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Endspiel (Teil 2) Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: Endgame (Part 1)
Episodennummer: 7x25
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 23. Mai 2001
Erstausstrahlung D: 15. Februar 2002
Drehbuch: Rick Berman, Brannon Braga, Kenneth Biller & Robert Doherty
Regie: Allan Kroeker
Hauptdarsteller: Kate Mulgrew als Captain Kathryn Janeway, Robert Beltran als Chakotay, Tim Russ als Tuvok, Roxann Biggs-Dawson als B'Elanna Torres, Robert Duncan McNeill als Tom Paris, Robert Picardo als The Doctor, Jeri Ryan als Seven of Nine, Ethan Phillips als Neelix, Garrett Wang als Harry Kim.
Gastdarsteller: Alice Krige als Borg Queen, Dwight Schultz als Reginald Barclay, Richard Herd als Owen Paris, Vaughn Armstrong als Korath, Manu Intiraymi als Icheb, Lisa Locicero als Miral Paris, Miguel Perez als Starfleet physician, Grant Garrison als 25th century Starfleet Cadet, Amy Lindsay als Lana, Matthew James Williamson als Klingon, Joey Sakata als Engineering N.D., Richard Sarstedt als Star Fleet Admiral, Iris Bahr als Female Cadet, Ashley Sierra Hughes als Sabrina, Majel Barrett als Computer Voice u.a.

Kurzinhalt: Admiral Janeway ist es gelungen, in die Vergangenheit zu fliegen, wo sie mit ihrem jüngeren Gegenpart Kontakt aufnahm. Daraufhin stellte sie Captain Janeway ihren Plan vor, um die Voyager früher als in ihrer Zeitlinie zur Erde zurückzubringen. Dafür soll man in den gerade erst passierten Neben fliegen, wo es vor Borg nur so wimmelt. Eben darin befindet sich nämlich einer ihrer Transwarp-Knotenpunkte. Mit Hilfe der fortschrittlichen Waffen- und Schildtechnologie, die Admiral Janeway aus der Zukunft mitgebracht hat, soll es der Voyager gelingen, den Borg zu trotzen, und den Kontenpunkt zu nutzen. Nach einem ersten Testlauf ist Captain Janeway diesbezüglich zuversichtlich. Allerdings würde der Plan des Admirals bedeuten, den Borg auch weiterhin den Zugriff auf diesen Transwarp-Knotenpunkt zu erlauben, der es ihnen ermöglicht, nach Belieben über die ganze Galaxis hinweg zuzuschlagen. Eben dies kann und will – nun, da die Voyager über die Möglichkeit verfügt, ihn auszuschalten – nicht zulassen. Gemeinsam versucht man nun, einen Weg zu finden, um beide Pläne zugleich umzusetzen. Dann jedoch wird Admiral Janeway, nachdem sie die Voyager verlassen hat, von den Borg gefangen genommen – und steht deren Königin gegenüber…

Denkwürdige Zitate: "Misdirected rage. Another common occurrence among Klingons.."
(Damit macht sich der Doktor bei B'Elanna zweifellos sehr beliebt.)

"A lot's happened to me since I was you."
(Admiral Janeway zu ihrem jüngeren Ich.)

Vorwort: Mit "Endspiel" geht nicht nur die Reise der Voyager, sondern auch meine persönliche Reise durch das "Star Trek"-Universum (vorerst) zu Ende. Am 08. September 2011, pünktlich zum 45. Geburtstag der Serie, habe ich mit dem Review zum ursprünglichen Pilotfilm "Der Käfig" damit begonnen, mir alle Episode aller bisheriger "Star Trek"-Serien – TOS, TAS, TNG, DS9, VOY & ENT – vorzuknöpfen (und zwischendurch auch gleich die erste "Discovery"-Staffel eingeschoben). Nun – 563 Episoden und 2.617 Tage (also ziemlich genau sieben Jahre und zwei Monate) später – ist dieses Projekt mit dem Review zu "Endspiel" abgeschlossen. Ich bedanke mich bei allen, die mir auf dieser Reise gefolgt sind!


Review: Episodenbild (c) CBS "Anticlimax". Das war das Wort, mit dem mir das "Voyager"-Finale von einer in Amerika beheimateten Freundin (ihres Zeichens ebenfalls großer Trekkie – an dieser Stelle, auch wenn sie es nie lesen/sehen wird, ein lieber Gruß an die mittlerweile in Texas lebende Shannon. Eeeeeeeh!) beschrieben wurde, als ich ihr 2001 einen Besuch abstattete. Ein paar Monate später, als es dann hierzulande im Februar 2002 auch endlich soweit war, und "Endspiel" im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde, konnte ich ihrer Einschätzung nur zustimmen. "Endspiel" ist nicht grundsätzlich schlecht – aber als Abschluss der siebenjährigen Heimreise der Voyager halt doch eine ziemliche Enttäuschung, und eben (um sich des sperrigen deutschen Begriffs zu bedienen) antiklimaktisch. Dabei hätte es durchaus gute Ansätze gegeben. Zeitreisegeschichten mag ich ja sowieso immer, und die Idee, uns hier zuerst eine finstere, alternative Zeitlinie zu zeigen, wo Seven und Chakotay den Tod fanden und Tuvok unter einer schweren mentalen Krankheit leidet, war noch sehr interessant. Vor allem letzte Szene ging mir damals bei der Erstsichtung doch ziemlich nahe. Den sonst immer so ruhigen, logischen und kühlen "Mister Vulkanier" derart von der Rolle zu sehen, war schon ein Schock.

