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Lost Staffel 2
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Originaltitel: Orientation
Episodennummer: 2x03
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 05.10.2005
Erstausstrahlung D: 18.09.2006 (Free-TV, Pro7)
Drehbuch: Javier Grillo-Marxuach & Craig Wright
Regie: Jack Bender
Hauptdarsteller: Adewale Akinnuoye-Agbaje als Mr. Eko, Naveen Andrews als Sayid Jarrah, Emilie de Ravin als Claire Littleton, Matthew Fox als Jack Shephard, Jorge Garcia als Hugo „Hurley“ Reyes, Maggie Grace als Shannon Rutherford, Josh Holloway als James „Sawyer“ Ford, Daniel Dae Kim als Jin-Soo Kwon, Yunjin Kim als Sun-Hwa Kwon, Evangeline Lilly als Kate Austen, Dominic Monaghan als Charlie Pace, Terry O‘Quinn als John Locke, Harold Perrineau Jr. als Michael Dawson, Michelle Rodriguez als Ana Lucia Cortez
Gastdarsteller: Henry Ian Cusick als Desmond Hume, Kevin Tighe als Anthony Cooper, Katey Sagal als Helen, Kimberly Joseph als Cindy Chandler, Francois Chau als Dr. Marvin Candle

Kurzinhalt: Sawyer und Michael werden an den Strand gespült. Kurz darauf kommt Jin aus dem Dschungel gerannt, und nur kurz nachdem er sie vor den "Anderen" warnen konnte werden sie schon überwältigt und gefangen genommen. Währenddessen droht die Lage im Bunker zu eskalieren, doch Locke gelingt es, alle vorerst zu beruhigen. Allerdings ist im Trubel ein Schuss gefallen, der den Computer beschädigt hat. Während Desmond verzweifelt versucht, ihn zu reparieren, sehen sich Locke und Jack einen alten Videofilm an, der etwas Licht in die Sache bringt: Der Bunker ist eine Forschungseinrichtung der Dharma Initiative, und nach einem misslungenen Experiment müssen alle 108 Minuten die besagten Zahlen eingegeben werden, um eine Katastrophe zu verhindern. Jack hält dies für ein reines Gedankenspiel - doch ist er wirklich bereit, sein und das Leben aller anderen auf der Insel für seine Überzeugung aufs Spiel zu setzen?

Die Flashbacks zeigen uns, die John Locke in einer Selbsthilfegruppe eine Frau kennenlernt, und sich langsam zwischen ihnen eine Beziehung entwickelt – die jedoch wegen seiner Besessenheit gegenüber seines Vaters zu scheitern droht.


Review: Image"Lost" hat bisher schon viele gute bis großartige Episoden geliefert - doch auch wenn es vielleicht schon spannendere Folgen gegeben hat, noch ist es keiner gelungen, mich so zu faszinieren und ähnlich in ihren Bann zu ziehen wie "Orientierung". Dies liegt vor allem an der interessanten Idee rund um die Dharma Initiative, die in dieser Folge präsentiert wurde. Ist es tatsächlich nur eine psychologische Studie, ein Gedankenexperiment, einfach nur um zu sehen wie lange Menschen, ohne jeglichen Beweis und nur aufgrund ihres Glaubens, bereit sind, alle 108 Minuten den Code einzugeben? Oder steckt doch mehr dahinter und würde das Ausbleiben dieser Eingabe tatsächlich eine Katastrophe herbeiführen, so wie Desmond meint? Und vor allem: Wie weit ist man bereit, für seinen Glauben zu gehen, egal ob nun in die eine oder in die andere Richtung?

Desmond ist jahrelang alle 108 Minuten aufgestanden und hat immer wieder diesen Code eingegeben, im Glauben nur so sich (und vielleicht die gesamte Menschheit) retten zu können, ständig in der Hoffnung dass schon bald seine Ablöse eintreffen würde. Locke glaubt wiederum in dem Computer und dieser Aufgabe endlich den Sinn seines Lebens gefunden zu haben - er hat nun endlich wieder etwas, woran er glauben kann, ja vielleicht sogar muss, nachdem er vor Jahren von seinem angeblichen Vater so schwer enttäuscht wurde. Und Jack? So seltsam es auch klingt, doch auch seine Motivation ist in erster Linie der Glaube: Glaube an die Wissenschaft, an das Rationale, dass es für alles eine natürliche Erklärung gibt. An irgendeinen höheren Sinn oder auch an das Schicksal kann und will er nicht glauben – möglicherweise da er den Gedanken nicht ertragen kann, nicht Herr über sein Leben zu sein? Er betrachtet alles immer rein rational, und kann sich daher nicht vorstellen, wie die Eingabe von 6 scheinbar zufälligen Zahlen die Welt (oder zumindest die Insel) retten kann. Eine Überzeugung für die er – so schien es zumindest – auch dazu bereit gewesen wäre, sein Leben und das aller anderen auf der Insel aufs Spiel zu setzen.

