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FilmRückblick 2015 - 10 "Direct to DVD"-Empfehlungen Drucken E-Mail
Die DTV-Highlights des Jahres Kategorie: DVD & Kino - Autor: Christian Siegel - Datum: Mittwoch, 06 Januar 2016
 
FilmRückblick 2015

10 "Direct to DVD/VOD"-Empfehlungen aus 2015


Früher war der DTV-Bereich ja in erster Linie Ablageplatz für billig produzierte B-Movies und Fortsetzungen bzw. Nachahmern populärer und erfolgreicher Filme – doch angesichts der zunehmenden Angewohnheit der deutschen Filmverleiher, Nischenfilme sowie solche kleinere Produktionen, die in den USA an den Kinokassen untergegangen sind, hierzulande erst gar nicht mehr in die Lichtspielhäuser zu bringen, sind diese Zeiten längst vorbei. Seit der Jahrtausendwende fanden zahlreiche Filmperlen ihren Weg erst auf dem zweiten Vertriebsweg zu uns – wie zum Beispiel Richard Kelleys Meisterwerk "Donnie Darko". Trotzdem wird der DTV-Markt aber natürlich nach wie vor immer noch von einigem Mist überflutet. Mit der nachfolgenden Liste möchte ich euch 10 "Direct to DVD"-Filme des abgelaufenen Jahres präsentieren, die meines Erachtens einen Blick wert sind.

Angesichts der Fülle an jährlichen DTV-Veröffentlichungen, von denen ich mir nur einen Bruchteil vorknöpfen konnte (immerhin liegt mein Schwerpunkt nach wie vor bei Kinofilmen) stellt die nachfolgende Aufstellung meinerseits weder den Anspruch der Vollständigkeit, noch behaupte ich, sie wäre tatsächlich eine Art "Best Of" der DTV-Veröffentlichungen des vorangegangen Jahres. Es handelt sich vielmehr schlicht und ergreifend um 10 empfehlenswerte DTV-Filme, über die ich im letzten Jahr gestolpert bin.


 The Dead Lands Platz 10: The Dead Lands
Mit dem letzten Platz dieser Liste habe ich mir heuer ungewöhnlich schwer getan. Während die anderen Filme und überwiegend auch deren Reihung recht klar waren, stand ich nach der Auswahl der neun besten Filme da, sah mir den Rest an, und grübelte: Was nun? Nicht, weil mir die anderen 29 Filme die hier mit eingeflossen sind nicht teilweise ebenfalls gut gefallen hätten. Aber irgendwie stachen die nachfolgenden 9 für mich doch besonders hervor (selbst wenn dies aus der Wertung gar nicht mal so eindeutig hervorgehen mag). Letztendlich habe ich mich dann dazu entschieden, es so wie im letzten Jahr zu machen, und nicht notwendigerweise den zehntbesten Film in diese Liste zu übernehmen (mit der Entscheidung hätte ich mir nämlich wirklich schwer getan), sondern – im Gegensatz zu den sich um eben diesen Titel streitenden "Extraterrestrial" und "Tales of Halloween" – vielmehr einen Film, den ich nicht eh schon im Zuge meiner letztjährigen Specials besprochen habe. Deshalb nutze ich vielmehr die Gelegenheit, euch auf "The Dead Lands" aufmerksam zu machen, einen durchaus empfehlenswerten Maori-Film mit tollen Landschaftsaufnahmen (die mich teilweise an Mittelerde denken ließen; kein Wunder, wurde er doch – no na – in Neuseeland gedreht), netter Action und einem durchaus gelungenen Plot. Einzig die spirituellen Elemente sprachen mich weniger an. Davon abgesehen ist "The Dead Lands" aber durchaus einen Blick wert. 7/10


