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Schwarze Träume Drucken E-Mail
Titel: "Schwarze Träume"
Originaltitel: "The Touch of your Shadow, the Whisper of your Name"
Bewertung:
Autor: Neal Barrett Jr.
Übersetzung: Torsten Dewi & Susanne G. Menzel
Umfang: 190 Seiten
Verlag: Goldmann (D), Dell Publishing (E)
Veröffentlicht: Mai 1997 (D) bzw. März 1996 (E)
ISBN: 3-442-25026-9
Setting: Anfang 2260, vor "24 Stunden bis zum Ende"
Relevanz: Keine
Spoiler? Kleinere Spoiler bis inkl. der Folge "Der Pakt mit dem Teufel"
Wo erhältlich? Sowohl die deutsche als auch die Original-Ausgabe sind vergriffen, jedoch werden immer wieder Exemplare des Romans auf ebay oder dem amazon marketplace angeboten.
 

Kurzinhalt: Garibaldi kommt nach einem kurzen Urlaub zurück auf die Station, und muss erkennen, dass Babylon 5 noch mehr als sonst im Chaos zu versinken droht. Nicht nur, dass Vertreter verschiedenster Religionen gleichzeitig Konferenzen abhalten, und es zwischen den verschiedenen Glaubensgemeinschaften notgedrungen zu Konflikten kommt, die Bewohner der Station werden außerdem von schrecklichen Alpträumen geplagt. Die Ursache für diese Träume scheint geklärt, als auf einmal ein seltsames grünes, wurmartiges Gebilde in der Nähe von Babylon 5 erscheint. Seltsamerweise zeigen die Sensoren aber nichts an; obwohl der Wurm eindeutig sichtbar ist, scheint er nicht zu existieren. Als sich dieses Phänomen schließlich kontinuierlich der Station nähert, und die Alpträume die Bewohner langsam aber sicher in den Wahnsinn treiben, droht die Lage an Bord der Station endgültig zu eskalieren…

Review: Das erste, was einem auffällt, wenn man "Schwarze Träume" zur Hand nimmt, ist die niedrige Seitenanzahl, die darüber hinaus durch den Druck – relativ große Schrift mit größerem Zeilenabstand – noch einmal zusätzlich relativiert wird. Hätte man "Schwarze Träume" so abgedruckt wie "Schatten des Todes", wäre vermutlich nochmal ein Drittel am Umfang weggefallen. Sprich, es handelt sich eigentlich nicht wirklich um einen vollwertigen Roman. Er mag zwar länger sein als die Kurzgeschichten, die zu "Babylon 5" in diversen Magazinen erschienen sind, dennoch würde ich eher als Novelle klassifizieren. Eben dies ist sogleich der erste Kritikpunkt, nicht nur, weil der Verlag damals für ihn den gleichen Preis wie für die anderen Bücher verlangt hat, sondern vor allem auch, da ich denke, dass man aus der Grundidee einiges (mehr) hätte herausholen können. So ist die Geschichte jedoch gerade als es beginnt, interessant zu werden, auch schon wieder vorbei. Der zweite große Kritikpunkt ist mit jenen der vorherigen unter dem Goldmann-Banner erschienenen "Babylon 5"-Romanen ident: Hier wird eine vom Handlungsrahmen losgelöste Geschichte erzählt, sprich: Die Story ist letztendlich völlig unwichtig, und auch generell sehr belanglos. Auch die gewählte Grundthematik ungewöhnlich. Alles rund um das plötzlich auftauchende, mysteriöse grüne Band, dass sich nicht scannen lasst, und die von ihm ausgelösten Alpträume, hat irgendwie mehr was von einer "Star Trek"- als von einer "Babylon 5"-Geschichte. Wie mir generell beim Roman das B5-Feeling fehlte. Wenn man die Namen der Figuren austauscht, könnte das auf jeder beliebigen Raumstation – oder auch auf Deep Space Nine – spielen; und tatsächlich würde es mich nicht überraschen, wenn der Roman ursprünglich bei CBS/Pocket Books eingereicht und dort abgelehnt worden wäre.

