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Vergeltung Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) MGM/Showtime

Originaltitel: Cor-Ai
Episodennummer: 1x16
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 23. Januar 1998
Erstausstrahlung D: 14. April 1999
Drehbuch: Tom J. Astle
Regie: Mario Azzopardi
Hauptdarsteller: Richard Dean Anderson als Colonel Jack O'Neill, Michael Shanks als Dr. Daniel Jackson, Amanda Tapping als Captain Samantha Carter, Christopher Judge als Teal'c, Don S. Davis als General George Hammond.
Gastdarsteller: David McNally als Hanno, Peter Williams als Apophis, Paulina Gillis als Byrsa woman, Christina Jastrzembska als Maslih, Kirby Morrow als Militia Man, Michasa Armstrong als Shak'l, Devon Finn als Young Hanno u.a.

Kurzinhalt: Das Team von SG-1 stattet bei ihrer Erforschung des Stargate-Netzwerks als nächstes dem Planeten Carthago einen Besuch ab, wo man eine mittelalterliche Zivilisation vorfindet. Kurz nach ihrer Ankunft werden sie von ihnen umzingelt, können sie jedoch davon überzeugen, in friedlicher Absicht zu kommen. Zumindest, bis ihr Blick auf Teal'c fällt. Die Angelegenheit wird dadurch weiter kompliziert, dass einer der jungen Männer meint, in Teal'c genau jenen Jaffa zu erkennen, der vor ein paar Jahren seinen Vater ermordet hat. In einer Verhandlung, dem sogenannten Cor-Ai, soll seine Schuld nun festgestellt und die Strafe festgesetzt werden. Jack, Daniel und Samantha stören sich dabei daran, dass der Angeklagte selbst zugleich als Richter und Geschworener auftritt, doch eben so hat es auf Carthago nun mal Tradition. Als Teal'c schließlich ein Geständnis ablegt und zugibt, Hannos Vater getötet zu haben, scheint sein Schicksal besiegelt…

Denkwürdige Zitate: "When I look into Hanno's eyes, I see the horror on the faces of many others, as their loved ones prepare for Goa'uld absorption. Worse yet is the face of the victims whom I selected as they realize they are about to take their final human breath. Hanno's father is not the first nor the last of those whose lives I've taken. And I have done far worse, O'Neill. I cannot give all of their loved ones retribution, but I can at least give it to this one."
(Teal'c denkt gar nicht daran, seiner – gerechten? – Strafe zu entfliehen.)

"You have made a compelling argument that this Jaffa's more recent and continuing good should somehow negate his past evil. I have but one final question: Can his recent actions, or any future actions, return my father from the dead?"
"No, of course not."
"Then clearly no amount of good in the present can erase what he has done in the past."
(Hannos extremistische Sichtweise macht es Daniel schwer, Teal'c zu verteidigen.)

"Colonel, the United States is not in the business of interfering in other people's affairs."
"Since when, sir?"
(General Hammonds Aussage ist in der Tat hinterfragenswert.)

Review: Episodenbild (c) MGM/Showtime Episoden, in denen Crew- bzw. Teammitglieder eines Verbrechens angeklagt werden, gibt es gerade auch bei "Star Trek" zuhauf. Dort fand ich diese meisten doch eher mäßig; nicht zuletzt, da im Prinzip von vornherein klar ist, dass diese unschuldig sind und am Ende doch noch entlastet werden. Eben dies ist auch jener Punkt, wo "Vergeltung" für mich so hervorsticht, und der wesentliche Grund, warum diese Episode im Gegensatz zu vielen ähnlichen "Star Trek"-Episoden für mich doch ansatzweise funktioniert hat: Denn in diesem Fall ist Teal'c tatsächlich schuldig. Mit diesem Kniff allein hebt man "Vergeltung" auf eine andere, höhere und vor allem auch moralisch interessantere Ebene, da es nun eben nicht mehr darum geht, die Unschuld der jeweiligen Figur zu beweisen, sondern damit, wie mit seiner Schuld umzugehen ist, bzw. wie eine gerechte Strafe für seine Tat aussehen kann. Die Episode führt dabei vor allem zwei entlastende Argumente ins Feld: Teal'cs Überlegungen bei der Wahl seines Opfers, sowie die Tatsache, dass er unter der Befehlsgewalt von Apophis stand.