ImageIch denke, dass viele Zuschauer in der Frage was es mit dem Computer, diesem Bunker und der Dharma Initiative an sich auf sich hat, auf Jacks Seite stehen werden. Ich höre sie schon förmlich vor mir, die Stimmen, die nach dieser Folge auf ihrem Sofa sitzend mutig verkünden was das denn nur für ein offensichtlicher Humbug ist, wie man nur an so etwas glauben kann und dass sie nie im Leben auch nur daran denken würden, die Zahlen einzugeben. An dieser Denkweise gibt’s nur einen Haken: Es ist leicht, sich darüber ein Urteil zu bilden wenn man in der Sicherheit des eigenen Heims darüber nachdenkt. Versetzt man sich jedoch nur einen Moment wirklich in die Lage der Überlebenden, insbesondere von Locke oder auch Desmond, sieht die Sache schon anders aus. Ja, zu 99 % stimme ich euch zu, das Ganze ist ein reines Gedankenexperiment, eine psychologische Beobachtung, nur… was wenn nicht?

Selbst wenn wir nur eine klitzekleine Möglichkeit dafür einräumen, dass doch mehr dahinter stecken könnte - und viele unheimliche und phantastische Vorkommnisse auf der Insel sowie auch die starken magnetischen Felder deuten dies durchaus an - kann man dieses Risiko dann wirklich eingehen? Ich persönlich denke, wenn ich in dieser Lage wäre, hätte ich spätestens eine Minute nachdem der Alarm begonnen hat die Panik bekommen und die Zahlen eingegeben. Denn es ist leicht, sich zu sagen, dass da nichts dran ist - doch wenn dann die Sekunden herunterrattern schmilzt mit jeder verblichenen Sekunde auch die Sicherheit, alles sei nur Humbug, mehr und mehr dahin… bis man schließlich den Punkt erreicht wo man sich fragen muss, ob man wirklich bereit ist, für diese Überzeugung zu sterben - und damit vielleicht noch ein paar andere Leute mit in den Tod zu nehmen. Und eben dieses Gedankenspiel gefällt mir unheimlich gut. Ich habe mich nicht einfach nur gefragt, was es mit diesem Experiment nun genau auf sich hat, sondern konnte mich auch wirklich in die handelnden Personen hineinversetzen. Es ist eine ungemein faszinierende Idee, die mich noch lange nachdem ich die Folge gesehen hatte beschäftigt hat.

ImageAngesichts dieses interessanten Gedankenspiels verblassen auch alle anderen Aspekte der Folge - so gut sie auch gewesen sein mögen. Nichtsdestotrotz war auch die Handlung rund um Michael, Sawyer und Jin sehr interessant, und warf vor allen Dingen einige interessante Fragen auf, wie z.B.: Sind diese Anderen auch wirklich DIE Anderen, oder sind das andere Andere? Und wenn letzteres, was tun sie auf der Insel, wo kommen sie her - und was hat eine weitere Überlebende des Flugzeugabsturzes mit ihnen zu schaffen? Auch Locke’s Rückblenden waren wieder einmal sehr gelungen und haben viel zum Verständnis der Figur beigetragen. Vor allem wurde deutlich, warum es gerade für Locke so wichtig ist, daran zu glauben dass hinter dem Experiment mehr steckt.

Das Video der Dharma Initiative war zwar einerseits durchaus aufschlussreich, warf jedoch andererseits auch wieder einige neue Fragen auf. Interessant auch, dass in dem Unterweisungsvideo auch wieder mal Eisbären zu sehen waren - Zufall? Gelungen fand ich auch den Beginn der Episode, in dem man die Ereignisse im Bunker erneut aus einer anderen Perspektive sehen konnte - ein Erzählstil, der mir wirklich gut gefällt. Der einzige Kritikpunkt, der mir zur Folge einfällt, ist wie schnell es auf einmal hell geworden ist. Ich meine, genau genommen haben diese drei Episoden ja in einem recht knappen Zeitrahmen gespielt – zumindest, was die Handlung im Bunker betrifft. Denn als Jack hinabstieg, war es draußen eindeutig noch dunkel. Er kam kurz nachdem Desmond die Zahlen eingab und der Countdown erneut auf 108 Minuten sprang hinunter. Demnach sind zu jenem Zeitpunkt als Kate die Station verlässt um Sayid zu suchen gerade mal in etwa eine halbe Stunde vergangen - und schon ist es hellichter Tag. Aber angesichts der herrlich-faszinierenden Idee rund um den Computer, den Countdown und die Zahlen will ich mal gnädig darüber hinwegsehen…

Fazit: ImageMit den Offenbarungen rund um die Dharma Initiative ist es den Machern gelungen, eine für mich unheimlich faszinierende Idee zu präsentieren, die mich tagelang nicht losgelassen hat. Ist das alles wirklich reiner Humbug, oder sagt der Wissenschaftler im Unterweisungsvideo die Wahrheit? Und wären wir in solch einer Lage tatsächlich bereit, dieses Risiko einzugehen? Und wenn nicht… wie lange würden wir tagtäglich alle 108 Minuten diese 6 verflixten Zahlen eingeben, ehe wir ein für allemal genug davon haben? All dies sind höchst interessante Fragen, aufgeworfen durch eine der originellsten und faszinierendsten Plotideen, die ich in meinen mittlerweile doch schon 30 Lebensjahren gesehen habe. Angesichts dessen sind die ganzen anderen positiven Aspekte – wie die gelungene Rückblende und die spannende Handlung rund um Sawyer, Michael und Jin – nur mehr schmückes Beiwerk; und der kleine Kritikpunkt rund um die nicht ganz stimmige zeitliche Abfolge absolut vernachlässigbar.

Wertung: 5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © ABC)




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