 Honeymoon Platz 9: Honeymoon
"Honeymoon" ist der erste Film der Drehbuchautorin und Regisseurin Leigh Janiak, und auch wenn er meine (überaus hohen) Erwartungen zugegebenermaßen nicht 100%ig erfüllen konnte, so erweist sie sich mit ihrem Debütfilm nichtsdestotrotz als interessante und willkommene neue (weibliche) Stimme im Horror-Genre. Als eine der größten Stärken des Films sticht dabei die Besetzung hervor. Rose Leslie und Harry Treadaway überzeugen als frisch verliebtes Pärchen, dass just in ihren Flitterwochen aufgrund von äußeren Umständen zu zerbrechen droht. Rose Leslie hat mich dabei besonders beeindruckt, nicht zuletzt aufgrund der Transformation ihrer Figur, aber auch Harry Treadaway spielt den zunehmend verzweifelten Ehemann sehr mitreißend. Gut gefallen hat mir zudem, dass sich "Honeymoon" mit einigen universellen Themen und Ängsten, wie dem Verlust der Unabhängigkeit und/oder der eigenen Identität, auseinandersetzt. Inszenierung, Geräuschkulisse und Filmmusik wissen ebenfalls zu gefallen, und tragen viel zur düsteren Atmosphäre bei, die den Film bestimmt. Einzig die Antwort auf die Frage, was denn hier nun eigentlich genau vor sich geht, hat mich etwas enttäuscht – war es doch einerseits recht abgedroschen und andererseits in meinen Augen etwas zu offensichtlich und vorhersehbar. Trotz dieses Mankos halte ich "Honeymoon" aber für alle SF- und/oder Horror-Fans für durchaus empfehlenswert. 7/10
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Spring Platz 8: Spring
Näher als mit "Spring" werden wir wohl an einen Monster/Horror-Film von Richard Linklater nie kommen. Nicht, dass er auf irgendeine Art und Weise an der Produktion des Films beteiligt gewesen wäre, aber sowohl was Inhalt (ein Amerikaner verliebt sich während seines Italien-Urlaubes in eine Europäerin) als auch Ausführung (lange Dialogszenen, schwelgende Einstellungen) betrifft, erinnerte mich "Spring" sehr stark an dessen Filme, insbesondere natürlich an die "Before"-Reihe. Essentiell für das Gelingen des Films war dabei, dass die zentrale Liebesgeschichte funktioniert – was zumindest in meinen Augen der Fall war. Sowohl Evan als auch Louise waren mir schnell sympathisch, und nach ihren ersten gemeinsamen Szenen begann ich rasch mitzufiebern und zu hoffen, dass sie ein Paar werden. Zumal bei Nadia Hilker und Lou Taylor Pucci auch die Chemie vor der Kamera stimmt. Der Hauptgrund, warum ich euch dennoch rate, meine Empfehlung mit Vorsicht zu genießen, liegt in der Auflösung rund um Louise's "Herkunft", einige spätere ziemlich verrückte (und für einigen wohl unfreiwillig komische) Szenen, sowie das Ende. Wenn man es nicht schafft, sich auf all dies einzulassen, wird man den Film früher oder später wohl unerträglich finden. In meinem Fall blieb hingegen als einziger markanter Kritikpunkte der zu ausgedehnte Einstieg rund um Evan; wie ich es generell besser gefunden hätte, wenn nicht nur Louise, sondern auch er für den Zuschauer zu Beginn ein Mysterium ist und wir seine Vorgeschichte erst in seinen Gesprächen mit Louise erfahren (wie das ja auch bei "Before Sunrise" der Fall war; um wieder den Kreis zu Linklater zu schließen). Davon abgesehen konnte mir "Spring" aber gut gefallen. 7/10


