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Wann, wenn nicht jetzt? PDF Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Warner Bros.

Originaltitel: Objects in Motion
Episodennummer: 5x20
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 11. November 1998
Erstausstrahlung D: 27. März 1999
Drehbuch: J. Michael Straczynski
Regie: Jesus Treviño
Hauptdarsteller: Bruce Boxleitner als President John Sheridan, Tracy Scoggins als Captain Elizabeth Lochley, Jerry Doyle als Michael Garibaldi, Mira Furlan als Delenn, Richard Biggs als Doctor Stephen Franklin, Bill Mumy als Lennier, Stephen Furst als Vir Cotto, Jeff Conaway als Security Chief Zack Allan, Patricia Tallman als Lyta Alexander, Peter Jurasik als Londo, Andreas Katsulas als G'Kar.
Gastdarsteller: Denise Gentile als Lise Hampton-Edgars, James Hornbeck als Casey, Marjorie Monaghan als Number One, Jeffrey James Castillo als Guard, Walter Williamson als Paretti, Neil Bradley als Tra'nil u.a.

Kurzinhalt: Theresa Halloran, die ehemalige Nummer Eins des marsianischen Widerstandes, kommt nach Babylon 5, um Michael und Lise vor einem geplanten Anschlag auf ihr Leben zu warnen. Dieser scheint vom Management von Edgars Industries auszugehen, da Lises Exmann einige zwielichtige Projekte finanzierte – und der Vorstand nun Angst davor hat, dass die beiden diese aufdecken könnten. Da sich die beiden jedoch nicht ewig verstecken können und wollen, stellt man dem Attentäter eine Falle. Da man sie in geheime Quartiere verlegt, bleibt ihm als einzige Chance, seinen Auftrag zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen, die Abschiedszeremonie für Botschafter G'Kar. Zack und sein Sicherheitsdienst bringen sich in Stellung – und werden dennoch überrumpelt. Währenddessen bereiten sich nicht nur Michael und Lise darauf vor, der Station den Rücken zu kehren, sondern auch G'Kar und Lyta. Theresa, die eigentlich nur an Bord gekommen ist, um Präsident Sheridan im Namen des Mars um Hilfe zu ersuchen, erhält ein überraschendes Job-Angebot. Und Garibaldi macht Lise einen Heiratsantrag…

Denkwürdige Zitate: "I believe that when we leave a place, part of us goes with us, and part of us remains. Go anywhere on this station, when it is quiet, and listen. Soon you will hear the echoes of all our conversations… every word we've exchanged. Long after we're gone, our voices will linger in these walls, for as long as this place remains. But I will admit, that the part of me that is going, will very much miss the part of you that is staying."
(Einer der wunderschönsten Monologe der Serie.)


Review: Episodenbild (c) Warner Bros. Wie vor kurzem in diesen Reviews erwähnt, gibt es ja jene, welche die fünfte Staffel tatsächlich auslassen, und/oder sich wünschten, es hätte sie nie gegeben. Was ich wie schon erwähnt, trotz der zugegebenermaßen etwas schwachen ersten Hälfte, nicht nachvollziehen kann. Einerseits wegen dem dramatischen Abschluss der Londo-Handlung, andererseits aber auch, weil JMS so Zeit hatte, um die Geschichte langsam und gemächlich ausklingen zu lassen (statt vom Ende des Erd-Bürgerkriegs direkt in den Epilog zu springen). Vor allem in der damaligen TV-Landschaft hatte das Seltenheitswert – gab es doch viele Serien (überraschende Absetzungen noch gar nicht eingerechnet), die ihr Finale einfach als normale weitere Folge behandelten. Oder zwar vielleicht auf großes Highlight zum Abschluss getrimmt waren, jedoch die Figuren dabei nicht unbedingt verabschiedete (wie z.B. "Gestern, Heute, Morgen" von TNG). Und selbst heutzutage halte ich die Art und Weise, wie JMS sich hier mehrere Episoden lang Zeit nimmt, um die Geschichte zu ihrem Ende zu führen, für einzigartig (selbst "Breaking Bad", der im Bereich der Serien mit fortlaufender Handlung so wie "Babylon 5" für mich eine Ausnahmestellung einnimmt, lässt sich da nicht vergleichen).

