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Die Wahrheit ist ein Fluss PDF Drucken E-Mail
< Vorherige Episode | Nächste Episode >

Episodenbild (c) Warner Bros.

Originaltitel: Meditations on the Abyss
Episodennummer: 5x14
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 27. Mai 1998
Erstausstrahlung D: 13. Februar 1999
Drehbuch: J. Michael Straczynski
Regie: Mike Vejar
Hauptdarsteller: Bruce Boxleitner als President John Sheridan, Tracy Scoggins als Captain Elizabeth Lochley, Jerry Doyle als Michael Garibaldi, Mira Furlan als Delenn, Richard Biggs als Doctor Stephen Franklin, Bill Mumy als Lennier, Stephen Furst als Vir Cotto, Jeff Conaway als Security Chief Zack Allan, Patricia Tallman als Lyta Alexander, Peter Jurasik als Londo, Andreas Katsulas als G'Kar.
Gastdarsteller: Richard Yniguez als Captain Montoya, Martin Cast als Findell, Ron Campbell als Drazi Ambassador, Carl Ciarfalio als Drazi Vendor, Vincent Deadrick Jr. als Tough Guy, Mark Hendrickson als Narn Acolyte, u.a.

Kurzinhalt: Delenn trifft sich heimlich mit Lennier, um ihm eine streng geheime Mission anzuvertrauen: Sie hat dafür gesorgt, dass er im Zuge seiner Ausbildung zum Ranger einem White Star-Schiff zugeteilt wird, dass in den Randgebieten patrouilliert. Er soll auf Hinweise achten, was die Identität der Angreifer betrifft, die in letzter Zeit Raumschiffe der Allianz überfallen – bzw. nach Beweisen suchen, ob die Centauri tatsächlich hinter diesen stecken. Doch bevor er sich dieser Mission annehmen kann, muss er sich an Bord des White Star-Schiffes unter dem Kommando von Captain Montoya erst der einen oder anderen Prüfung stellen. Währenddessen informiert Botschafter Londo Mollari seinen Attaché Vir darüber, dass er entschieden hat, diesen als seinen Nachfolger auf Babylon 5 einzusetzen, wenn er zum Imperator des centaurischen Reichs gekrönt wird. Die erste Probe für den Botschafter in spe folgt sogleich, als beide herausfinden, dass sie von den Drazi ausspioniert werden. Und G'Kar erhält endlich sein neues elektronisches Auge mit passender roter Linse. Als Dankeschön lädt er Doktor Franklin dazu ein, einer seiner Sitzungen mit seinen religiösen Anhängern beizuwohnen…

Denkwürdige Zitate: "He knows me. But he also loves me. And sometimes the one gets in the way of the other."
(Delenn zu Lennier, warum sie Sheridan nicht eingeweiht hat.)


Review: Episodenbild (c) Warner Bros. Nachdem die fünfte Staffel zuletzt endlich wieder Fuß zu fassen schien, reiht sich "Die Wahrheit ist ein Fluss" leider eher in die durchschnittliche Qualität der ersten Staffelhälfte ein. Bevor wir uns den Kritikpunkten zuwenden, seien aber erst die beiden Nebenhandlungen besprochen, welche die Folge für mich zumindest ansatzweise noch herausreißen. Einerseits ist da alles rund um Londo und Vir, das nicht nur wieder ihre Freundschaft verdeutlicht, und dass Londo auf seinen Assistenten mittlerweile große Stücke hält, sondern in der Geschichte rund um die Wanze der Drazi auch zeigen darf, wie sehr sich Vir in all der Zeit verändert hat. Wenn der Drazi-Händler über Vir spricht, dann bespricht er jenen Vir, der vor viereinhalb Jahren auf die Station gekommen ist. Doch das ist eben nicht mehr jener Vir, der nun vor ihm steht – wie er kurz darauf selbst feststellen muss. Die Szene verdeutlicht einerseits sehr schön Virs Entwicklung, und dass er mittlerweile wesentlich an Selbstvertrauen gewonnen hat – ist in erster Linie aber natürlich saukomisch. Recht nett, wenn auch nicht ganz auf diesem Niveau, waren die Szenen von Dr. Franklin und G'Kar. Die Weisheiten des letzteren – darüber, dass man über sich selbst lachen können muss, sowie seine Worte über Wahrheit und Gott – waren sehr schön geschrieben, aber halt auch nicht leicht verdaulich. Hier zeigt die Folge sehr schön, dass manchen einfache, nichtssagende Antworten (wie das titelspendende Zitat "Die Wahrheit ist ein Fluss") lieber sind, als komplizierte, tiefgründige philosophische Überlegungen. Und auch das kleine Detail mit dem Kaffeefleck im Buch fand ich gelungen.

