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Krieg der Verschwörer Drucken E-Mail
Titel: "Krieg der Verschwörer"
Originaltitel: "Betrayals"
Bewertung:
Autorin: S.M. Stirling
Übersetzung: Susanne Menzel
Umfang: 316 Seiten
Verlag: Goldmann (D), Dell Publishing (E)
Veröffentlicht: 1998 (D) bzw. Mai 1996 (E)
ISBN: 3-442-25028-5
Setting: Mitte 2259, irgendwann zwischen "Schatten am Horizont" und "Die Armee des Lichts"
Relevanz: Keine
Spoiler? Kleinere Spoiler bis inkl. der Folge "Schatten am Horizont"
Wo erhältlich? Sowohl die deutsche als auch die Original-Ausgabe sind vergriffen, jedoch werden immer wieder Exemplare des Romans auf ebay oder dem amazon marketplace angeboten.
 

Kurzinhalt: Um den Krieg zwischen Narn und Centauri auf friedliche Weise zu beenden, wird auf Babylon 5 eine Friedenskonferenz einberufen. Während der Vorbereitungen wird Na'Toth von einem T'llin angegriffen. Anfangs beschließt G'Kar, den Vorfall zu verheimlichen, will man doch nicht, dass so kurz vor der Konferenz nähere Details über die Unterdrückung der T'llin durch die Narn bekannt werden. Als Na'Toth jedoch ein weiteres Mal attackiert wird, wendet er sich an Garibaldi. Dieser ist alles andere als erfreut darüber, dass es offensichtlich einer nicht unbeträchtlichen Anzahl von T'llin gelungen ist, unbemerkt auf die Station zu kommen. Er stellt Nachforschungen an, doch die T'llin scheinen ihm immer einen Schritt voraus zu sein. Als Na'Toth schließlich einen T'llin, der sich auf dem Weg zu G'Kars Quartier befand, ermordet, holen die T’llin zum Gegenschlag aus. Währenddessen sieht sich Ivanova mit einem Erpresser konfrontiert, der ihr belastendes Material über ihren Bruder vor die Tür legt. Zusammen mit Garibaldi versucht sie herauszufinden, wer hinter den – vermeintlich gefälschten – Unterlagen steckt. Und die Kunsthändlerin Semana McBride behauptet, den Reichsapfel der Centauri an sich gebracht zu haben – womit sie sowohl das Interesse von Londo als auch jenes von G'Kar weckt, die daraufhin versuchen, die von ihr verlangte Summe in der vorgegebenen Frist aufzutreiben…

Review: "Krieg der Verschwörer" ist der letzte "Babylon 5"-Roman, der im deutschsprachigen Raum erschienen ist – und zugleich auch einer der Schlechtesten, was ihn zu einem denkbar ungünstigen, unwürdigen und unrühmlichen Abschluss macht. Bereits der Einstieg lässt den geneigten B5-Fan aufschrecken, fühlt man sich doch teilweise wie in einem Paralleluniversum. Da wird behauptet, Sheridan wäre gegenüber Garibaldi anfänglich skeptisch gewesen und hätte ihn am liebsten abberufen lassen (Bitte was? Vielmehr hat er dessen Leben gerettet und ihn danach dazu motiviert, seinen Dienst wieder anzutreten), und Ivanova denkt bei sich, dass Garibaldi dazu neigt, unter Druck zu versagen (Wie heißt es so schön: Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr). Diese ganze Beschreibung der Beziehungen zwischen den Figuren wollte schon mal überhaupt nicht passen. Aber auch die Charaktere an sich sind teilweise nicht wiederzuerkennen. Und auch vom Ton des Romans und der Dialoge her fühlt sich das Ganze nicht wie "Babylon 5" an. So sind die Gespräche teilweise unnötig – und unpassend – flapsig geschrieben, was überhaupt nicht zum Ton der Serie passt. Jedenfalls fühlte ich mich zu keinem Zeitpunkt wie im "Babylon 5"-Universum, und regte schon bald ernsthafte Zweifel, ob S.M. Stirling ehe sie sich hinsetzte um den Roman zu verfassen auch nur eine einzige Episode der Serie gesehen hat.

