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Dark Genesis Drucken E-Mail
Titel: "Dark Genesis - The Birth of the Psi Corps"
Bewertung:
Autor: J. Gregory Keyes
Übersetzung: -
Umfang: 267 Seiten
Verlag: Del Rey
Veröffentlicht: 29. August 1998
ISBN: 0-345-42715-7
Setting: 2115 - 2189
Relevanz: Hoch.
Spoiler? Keine
Wo erhältlich? Sowohl das Original als auch die Neuausgabe sind vergriffen, jedoch werden immer wieder Exemplare des Romans auf ebay oder dem amazon marketplace angeboten.
 

Kurzinhalt: Im Jahr 2115 mehren sich die Berichte über Menschen mit telepathischer Begabung. Als ein wissenschaftliches Institut die betreffenden Fähigkeiten dann offiziell bestätigt, ist die Aufregung in der Bevölkerung groß. In einigen Regionen werden Telepathen von den verängstigten Bewohnern gejagt und getötet. Um der Panik Einhalt zu gebieten, entschließt man sich zur Gründung einer neuen Behörde, welche Telepathen ausfindig machen, sie ausbilden und ihnen damit helfen soll, das Potential ihrer Begabung voll auszuschöpfen, und vor allen Dingen: Die sie kontrolliert. Das Psi-Corps sieht strenge Regeln für alle Telepathen vor. Diese müssen sich registrieren, und sich daraufhin zwischen drei Optionen entscheiden: Ins Gefängnis zu gehen, ihre telepathischen Fähigkeiten unterdrückende Drogen zu nehmen, oder sich dem Psi-Corps anzuschließen. Senator Lee Crawford, der sich für die Schaffung der Behörde einsetzte, wird zum neuen Leiter ernannt, und schon bald gibt es erste Psi-Polizisten, die Jagd auf wilde, unregistrierte Telepathen machen. Diese wiederum pochen auf ihre Freiheit, und starten eine Rebellion – doch diese scheint von vornherein zum Scheitern verurteilt zu sein…

Review: Die sogenannte Psi-Corps-Trilogie war die erste eben solche, die – nach den ersten neun Romanen von Dell Publishing sowie den drei Romanfassungen zu TV-Filmen – zu "Babylon 5" erschienen ist. Unter der neuen Ägide des Del Rey-Verlags wollte man dabei der Erfolgsformel der beiden besten Einzelromane "The Shadow Within" und "To Dream in the City of Sorrows" folgen, und einerseits mit einer starken Verknüpfung zur fortlaufenden Handlung von "Babylon 5" auftrumpfen, und andererseits auf ausführliche Handlungsentwürfe von J. Michael Straczinsky setzen, um die Kanontreue der Erzählung zu gewährleisten. Als letzten Erfolgsfaktor wollte man dann im Gegensatz zu den zuvor erwähnten Romanen den jeweiligen Autoren gleich drei Bücher Zeit geben, um ihre Geschichte zu erzählen. "Dark Genesis" von J. Gregory Keyes war das erste Ergebnis dieser Neuausrichtung – die sich als überaus erfolgreich erweist. Der erste Roman der Psi-Corps-Trilogie erweist sich dabei als frühes Prequel zur "Babylon 5"-Saga, und erzählt die Geschichte der ersten Telepathen auf der Erde, sowie der Gründung des Psi-Corps. Die Handlung erstreckt sich dabei über mehrere Jahrzehnte, und rollt so die Geschichte der wohl zwielichtigsten, zugleich aber auch faszinierendsten Organisation aus den "Babylon 5"-Universum auf. Besonders interessant und packend fand ich dabei die ersten paar Seiten, die von der Jagd auf die ersten Telepathen berichtet, und einige eindringliche Momente zu bieten hat. Aber auch danach bleibt der Roman immer interessant, und bietet zahlreiche nette Offenbarungen rund um das Psi-Corps.

Die Stärken von "Dark Genesis" liegen dabei einerseits in der Handlung selbst, und andererseits in J. Gregory Keyes Schreibstil. Jeanne Cavelos mag ich diesbezüglich zwar noch die Spur stärker einschätzen, dennoch erweist sich auch er hier als sehr guter Autor, der es versteht, eine Geschichte auf spannende Art und Weise zu erzählen, und genau die richtige Mischung aus Vorwärtsbewegung und Charaktertiefe zu finden. Aber auch die Geschichte selbst kann gefallen. Zumindest ich fand es ungemein interessant, hier vom Aufkommen der ersten Telepathen zu lesen, und die Folgen daraus werden von J. Gregory Keyes so eindringlich wie glaubwürdig geschildert. Ich kann mir gut vorstellen, dass wenn eines Tages tatsächlich die Existenz von Telepathen bewiesen werden sollte, es ziemlich genau so ablaufen würde, wie es hier geschildert wird (so erschreckend und bedrückend der Gedanke teilweise auch sein mag). Und dadurch, dass wir es hier teilweise mit den Vorfahren aus der Serie bekannter Personen zu tun haben, ist auch ein gewisser Bezug zur Handlung aus "Babylon 5" gegeben. Der einzige Punkt, den man vielleicht kritisieren kann – wenn er sich auch zugleich aus einer der Stärken, nämlich der epischen, mehrere Jahrzehnte umspannenden Handlung, eigentlich zwingend ergibt – ist, dass der Roman aufgrund der notwendigen Zeitsprünge teilweise ein bisschen zerfahren wirkt. Im Verlauf von "Dark Genesis" springen wir quasi von Generation zu Generation, und nach jeder entsprechenden Zäsur brauchte ich doch wieder ein bisschen, um in die Handlung hineinzufinden, mich zu orientieren, und einen Bezug zu den Figuren aufzubauen. Davon abgesehen ist "Dark Genesis" aber ein rundum gelungener und vielversprechender Start in die "Psi-Corps"-Trilogie!

Fazit: Wer immer schon wissen wollte, wie es denn eigentlich zur Gründung des Psi-Corps kam, der ist bei "Dark Genesis" genau richtig. Der direkte Bezug zur aus der Serie bekannten Geschichte hält sich zwar zugegebenermaßen mangels des (sich aus dem zeitlichen Setting zwangsweise ergebenden) Auftritt von aus dieser bekannten Figuren zwar notgedrungen ein bisschen in Grenzen (auch wenn Keyes durch familiäre Verbindungen zu seinen Protagonisten hier versucht, dieses Manko zumindest ansatzweise zu beseitigen), und so interessant und episch die mehrere Jahrzehnte umfassende Geschichte auch ist, gaben die Zeitsprünge und die damit teilweise einhergehenden Änderungen der Hauptfiguren "Dark Genesis" teilweise einen etwas zerfahrenen Eindruck. All dies machte mir letztendlich aber insofern nicht viel aus, als J. Gregory Keyes die Geschichte einerseits auf sehr spannende Art und Weise erzählt, und ich einfach generell den Inhalt, rund um das erste Aufkommen von Telepathen und der Gründung des Psi-Corps, sehr interessant fand. Vor allem die ersten paar Seiten, mit der Flucht der Telepathen, waren sehr eindringlich, aber auch danach gab es noch zahlreiche unerwartete Wendungen, faszinierende Entwicklungen und interessante Offenbarungen. Ein gewisses Interesse daran, mehr über die fiktive (Vor-)Geschichte des "Babylon 5"-Universums zu erfahren, sollte man zwar schon mitbringen, sofern dies der Fall ist steht aber einigen spannenden und teilweise auch sehr aufschlussreichen Lesestunden nichts im Weg.

Bewertung: 4/5 Punkten
Christian Siegel





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