Am Ende gibt's dann noch eine kurze Szene mit Garibaldi, die uns noch einmal seinen Absturz verdeutlich – letztendlich ist diese aber wohl in erster Linie dazu da, uns eben daran zu erinnern. Die "Jaws"-Anspielung mit seinem Trinklied fand ich zwar nett, davon abgesehen war das aber doch etwas belanglos. Was jedoch letztendlich wirklich abfällt und die Folge herunterzieht, ist die Haupthandlung rund um Lennier. Und dabei fängt diese ja eigentlich noch durchaus vielversprechend an, mit Delenn, die ihn zu sich ruft, um ihm im aktuell dominierenden Handlungsstrang rund um die Angriffe auf Allianz-Schiffe eine Rolle zukommen zu lassen (wie der Einstieg generell noch nett war, mit Delenn, dem aufdringlichen Kerl, und Lenniers plötzlichem Auftauchen). Auch die zwischen ihnen stehenden, unausgesprochenen Gefühle von Lenniers Seite aus wurden wieder überdeutlich. Leider aber knüpft die Episode dann an dieses interessante Setup nicht mehr an. Statt Lennier im aktuellen Geschehen tatsächlich eine wichtige Rolle spielen zu lassen, bekommen wir vielmehr eine zweite Ranger-Ausbildungsfolge. Das mag zwar insgesamt hier besser funktionieren als "Lektionen des Schreckens", nicht zuletzt, weil man den dort von mir beklagten Fehler, zwei völlig unbekannte Figuren zu nehmen, nicht wiederholt, sondern – wie dort schon von mir gewünscht – Lennier in den Mittelpunkt stellt. Nur fand ich die gelernten Lektionen leider auch diesmal wieder wenig spannend, sei es nun der Test, die beiden zurückzulassen, oder auch der Verlauf der Schießübung. Letztere war zumindest optisch nett, da mit dem Licht des roten Riesen mal was anderes. Insgesamt gelang es der Lennier-Handlung aber leider nicht, mich zu packen – und gerade auch nach der vermeintlichen Ankündigung, ihn auf eine wichtige Mission zu schicken, die sich dann nicht erfüllt, fand ich diese Ranger-Lehrstunde doch ziemlich enttäuschend.

Fazit: Episodenbild (c) Warner Bros. Nach den letzten beiden sehr guten Episoden stellt "Die Wahrheit ist ein Fluss" leider wieder einen deutlichen Rückschritt dar. Dies liegt in erster Linie an der Haupthandlung rund um Lennier, die zwar gut und vielversprechend beginnt, dann aber leider Delenns eigentlich spannend und wichtig klingende Mission zugunsten eines ziemlich mäßigen Ranger-Lektions-Plots verwirft. Der war zwar immerhin besser als "Lektionen des Schreckens", da wir diesmal mit Lennier eine bekannte Figur und damit einen Anker hatten, aber davon abgesehen fand ich seine Geschichte hier doch ziemlich banal. Was die Episode aber ansatzweise rettet, sind neben Mike Vejars wie immer sehr guter Inszenierung sowie dem netten Finale mit dem Licht des roten Riesen in erster Linie die beiden Nebenplots. Vor allem Vir konnte sich hier wieder einmal auszeichnen, als er sich Londos Schwert schnappt und dem Drazi-Händler, der ihm die Wanze untergeschoben hat, beweist, dass er längst nicht mehr der schüchtern-unsichere Stümper ist, der er gewesen sein mag, als er das erste Mal auf die Station kam. Aber auch Londos Szenen mit ihm oder später dann dessen Freude über die Entwicklung seines Attachés waren gelungen, und teilweise köstlich. Und auch alles rund um G'Kar gefiel mir wieder einmal sehr gut. Seine philosophischen Lehren fand ich wieder einmal sehr schön geschrieben, und auch von Andreas Katsulas gewohnt phantastisch vorgetragen. Und auch wenn die eher schwache und wenig mitreißende Haupthandlung "Die Wahrheit ist ein Fluss" doch ziemlich herunterzieht, so kann man sich doch wenigstens damit trösten, dass dies der letzte Ausreißer nach unten war – und die Serie nun ihrem hochdramatischen, triumphalen Finale entgegenstrebt.

