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< Vorherige Episode | Nächste Episode >

Episodenbild (c) Warner Bros.

Originaltitel: Each Night I Dream of Home
Episodennummer: 1x13
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 01. September 1999
Erstausstrahlung D: 12. Mai 2000
Drehbuch: J. Michael Straczynski
Regie: Stephen Furst
Hauptdarsteller: Gary Cole als Captain Matthew Gideon, Tracy Scoggins als Captain Elizabeth Lochley, Daniel Dae Kim als Lieutenant John Matheson, David Allen Brooks als Max Eilerson, Peter Woodward als Galen, Marjean Holden als Dr. Sarah Chambers, Carrie Dobro als Dureena Nafeel.
Gastdarsteller: Richard Biggs als Dr. Stephen Franklin, Lance LeGault als Senator Jacob Redway, Timothy Williams als David Williams, Liz Lavoie als Carole Miles, Carl Reggiardo als Drakh Captain u.a.


Kurzinhalt: Senator Jacob Redway, eines der wenigen Mitglieder der Erdregierung, die zum Zeitpunkt des Drakh-Angriffs nicht auf der Erde waren, kommt – begleitet vom Zivilisten David Williams – an Bord der Excalibur. Unmittelbar nach seiner Ankunft überrascht er Captain Gideon mit dem Befehl, in den Sektor 100 – also zur Erde – zurückzukehren. Auf dem Weg dorthin empfängt die Excalibur ein Notsignal, und sehr zu Redways Missfallen besteht Gideon darauf, dass er nach interstellarem Recht dazu verpflichtet ist, auf dieses zu reagieren. Man nimmt daraufhin Captain Elizabeth Lochley von Babylon 5, die mit einer beschädigten Starfury antriebslos im All schwebte, auf – gerade noch rechtzeitig, ehe dieser die Luft ausgefangen wäre. Danach setzt man den Flug zur Erde fort, wo man eine Kapsel mit einem Passagier an Bord nimmt: Dr. Stephen Franklin. Dieser wird in die Quarantänestation des Schiffes gebracht. Zusammen mit Dr. Sarah Chambers soll Franklin ein moralisch fragwürdiges Experiment durchführen, und David Williams – auf dessen eigenen Wunsch – mit der Drakh-Seuche infizieren. Dies gibt ihnen die Möglichkeit, das Virus unmittelbar nach der Ansteckung zu analysieren – in der Hoffnung, so der Entwicklung eines Heilmittels einen entscheidenden Schritt näher zu kommen…

Review: Episodenbild (c) Warner Bros. Der Ausstrahlungs- und DVD-Reihenfolge nach ist "Die Entscheidung" die letzte "Crusade"-Episode; in Wahrheit wurde sie jedoch als fünfte Folge (und damit zwar letzte der "grauen" Episoden, aber noch vor dem Wechsel auf die schwarzen Uniformen) produziert. Wie schon zuvor ergeben sich auch hier daraus wieder ein paar Inkonsistenzen, die bei der Nachfolgeserie zu "Babylon 5" – die was Kontinuität und eine fortlaufende Handlung betrifft im Bereich der Science Fiction-Serien, aber auch der US-TV-Landschaft im allgemeinen, neue Maßstäbe gesetzt hat – halt ganz besonders unangenehm auffallen. Einerseits wäre da Gideons Kommentar, dass es sich beim abschließenden Scharmützel mit dem Drakh um den ersten größeren Kampf zwischen der Excalibur und dem Feind handeln würde – eine Aussage, die durch "Kriegsgebiet" rückwirkend Lügen gestraft wurde. Und andererseits will die Dynamik zwischen Gideon und Lochley nicht wirklich passen. Die beiden wirken bestenfalls wie flüchtige Bekannte, aber keinesfalls wie zwei Menschen, die bereits zusammen in der Kiste gelandet sind. Ich weiß, dass JMS hier TNT gerne den schwarzen Peter zuschiebt, aber angesichts der Tatsache, dass sich die beiden hier grundsätzlich schon zu kennen zeigen, und "Nach eigenen Regeln" unmittelbar an "Befehle aus dem Grab" (wo sie sich kennelernten) anknüpfte, frage ich mich schon, wie er diesen Kontinuitätsknoten selbst wenn es weitere Episoden gegeben hätte je auflösen wollte.

