen wollen. Doch die Liga der blockfreien Welten hat im Rat von Babylon 5 nur eine Stimme, und kann sich daher gegen die großen Mächte nicht durchsetzen. Die Entscheidung des Rates bedroht das Ziel der Station: Den Frieden zwischen den Völkern zu sichern.

ImageTrotz der interessanten Thematik, den Informationen über die unmittelbare Vergangenheit im B5-Universum (mit dem Dilgar-Krieg) und den Einblicken in die Funktionsweise des Babylon 5-Rates konnte mich "Die Todesbringerin" noch nie so recht vom Hocker reißen. Dabei gibt es – zumindest in der A-Handlung – keinen richtigen großen Fehler, es ist eher eine Fülle kleinerer Dinge und logischer Schwächen, die mich stören. So ist es schon ein wenig konstruiert, dass das Serum tatsächlich so komplex ist, dass man es nur mit Jha'Durs Hilfe weiterentwickeln kann. Auch was die Liga der blockfreien Welten mit der Bedrohung der Station bezwecken, will mir nicht so recht in den Sinn. Sollen wir wirklich glauben, dass sie die Station – mit eigenen Vertretern, Zivilisten und natürlich den Botschaftern der 5 mächtigsten Rassen im Universum an Bord – zerstören wollen, und damit einen interstellaren Krieg anzetteln, den sie nur verlieren können? Überhaupt hat es der Liga viel Sympathie gekostet, dass sie die Entscheidung des Rates partout nicht akzeptieren wollen. Das ist nun mal das Wesen einer Demokratie, dass man auch mal eine Niederlage einstecken muss. Natürlich kann man darüber diskutieren ob es fair ist, dass die Liga der blockfreien Welten, die viele verschiedene Völker vertritt, nur eine Stimme im Rat erhält, aber einfach aufzustehen und zu gehen ist doch auch keine Lösung. Zumal die Vertretung im Rat der Liga bestimmt auch viele Vorteile bringt.

Und dann ist da noch das Problem, dass Jha'Durs Verbrechen leider sehr abstrakt bleiben und über ein allgemeines "Sie hat viele getötet" nie hinaus geht. Wir sehen keine Flashbacks, ja nicht mal Bilder, die ihre Gräueltaten veranschaulichen würden. Dadurch werden ihre Verbrechen nie greifbar, weshalb es auch schwer fällt, die Entrüstung von Sinclair oder eben auch der Liga der blockfreien Welten nachzuvollziehen. Zumal Jha'Dur auch – von ihrem fiesen Kommentar G'Kar gegenüber mal abgesehen – erst am Ende das Monster in ihr durchblitzen lässt. Davor sieht man in ihr "nur" eine stolze Kriegsherrin, die sicherlich kein reines Gewissen hat, aber der man auch nicht unbedingt jene Verbrechen zutraut derer sie beschuldigt wird. All dies führt dazu, dass ich im moralischen Konflikt nie Stellung bezogen habe, sondern das ganze eher als unbeteiligter Beobachter verfolgt habe. Ich war nicht richtig involviert, und fühlte weder Entrüstung als der Antrag der Liga abgelehnt wurde, noch Erleichterung, als man sich gemeinsam mit Sinclair doch noch auf eine Lösung einigen konnte. Das verleiht der moralischen Diskussion etwas sehr abstraktes und akademisches, was leider längst nicht so interessant ist, als wenn man selbst fieberhaft für eine der Seiten Stellung bezieht.

ImageLast but not least: Die Nebenhandlung rund um Talia und Kosh sollte wohl witzig und mysteriös sein, hat es aber bei mir nur geschafft, mir auf die Nerven zu gehen. Es gibt interessant-mysteriös und frustrierend-mysteriös – Koshs unsinnige Gespräche mit Abbot waren für mich leider letzteres. Erschwerend kommt noch hinzu, dass dies leider einer der wenigen aufgeworfenen roten Fäden war, die nie wieder so richtig aufgegriffen wurden. Das macht die ganze Geschichte noch einmal deutlich sinnloser. Somit stehen auf der positive Seite nur die interessante Grundidee, die sehr gut gespielten Szenen zwischen Sinclair und Jha'Dur, Ivanova's kluges Verhalten während des drohenden Angriffs der Liga-Schiffe, das originelle Design eben jener Raumschiffe, und natürlich das überraschende Ende, in der die Vorlonen, entgehen ihrer ständigen Bekundungen sie würden sich nicht in die Angelegenheiten anderer einmischen, eben genau dies tun, in dem sie Jha'Durs Schiff zerstören und den versammelten jungen Rassen bekunden "Ihr seid noch nicht reif für die Unsterblichkeit". Eine sehr interessante Wendung, die einige spannende Fragen aufwirft, und die Vorlonen in einem neuen Licht erscheinen lässt. Schade nur, dass dieses Ende wiederum die ganzen Debatten und die Geschehnisse zuvor irgendwie sinnlos macht. Denn egal was und wie man entschieden hätte, es wäre ohnehin so gekommen – warum also der ganze Aufwand? Nichtsdestotrotz war diese Szene mit Abstand das Highlight von "Die Todesbringerin".