JMS selbst hat das ganz gerne mit "Der Herr der Ringe" verglichen, wo sich am Ende die Gemeinschaft ebenfalls in alle Himmelsrichtungen verstreut, und J.R.R. Tolkien dem Leser das Gefühl vermittelt, dass nicht das Ende der Geschichte, sondern nur einer Geschichte ist – aber das Leben weitergeht. Und genau das Gefühl vermittelt eben auch "Babylon 5" zum Ende hin. Ja, die meisten verlassen die Station, aber nicht nur setzen sie ihr Leben an anderer Stelle fort, auch auf Babylon 5 selbst geht es weiter – nur halt nur mit neuer Besetzung. Mit Nummer Eins, die hier nun Garibaldis alten Job übernimmt, wird hierfür wieder ein Schritt getan. In erster Linie geht es bei "Wann, wenn nicht jetzt?" aber natürlich nicht um Begrüßungen, sondern um Abschiede – die dank der fünf Jahre umfassenden Geschichte der Serie auch das nötige emotionale Gewicht mitbringen. Weil es ist nun mal etwas anderes, ob sich eine Figur nach einem einmaligen Gastauftritt am Ende verabschiedet, oder wir hier sehen, wie sich Freunde voneinander verabschieden, die wir nun jahrelang begleitet und ihren Werdegang mitverfolgt haben. Wie z.B. am Ende, als Garibaldi die Station verlässt, und sich in einer überaus emotionalen Szene von Delenn und Sheridan verabschiedet (wobei mir sein Kommentar, dass er immer noch überrascht ist, nicht irgendwo im braunen Sektor gestorben zu sein, wie eine Anspielung auf JMS' ursprünglichen Plan für die Figur erschien – auf den man ja in "Verloren in der Zeit" einen kurzen Blick erhaschen konnte). Überaus nett fand ich auch den Moment danach, wo sich die beiden entschließen, die Station mal von einem Ende bis zum anderen abzugehen, ehe sie ihr ebenfalls den Rücken kehren. Auch der unkonventionelle Heiratsantrag stach bei diesem Handlungsstrang hervor. Gleiches gilt für die köstliche Szene, als sich Garibaldi beim Vorstand meldet und sie alle dazu erpresst, ihre Ämter niederzulegen. Der einzige markante Kritikpunkt dieser Storyline ist, dass der Attentäter-Plot nun wahrlich nichts Neues oder Besonderes war. Das kam bei "Babylon 5" mittlerweile doch etwas zu oft vor (u.a. ja auch erst beim Einstieg in die Staffel). Davon abgesehen fand ich aber alles rund um Michael und Lise sehr gelungen.

Episodenbild (c) Warner Bros. Der andere große Abschied der Folge betrifft G'Kar, wobei in seinem Fall weniger seine unmittelbare Abreise, als sein vorangegangenes Gespräch mit Sheridan hervorsticht – nicht zuletzt dank des wunderschönen Monologs, den ich oben bei den Zitaten angeführt habe (und der eins meiner T-Shirts für die Phoenix ComiCon zierte, als dort der 20. Geburtstag der Serie gefeiert wurde). Etwas verkrampft fand ich jedoch, dass niemand Lyta Lebewohl sagt. Dass sich Zack hinter den Kisten versteckt, und sie heimlich beobachtet, war zwar nett. Und natürlich ist das Verhältnis seit der ganzen Byron-Geschichte und der Finanzierung von Terroranschlägen ein angespanntes. Aber angesichts der Hilfe, die sie ihnen im Schattenkrieg zuteil werden ließ, wirkt es doch sehr uncharakteristisch, dass niemand – nicht mal Sheridan – vorbei kam, um ihr eine gute Reise zu wünschen (oder Garibaldi, mit dem sie ja eine Geschäftsbeziehung eingegangen ist). Hier versuchte mir JMS mit dem Holzhammer ihre Isolation einprügeln zu wollen. Nett fand ich dafür alles rund um Stephen und Theresa, und wie diese – obwohl angesichts der unterschiedlichen Wege, die sie gerade einschlagen, vielleicht nicht die beste Idee ist – es nicht lassen können, ihr Verhältnis vom Mars fortzusetzen. Auch hier vermittelt die Episode auf schöne Art und Weise, dass das Leben – trotz der Veränderungen und Abschiede – weitergeht.