 The Final Girls Platz 7: The Final Girls
"The Final Girls" ist eine gelungene Komödie/Horrorparodie, bei der sich Interessierte im Vorfeld jedoch mit dem sehr phantastischen Grundkonzept sowie der Tatsache abfinden sollten, dass er kein Horrorfilm ist und auch nicht sein will. Vielmehr nimmt "The Final Girls" klassische Slasherfilme, und dabei insbesondere die "Freitag der 13."-Reihe, als Vorlage für eine ironische Betrachtung des Genres, ist dabei jedoch eindeutig mehr an Lachern als an Spannung interessiert. Zumindest meinen Geschmack traf der Humor dabei recht zielsicher, wobei es mir neben den herrlich – und bewusst – überzeichneten Figuren in erster Linie die cleveren Gags rund um filmtypische Stilmittel wie Rückblenden, Einblendungen usw. angetan hatten. Positiv auch, dass der Film trotz allen Humors auch nicht auf einen emotionalen Kern vergisst, der "The Final Girls" zu mehr als einem reinen Gagfest macht. Die Besetzung zeigt sich zudem überaus spielfreudig, und die Inszenierung durch Todd Strauss-Schulson ist überaus kompetent, und weiß vor allem mit der bewusst überhöhten Szenen im "Camp Blood"-Film zu gefallen. Einzig den vorhersehbaren und trotz seiner Cleverness in einem bestimmten Teilaspekt doch auch irgendwie bedauerlichen Ausgang des Geschehens, sowie die etwas gar übertrieben blutrünstige Darstellung des einzig echten Horrorgeeks im Ensemble, fand ich weniger gelungen. Davon abgesehen hat mich "The Final Girls" aber bestens unterhalten. 7/10
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Maggie Platz 6: Maggie
Wer sich einen actionreichen Zombie-Splatter oder auch einen packenden Horror-Thriller erwartet, wird von "Maggie" unweigerlich enttäuscht werden. Hier dominiert vielmehr der ruhige, psychologische Schrecken, als sich sowohl Maggie als auch ihr Vater der Unausweichlichkeit ihres Schicksals stellen müssen. Demnach bildeten ihre gemeinsamen Szenen für mich auch das Herzstück des Films – zumal Schwarzenegger und Breslin die Vater-Tochter-Beziehung sehr plausibel spielen. Überhaupt zeigt Arnold hier wohl die mit Abstand beste schauspielerische Leistung seiner Karriere. So gefühlvoll, verhalten und emotional haben wir die steirische Eiche noch nie gesehen. Neben den schauspielerischen Leistungen sowie dem Drehbuch verdankt "Maggie" viel von seiner Wirkung auch Regisseur Henry Hobson, der es versteht, das erschütternde Grunddilemma und seine SchauspielerInnen ins Zentrum zu stellen, und den Film mit einer düster-deprimierenden Stimmung versieht. Darüber hinaus präsentiert er die eine oder andere beeindruckende Einstellung, die noch länger in Erinnerung bleiben sollte. Einzelne Kritikpunkte – wie die nicht ganz so starke Nebenhandlung rund um Maggie selbst, sowie die allerletzte Szene, die zugunsten des Kitschs mit der zuvor vorherrschenden düsteren Grundstimmung bricht – mögen zwar verhindern, dass "Maggie" jenes kleine Meisterwerk ist, auf das ich insgeheim gehofft hatte. Dennoch halte ich ihn für einen weiteren gelungenen und wertvollen Eintrag in Schwarzeneggers beständig – und hoffentlich noch lange – wachsender Filmographie. 7/10
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Beasts of No NationPlatz 5: Beasts of No Nation
Im Gegensatz zu ihrem zweiten eigenproduzierten Film "The Ridiculous Six" (den ich nach sechs Minuten abgedreht habe, und der in diesen dem Begriff "free shit" eine völlig neue Bedeutung verlieh) wurde "Beasts of No Nation" der Erwartungshaltung der Filmgemeinde meines Erachtens voll und ganz gerecht. Zwar ist dieser vielleicht keine ähnlich starke Revolution, wie es die Netflix-eigenproduzierten Serien teilweise im TV-Bereich waren und sind, dennoch ist es ein Film, der von den größeren (u.a. künstlerischen) Freiheiten durchaus Gebrauch macht. Der Regisseur der ersten "True Detective"-Staffel, Cary Joji Fukunaga, wirft darin einen teils überaus erschütternden Blick auf die Bürgerkriege in Afrika, und zeigt uns anhand des Beispiels von Agu, wie aus unschuldigen Kindern ruchlose, mordenden Soldaten werden – und dies teilweise in einer der Thematik angemessenen erschreckenden Drastik. So gab es gleich einige erschütternde Momente, die mich – obwohl ich sicher nicht gerade zimperlich bin – schockiert die Hand auf den offenstehenden Mund legen ließen. Darüber hinaus stach für mich vor allem auch wieder eine eindrucksvolle längere Einstellung ohne Schnitt hervor (mit der er ja schon bei "True Detective" beeindruckt hat). Ich halte solche Momente nach wie vor für mehr als nur ein Gimmick, können sie doch aufgrund des Flusses der Szene und der fehlenden Unterbrechung die Intensität und Unmittelbarkeit eines Moments verstärken. Und auch die schauspielerischen Leistungen stachen für mich hervor, was neben Idris Elba vor allem auch für die Neuentdeckung Abraham Attah gilt. Einzig was den begleitenden Voice Over-Kommentar betrifft bin ich mir nicht ganz sicher; zudem empfehle ich bei Sichtung der Originalfassung, englische Untertitel zuzuschalten, da man sich ansonsten aufgrund der teils starken Akzente schon sehr genau anstrengen muss, um das Gesagte zu verstehen. Ansehen sollte man sich "Beasts of No Nation" meines Erachtens aber auf alle Fälle. 8/10


