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Honeymoon Drucken E-Mail
Düsteres Regiedebüt von Leigh Janiak Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Freitag, 10 Oktober 2014
 
Halloween-SPECiAL

 
Honeymoon
Originaltitel: Honeymoon
Produktionsland/jahr: USA 2014
Bewertung:
Studio/Verleih: Fewlas Entertainment/Magnet Releasing
Regie: Leigh Janiak
Produzenten: U.a. Patrick Baker & Esme Howard
Drehbuch: Leigh Janiak & Phil Graziadei
Filmmusik: Heather McIntosh
Kamera: Kyle Klutz
Schnitt: Christopher S. Capp
Genre: Horror/Drama
Kinostart Deutschland: noch nicht bekannt
VOD-Release USA: 12. September 2014
Laufzeit: 87 Minuten
Altersfreigabe: noch nicht bekannt
Trailer: YouTube
Kaufen: noch nicht verfügbar
Mit: Rose Leslie, Harry Treadaway, Ben Huber, Hanna Brown u.a.


Kurzinhalt: Bea und Paul sind frisch vermählt. Für ihre Flitterwochen fahren sie in die alte, abgelegene Waldhütte von Beas Eltern, die an einem malerischen See liegt. Dort wollen die beiden ungestört die traute Zweisamkeit genießen, ehe der Alltag sie wieder einholt. Anfangs ist alles noch in bester Ordnung, und ihr Besuch verläuft sehr harmonisch. Dann treffen sie jedoch zufällig in einem nahegelegenen Café auf einen alten Freund von Bea, was Paul bereits etwas verunsichert. Noch schlimmer wird es allerdings, nachdem Bea eines Nachts in den Wald schlafwandelt. Danach verhält sie sich zunehmend seltsam, und Paul ist davon überzeugt, dass dies nicht mehr Bea ist. Während er verzweifelt versucht herauszufinden, was in dieser schicksalhaften Nacht vorgefallen ist, muss er hilflos mit ansehen, wie sich jene Person, in die er sich verliebt und die er geheiratet hat, mit jedem Tag mehr und mehr von ihm zu entfernen scheint…

Review: Szenenbild. An "Honeymoon" hatte ich angesichts der Inhaltsangabe, des vielversprechenden Trailers sowie der einen oder anderen wohlwollenden Kritik ganz besonders hohe Erwartungen. Tatsächlich würde ich ihn sogar als jenen Film bezeichnen, auf dem ich mich beim diesjährigen /slash Filmfestival am meisten gefreut habe. Und auch wenn er zugegebenermaßen nicht all das gewesen sein mag, was ich mir von ihm erhofft hatte, so halte ich ihn nichtsdestotrotz für einen gelungenen, netten kleinen Indie-Horrorstreifen. "Honeymoon" profitiert dabei auch stark von seiner Besetzung. Einerseits, da es Leigh Janiak gelungen ist, Rose Leslie und Harry Treadaway zu verpflichten, bevor beide mit ihren jeweiligen Serien ("Game of Thrones" und "Penny Dreadful") ihren Durchbruch geschafft haben – wonach sie für einen solchen Independent-Streifen wohl zu teuer gewesen wären. Vor allem aber auch, da beide eine bestechende Leistung zeigen, und mit ihrer Performance den Film aufwerten.

Rose Leslie kann dabei als Bea ganz besonders begeistern – was jedoch auch daran liegen mag, dass Bea die interessantere Figur der beiden ist, und sie zudem eine Entwicklung zu spielen bekommt. Jedenfalls konnte sie mich in dieser Rolle absolut überzeugen. Aber auch Harry Treadaway braucht sich als Paul nicht zu verstecken, und zeigt eine sehr gute Leistung. Vor allem die zunehmende Verzweiflung seiner Figur vermittelt er sehr überzeugend. Darüber hinaus stimmt vor allem aber auch die Chemie zwischen den beiden. Das frisch verliebte und verheiratete Pärchen nahm ich ihnen zu jeden Zeitpunkt ab – was dann eben auch die darauffolgenden tragischeren Entwicklungen umso mitreißender macht. Was mir auch sehr gut gefallen hat ist, wie der Film Themen wie den Verlust der eigenen Identität, Veränderungen einer Persönlichkeit oder auch die Frage aufgreift, ob man jemanden überhaupt jemals wirklich kennen kann. Ich (als alter Romantiker) fand es zudem absolut herzzerreißend, mitzuerleben, wie dieses anfangs so glückliche Pärchen langsam aber sicher zu zerbrechen beginnt. Besonders aussagekräftig und tragisch wird der Film vor allem auch deshalb, da Leigh Janiak und ihr Drehbuch-Mitautor Phil Gradziadei diesen langsamen (und unweigerlichen?) Zerfall eine Beziehung just in die Flitterwochen verlegen – und damit jenen Zeitraum, wo Ehepaare eigentlich am glücklichsten sein sollten. Stattdessen scheint ihre gemeinsame Liebe vielmehr auf ein tragisches Ende hinzusteuern. Eine weitere Stärke des Films ist die Inszenierung durch Leigh Janiak. "Honeymoon" kann mit einigen atmosphärisch dichten Szenen aufwarten und versteht es, die Spannung im Verlauf des Films kontinuierlich zu steigern. Zudem muss man festhalten, dass der Film, gerade auch angesichts des begrenzten Budgets, wirklich sehr gut aussieht, wobei neben der Kameraarbeit an sich vor allem auch noch die (praktischen) Spezialeffekte positiv hervorstechen. Und auch die Filmmusik von Heather McIntosh trägt viel zur düsteren Atmosphäre des Films bei. Und auch die Soundgestaltung muss positiv hervorgehoben werden.