Erschwerend kommt nun noch hinzu, dass der Plot ebenfalls alles andere als ein Highlight ist. Zuerst einmal ist dieser aus mehreren parallel verlaufenden Handlungen zusammengestoppelt, die in keinerlei Bezug zueinander stehen. Die Story rund um die T'Lin ist unabhängig von der Story rund um Ivanovas Mobbing durch Ilias Larkin, und diese beiden wiederum sind gänzlich unabhängig von der Geschichte rund um die Gaunerin Semana McBride. Zu diesen drei parallel verlaufenden Handlungssträngen gesellen sich dann auch noch Mini-Plots wie Delenns und Lenniers Besuch einer Teezeremonie; ein für sich genommen grundsätzlich netter Moment, der jedoch völlig für sich steht, nirgends hinführt, und wo sich mir generell die Sinnfrage stellt. Wozu war das bitte schön gut, was wollte die Autorin damit aussagen/erreichen? Und die drei Hauptplots, denen unterschiedlich viel Aufmerksamkeit gewidmet wird, sind ebenfalls überwiegend misslungen. Vor allem mit der Mobbing- bzw. Erpresser-Story rund um Ivanova und Larkin konnte ich nichts anfangen. Ich kann den Grundgedanken dahinter anerkennen, und Stirling bringt die Abscheu, die vor allem auch Männer oftmals leider gegen Frauen in Führungspositionen empfinden, schön auf den Punkt. Aber die Ausführung ist derart mangelhaft, überzogen und nervtötend, dass ich dafür leider keine Pluspunkte vergeben konnte.

Alles rund um Semana McBride war mir dann wiederum viel zu belanglos. Es ist von Anfang an klar, dass es sich bei ihr um eine Betrügerin handelt, und generell war dieser Handlungsstrang zu keinem Zeitpunkt interessant. Zudem der Wettstreit zwischen Londo und G'Kar im Bestreben, den (vermeintlichen) Reichsapfel der Centauri zu erwerben, sehr an ihre Diskussion rund um die G'Quan-Eth aus "Mit allen Mitteln" erinnerte. Und dann ist da noch alles rund um die T'lin. Auch hier kann ich grundsätzlich anerkennen, was Stirling damit bezweckt hat. Und es stimmt schon, dass JMS kein Freund von Schwarz/Weiß-Zeichnung ist und sich dieser immer möglichst verwehrte. Und doch kann ich nicht glauben, dass die Offenbarung, dass die Narn einem anderen Volk genau das gleiche angetan haben, wie es ihnen durch die Centauri wiederfuhr, in seinem Sinne wäre – fällt es so doch sehr schwer, den Narn im Krieg mit den Centauri die moralische Hoheit zuzusprechen. Zwar weißt die Anführerin der T'lin in weiterer Folge darauf hin, dass die Centauri an dieser Entwicklung Mitschuld sind – da die Narn wohl ohne ihr Vorgehen wohl nicht über die T'lin hergefallen wären. Zudem waren die Narn zugegeben vor allem zu Beginn der Serie die Aggressoren. Doch ihre Angriffe richteten sich immer nur gegen die Centauri, und nicht gegen andere Völker – und eben diese von Rache motivierte Vorgehensweise konnte ich nachvollziehen. Sie hier nun als Eroberer darzustellen, die um nichts besser sind als die Centauri, schmeckte mir aber überhaupt nicht.

Fazit: Mit "Krieg der Verschwörer" verabschiedeten sich die "Babylon 5"-Romane mit einem überaus schwachen Eintrag von der deutschen Literaturbühne. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, mich in einem Paralleluniversum zu befinden – die Figuren waren teilweise einfach alles andere als gut getroffen. Auch den Ton der Serie fängt S.M. Stirling nicht wirklich gut ein; vor allem die Dialoge sind viel zu flapsig gehalten. Die zerfahrene Handlung mit mehreren parallel verlaufenden Handlungssträngen, die in keinerlei Verbindung zueinander stehen, hilft dem Roman ebenfalls nicht. Und zu allem Überfluss fand ich die einzelnen Plots dann auch noch bestenfalls belanglos, und schlimmstenfalls uninteressant bis richtiggehend nervtötend. Und vor allem auch mit der Offenbarung, dass die Narn ebenfalls andere Völker angreifen und unterdrücken (ein Eindruck, den ich in der Serie nie gewonnen habe; dort schienen sie immer nur die Centauri anzugreifen, um sich an ihnen zu rächen bzw. das zuvor von diesen eroberte Territorium wieder zurückzugewinnen), tat ich mir enorm schwer. Wenn ihr mich fragt ist man als B5-Fan jedenfalls auch bei "Krieg der Verschwörer" –wie ja leider beim Großteil der im deutschsprachigen Raum erschienenen Romane – besser dran, wenn man ihn nicht gelesen hat – weil man sich aus meiner Sicht die Serie eher verdirbt, als dass sie durch den Roman etwa aufgewertet werden würde.

Bewertung: 1/5 Punkten
Christian Siegel





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