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The Original Series Staffel 2
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Der dressierte Herrscher Drucken E-Mail
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Originaltitel: I, Mudd
Produktionsnummer: 2x12
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 03.11.1967
Erstausstrahlung D: 26.08.1972
Drehbuch: Stephen Kandel
Regie: Marc Daniels
Hauptdarsteller: William Shatner als Captain James T. Kirk, Leonard Nimoy als Mr. Spock, DeForest Kelley als Dr. Leonard McCoy, James Doohan als Scotty, George Takei als Hikaru Sulu, Walter Koenig als Pavel Chekov, Nichelle Nichols als Lt. Uhura
Gastdarsteller: Roger C. Carmel als Hartcourt "Harry" Fenton Mudd, Richard Tatro als Norman, Alyce Andrece als Alice 1, Rhae Andrece als Alice 2, Kay Elliot als Stella Mudd u.a.

Kurzinhalt: Ein als normales Besatzungsmitglied verkleideter Androide namens Norman bringt die Enterprise auf einen neuen Kurs, und verhindert auch, dass dieser seitens der Crew geändert wird. Er erklärt ihnen, dass sie in vier Tagen am gewünschten Ziel – einem bisher unbekannten Planeten – ankommen werden, und schaltet sich daraufhin ab. Die Besatzung ergibt sich widerwillig ihrem Schicksal, und harrt der Dinge, die sie auf dem Planeten erwarten mögen. Dort angekommen, beamt ein Landetrupp unter dem Kommando von Captain Kirk auf den Planeten. Kirk staunt nicht schlecht, als er auf einmal Harry Mudd gegenübersteht. Dieser stellt sich als Herrscher des Planeten vor, die von einer Heerschar Androiden bevölkert wird – die alle unter Mudds Kommando stehen. Dieser ist aus dem Gefängnis geflohen, dabei wurde jedoch das Raumschiff beschädigt, und es verschlug ihn schließlich auf diesen Planeten. Die Androiden stammen ursprünglich aus der Andromeda-Galaxie, ihre Schöpfer sind längst tot. Um weiter zu existieren und sich zu entwickeln, sind sie auf humanoide Lebensformen angewiesen, von denen die lernen wollen. Harry hat nun die Enterprise zum Planeten gelockt, damit die Crew der Enterprise diese Rolle übernehmen kann – für immer – während er gemeinsam mit einer kleinen Gruppe von Androiden die Enterprise übernimmt, und sein Leben in Freiheit genießt. Doch die Besatzung der Enterprise denkt gar nicht daran, sich ihrem Schicksal so einfach zu ergeben…

Denkwürdige Zitate: "There's something wrong about a man who never smiles, whose conversation never varies from the routine of the job, and who won't talk about his background."
(Ich glaube fast, bei Spock wird sich McCoy damit schwer tun, für diese Äußerung Zustimmung zu gewinnen.)

"You went to substantial risk and effort to bring a starship here. Logically, you must have a compelling motive."
"Spock, you're going to love it here."
(Mudd zu Spock.)

"Now, listen, Spock, you may be a wonderful science officer, but you couldn't sell fake patents to your mother."
"I fail to understand why I should care to induce my mother to purchase falsified patents."
(Spock zu Mudd.)

Review: Image"Der dressierte Herrscher" präsentiert uns nicht "nur" ein Novum, sondern innerhalb der klassischen Serie sogar eine einzigartige Ausnahme: Es ist das erste und zugleich einzige Mal, dass eine bekannte Figur (abseits der Enterprise-Besatzung, natürlich) einen zweiten Auftritt spendiert bekommt, nämlich Harry Mudd, erneut kongenial dargestellt von Roger C. Carmel. Und auch wenn ich kein allzu großer Fan "seiner" ersten Episode, "Die Frauen des Mr. Mudd" sein mag, so liegt dies bekanntlich nicht an ihm; im Gegenteil, empfand ich ihn doch schon immer also so ziemlich die einzige nennenswerte Stärke der betreffenden Folge. So gesehen habe ich mich auch über dieses Wiedersehen mit Hartcourt Fenton Mudd sehr gefreut – zumal es (vor allem in der englischen Originalfassung, wo dezidiert auf die Ereignisse aus der früheren Episode Bezug genommen wird) die ansonsten doch recht lose Kontinuität der Serie deutlich stärkt. Die größte Stärke, die er in die Folge einbringt, ist aber natürlich der Humor. Das Zusammenspiel von Roger C. Carmel und insbesondere William Shatner und Leonard Nimoy ist absolut köstlich, und sorgt für zahlreiche witzige Momente.

