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Epigonen Drucken E-Mail
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Originaltitel: A Piece of the Action
Produktionsnummer: 2x20
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 12.01.1968
Erstausstrahlung D: 08.07.1972
Drehbuch: Robert Sabaroff
Regie: Joseph Pevney
Hauptdarsteller: William Shatner als Captain James T. Kirk, Leonard Nimoy als Mr. Spock, DeForest Kelley als Dr. Leonard McCoy, James Doohan als Scotty, George Takei als Hikaru Sulu, Walter Koenig als Pavel Chekov, Nichelle Nichols als Lt. Uhura
Gastdarsteller: Anthony Caruso als Bela, Vic Tayback als Krako, Lee Delano als Kalo, John Harmon als Tepo, Steven Marlo als Zabo u.a.

Kurzinhalt: Vor 100 Jahren – noch bevor die oberste Direktive der Nichteinmischung in "primitive" Kulturen festgelegt wurde – besuchte das Raumschiff Horizon den Planeten Sigma Iota II. 100 Jahre später erreicht das damals von der Horizon geschickte Radiosignal endlich den Raum der Föderation. Die Horizon wurde kurz darauf im All vernichtet – nun sind Kirk & Co. neugierig, welchen Einfluss der Besuch des Raumschiffs auf die Entwicklung des Planeten hatte. Kirk, Spock und McCoy staunen nicht schlecht, als sie nach dem Herunterbeamen eine Zivilisation vorfinden, die sich am technologischen Stand der 1920er auf der Erde befindet – und deren Gesellschaftsstruktur sich an den damals die Stadt kontrollierenden Mobs in Chicago orientiert. Kirk trifft sich mit Bela Okmyx, der den größten Distrikt kontrolliert. Dieser möchte mit der Föderation einen Handel abschließen: Waffen und Leute, um seine Konkurrenten ein für allemal aus dem Verkehr ziehen zu können. Doch Kirk lässt sich nicht erpressen; ihm gelingt die Flucht, und Spock sowie McCoy beamen an Bord der Enterprise zurück. Fieberhaft sucht man gemeinsam nach einem Weg, um den Schaden, den der Besuch der Horizon angerichtet hat, wieder zu reparieren. Ein Problem, dass außergewöhnliche Maßnahmen zu erfordern scheint…

Denkwürdige Zitate: "On Beta Antares Four, they play a real game. It's a man's game, but of course it's probably a little beyond you. It requires intelligence."
(Kirk zu den Männern, die ihn, Spock und McCoy gefangen halten.)

"Spock, what are the odds in getting a royal fizzbin?"
"I have never computed them, Captain."
(Spock zu den Gewinnchancen des von Kirk spontan erfundenen Kartenspiels.)

"Logic and practical information do not seem to apply here."
"You admit that?"
"To deny the facts would be illogical, Doctor."
(Spock und McCoy zum Problem rund um den Planeten.)

"Captain, you are an excellent starship commander, but as a taxi driver you leave much to be desired."
(Spock zu Kirk nach ihrer ersten Autofahrt.)

"Must we?"
"It's faster than walking"
"But not as safe."
"Are you afraid of cars?"
"Not at all, Captain. It's your driving that alarms me."
(Spock und Kirk vor ihrer zweiten - und letzten - Autofahrt.)

Review: ImageDie Einmischung einer höheren Kultur in die natürliche Entwicklung einer primitiveren ist – ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt, lässt sich schwer sagen – einer der Schwerpunkte in der zweiten Staffel. Nach "Brot und Spiele" und "Der erste Krieg" beschäftigt sich nun auch "Epigonen" mit diesem Thema (mindestens eine weitere, "Schablonen der Gewalt", wird noch folgen; wobei man durchaus auch "Ein Planet, genannt Erde" in diese Subkategorie einordnen könnte), wählt dafür jedoch im Vergleich zu den anderen Einträgen, wo es doch eher ernst zuging, einen deutlich humoristischeren und lockereren Zugang. Ähnliche komödiantische und unterhalterische Höhen wie "Kennen Sie Tribbles?" erreicht man dabei zwar nie, dennoch gibt es den einen oder anderen amüsanten Moment. Vor allem die Dialoge bieten das eine oder andere lustig-denkwürdige Fundstück, wie z.B. Spocks Beschwerde ob Kirks Fahrkünsten. Generell macht es durchaus Spaß zu sehen, wie sich Kirk zum Mafia-Boss hochschwingt und sich anschickt, die Kontrolle über die Mobs in der Stadt zu übernehmen.