Fazit: Mit "Wann, wenn nicht jetzt?" setzt J. Michael Straczinsky den langen Abschied der Serie fort. Eben dieser nimmt für mich bis heute eine Ausnahmestellung in der TV-Landschaft dar, denn auch wenn vor allem auch in den letzten Jahren Serien zunehmend einen würdigen, gelungenen und runden Abschluss erhalten, aber so viel Zeit wie bei "Babylon 5" hat man sich dabei selten genommen. Mir gefällt dabei vor allem, dass zwar deutlich wird, dass die Geschichte im Großen und Ganzen zu Ende erzählt ist, jedoch das Leben für die Figuren nichtsdestotrotz weitergeht. Generell ist es interessant, wie sich die Charaktere hier zum Ende der Serie nun in alle möglichen Himmelsrichtungen verstreuen. Angesichts der langen Vorarbeit auf diese Abschiede und der Tatsache, dass wir die Figuren nun schon seit Jahren bzw. über diese epische Geschichte hinweg begleiten, haben die betreffenden Szenen auch das nötige emotionale Gewicht. Zugegeben, die Story an sich ist nichts Besonderes – Attentäterplots gabs bei "Babylon 5" mittlerweile halt schon zur Genüge – und rückt letztendlich auch stark in den Hintergrund. Und dass bei Lytas Abschied niemand – außer dem hinter Kisten verborgenen Zack – vorbeischaut, wirkte auch ein bisschen konstruiert. Aber "Wann, wenn nicht jetzt?" gelingt es eben wieder einmal auf bestechende Art und Weise, von der Vorarbeit der letzten Jahre zu profitieren, und in einigen Szenen eine starke emotionale Wirkung daraus zu ziehen. Und was das betrifft, macht "Babylon 5" nichts und niemand so schnell Konkurrenz.

Wertung: 4 von 5 Punkten
Christian Siegel


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Vom Skript zur Folge
Für die späteren Drehbücher doch eher ungewöhnlich, gibt es diesmal ein paar kleinere, aber dennoch erwähnenswerte Unterschiede. So fehlt im Gespräch zwischen Sheridan und Garibaldi ein kurzer Moment, in dem Sheridan bewusst wird, dass Michael schon länger geplant haben muss, seinen Job aufzugeben und zum Mars umzuziehen. Kurz darauf gab es zudem eine kurze Szene, in der Michael und Lise ihr provisorisches Quartier beziehen. Und nach seinem Gespräch mit dem Vorstand von Edgars Industries sollte Michael sich eigentlich selbst gratulieren, und zur Feier des Tages eine Flasche Whiskey den Abfluss hinunterspülen ("Ich brauche dich nicht mehr!"). Dafür fehlt im Drehbuch Garibaldis Gefühlsausbruch als Lise sich dazu bereit erklärt, ihn gleich auf der Stelle zu heiraten (siehe "Stimmen zur Episode"), sowie der kurze, nette Moment, als Zack Lyta dabei beobachtet, wie sie die Station verlässt. Und anstatt vorzuschlagen, die Station von einem Ende bis zum anderen abzugehen, sollten sich Sheridan und Delenn eigentlich über Lise und Michael sowie Stephen und Majorie unterhalten, woraufhin John vorgeschlagen hätte, sich ins Bett zurückzuziehen (nicht zum Schlafen), Delenn jedoch antwortete, dass ihr die Ärzte geraten hätten, bis zur Geburt auf sexuelle Aktivitäten zu verzichten. Die Szene in der Folge finde ich da offen gestanden wesentlich eleganter und gelungener.

Quelle: "Babylon 5: The Scripts of J. Michael Straczynski - Volume 14"


Stimmen zur Episode:
Episodenbild (c) Warner Bros.
  • Jerry Doyle über den Dreh seiner Abschiedsszene: „Sie riefen die Passagiere auf, und ich sah zu ihnen, und direkt über ihnen war das Schild der Andockstelle von Babylon 5. Ich schaute darauf, und ich dachte nur: "Ich gehe tatsächlich. Es ist das Ende der fünften Staffel, und ich rede nicht mehr zu Sheridan und Delenn, sondern zu Bruce und Mira." Und ich hatte echte Schwierigkeiten damit, diesen einen, eigentlich einfachen Satz "Ich muss los" herauszubekommen, weil ich nicht wollte, dass es vorbei ist. Obwohl wir die Szene am dritten von sechs Drehtagen drehten, war es für mich dennoch die letzte Szene, in der ich die Station verlasse. Dann kam Bruce herein und wir sollten uns einfach nur die Hände schütteln und in dem Moment passierte irgendetwas, und er sagte plötzlich "Viel Glück", und ich "Dir auch." Und dann unterbrachen wir, und sie riefen immer noch nach den Passagieren, und ich wollte einfach nicht gehen, und zuletzt war alles was ich noch herausbringen konnte ein stilles "Bye".”