CootiesPlatz 4: Cooties
"Cooties" war einfach nur ein Heidenspaß, und zweifellos einer der größten "Crowdpleaser" auf dem heurigen /slash Filmfestival. Sein Humor traf genau meinen Geschmack und sorgte dafür, dass ich mich von Anfang bis Ende zerkugelt habe. Zugegeben, wenn man ein Problem mit Gewalt in Filmen hat, sollte man um "Cooties" wohl besser einen weiten Bogen machen. Zudem ist auch er, wie der zuvor erwähnte "The Final Girls", definitiv mehr eine Komödie als ein Horrorfilm. Dafür hatte er aber wenigstens auch abseits der amüsanten Ausgangssituation noch zahlreiche witzige Momente und Gags zu bieten (der beste war zweifellos die Anspielung auf eine bestimmte Rolle von einer Person aus der Besetzung), und vor allem auch die köstlichen Figuren trugen für mich ungemein viel zum hohen Unterhaltungswert des Films bei. Und auch den einen oder anderen denkwürdigen "kill" hat "Cooties" mit im Gepäck. Die SchauspielerInnen machen ihre Sache ebenfalls sehr gut, wobei mir vor allem Rainn Wilson mit seiner Performance noch in bester Erinnerung ist – aber auch Elijah Wood, Allison Pill, Jack McBrayer, Leigh Whannell, Nasim Pedrad und Jorge Garcia (wenn auch leider nur in einer Mini-Rolle) wussten zu gefallen. Zugegeben, der Film war zweifellos sehr vorhersehbar, und wer seine Horrorkomödien lieber mit etwas Biss und vor allem auch Spannung hat, ist hier an der falschen Stelle. Wem jedoch der Sinn nach einer köstlichen Zombie-Komödie steht, in der sich Lehrer gegen ihre gefräßigen Schüler zur Wehr setzen müssen, dem kann ich "Cooties" – am besten in Kombination mit einem Besuch bei KFC – nur wärmstens empfehlen. 8/10


