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Mordverdacht
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Originaltitel: Justice
Episodennummer: 1x10
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 27.11.2009
Erstausstrahlung D: 14.04.2010 (Free-TV, RTL II)
Drehbuch: Alan McCullough
Regie: William Waring
Hauptdarsteller: Robert Carlyle als Dr. Nicholas Rush, Justin Louis als Colonel Everett Young, David Blue als Eli Wallace, Brian J. Smith als Lt. Matthew Scott, Elyse Levesque als Chloe Armstrong, Jamil Walker Smith als Sgt. Ronald Greer, Alaina Kalanj als Tamara Johansen, Ming-Na als Camille Wray
Gastdarsteller: Jennifer Spence als Dr. Lisa Park, Josh Blacker als Sgt. Spencer, Patrick Gilmore als Dr. Dave Volker, Julia Anderson als 2nd Lt. Vanessa James, Mark Burgess als Jeremy Franklin, Peter Kelamis als Adam Brody

Spoilerwarnung: Das nachfolgende Review beinhaltet einige größere Spoiler, und nimmt wesentliche Punkte der Handlung vorweg. Falls ihr die Episode noch nicht gesehen habt, solltet ihr das Review überspringen, und nur das Fazit lesen!

Kurzinhalt: ImageAuf der Destiny wird die Leiche von Sgt. Spencer gefunden. Offenbar wurde der Störenfried, der zuletzt mit mehreren Besatzungsmitgliedern aneinandergeraten war und sehr unausgeglichen gewirkt hat, in seinem Quartier erschossen. Col. Young ordnet sofort eine Suche nach der Mordwaffe an – und staunt nicht schlecht, als diese just in seinem Quartier gefunden wird. Hat er etwa tatsächlich ein Crewmitglied ermordet, um den Frieden an Bord der Destiny zu bewahren, und die Situation unter Kontrolle zu halten? Camille Wray scheint genau dieser Ansicht zu sein. Sie verlangt ein Gerichtsverfahren, in dem sie an Anklägerin agiert. Col. Young bittet daraufhin Chloe, seine Verteidigung zu übernehmen. Doch die Beweislast ist zu erdrückend, und so wird Col. Young schließlich des Kommandos enthoben, und Camille Wray als neue Befehlshaberin der Destiny bestimmt. Doch noch sind Col. Young und seien Getreuen nicht bereit, einfach so aufzugeben. Fieberhaft suchen sie nach neuen Beweisen, die ihn entlasten könnten. Da stolpert Eli plötzlich über eine gelöschte Aufzeichnung…
Christian Siegel


Review: Also von einem Mid-Season-Finale war man von Stargate zuletzt deutlich besseres und packenderes gewöhnt, als uns hier bei "Universe" mit "Mordverdacht" geboten wird. Und auch wenn ich es ja gut finde, dass man mit dieser Serie eine neue Richtung einschlägt und sich somit auch von den in den letzten Jahren zunehmen vorhersehbaren und fast billig wirkenden überdrüber-Cliffhangern, dramatischen Wendungen und spektakulären Episoden just genau zur Mitte der Staffel verabschiedet hat… etwas aufregender und spannender hätte diese Folge vor der Pause (in den USA) ruhig ausfallen dürfen. Es hilft auch nicht gerade, dass das Grundthema der Episode – der Kommandant unter Mordverdacht – in der Science Fiction-Unterhaltung nicht zuletzt dank zahlreichen entsprechenden Star Trek-Episode schon extrem verbraucht und ausgelutscht wirkt, und damit zur bisher recht originell agierenden Serie nicht im Geringsten passen will. Zwar war die eigentliche Verhandlung – eine ganz übliche Zutat solcher Episoden – Gott sei Dank recht schnell vorbei, trotzdem fand ich alles rund um diesen titelspenden "Mordverdacht" einfach nur langweilig und extrem unoriginell.

ImageHier litt die Episode meines Erachtens auch stark unter der Durchschaubarkeit, die zumindest für mich als alten Krimi-Hasen schon sehr früh gegeben war. So war für mich praktisch von Beginn an offensichtlich, dass der Kerl Selbstmord begangen hat, und derjenige der die Leiche (oder die Aufzeichnung) entdeckt hat daraufhin beschlossen hat, es Colonel Young anzuhängen. Dafür kamen von vornherein nur zwei Personen ernsthaft in Frage: Camille, die ja den Auftrag bekommen hat, das Kommando über die Expedition so schnell als möglich zu übernehmen, sowie Rush, der seine Erforschung des Antikerstuhls so schnell als möglich weitertreiben wollte, und dem Young diesbezüglich ein lästiges Hindernis war, dass es irgendwie zu überwinden galt. Da man sich bei Camille dank einiger bedeutungsschwanger-verdächtigen Blicken in die Kamera soooo viel Mühe gegeben hat, sie als roten Hering aufzubauen, und sich Rush im Vergleich recht unverdächtig verhalten hat, war die Auflösung dieses "Mysteriums" für mich leider doch sehr absehbar.