    Dann riefen sie "Schnitt". Es war die Klappe der "Master"-Einstellung, und Lynn von den Kostümen und alle vom Make-Up heulten. Unser Kameramann, John Flinn, meinte "Jesus. Womit sollen wir weitermachen?" weil wir all die unterschiedlichen Mid- und Nahaufnahmen drehen mussten. So wie das Set grade belichtet war, machte es Sinn, mit Bruce, dann Mira, und dann erst mich und Denise aufzunehmen, aber sie wären dazu bereit gewesen, es umzustellen, damit ich meine Nahaufnahme zuerst machen konnte, weil ich gerade so in dem Moment drinnen war. Aber ich sagte: "Nein, ich bin ein Schauspieler", und es war eine gute Übung, zuerst die Nahaufnahme von Bruce zu machen, davon ein paar Klappen zu drehen, dann von Mira, und dann zu mir zurückzukommen, und ich schaffte es immer noch, den Moment zu finden. Ich wollte bewusst daran arbeiten, um zu sehen, welche Worte genau diese Emotionen auslösten. Wir drehten Miras Nahaufnahme und ihr Text war etwas wie "Von all den kürzlichen Verabschiedungen, wird dieses glaube ich das Schwerste sein." Ich stand mit dem Rücken zur Kamera und stand direkt neben der Wand, und ich konnte hören, dass es ihr schwer fiel, den Text in ihrer normalen Art und Weise herauszubekommen. Sie riefen "Schnitt" und Bruce kommt zu mir herüber und meinte "Junge, du machst sie fertig, schalte 'nen Gang zurück". Aber ich war froh, dass ich abseits der Kamera die selben Emotionen einbringen konnte, die wir auch vor der Kamera einfangen wollten, weil für mich Schauspielen auch Reagieren ist. Dir wird der Ball zugespielt, und du schickst ihn Volley wieder zurück, und das war ein wirklich guter Drehtag. Wir haben viel gutes Material in die Kamera bekommen, und ich bin mir sicher, es wird sich im Schnitt toll zusammenfügen.

  • Andreas Katsulas über das Ende für seine Figur: „Ich denke es war ein geschickter Weg, um ihn da rauszubekommen, und sie rauszubekommen, und ihre Geschichten abzuschließen. Ich kann mir das definitiv vorstellen, da G'Kar eben die Art von Person ist die denkt, dass der beste Weg um seinem Volk zu dienen darin besteht, mehr über das Universum zu schreiben. Ich denke, es entlässt G'Kar und Lyta auch mit einem optimistischen Gefühl. Was werden sie erleben? Werden sie Liebhaber werden? Wird er ein Telepath? Werden sie ein telepathisches Kind bekommen? Es bleibt so viel der Vorstellungskraft überlassen. Für mich war das eine gute Art und Weise, um dies abzuschließen.”

  • Patricia Tallman über Lytas Reise mit G'Kar: „Ist das nicht interessant? Darauf wäre ich nie gekommen. Wir scherzten, als wir die Szene probten. Wir spulten unseren Text runter, und ich hab den Satz wo ich sage "Das riecht nach einem weiteren Buch", und Andreas drehte sich um und sagte "Das riecht nach einem Spin-Off!". Sein Wort in Joes Ohr.”

  • Jerry Doyle über Michaels ungewöhnlichen Heiratsantrag: „Er ist ein ziemlich impulsiver Kerl, und so beschließt er ihr einen Antrag zu machen und sie gleich auf der Stelle zu heiraten, während sie niedergeschossen und dem Tode nahe im Medlab liegt. Es ist nicht gerade das romantischste Setting, aber es passt zu der Person, die er ist. Und da es so eine schwermütige Episode ist, mit vielen Verabschiedungen, vielen Tränen und vielen Emotionen, versuchte ich die Szene ein bisschen leichtfüßiger zu gestalten. Lise meint "Sag ihm er soll seinen Hinter hereinbewegen", was zu ihr gar nicht passt, und ich daraufhin "Ja? Ja. Ja!", und ich laufe zum Ende des Raums, und dreh mich um und rufe nochmal "JA!". Dann laufe ich zur Tür raus, und ich bat den Regisseur an dieser Stelle einen Statisten vorbeilaufen zu lassen, als ich den Raum verließ. Ich stieß also gegen den Statisten, und drehte den Kerl in die Kamera. Ich schaue ihn an und sage "Ich heirate!", und ich küsse ihn, und dann laufe ich davon. Ich dachte, dass dies ein anderer Weg wäre, um die Szene umzusetzen. Ich hoffe, dass im Schneideraum alles zusammenpasst, weil diese Folge ist so schwermütig, dass es diese leichteren Momente einfach braucht. Du kannst dem Zuschauer nur so viel Drama zumuten, bevor du ihnen eine Pause gönnst. Da und dort musst du auch mal ein bisschen Humor hineinwerfen, damit sie lachen können, bevor sie wieder zum Heulen anfangen.”