Durch die ganzen Andeutungen, dass Admiral Janeway irgendetwas plant, und ihren Abschied bei Tuvok, baut sich zudem eine nette Erwartungshaltung auf. Auch die Szene, wo sie ursprünglich von Harry Kim abgefangen wird, ehe dieser ihr dann erlaubt, mit ihren Plan fortzufahren, war nett (wenn auch stark von jenem Moment aus "Gestern, Heute, Morgen" – mit dem sich generell ein paar Parallelen offenbaren – abgekupfert, wo Captain Geordi Jean-Luc Picard auf ähnliche Art und Weise aufhielt, nur um ihn dann doch gewähren zu lassen). Dass es im "Voyager"-Finale nun noch ein letztes Mal gegen die Borg gehen würde, war zwar keine große Überraschung, letztendlich aber – da diese ab der vierten Staffel die Haupt-Widersacher waren – nur konsequent, und sehr passend. Ich persönlich fand auch schön, dass für "Endspiel" Alice Krige in die Rolle der Borg-Königin zurückkehrte. Susanna Thompson hat ihre Sache zwar auch gut gemacht, und ich hätte auch nichts dagegen gehabt, wenn sie zurückgekehrt wäre, aber da "ihre" Borg-Königin beim letzten Aufeinandertreffen mit der Voyager ja starb, hatte ich kein Problem damit, die Rückkehr der Krige-Version zu akzeptieren. Und diese legt ihre Königin halt doch noch einen Hauch verführerischer an, was ich sehr interessant und reizvoll fand. Sehr nett waren darüber hinaus die Szenen mit den beiden Janeways. Einerseits aufgrund der dortigen (teils auch moralischen) Diskussionen, andererseits aber auch von einem technischen Standpunkt aus – war das doch sowohl toll getrickst, als auch vom Timing her perfekt inszeniert bzw. gespielt. Als nette Idee empfand ich es auch, Captain Janeway und die Voyager-Crew hier vor ein ganz ähnliches Dilemma zu stellen, wie im Pilotfilm. Neuerlich gibt es da eine Phalanx, die es ihnen ermöglichen könnte, rasch zurückzukehren – doch wenn sie davon Gebrauch machen, liefern sie andere Lebewesen den Borg aus. Mit seiner flammenden Rede schenkt man Harry Kim bzw. Garrett Wang zum Abschied dann auch nochmal einen wirklich starken Moment. Aber auch die Idee, dass sich die ältere Version von Kathryn Janeway hier nun für ihre Crew opfert, gefiel mir. Und insgesamt ließ sowohl die Produktionsqualität (Inszenierung, Effekte, Musik) nichts zu wünschen übrig, und war die Episode zudem durchaus unterhaltsam und kurzweilig.

Episodenbild (c) CBS Leider aber sind die negativen Aspekte mindestens so zahlreich wie die positiven, und haben letztendlich für mich auch knapp mehr Gewicht. Mit am meisten gestört hat mich schon immer die Beziehung zwischen Chakotay und Seven, die den beiden hier auf einmal angedichtet wird. Auch wenn Seven mit einem holographischen Chakotay in "Menschliche Fehler" eine romantische Beziehung geübt hat, war mir das – zusammen mit dem kurzen Moment am Ende von "Ein natürliches Gesetz" – viel zu wenig, um ihrer Beziehung hier den Weg zu ebnen. Ich fand nicht, dass zwischen Beltran/Ryan irgendeine Chemie herrscht, und kann mit den beiden als Pärchen generell wenig anfangen. Aber wenn, dann hätte man es wenigstens von langer Hand planen sollen, als uns hier auf einmal vor vollendete Tatsachen zu stellen. Weil so kam das halt völlig aus dem Nichts. Zumal sich mir – abseits eines weiteren Grundes für Janeway, in die Vergangenheit zu reisen – nicht erschließt, wozu das gut war. Weil diese eine Doppelfolge ist natürlich – gerade auch mit den ganzen anderen Dingen, die vor sich gehen – viel zu wenig Zeit, als dass die sich anbahnende Romanze beim Zuschauer irgendeinen Eindruck hinterlassen könnte. Aus meiner Sicht wäre es jedenfalls besser gewesen, man hätte sich das gespart, das hätte "Endspiel" schon mal geholfen.

