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Verwandte (1) Drucken E-Mail
Autor: Christian Siegel - Datum: Mittwoch, 11 November 2020
 
Auf einigen Planeten ist eine Seuche ausgebrochen. Da diese nicht miteinander in Kontakt stehen, befürchtet man, dass es sich um Angriffe handelt, für die eine Variante des Replikator-Virus verwendet wird. Doch wer steckt dahinter?
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Episodenbild (c) MGM/Showtime

Originaltitel: The Kindred (1)
Episodennummer: 4x18
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 22. Februar 2008
Erstausstrahlung D: 17. März 2009
Drehbuch: Joseph Mallozzi & Paul Mullie
Regie: Peter F. Woeste
Hauptdarsteller: Joe Flanigan als Major John Sheppard, Amanda Tapping als Colonel Samantha Carter, Rachel Luttrell als Teyla Emmagan, Jason Momoa als Ronon Dex, David Hewlett als Dr. Rodney McKay.
Gastdarsteller: Connor Trinneer als Michael Kenmore, Christopher Heyerdahl als Todd, Jewel Staite als Dr. Jennifer Keller, Kavan Smith als Major Evan Lorne, Mitch Pileggi als Colonel Steven Caldwell, Paul McGillion als Dr. Carson Beckett, Patrick Sabongui als Kanaan, Artine Brown als Trader, David Beairsto als Merchant, B.J. Harrison als Female Merchant, Heather Doerksen als Major Pat Meyers, John Sampson als Michael's Guard, Igor Hudacek Jr. als Scavenger, Chuck Campbell als Chuck, Colin Corrigan als Lt. Rivers u.a.

Kurzinhalt: Teyla sieht in einem Traum Kanaan, den Vater ihres Kindes, wie dieser auf dem Totenbett liegt – und dann plötzlich den Kopf hebt und ihr vorwirft, ihn und die anderen ihres Volkes aufgegeben zu haben. Derart aufgeschreckt, ist sich Teyla sicher, dass es sich um mehr handelte als um einen einfachen Traum – nämlich um eine Vision. Sie sieht darin einen Hinweis darauf, wo Kanaan und die anderen Athosianer zu finden sind. Sam genehmigt eine entsprechende Mission. Zuerst scheint Teyla keinen Hinweis finden zu können, dann hat sie jedoch eine weitere Vision, und stößt so auf einen Händler, der ein Amulett verkauft, dass sie Kanaan einst geschenkt hat. Sie folgt den Hinweisen schließlich zu einem anderen Planeten – wo sie von einem Wraith-Jäger gefangengenommen wird. Währenddessen breitet sich auf mehreren Planeten die gleiche Krankheit aus. Dr. Keller beunruhigt dies insofern, als diese eigentlich keinen Kontakt zueinander haben, und es daher auch keinen Grund gibt, warum die gleiche Krankheit praktisch gleichzeitig auf all diesen Planeten auftreten sollte. Sie befürchtet, dass diese dort bewusst ausgesetzt wurde – und jemand den Virus der Replikatoren verwendet, um deren Plan, den Wraith ihre Nahrungsquelle zu entziehen, fortzusetzen. Doch wer könnte, nun da die Replikatoren ausgeschaltet wurden, dafür verantwortlich sein?

Denkwürdige Zitate: "You kill to protect yourself and your own. So do I. Of course, circumstances require me to do it on a slightly larger scale…"
(Michaels Rechtfertigung seiner Vorgehensweise.)


Review (kann Spoiler enthalten): Episodenbild (c) MGM/Showtime "Verwandte – Teil 1" gliedert sich in zwei Handlungsstränge, die letztendlich zusammenlaufen. Auf der einen Seite haben wir hier alles rund um Teyla, was für mich definitiv der uninteressantere der beiden war. Es tut mir wirklich leid, aber die Serie hat es in den viereinhalb Staffeln ehe sie plötzlich verschwanden nicht geschafft, mich eine Beziehung zu den Athosianern aufbauen zu lassen. Wir erhielten leider immer nur einen sehr flüchtigen Blick in ihre Kultur; kein Vergleich z.B. zu den Bajoranern bei "Deep Space Nine". Dementsprechend interessiert mich ihr weiteres Schicksal leider nur bedingt, und kann die Folge aus der Frage, wo sie denn stecken, keine Spannung beziehen. Erschwerend kommt das mit den Visionen dazu. Zwar gibt es am Ende dann eh noch eine halbwegs überzeugende Erklärung für diese, aber bis es soweit war, tat ich mir mit den entsprechenden Szenen doch sehr schwer. Was das betrifft, halte ich es eben mit dem früheren deutschen Bundeskanzler Helmut Schmidt: Wer Visionen hat, sollte zu Arzt gehen.