Wertung: 2.5 von 5 Punkten
Christian Siegel


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Vom Skript zur Folge:
Lediglich eine kleine Änderung hält auf, diese halte ich aber durchaus für wesentlich: Eigentlich sollte "Die Wahrheit ist ein Fluss" nicht mit der Garibaldi-Szene enden, sondern noch einmal auf das White Star-Schiff zurückkehren, wo Captain Montoya Lennier eine abgefangene, kodierte Meldung der Centauri übergibt. Damit hätte man Lenniers Auftrag von Delenn, der danach irgendwie völlig aus dem Fokus fiel, doch noch einmal aufgegriffen. Vermeintlich aus Zeitgründen wurde die Szene aber geschnitten.
Quelle: "Babylon 5: The Scripts of J. Michael Straczynski - Volume 13"


Stimmen zur Episode:
  • Mira Furlan über ihren Co-Star Bill Mumy: „Er ist wie ein Bruder für mich; mein Bruder vom anderen Ende der Welt. Wir teilen viele Eigenschaften, und sich doch so unterschiedlich, und kommen aus völlig verschiedenen Kulturen. Ich wuchs in Zagreb auf, er in Hollywood. Er ist im Filmgeschäft seitdem er geboren ist, ich wurde Schauspielerin nachdem ich an der Theater-Akademie studierte. Ich spielte so viel Theater, die ganzen Klassiker, ich spielte am kroatischen Nationaltheater, und so weiter. Billy ist ein großer Bewunderer von Comic-Büchern; meine Mutter ist eine Bibliothekarin, und sie erlaubte mir als Kind nie, Comics zu lesen, weil sie es als schlecht für meine geistige Entwicklung betrachtete. Wir sind also völlig unterschiedlich, und fast vollständig wie das jeweilige Gegenstück zueinander. Und andererseits haben wir aber auch so viele Dinge gemeinsam. Wir sind beide Einzelkinder. Das führte zu einer schlechten Charaktereigenschaft, die wir teilen, nämlich das Gefühl, der Mittelpunkt des Universums zu sein, und daraus erwächst diese Ichbezogenheit die kontrolliert werden muss, und darüber haben wir uns oft unterhalten. Ich denke, dass wir uns in vielerlei Hinsicht helfen können. Wir verstehen uns, und ich sehe ihn mit all seinen Fehlern, und er mich mit all meinen Fehlern, da wir sie auf sonderbare Art und Weise teilen. Es ist so seltsam und irgendwie auch bewegend, und großartig, so jemanden zu finden, der unter völlig anderen Umständen aufgewachsen ist, und dennoch so viel mit dir gemeinsam hat.”

  • Quelle: "Babylon 5: Season by Season-Guides - Volume 5: The Wheel of Fire"


    Kommentare von JMS
    Episodenbild (c) Warner Bros.
  • Diese Episode dient als weiterer Schritt auf jenem Pfad, der Lennier auf die dunkle Seite führen wird. Man erkennt es in seinem Verhalten gegenüber Delenn, wenn sie sich im Club treffen. Es ist ein subtiler Zorn in ihm, eine schwelende Feindseligkeit… aber auch diese schreckliche Hoffnung wenn sie einige Dinge mehrdeutig lässt. In seinem Zustand würde er jede solche, sich ihm bietende Gelegenheit als Einladung auffassen, und als ein Weg, mit seinen Gefühlen vorzupreschen. Seine eigene Gefühle sind sehr roh; er will wissen, warum sie ihn gerufen hat, wobei ein Teil von ihm hofft, dass es um mehr geht, und als er herausfindet, dass dies nicht der Fall ist, entschließt er sich dazu, so rasch als möglich wieder zu gehen, um sie zu beschützen – so wie er sie immer beschützt hat. Er ist eine verdammte Seele, die Qualen leidet, und will so rasch als möglich in seine eigene kleine Hölle zurück, da es unmöglich ist, etwas so nah zu sein, dass für ihn den Himmel darstellen könnte. Die große Ironie an der Geschichte ist, dass Lennier nicht erkennt, wie Findell sein eigenes Dilemma widerspiegelt. Wenn wir für unsere Definition von Depression die oft zitierte Regel heranziehen, dass Depressionen Wut ist, die sich nach innen richtet, dann leiden beide Figuren am selben Problem, und ihr ultimatives Ziel ist die Selbstzerstörung. Lennier ist zwar in der Lage, Findell zu helfen, diesem Schicksal zu entkommen, aber ist zugleich unfähig zu sehen, dass er sich auf demselben Pfad befindet.