Der letzte wesentliche Kritikpunkt ist dann, dass Neal Barrett jedwede Erklärung für das seltsame Phänomen schuldig bleibt. Nun bin ich niemand, der alles bis ins letzte Detail erklärt braucht. Manchmal ist es sogar richtiggehend erfrischend, wenn Mysterien Mysterien bleiben dürfen. Im vorliegenden Fall ging mir das aber zu weit. Ich mein, es gibt nicht einmal den kleinsten Ansatzpunkt für irgendwas, seien es die Träume (die ja schon beginnen, bevor der Wurm sich zeigt), was es mit diesem auf sich hat, woher er kommt, was er bezweckt – und vor allem auch, warum der Spuk am Ende einfach so aufhört. Das ist nicht mehr rätselhaft, das ist einfach nur mehr faul – weil natürlich machte es sich Neal Barrett damit insofern leicht, als er sich keine große Erklärung mehr einfallen lassen musste. Und trotzdem schlägt sich "Schwarze Träume" im direkten Vergleich zu "Blutschwur" und "Schatten des Todes", die ich beide furchtbar fand, zumindest eine Spur besser. Dabei erweist sich die kurze Seitenanzahl insofern auch als Vorteil, als sich der Roman wenigstens schnell (und flüssig) liest, und keine Langeweile aufkommt. Zudem habe ich mich über ihn auch nie so geärgert wie bei "Schatten des Todes", und fühlte mich auch nicht in einer Parallelwelt wie bei "Blutschwur" (wenn auch die Figuren nur sehr vage wiederzuerkennen waren). Vor allem aber reichert Neal Barrett seinen Eintrag in die B5-Bibligraphie mit einer ordentlichen Portion Humor an. Vor allem alles rund um die gottesfürchtigen Biker brachte mich doch das eine oder andere Mal zum Schmunzeln. Und auch wenn ein Tod der Hauptfiguren natürlich von vornherein ausgeschlossen ist – was auf die Spannung drückt – wird auch der langsame Verfall in den Wahnsinn von ihm eindringlich beschrieben (vor allem am Beispiel Lenniers). Insgesamt wird "Schwarze Träume" aber einer wie ein Entwurf als ein vollwertiger und abgeschlossener Roman.

Fazit: "Schwarze Träume" ist ein doch eher dürftiges Büchlein. Mit nicht einmal 200 Seiten hat man hier doch eher eine Novelle als einen "richtigen" Roman vor sich. Dies mag den Vorteil haben, dass das Buch trotz der dünnen (und das ist nicht nur auf die Seitenzahl bezogen) Handlung keine Langeweile aufkommen lässt, insgesamt wirkt das Ganze aber eher wie ein Entwurf oder eine noch nicht endgültig ausgereifte Idee, aus der man noch wesentlich mehr hätte machen können. Zudem hat auch "Schwarze Träume" wieder einmal das Problem, für die fortlaufende Handlung der Serie nicht im Geringsten von Belang zu sein. Zumal den Roman abseits der Namen nicht wirklich etwas mit "Babylon 5" verbindet, und ich mich aufgrund der Thematik generell teilweise eher bei "Deep Space Nine" vermutete. Vor allem aber fand ich es schwach, dass Neal Barrett auch nur den kleinsten Ansatz einer Erklärung schuldig bleibt. So nett ich es grundsätzlich auch finde, wenn nicht alles beantwortet und gewisse Dinge der Fantasie des Zuschauers oder Lesers überlassen werden, aber hier machte er es sich entschieden zu leicht. Immerhin hält "Schwarze Träume" nicht lange auf, liest sich flüssig, und bietet ein paar Momente, die mich zum Schmunzeln brachten. Aber auch der langsame Verfall in den Wahnsinn wird grundsätzlich gut beschrieben. Insgesamt hätten sich aber sowohl die Grundidee als auch die Geschichte mehr Platz verdient – dann hätte "Schwarze Träume" beim geneigten B5-Fan vielleicht auch mehr Eindruck hinterlassen. Denn so fällt er in die Kategorie "so schnell vergessen wie gelesen" – und bei gerade mal 190 Seiten geht das dann halt auch wirklich schnell.

Bewertung: 1.5/5 Punkten
Christian Siegel





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