Fazit: "Die Todesbringerin" leidet unter vielen kleineren Schwächen sowie der extrem schwachen B-Handlung, die diese Episode deutlich schlechter machen, als sie hätte sein müssen. Daher reicht es trotz einiger guter Einzelszene und –Momente leider nur für unterdurchschnittliche Unterhaltung.

Bewertung: Spannung: 2.5/5 | Action: 2/5 | Humor: 1.5/5 | Dramatik: 2/5 | Inhalt: 3/5 | Gesamteindruck: 2/5

Christian Siegel
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Produktionsnotizen:
Vom Skript zur Folge:
Wie schon bei "Die Purpurdaten", dem ersten Drehbuch von Larry DiTillio, so ist auch von "Die Todesbringerin" wieder "nur" das Produktionsdrehbuch (und nicht sein Erstentwurf) enthalten, dass praktisch keine Unterschiede zur Episode aufweist. Immerhin gehen aus DiTillio's Einleitung zum Drehbuch zumindest zwei kleine Änderungen hervor, die JMS nach seinem Erstentwurf daran vorgenommen hat. So hätte der Kampf zwischen Na'Toth und Jha'Dur ursprünglich deutlich länger sein sollen, wurde jedoch aus Zeit- und Budgetgründen gekürzt. Und die Wendung am Ende, in der offenbart wird, dass die Unsterblichkeit einer Person den Tod einer anderen erfordert, wurde von JMS – gegen den Wunsch von Larry DiTillio, der mit diesem Twist nie so recht etwas anfangen konnte – eingefügt.

Quelle: „Babylon 5: Other Voices - Volume 1”


Anekdoten zur Produktion der Episode
  • Abutt hätte eigentlich vom New Yorker Comedian Gilbert Gottfried gespielt werden sollen, doch dieser musste im letzten Moment absagen. Mit der Darstellung von Ersatz Cosie Costa war Drehbuchautor Larry DiTillio nie so recht zufrieden, da die Rolle bzw. der Dialog ganz auf Gottfried abgestimmt war.


  • Quelle: „Babylon 5: Other Voices - Volume 1”


    Das sagen die Schauspieler
  • ImageLarry DiTillio über Michael O'Hare: „Wir hatten bei "Die Purpurdaten" nicht viel miteinander gesprochen, da sein Part in der Geschichte eher klein war, aber in "Die Todesbringerin" war er entscheidend. Michael kommt vom Theater, und hat deshalb großen Respekt für Worte, und wann immer er meine gesprochen hat, war ich sehr zufrieden. In dieser Geschichte konnte man wirklich den Mann unter dem Commander sehen. Sinclair hat hohe moralische Ansprüche, der von seiner eigenen Regierung gezwungen wird vor einem Schlächter zu buckeln. Er ist verärgert und geschockt, und auch wenn er diese Gefühle kontrolliert so kann man sie doch jede Sekunde in seinen Augen erkennen. Das war typisch Michael: Subtil und effektiv.“


  • Andrea Thompson über ihre Handlung in dieser Episode": „Das war bizarr, oder? Während wir es drehten dachte ich die ganze Zeit "Worüber reden die da?". Ich war genau so ahnungslos wie Talia. Manchmal kann das frustrierend sein, weil du mehr darüber wissen willst was genau du da eigentlich tust, aber im Endeffekt war es ein Segen, da meine Verwirrung echt war und ich sie nicht spielen musste.“


  • Quelle: „Babylon 5: Season by Season-Guides - Volume 1: Signs and Portents”


    Kommentare von JMS
  • „Das [Anm.: Der "Vicker" bzw. Talia's Handlung generell] war eine Erfindung von Larry DiTillio mit der ich nicht wirklich glücklich war. Ich war mir nicht sicher ob ich diese Technologie in meinem Universum wollte, und nachdem ich es gesehen hatte dachte ich "Das werden wir nie wieder zu Gesicht bekommen – die sind alle gestorben!“


  • Quelle: „Babylon 5: Season by Season-Guides - Volume 1: Signs and Portents”


  • „Die Ratsversammlung von Babylon 5 und die Liga der Blockfreien Welten funktionieren sehr ähnlich wie der UN-Sichereitsrat und die UN-Generalversammlung. Die kleineren Welten und Allianzen habe nicht so viel Macht wie die Großen Fünf. Als Gruppe haben sie eine gemeinsame Stimme die der einer der Großen Fünf entspricht; sie können einen der ihren zum Sprecher ernennen und ihn diese Stimme abgeben lassen, wodurch sie oft einen Stimmengleichheit erreichen oder auflösen. Es ist keine sonderlich gleichberechtigte Situation, aber es war die einzig gangbare Lösung, die von den anderen Botschaftern akzeptiert wurde. Wir sehen ihre Probleme damit in "Die Todesbringerin".“


  • „Und ja, die Windschwerter waren der Kriegerclan, der in die Ereignisse im Pilotfilm verwickelt war .“


  • Quelle: Der deutsche Lurker’s Guide für Babylon 5


    Zusammengestellt von Christian Siegel



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