Die TNT-Reihenfolge (und wie schon erwähnt, die definitive Reihenfolge die gänzlich ohne Kontinuitätsprobleme auskommt gibt's ja leider sowieso nicht) bringt jedoch auch einen ganz wesentlichen Vorteil mit sich, nämlich dass sich "Crusade" hier auf ihrem Höhepunkt verabschiedet – ist "Die Entscheidung" doch ganz klar die beste Episode der Serie. Eine ihrer größten Stärken ist dabei zweifellos der Gastauftritt von Richard Biggs. Klar ist der größte Anker von "Crusade" zur Vorgängerserie Captain Elizabeth Lochley, da diese jedoch dort nur im letzten Jahr zu sehen war, und dementsprechend vergleichsweise wenig Eindruck hinterließ, hat das Wiedersehen mit Dr. Stephen Franklin ungleich größeren Reiz. Zumal dieses nicht einfach nur ein plumper Gag ist, sondern JMS darauf geachtet hat, ihm bei seinem "Crusade"-Einsatz auch wirklich eine packende Geschichte mit auf dem Weg zu geben. Das moralische Dilemma, vor dem sowohl Franklin als auch in weiterer Folge Dr. Chambers stehen, ist Dreh- und Angelpunkt der Episode, und rückt dann schließlich auch die zweite wichtige Gastfigur (während Senator Jacob Redway eher nur dafür da ist, um als Widersacher/Störenfried für Gideon zu dienen) und ihre tragische Geschichte in den Mittelpunkt, die exemplarisch für das Leid steht, welches bereits jetzt schon durch die Drakh-Seuche auf der Erde ausgelöst wurde: David Williams ist unsterblich in Carole Miles verliebt, und möchte sie unbedingt heiraten. Jedoch war er zum Zeitpunkt des Drakh-Angriffs nicht auf der Erde – und nun ist ihm die Rückkehr zum Planeten aufgrund der Quarantäne strengstens untersagt. Seine einzige Möglichkeit, trotzdem auf die Erde zu gelangen ist es, sich mit dem Drakh-Virus anstecken zu lassen – selbst wenn dies bedeutet, dass er in weniger als fünf Jahren sterben wird, sofern die Excalibur bis dahin kein Heilmittel finden sollte. Jedoch, wie drückt er es so schön und herzerwärmend aus: "I'd rather live five years with her than live a hundred years without her."

Episodenbild (c) Warner Bros. Sowohl Franklin als auch Chambers haben – trotz des ausdrücklichen Wunschs des Patienten – schwere moralische Bedenken, verstoßen sie damit doch gegen den hippokratischen Eid und die goldene Regel "Zuallererst, richte keinen Schaden an" verstoßen. Zugleich ist dies die einzige Möglichkeit, den Ausbruch des Drakh-Virus in einem lebenden Wesen zu erforschen, in der Hoffnung, so einem Heilmittel näher zu kommen. Tatsächlich gelingt den beiden ein entscheidender Durchbruch, als sie herausfinden, dass es sich nicht etwa um einen biologischen, sondern vielmehr einen künstlichen Nanovirus handelt, der noch dazu über eine künstliche Intelligenz verfügt. Dennoch merkt man beiden an, dass der Preis für diese Erkenntnis schwer auf ihren Schultern lastet. Ursprünglich will Dr. Franklin seiner Kollegin diese Last ja abnehmen, dann jedoch kommt es anders, als der Schalter in der Kabine versagt, und somit doch Dr. Chambers den Transfer der Luft einleiten muss. Und während Dr. Franklin am Ende, als er sein eigenes Leben riskiert, um Williams zu retten, zumindest einen kleinen Beitrag leisten kann, um sein Gewissen zu beruhigen, bleibt Dr. Chambers mit ihren Vorwürfen allein.