Und so plätscherte die Handlung 30 Minuten lang relativ unspektakulär und wenig aufregend vor sich hin. Es tat sich einfach nichts wesentliches/wichtiges, auch wenn es zwischendurch immer wieder kurze gelungene Szenen und Momente gab. Erst gegen Ende hin nimmt "Mordverdacht" endlich an Fahrt auf und gewinnt an Dramatik. Die letzten paar Minuten auf dem fremden Planeten haben mir sehr gut gefallen; vor allem natürlich die Konfrontation zwischen Rush und Young, die wohl unausweichlich war, hier für mich – zumindest in der Intensität – aber doch überraschend kam. Denn dass Young ihn einfach so auf dem Planeten zurücklassen würde, hätte ich nicht erwartet. Ich muss allerdings auch gestehen, dass er für mich dadurch viel an Sympathie verloren hat. Einerseits ist es natürlich positiv, dass er keine strahlende Heldenfigur ist, sondern ein Mensch mit Fehlern und Schwächen, der in diesem Moment einfach seinem Impuls nachgegeben und seinem Frust und Ärger freien Lauf gelassen hat. Trotzdem, sonderlich klug war diese Entscheidung nicht. Er mag Rush nicht ausstehen können, aber er ist und bleibt eine der wichtigsten Personen an Bord der Destiny. Ohne ihn würde es ungleich schwerer werden, den Weg nach Hause zu finden.

ImageUnd mal ehrlich: So wie uns als Zuschauer natürlich völlig klar ist, dass Rush mit Hilfe des außerirdischen Raumschiffs schon bald auf die Destiny zurückkehren wird, hätte das eigentlich auch Young in Betracht ziehen müssen. Vor allem angesichts der Tatsache, dass er gerade erst vom Verdacht einen Mord begangen zu haben freigesprochen wurde, wirkt seine Aktion sehr unüberlegt, und stellt für mich seine Fähigkeit, das Kommando über die Destiny zu führen, in Frage, da er hier das Wohl der Crew gegenüber seinen persönlichen Gefühlen Rush gegenüber hintanzustellen scheint. Jedenfalls verspricht dieser Ausraster einiges an Spannung für die weiteren Episoden, sobald Rush die unweigerliche Rückkehr zur Destiny geglückt ist. Und doch: Von einem Mid-Season-Cliffhanger hätte ich irgendwie mehr erwartet – zumal man sich als Zuschauer keine Sekunde lang die Frage stellt, ob Dr. Rush zurückkehren wird, sondern nur, wie. Und diese Art von offenen Fragen ist leider nie die Spannendste…

Fazit: Ein offener Brief an alle SF-Drehbuchautoren da draußen: Bitte verschont uns in Zukunft mit Episoden, in denen der Kommandant unter "Mordverdacht" steht. Diese Folgen zählten schon bei Star Trek zu den langweiligsten, da an der Unschuld des Angeklagten keine Sekunde lang Zweifel aufkamen, und haben seither auch in anderen SF-Serien (wie "Babylon 5") nicht wirklich funktioniert. "Mordverdacht" bildet hier keine Ausnahme, sondern fällt in die gleiche Kategorie. Die Langeweile mag sich zwar dadurch, dass die Verhandlung angenehm schnell vorüber ist, in Grenzen halten; generell vermag sich die Episode dadurch zumindest teilweise zu retten, dass man sich mehr auf die Reaktionen der Beteiligten konzentriert denn dem Mysterium rund um das tote Crewmitglied, aber trotzdem… die ersten 30 Episoden sind nur leidlich dramatisch und höchst unoriginell. Erst die letzten paar Minuten verstehen es zu packen, und sorgen für eine interessante Ausgangssituation für die 2. Hälfte der 1. Staffel – ich wünschte nur, man hätte sich einen spannenderen und interessanteren Weg ausgedacht, um dorthin zu gelangen…

Wertung: 2 von 5 Punkten
Christian Siegel



(Bilder © MGM/SyFy)


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