Auch die Zukunfts-Szenen fand ich nicht ganz ungetrübt. Dafür, dass zwischen der letzten regulären Folge "Renaissancemensch" und dem Anfang von "Endspiel" rund 25 Jahre liegen (wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe), sind einige von ihnen, insbesondere Harry und Tom, doch ziemlich rasch und extrem gealtert. Was gerade auch im Vergleich zu Barclay (der fast jünger aussieht als sie; und dabei ist er in den Gegenwartsszenen ja eigentlich schon deutlich älter) und Admiral Janeway (die zwar weiße Haare hat, auf deren Gesicht sich jedoch kein einziges Fältchen mehr zeigt, wie bei ihrem jüngeren Ich) doch etwas irritiert. Zudem hat man mit dem Zeitreiseplan halt doch irgendwie die Büchse der Pandora geöffnet, und drängt sich einem als Zuschauer die Frage auf, warum sie just zu diesem Zeitpunkt zurückkehrt, und nicht etwa z.B. bis zu "Der Fürsorger" gesprungen ist, damit die Voyager wieder zurückfliegen kann, im guten Gewissen, dass Admiral Janeway danach die Phalanx des Fürsorgers sprengt. Oder sind ihr etwa die ganzen anderen Leute, die sie in den vergangenen knapp sieben Jahren verloren hat – inklusive, erst kürzlich, Lieutenant Carey – egal? Zudem darf man – wie es ja generell bei solchen Zeitreisegeschichten oftmals der Fall ist – nicht allzu viel darüber nachdenken, da man sonst unweigerlich aufs Henne-Ei-Paradoxon stößt (sprich: Wenn Janeway nicht erst nach 23 Jahren zurückkommt, kann sie sich auch nicht zehn Jahre später die Technologie besorgen, um ihrem früheren Ich zu helfen). Auch den Aufbau fand ich insofern suboptimal, als ich es schöner gefunden hätte, wenn wir in der ersten Hälfte in der Zukunft bei Admiral Janeway geblieben wären, und die "gegenwärtige" Voyager erst besucht hätten, sobald sie den Zeitsprung macht. Der mit Abstand größte Kritikpunkt ist jedoch das Ende, welches einerseits viel zu überhastet von statten geht, und andererseits viel zu viele Fragen offen lässt. Sieben Jahre lang fragte ich mich damals bei der Erstausstrahlung, wie die Heimkehr der Voyager wohl von statten gehen würde – aber dass sie zurückkehren würden, wir kurz sehen, wie sie Kurs auf die Erde nehmen, und dann abgeblendet wird, hätte ich in meinen schlimmsten Alpträumen nicht erwartet. Nachdem man die Heimreise der Voyager über sieben Staffeln/Jahre hinweg verfolgt hat, ist es einfach nur ungemein enttäuschend, die Heimkehr und das damit einhergehende Wiedersehen nicht direkt mitverfolgen zu können. Und selbst wenn man davon absieht, ging mir das am Ende einfach entschieden zu schnell. Man hat kaum Zeit, zu verarbeiten, dass die Voyager wirklich zurück ist, da wird schon abgeblendet. Für mich ist dieser völlig überhastete und offene Ausgang eine der größten Enttäuschungen der TV-Geschichte!

Fazit: Episodenbild (c) CBS "Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen, den Vorhang zu und alle Fragen offen." Dieses Zitats von Bertolt Brecht bediente sich die SpaceView einst, um ihren Eindruck zum Serienfinale von "Voyager" zu schildern. Ich könnte es selbst nicht besser ausdrücken. Auf rein oberflächlicher Ebene funktioniert "Endspiel" ja durchaus. Der Einstieg mit der alternativen Zeitlinie ist interessant, und hält die eine oder andere düstere Überraschung bereit. Zeitreisegeschichten mag ich ja generell durchaus gern. Dass die Borg-Königin im letzten Voyager-Abenteuer zurückkehrt, ist nur konsequent, und diese wird von Alice Krige auch wieder wunderbar (verführerisch) gespielt. Die Szenen zwischen den beiden Janeways waren sowohl inhaltlich als auch von der Umsetzung her ebenfalls toll. Und auch die Idee, die Crew hier wieder vor eine ähnliche Entscheidung zu stellen, wie in "Der Fürsorger", gefiel mir grundsätzlich. Nur hätte man die Episode aus meiner Sicht halt einfach anders aufbauen sollen. In der ersten halben Stunde die Zukunftsszenen (und nur diese) platzieren, dann in die Gegenwart zurückwechseln (und sich dabei die völlig überflüssige, störende und gänzlich aus dem Nichts kommende Romanze zwischen Chakotay und Seven sparen) und im Mittelteil die Umsetzung des Plans zeigen, und die letzte halbe Stunde dann darauf verwenden, uns in einem Epilog die Heimkehr der Crew und das Wiedersehen mit ihren Familien und Freunden zu zeigen – das hätte ein tolles Finale sein können. Aber: So nicht. Als (staffelübergreifende) Doppelfolge, von mir aus – aber doch bitte schön nicht als Serienfinale. Sieben Jahre bzw. Staffeln lang haben wir nun die teils beschwerliche Heimreise der Voyager verfolgt – und dann werden wir mit einem "Wo sind wir?"-"Zu Hause."-Abblenden-Ende abgespeist? Das ist schon enorm enttäuschend und – eben – antiklimaktisch. Sowohl die Serie an sich als vor allem auch ihre Zuschauer hätten nun wahrlich Besseres verdient.

Wertung:2 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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