Vor allem zweiteres Argument ist dabei sehr interessant, und führt uns unweigerlich zur Frage, inwiefern Soldaten für Taten, die sie im Zuge eines Krieges und auf Anweisung ihrer Vorgesetzten vollbringen, zur Rechenschaft gezogen werden können und sollen. Hatte Teal'c in dieser Situation denn eine Wahl? Was wäre passiert, wenn er abgelehnt hätte, einen von ihnen zu töten, und daraufhin sowohl er als auch alle gefangenen – halt von einem anderen Jaffa, oder in letzter Konsequenz durch Apophis selbst – umgebracht worden wären? War unter diesem Gesichtspunkt nicht die Ermordung von Himilco nicht die einzig richtige Wahl? Oder kann die Ermordung einer anderen Person vielmehr nie die richtige Wahl sein? "Vergeltung" regt durchaus dazu an, sich diese und noch zahlreiche weitere, schwierige Fragestellungen durch den Kopf gehen zu lassen. Interessant ist auch die Verteidigung, die O'Neill & Co. ins Treffen führen. Diese berufen sich weniger darauf, dass Teal'c nur Befehle ausgeführt hat und keine andere Wahl hatte, sondern vor allem darauf, dass er nun ein neuer Mensch – oder Jaffa – ist. Wenn man Advokat des Teufels spielt könnte man nun einwenden: Reicht es für einen Mörder schon, wenn er seine Tat bereut und schwört, sich daraufhin zu bessern, um ihn von jeglicher Schuld freizusprechen? Kann Teal'c mit den guten Taten, die er nun vollbringt, die unter Apophis Führung vollbrachten Verbrechen jemals wieder gutmachen (weil dass er sie nicht rückgängig machen kann, darauf weist Hannos ja klar und deutlich hin)? Insgesamt muss ich sagen, auch wenn man es dem Zuschauer mit dem Rückblick auf Teal'cs damalige Tat und die einzig richtige und vernünftige Auswahl die er trifft dem Zuschauer fast schon zu leicht macht, ihm seine Tat(en) zu vergeben, fand ich es durchaus interessant, eine Hauptfigur derart ambivalent darzustellen und nicht davor zurückzuschrecken, seine zahlreichen Verbrechen ins Feld zu führen. Wobei Teal'c mit seiner ehrenvollen Einstellung und seiner Weigerung, der Hand der Gerechtigkeit des Planeten einfach so zu entfliehen, natürlich auch viel dazu beiträgt um sicherzustellen, dass wir den Jaffa ab sofort verteufeln, und nur mehr jene Person sehen, die er einst war, und nicht mehr jene, zu der er an diesem schicksalhaften Tag auf Chulak geworden ist.

Episodenbild (c) MGM/Showtime Ein paar Kritikpunkte unterminierten für mich die Wirkung und Aussagekraft der Episode dann aber doch ein bisschen. Dies betrifft insbesondere das Unrechtssystem, welches auf Cartago herrscht. So sehr sie auch versuchen mögen, zu erklären, warum nur das "Opfer" über den Täter urteilen darf, wirkt es unweigerlich unfair, und illegitimiert den Schuldspruch unweigerlich. Dabei hätte ich schon spannend gefunden, wie das Urteil wohl in unserem Rechtssystem ausgesehen hätte. Wäre bei uns nicht ebenso auf schuldig zu entscheiden gewesen? Hier machte man es sich aus meiner Sicht jedenfalls ein wenig zu leicht – wie auch mit seiner Entschuldigung und seinem Verhalten – um sicherzustellen, dass der Zuschauer auch wirklich auf Seiten Tealc's bleibt, was ich doch ein wenig mutlos fand. Und weil ich schon von "zu leicht" spreche: Das Ende mit dem Angriff der Goa'uld genau zum richtigen Zeitpunkt, damit sich Teal'c beweisen und seinen Richter doch noch umstimmen konnte, war doch etwas billig, plump, und roch in dieser Hinsicht nach Deus Ex Machina. Denn damit machte es sich der Drehbuchautor so wohl sich selbst als auch den Figuren zu leicht, um Teal'c wieder unbeschadet aus seiner Zwangslage zu befreien.

Fazit: Normalerweise bin ich kein Freund von Episoden, in denen unsere Helden vor Gericht gestellt werden. Was "Vergeltung" jedoch auszeichnet und von ähnlichen Folgen (insbesondere aus dem "Star Trek"-Universum) abhebt ist, dass Teal'c den Mord, dessen er angeklagt wird, auch wirklich begonnen hat, da er damals noch unter Apophis Befehl stand. Dies wirft einige interessante und teilweise auch unangenehme Fragen auf, inwiefern Soldaten für die Befehle ihrer Vorgesetzten zur Rechenschaft gezogen werden können und sollen. Zudem gibt es im vorliegenden Fall auch noch einige weitere mildernde Umstände. Hatte Teal'c in dieser Situation denn eigentlich eine andere Wahl, und hat er nicht letztendlich seine Entscheidung bewusst so getroffen, um das Leid der Cartaganer zu minimieren? Getragen von einer phantastischen Performance von Christopher Judge, beschäftigt sich "Vergeltung" nun mit eben diesen und noch einigen weiteren Fragen. Kritisch sehe ich in erster Linie, dass man es dem Zuschauer aufgrund des auf Cartago vorherrschenden, zweifelhaften Rechtssystems, zusammen mit Teal'cs reumütiger Einstellung, doch etwas zu leicht macht, sich auf Seiten des Ex-Jaffas zu schlagen. Zudem roch die Art und Weise, wie sich Teal'c am Ende doch noch aus seiner Zwangslage befreien kann, doch ein bisschen nach Deus Ex Machina; jedenfalls aber kam aus seiner Sicht der Angriff der Jaffa genau zur richtigen Zeit. Und auch die Versöhnung am Ende war etwas aufgesetzt und vorhersehbar. Insgesamt mögen die Ansätze besser und interessanter sein, als die Folge an sich, und blieb da und dort vielleicht etwas an Potential liegen. Insgesamt fällt mein Urteil gegenüber "Vergeltung" aber doch recht wohlwollend aus.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © MGM/Showtime)




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