Eben dieser Plot hat mich für sich genommen sehr angesprochen – wird dann jedoch durch die schauspielerischen Leistungen noch einmal aufgewertet. Und hier ist in erster Linie Richard Biggs ein riesengroßes Lob auszusprechen. Andere Darsteller hätten vielleicht den Gehaltsscheck eingesteckt und dann ihren Text runtergespult – zumal ja nicht alle aus der B5-Stammbesetzung darüber glücklich waren, bei "Crusade" praktisch gänzlich übergangen zu werden. Richard Biggs hingegen scheint sich nicht nur wirklich darüber gefreut zu haben, dazu eingeladen worden zu sein, auch Teil der Nachfolgeserie zu werden, sondern auch, dass ihm JMS dabei auch wirklich etwas zu tun gab. Ich fand ihn ja bei "Babylon 5" grundsätzlich immer klasse, jedoch gab es dort letztendlich nur wenige Episoden, wo er sich so richtig auszeichnen konnte – und "Die Entscheidung" fügt sich nahtlos in deren Riege ein. Doch es ist nicht nur die Haupthandlung, die zu gefallen vermag, auch die Nebenstory rund um Gideon und Lochley ist gelungen. Bereits der Einstieg ist cool, mit der "fliegenden" Rettungsmission. Auch danach wissen ihre gemeinsamen Szenen durchaus zu gefallen, und deuten wieder einmal an, dass sich zwischen den beiden im Verlauf der Serie wohl eine klassische Liebesgeschichte abgezeichnet hätte. Die Chemie zwischen Cole und Scoggins stimmt jedenfalls. Amüsant fand ich auch Gideons Lebensweisheiten ("Never eat anything bigger than your head. Never shoot pool at a place called Pop's. Never eat food at a place called Mom's."). Wie die Episode generell wieder einmal mit ein paar schönen Dialogen aufwarten kann (wie z.B. auch dem Gespräch zwischen Gideon und Matheson über das Angesicht des Vaters). Und der Angriff der Drakh am Ende reichert die Episode nicht nur um die nötige Portion Action und Spektakel an (ist die Raumschlacht doch wieder mal nett getrickst), sondern gibt Gideon auch wieder Gelegenheit dazu, sein taktisches Geschick unter Beweis zu stellen. Die Episode ist zudem von Stephen Furst mit äußerst sicherer Hand und einigen netten Einfällen wie Franklins Spiegelung im Fenster beim abschließenden Gespräch mit Chambers und Gideon gespickt. Und mit dem allerletzten Bild – dem Anflug auf "Babylon 5" – schließt "Die Entscheidung" auf wundervolle Art und Weise den Bogen zu jener Serie, mit der alles begann.

Fazit: Episodenbild (c) Warner Bros. JMS mag über die Reihenfolge, welche TNT für die Ausstrahlung der dreizehn produzierten "Crusade"-Episoden gewählt hat (und die auch auf DVD beibehalten wurde) nicht glücklich sein – und in der Tat sind auch hier wieder ein paar Kontinuitätsfehler präsent, die gerade auch bei der Nachfolgeserie von "Babylon 5" negativ ins Auge stechen. Einen positiven Nebeneffekt hat das Ganze dann aber doch: Denn mit "Die Entscheidung" verabschiedet sich die B5-Ablegerserie zumindest an ihrem Höhepunkt. Die Episode profitiert dabei unter anderem vom Gastauftritt von Richard Biggs, der bei seinem letzten Auftritt als Dr. Stephen Franklin eine bestechende Leistung zeigt. Aber auch die Handlung konnte mir enorm gut gefallen, mit David Williams Wunsch, und dem damit einhergehenden moralischen Dilemma. Die Nebenhandlung konnte ebenfalls gefallen, einerseits aufgrund der netten Szenen zwischen Gideon und Lochley, und andererseits mit dem packenden und actionreichen Finale, dass auch Gideons taktisches Geschick wieder in den Fokus rückte. Auch abseits der Story an sich weiß das Drehbuch zu gefallen, und bietet so manches wunderschöne Zitat. Und die Inszenierung von Stephen "Vir" Furst sticht ebenfalls mit dem einen oder anderen netten Einfall positiv hervor. Und das Ende schlägt dann schließlich auf wundervolle Art und Weise die Brücke zur Ursprungsserie. So gesehen kann ich mir – so traurig es auch ist, dass wir nie erfahren sollten, wie es mit der Excalibur-Crew und der Suche nach eine Heilmittel für die Drakh-Seuche weitergegangen ist – eigentlich kein besseres Ende für "Crusade" vorstellen.

Wertung: 4.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 1999 TNT)




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