Wesentlich spannender fand ich da schon alles rund um den Ausbruch der Krankheit auf verschiedenen Planeten (und das nicht nur aufgrund der Parallelen zum aktuellen Weltgeschehen). Mein erster Verdacht fiel ja, angesichts der letzten Szene aus "Große und kleine Sünden", auf Dr. Weir. Auf Michael wäre ich allerdings nie gekommen – was sicherlich auch damit zu tun hat, dass dieser zuletzt gegenüber der Bedrohung durch die Replikatoren, dann aber auch wieder durch die normalen Wraith, völlig in den Hintergrund gerückt ist. Jedenfalls hat mir diese, für mich durchaus überraschende, Offenbarung sehr gut gefallen. Wie ich es generell klasse fand, wie man sich hier wieder so mancher zuvor etablierter Elemente oder Handlungsstränge bedient (das Verschwinden der Athosianer, das Virus der Replikatoren, Todd, sowie eben Michael), und sie hier zusammenführt. Skeptisch bin ich allerdings, ob es wirklich so eine gute Idee ist, Todd alle Daten zu geben, die sie bisher über das Virus sammeln konnten. Zwar glaube ich nicht, dass er selbst unlautere Absichten verfolgt, aber erst in der letzten Folge nutzte einer seiner Kommandanten die von ihm gestohlenen Informationen, um die Mittelstation anzugreifen. Ob es da wirklich eine gute Idee ist, ihm Daten anzuvertrauen, die theoretisch dazu verwendet werden könnten, gezielt bestimmte Siedlungen von Menschen – wie z.B. auch Atlantis – anzugreifen und auszulöschen? Nicht uninteressant auch die Andeutungen ob der Bedeutung von Teylas Kind für Michaels Pläne. Ist Kanaan etwa gar nicht der Vater? Einzig der Twist am Ende hat mich gestört. Klar, noch ist es zu früh, um mehr dazu zu sagen, vielleicht ist es ja gar nicht der richtige Beckett; aber so leid es mir um ihn auch tat, ich würde es sehr schwach finden, wenn man diese tragische Wendung nun rückwirkend aufheben würde. Jedenfalls hat mich das eher zum Augenrollen animiert, als meine Vorfreude auf den zweiten Teil zu steigern.

Fazit: Episodenbild (c) MGM/Showtime Der Teyla-Handlungsstrang hat mich in der ersten Hälfte leider noch nicht mitgerissen. Das mit den Visionen hat mich doch ziemlich irritiert (dass diese später dann doch noch gut begründet werden sollten, konnte ich zu dem Zeitpunkt ja noch nicht wissen), und die Suche nach ihrem Volk fand ich leider nicht sehr interessant. Dass wir Kanaan, den Vater ihres Kindes, hier erst zum ersten Mal gezeigt bekommen, zeigt, wie vernachlässigt man die Athosianer hat; dementsprechend schert mich ihr Schicksal leider nur bedingt. Alles rund ums Virus kann hingegen praktisch von Beginn an gefallen, und letztendlich gehen beide Storylines dann ja schön ineinander über. Generell gefiel mir, wie hier mehrere zuvor etablierte Elemente aufgegriffen und zusammengewürfelt werden. Der Twist am Ende hingegen ließ mich wiederum doch eher ratlos zurück, und entlockte mir bestenfalls ein Achselzucken; aber warten wir mal ab, wie das in der nächsten Folge erklärt wird. Mit den letzten beiden Episoden konnte "Verwandte – Teil 1" für mich aber nicht mehr ganz mithalten.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © MGM/SyFy Channel)







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