Szenenbild. Es gibt jedoch auch einen ganz wesentlichen Punkt, der mich weniger überzeugen konnte, und das ist die Auflösung, wo "Honeymoon" einfach zu ausgetretene Pfade betritt. Erschwerend kommt nun noch hinzu, dass die Auflösung in einer sehr frühen Szene bereits stark angedeutet wird. So stark, dass ich ursprünglich eigentlich dachte, das könne es nicht sein, einfach weil es so offensichtlich war. Aber ja, kann es, und ist es. Aus meiner Sicht hätte sich Leigh Janiak diese bestimmte Szene während der ersten Nacht jedenfalls sparen sollen, da sich die erste Assoziation, die einem bei diesen Bildern kommt, letztendlich auch als richtig herausstellt, was die Offenbarung gegen Ende – mal ganz davon abgesehen, wie unoriginell sie ist – doch sehr enttäuschend macht. Das eigentliche Ende ist dann zwar wieder großartig, und konnte mit einigen wundervollen, teils tragischen Szenen aufwarten. Aber die unoriginelle und vorhersehbare Auflösung des Geschehens hat bei mir doch einen etwas fahlen Nachgeschmack hinterlassen.

Fazit: "Honeymoon" ist der erste Film der Drehbuchautorin und Regisseurin Leigh Janiak, und auch wenn er meine (überaus hohen) Erwartungen zugegebenermaßen nicht 100%ig erfüllt haben mag, so erweist sie sich mit ihrem Debütfilm nichtsdestotrotz als interessante und willkommene neue (weibliche) Stimme im Horror-Genre. Als eine der größten Stärken des Films erweist sich dabei die Besetzung. Rose Leslie und Harry Treadaway überzeugen als frisch verliebtes Pärchen, dass just in ihren Flitterwochen aufgrund von äußeren Umständen zu zerbrechen droht. Rose Leslie hat mich dabei besonders beeindruckt, nicht zuletzt aufgrund der Transformation ihrer Figur, aber auch Harry Treadaway spielt den zunehmend verzweifelten Ehemann sehr mitreißend. Gut gefallen hat mir auch, dass sich "Honeymoon" mit einigen universellen Themen und Ängsten, wie dem Verlust der eigenen Identität, auseinandersetzt. Inszenierung, Geräuschkulisse und Filmmusik wissen ebenfalls zu gefallen, und tragen viel zur düsteren Atmosphäre bei, die den Film bestimmt. Einzig die Antwort auf die Frage, was denn hier nun eigentlich genau vor sich geht, hat mich etwas enttäuscht. Einerseits, da es mittlerweile doch ein wenig abgedroschen ist (und auf den einen oder anderen sogar unfreiwillig komisch wirken mag), und andererseits, da eine frühe Szene einen allzu offensichtlichen Hinweis beinhaltet. Hätte sich Leigh Janiak diesen erspart, wäre die Auflösung zwar immer noch sehr unoriginell gewesen, aber wenigstens wäre dann das Mysterium länger aufrecht geblieben. Das eigentliche Ende war dann zwar wieder großartig; zudem kam bei mir angesichts der spannenden Art und Weise, in der sich die Handlung entwickelt hat, sowie aufgrund der Tatsache, dass ich mit den beiden mitgefiebert habe, trotz der vorhersehbaren Auflösung bei mir keine Langeweile auf. Aber ohne diesen frühen verräterischen Hinweis hätte mich "Honeymoon" wohl doch noch etwas mehr gepackt und begeistert.

Wertung:7 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2004 Magnet Releasing)


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Weiterführende Links:
Halloween-SPECiAL 2014





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