  • Londo ist an einem Punkt angelangt wo er zum ersten Mal in einer langen Zeit wieder zu sich selbst gefunden hat. Bedenkt: Er hat den netten Titel des Premierministers erreicht, seine Welt gerettet, ist seinem Handel mit den Schatten entkommen… bei so ziemlich jeder Definition die man anwenden will, ist er eine Erfolgsgeschichte. Er ist glücklich. Man sieht ihn dabei, wie er sich tatsächlich amüsiert, mit dem Drazi-Botschafter und anderen. Er ist klug, fähig, loyal, bestimmt… das ist der Londo, der immer schon da war, unter der Oberfläche, und darauf gelauert hat, hervorzukommen. Hätte er sich vom verbitterten, selbsthassenden Charakter der er in Staffel zwei war zum gefesselten Imperator entwickelt, wäre das Gefühl des Verlusts nicht einmal ansatzweise so tiefgehend gewesen. Aber ihn an diesem Punkt zu sehen, und dann seinen Fall zu verfolgen, macht sein letztendliches Schicksal nur umso tragischer.

  • Da Babylon 5 immer noch für weniger als eine Million Dollar pro Folge gemacht wurde, gab es diese Kardinalsregel der ich beim Schreiben folgen musste, eine Regel die seit der ersten Staffel Gültigkeit besaß: "Von den dramatischen und Charakter-Momenten abgesehen, gibt es drei Elemente die eine Episode hervorstechen lassen können: Stunts, Statisten und CGI. Pick dir zwei davon heraus. Wenn du alle drei nimmst, musst du das aber durch ein oder zwei ruhigere Episoden wieder ausgleichen." Im vorliegenden Fall war "ruhiger" gleichbedeutend mit einem Minimum an neuen Sets, keinen großen Stunts, keine großen CGI-Schlachten, und so wenig Statisten wie möglich. Nachdem wir in der Folge zuvor auf der Heimatwelt der Drazi waren, die alle drei großen Elemente beinhaltete, musste ich nun die Bücher wieder ein bisschen ausgleichen, was auch die Logik hinter der Konstruktion des Drehbuchs teilweise erklärt.

    Egal, welche Staffel von B5 ihr euch vor Augen führt, ihr werdet sehen, dass sich diese Regel durch alle Episoden hindurchzieht. Wenn es einige größere gibt, folgen auf sie fast immer praktisch nahtlos kleinere Geschichten. Von den finanziellen Beweggründen dahinter mal abgesehen, erlaubte es uns dies auch, uns immer auf ein paar wenige Dinge zu konzentrieren, die wir dann sehr gut machen konnten, statt vieles dürftig umzusetzen. Den Stunt-Teams mehr Luft zu geben erlaubte es ihnen, bessere Sequenzen auszuarbeiten, als wenn sie sich jede Folge etwas hätten einfallen müssen – was auch die Chancen von ernsten Verletzungen minimierte. Und die CGI-Anforderungen aufzuteilen bedeutete, dass sich die CGI-Teams etwas mehr Zeit dafür nehmen konnten, die Schlachten zu gestalten, als jede Woche Akkordarbeit zu leisten. Folglich sagen unsere Schlachten, wenn wir große Kämpfe hatten, auch wirklich groß aus, weil genug Zeit war, um sie auszuarbeiten.

  • Quelle: "Babylon 5: The Scripts of J. Michael Straczynski - Volume 13"


    Zusammengestellt und übersetzt von Christian Siegel
    (Bilder © Warner Bros.)







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