  • Quelle: "Babylon 5: Season by Season-Guides - Volume 5: The Wheel of Fire"


    Kommentare von JMS
    Episodenbild (c) Warner Bros.
  • Es gibt viele Beispiele dafür, wo "Babylon 5" für die Geschichten auf die menschliche Vergangenheit zurückgriff, und diese Folge bildet da keine Ausnahme – dank Harlan Ellison, der die Story vorschlug. In 1933 waren die Gehilfen und Leibwächter des Bürgermeisters von Chicago, Anton Cermak, darüber besorgt, dass Gefolgsleute von Al Capone versuchen könnten, ihn bei einer Massenkundgebung in Miami wo er Franklin Delano Roosevelt vorstellen sollte, zu ermorden. Man verstärkte die Sicherheit und traf jede mögliche Sicherheitsvorkehrung, und beäugten die Zuhörer nach Anzeichen, dass jemand darunter sein könnte, der Cermak ein Leid zufügen will… und übersahen darob die wahre Gefahr: Guiseppe Zangara, ein geistig gestörter Mann, der sich in die Zeremonie hineingeschlichen hatte, in der Hoffnung, Roosevelt ermorden zu können. Als Zangara schoss, verfehlte er Roosevelt, und traf zahlreiche andere Männer auf der Bühne, inklusive Cermak, der später an seinen Wunden verstarb. Als wir diesen Vorfall ins "Babylon 5"-Universum verlagerten, stellten wir eine Verschwörung vor, um Garibaldi und Lise zu töten, was sie verhindern können… nur um von einem Anschlag auf G'Kars Leben überrumpelt zu werden, der Lise fast getötet hätte.

  • Die Szenen in dieser Folge sowie in "Augen aus Feuer" zwischen G'Kar und Lyta, sowie G'Kar und Sheridan, zählen zu meinen Favoriten aus der fünften Staffel, und der Serie insgesamt. Ich hatte das Glück, bei der Abschiedsszene zwischen G'Kar und Sheridan am Set zu sein, wo dieser ihm am Ende sagt, dass "der Teil von mir der geht jenen Teil von dir der bleibt sehr vermissen wird". Es war ein berührender Dialog. Selbst Bruce erwähnte dass ihn dies auf eine Art und Weise bewegt hatte, die er selbst nicht genau erklären konnte. Zwischen den Klappen kam Andreas zu mir und setzte sich neben mich, und sagte wie sehr er diesen Teil des Dialogs schätzte. Es war nicht nur die Symmetrie der Worte, die ihm gefiel, sondern auch das, was sie in ihm auslösten. "Ich fühle mich ruhig", sagte er in leiser Stimme, "und im Frieden mit mir selbst".

  • Mit dieser Episode begann das Aufwallen der Tränen. Wenn Lyta zusammen mit G'Kar ihren letzten Gang in Richtung des warteten Schiffes antrat, wenn Franklin ganz alleine abreist, und vor allem wenn sich Garibaldi von Sheridan und Delenn verabschiedet, kamen die Tränen. Selbst Jerry Doyle, sonst stoisch und mit einer notorisch harten Schale, tränten bei seiner Abschiedsszene die Augen. Nicht zuletzt, da diese Szene die wahren Verabschiedungen widerspiegelten, die sich überall ums Set herum abspielten, und ihnen dadurch etwas Wahres anhaftete. Nur noch eine mehr, dann wäre der lange Weg bis zur 110. Episode vorbei.

  • Quelle: "Babylon 5: The Scripts of J. Michael Straczynski - Volume 14"
    Zusammengestellt und übersetzt von Christian Siegel
    (Bilder © Warner Bros.)







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