PredestinationPlatz 3: Predestination
"Predestination" ist einer jener Filme, die man so unvorbereitet wie möglich sehen sollte – weshalb ich über ihn (entgegen meiner Natur) auch gar nicht zu viele Worte verlieren will. Der Film lebt dabei in erster Linie von seiner faszinierenden und wendungsreichen Handlung. Als jemand, dem es (leider) nicht gelingt, solche Filme einfach zu konsumieren ohne sich währenddessen schon den Kopf zu zerbrechen, wo die Reise hingehen könnte, sah ich zwar die eine oder andere Entwicklung schon kommen – meinem Filmgenuss tat dies jedoch keinen Abbruch. Vielmehr erfreute ich mich daran, wie meisterlich die Handlung aufgebaut war. Aber auch abseits der auf einer Kurzgeschichte von Robert A. Heinlein basierenden Story (die mich persönlich jedoch vielmehr an die Arbeiten von Philip K. Dick denken ließ) kann "Predestination" mit einigen positiven Aspekten aufwarten, wie der makellosen Inszenierung, der phantastischen Arbeit der Masken-Abteilung, dem hervorstechenden Set-Design, Peter Spierigs Soundtrack, sowie die gelungenen schauspielerischen Leistungen, wobei was letzteres betrifft vor allem Sarah Snook mit einer ungemein beeindruckenden Performance besticht. Trotz all dieser positiven Aspekte bleibt der Star des Films jedoch die Handlung. Um mit Genregrößen wie "Donnie Darko" vollständig mitziehen zu können, mag zwar der letzte Tick an emotionaler Wirkung gefehlt haben – zumindest in meinem Fall sprach "Predestination" trotz vereinzelten berührender Momente doch mehr das Hirn als das Herz an. Zudem bin ich mir noch nicht sicher, inwiefern er – aufgrund der Tatsache, wie viel von seinem Reiz er von den zahlreichen Twists und Offenbarungen bezieht – sich zum mehrmaligen Anschauen eignet. Von diesen kleinen Mankos sollte sich jedoch niemand entmutigen oder gar abschrecken lassen. 9/10
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These Final Hours Platz 2: These Final Hours
Mittlerweile ist es schon wieder mehr als ein Jahr her, dass ich "These Final Hours" gesehen habe – und doch hat er mich seit ich ihm beim /slash Filmfestival 2014 begegnet bin nie wieder ganz losgelassen. Nun habe ich zugegebenermaßen generell ein Faible für Dystopien im Allgemeinen und Weltuntergangsfilme im Besonderen – vielleicht liegt es also auch daran; aber mich hat "These Final Hours" jedenfalls wirklich begeistert. Seine Grundaussage, dass selbst im Angesicht des Untergangs Menschlichkeit, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft ihren Platz haben, sowie dass es nie zu spät ist, ein besserer Mensch zu werden, sprachen mich damals wie heute ungemein an. Ich mochte das Setting, die Figuren, die schauspielerischen Leistungen, die (an John Murphy erinnernde) Musik… und vor allem auch die düster-trostlose Stimmung, die dennoch – trotz allem – von einem zarten Hauch der Hoffnung durchzogen ist. Wenn James am Ende auf seine letzte Reise aufbricht, deren Ziel er unbedingt vor dem Weltuntergang erreichen will… selten habe ich mit einem Protagonisten so sehr mitgefiebert, wie hier. Zugegeben, die Story selbst ist nichts Besonderes und schon gar nicht übermäßig revolutionär. Aber die ungeheure emotionale Intensität, die "These Final Hours" zumindest für mich verströmt hat, machen ihn zu einem mehr als würdigen "Runner-Up", der sich lediglich einem der unterhaltsamsten und originellsten Filme des letzten Jahres (der zudem ebenfalls über einige berührende Momente verfügte) – egal ob DTV oder nicht – denkbar knapp geschlagen geben muss. 9/10
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Turbo KidPlatz 1: Turbo Kid
"Turbo Kid" zählt für mich ganz klar zu den unterhaltsamsten und besten Filmen, die ich im letzten Jahr gesehen habe. In ihrer köstlich-nostalgischen Hommage an das Kino der 80er lassen François Simard, Anouk Whissell und Yoann-Karl Whissell die Zukunft der Vergangenheit wieder aufleben. Mit seinem BMX-Thema, der "Mad Max"-artigen postapokalyptischen Welt, bewusst überzeichneten Charakteren, dem absolut geilen Synthie-Score nach alter Schule, sowie dem grandios-trashigen Titelsong sieht, hört und fühlt sich "Turbo Kid" an wie ein Film, der in den 80ern produziert und gedreht wurde, und danach für rund 30 Jahre in der Versenkung verschwunden und in Vergessenheit geraten ist, nur um nun nach all der Zeit endlich wieder aufzutauchen. Das Endprodukt begeistert mit tollen Figuren (wobei vor allem Apple alles und alle anderen überstrahlt), und ist dank zahlreicher witziger Szenen und tollen Ideen ungemein unterhaltsam. Einzig an den teils heftigen (wenn auch derart überzeichneten, dass man sie ohnehin nicht wirklich ernst nehmen kann – oder soll) Splatterszenen mag sich der eine oder anderen stören. Und zugegebenermaßen hätte ich persönlich einen anderen Ausgang des Geschehens vorgezogen – was auch der einzige Grund ist, warum ich "Turbo Kid" doch knapp die Höchstwertung verweigern muss. Davon abgesehen kann ich allen Kindern der 80er – aber durchaus auch den früher und später geborenen – nur empfehlen, euer BMX-Rad abzustauben und Turbo Kid auf seinem nostalgischen Trip in die futuristische, apokalyptische Einöde des Jahres 1997 zu begleiten! 9/10
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Abschließend nun die Aufstellung jener "Direct to DVD/VOD"-Filme, die in dieser Auflistung berücksichtigt wurden:
23 Ways to Die (aka ABCs of Death 2), 52 Tuesdays, Alleluia, Among the Living, Automata, Beasts of no Nation, Borgman, Camp Evil, Cooties, Escape From Tomorrow, Extraterrestrial, Honeymoon, In Their Skin, Jamie Marks is Dead, Late Phases, Liebe geht seltsame Wege, Maggie, Monsters: Dark Continent, Open Windows, Predestination, Sharknado 3, Spring, Starry Eyes, Tales of Halloween, The Canal, The Dead Lands, The Final Girls, The Guest, The November Man, The Taking of Tiger Mountain, These Final Hours, Time Runners, Turbo Kid, Tusk, Vice, Weg mit der Ex, Wrong Cops, Wyrmwood: Road of the Dead, sowie die ersten sechs Minuten von The Ridiculous Six.


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