"Epigonen" profitiert auch, wie so viele Episoden der klassischen Episode, wieder ganz besonders davon, dass man das Triumvirat ins Zentrum rückt; wobei man praktisch jede sich daraus ergebende Figurenkombination kurz hervorstechen lässt. Kirk, Spock, McCoy, nur Spock und McCoy, nur Kirk mit Spock, usw. Dadurch, dass die drei nicht die ganze Episode aneinanderpicken, sondern diese verschiedenen Kombinationen durchgespielt werden, bleibt die Episode immer frisch, da sich ständig eine neue Dynamik ergibt, aus der man schöpfen kann. Dies gilt übrigens nicht nur für das Triumvirat, sondern auch die Mob-Bosse, die Kirk abwechselnd gegangen nehmen oder von diesem gefangen genommen werden. Gut gefällt mir an "Epigonen" auch, dass wenn man schon unbedingt den x-ten erdähnlichen Planeten besucht, um bereits existierende Studio-Außensets verwenden zu können, die Episode wenigstens nicht in der "Gegenwart", sondern der "Vergangenheit", ansiedelt. Es hat durchaus seinen Reiz, Kirk und Spock durch die Straßen "Chicagos" schlendern zu sehen, mit Maschinengewehren bewaffnet, und in den damals angesagten Streifen-Anzügen. Und auch die unkonventionelle Lösung, die Kirk schließlich findet, um den Bankenkrieg zu beenden und zu versuchen, die Entwicklung des Planeten wieder auf halbwegs natürlichen – und vor allem friedlichen – Kurs zu bringen, konnte mir gefallen. Die Gastdarsteller leisten ebenfalls gute Arbeit, vor allem die beiden konkurrierenden Mafia-Bosse. Die größte Stärke der Episode liegt aber in gelungenen, amüsanten Einzelszenen, wie eben Kirks bereits erwähnter Autofahrt, oder auch dem erfundenen Kartenspiel.

ImageAls besonderes Highlight der klassischen Serie würde ich "Epigonen" aber dennoch nicht einstufen. Im Prinzip basiert die Episode auf einem einzigen Witz (die drei fortschrittlichen Menschen Kirk, Spock und McCoy im mafia-verseuchten Chicago der 20er), der danach immer wieder wiederholt wird – mit wechselndem Erfolg. Vor allem auch der Slang redende Kirk verliert mit der Zeit doch etwas an Reiz. Zu Beginn ist es noch amüsant, fünf Minuten später wirkt es doch etwas verkrampft, und bekommt "den kenn ich schon"-Charakter. Und vor allem den Abschlussgag fand ich eher misslungen, und würde ihn als den schlechtesten der kompletten Serie (bisher) klassifizieren. Als weiteres Problem erweist sich das erneute, sehr offenkundige Musik-Recycling. Und: Wie oft lassen sich Kirk & Co. in dieser Episode eigentlich gefangen nehmen? Ich komme auf 5x. Wer bietet mehr? Jedenfalls erschienen die ach-so-fortschrittlichen Sternenflottenoffiziere hier oftmals doch etwas dämlich, so wie sie sich von den "primitiven" Bewohnern des Planeten wieder und wieder überlisten lassen. Insgesamt liegen die Stärken der Episode also eher in einzelnen Szenen und Gags, als im Gesamtpaket.

Fazit: "Epigonen" ist der offensichtliche Versuch der "Star Trek"-Macher, an den Erfolg von "Kennen Sie Tribbles?" anzuknüpfen – was jedoch nur teilweise gelingt. Einzelne Szenen sind durchaus amüsant, wobei vor allem die Dialoge einige humoristische Schmankerl bereithalten. William Shatner und seine Kollegen hatten offensichtlich bei dieser Episode viel Spaß, was sich durchaus auch auf den Zuschauer überträgt. Und die Lösung des Problems war durchaus einfallsreich, und konnte mir gefallen. Allerdings verliert der Slang-sprechende Kirk doch schnell an Reiz, nicht jeder Gag zündet, und unsere Helden stellen sich teilweise doch etwas ungeschickt an, wenn sie den Gangstern wiederholt in die Falle tappen. Auch wird "Epigonen" nie sonderlich spannend, und das Grundkonzept rund um die Auswirkungen einer Einmischung in eine weniger fortschrittliche Kultur, ist mittlerweile bei "Star Trek" auch nichts Neues mehr. Insgesamt bietet "Epigonen" solide Unterhaltung mit vereinzelten Höhepunkten – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Wertung: 2.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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