Einen großen Anteil daran hat natürlich auch das Drehbuch, das mit vielen köstlichen Dialogen aufwarten kann. Neben den oben bereits zitierten gefällt mir vor allem auch jene Szene, als Kirk quasi Mudd's Aussagen "übersetzt", als er von seiner Flucht erzählt ("I left." "He broke jail." "I borrowed transportation." "He stole a spaceship." "The patrol reacted hostilely." "They fired at him." "They've no respect for private property." "They damaged the bloody spaceship."). Auch danach gibt es noch zahlreiche amüsante Szenen mit ihm, wie z.B. bei seiner geschockten Reaktion,a ls sich die Androiden gegen ihn wenden, oder auch bei den kurzen Szenen mit seiner Frau – wobei natürlich insbesondere das Ende, mit den 500 Stella's, für Schadenfreude sorgt. Bevor es soweit ist, erfordert es die Bedrohung durch die Androiden aber doch tatsächlich, dass die beiden Widersacher Kirk und Mudd zusammenarbeiten, was uns ebenfalls ein paar gelungene Momente beschert. Doch auch abseits von Mudd gibt es einige amüsante Szene, wie z.B. als Chekov die Bekanntschaft der beiden Androiden-Mädels macht. Neben dem Humor bezieht "Der dressierte Herrscher" seinen Unterhaltungswert in erster Linie aus der Frage, wie es Kirk & Co. gelingen soll, die Androiden zu überwältigen und wieder auf ihr Schiff zurückzukehren. Ich würde nicht so weit gehen und dies als "spannend" bezeichnen – aber das Interesse des Zuschauers sollte ihre Notlage durchaus wecken. Neben den schauspielerischen Leistungen erweist sich dann auch die Musik von Samuel Matlovsky, deren lockere Komposition perfekt zum überwiegend amüsanten Ton der Episode passt, als nennenswerte Stärke – wobei teilweise auch wieder auf die immer reichhaltigere Musikbibliothek zurückgegriffen wird.

ImageDennoch gibt es leider auch ein paar Schattenseiten. So bleibt so manche Idee des Drehbuchs, wie z.B. rund um die Versuchung durch die Unsterblichkeit, viel zu sehr im Hintergrund, und kann sich dadurch nie so recht entfalten. Generell nimmt man der Crew der Enterprise nicht wirklich ab, dass sie bloß wegen jenen Dingen, welche ihnen die Androiden anbieten, doch tatsächlich darüber nachdenken oder sogar darüber glücklich wären, wenn sie für immer auf dem Planeten bleiben müssten. Kritisch sehe ich auch wieder – und dies ist leider eine Parallele zu "Die Frauen des Mr. Mudd", die mich nicht wirklich freut – die Darstellung der weiblichen Figuren in dieser Episode. Denn natürlich darf sich aus der kompletten Besatzung der Enterprise just die Frau von Unsterblichkeit und ewiger Schönheit ködern lassen. Die weiblichen Androiden erfüllen wiederum keinerlei Zweck, als den Menschen ihre Wünsche abzulesen und ihnen diese zu erfüllen. Und so amüsant ich Stella Mudd grundsätzlich auch finden mag, aber… das progressivste Frauenbild vermittelt diese ewig keifende Furie ja wohl nicht gerade.

Mein größter Kritikpunkt ist aber die Art und Weise, wie man die Androiden schließlich überlistet. Grundsätzlich gefällt mir der Grundgedanke ja recht gut, und es gibt einzelne Momente daraus, die mich überzeugen konnten. Allen voran dann der paradoxe Todesstoß, mit dem man Norman dann endgültig ausschaltet (Kirk: "Everything Harry tells you is a lie." Harry Mudd: "Listen to this carefully, Norman. I am lying." Norman: "You say you are lying, but if everything you say is a lie, then you are telling the truth, but you cannot tell the truth, because everything you say is a lie."). Der Großteil ihrer restlichen Aktionen, bei denen Captain Kirk wieder einmal seinem Ruf als Computerkiller gerecht wird, war mir aber dann doch zu albern. Allen voran das Tänzchen, dass Scotty, Chekov, Uhura und McCoy aufführen. Oder auch das absurde "Theaterstück", das man schließlich in Anwesenheit von Norman zum Besten gibt. Ehrlich, teilweise hätte es mich nicht gewundert, wenn plötzlich Graham Chapman aufgetaucht wäre und gerufen hätte "Stop that! This is silly!". Und ja, ich weiß, darum ging's ja, denn genau mit diesem Verhalten, dass überhaupt keinen Sinn ergibt, hat man sie ja ausgeschaltet. Aber für mich war es nicht albern im Sinne von amüsant, sondern albern im Sinne von dämlich. Ich konnte jedenfalls über diese Szenen nicht wirklich lachen, und empfand sie daher eher als nervig und insgesamt auch zu übertrieben und damit zu viel des Guten. Jedenfalls zählten die entsprechenden Szenen für mich definitiv zu den anstrengendsten und schmerzhaftesten der Staffel bisher. Schade, denn ohne dieses Manko, hätte das dank des ansonsten tollen Humors durchaus ein weiteres kleines Highlight der Serie werden können.

Fazit: Image"Der dressierte Herrscher" ist überwiegend eine sehr amüsante Episode, mit vielen köstlichen Szenen und Dialogen. Wie schon bei seinem ersten Auftritt, erweist sich auch diesmal die darstellerische Leistung von Roger C. Carmel als wesentliche Stärke, und auch sein Zusammenspiel mit William Shatner und Leonard Nimoy weiß zu gefallen. Davon abgesehen ist es in erster Linie die interessante Herausforderung, welcher sich der Besatzung der Enterprise gegenübersieht, die für Unterhaltung sorgt. Schade nur, dass vor lauter Humor die faszinierenderen Aspekte der Episode, rund um das Angebot der Androiden, oder auch den Androiden selbst, etwas gar in den Hintergrund rücken. Die größte Schwäche waren für mich aber einige Szenen gegen Ende, die dann doch etwas zu albern für meinen Geschmack geraten sind. Davon abgesehen hatte ich mit "Der dressierte Herrscher" aber durchaus meinen Spaß.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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