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Bad Timing Drucken E-Mail
Autor: Christian Siegel - Datum: Mittwoch, 01 September 2021
 
Als Rache für die Vernichtung der Mutterpflanze nimmt der scarranische Imperator Staleek Kurs auf die Erde. Um zu verhindern, dass die Menschheit den Preis für seine Taten zahlt, muss John das Wurmloch schließen – und damit auch seinen Weg nach Hause…
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Episodenbild (c) Syfy

Originaltitel: Bad Timing
Episodennummer: 4x22
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 10. März 2003
Erstausstrahlung D: -
Drehbuch: David Kemper
Regie: Andrew Prowse
Hauptdarsteller: Ben Browder als Commander John Crichton, Claudia Black als Officer Aeryn Sun, Anthony Simcoe als Ka D'Argo, Jonathan Hardy als Dominar Rygel XVI, Gigi Edgley als Chiana, Wayne Pygram als Scorpius, Lani Tupu als Pilot.
Gastdarsteller: Raelee Hill als Sikozu Svala Shanti Sugaysi Shanu, Melissa Jaffer als Utu-Noranti Pralatong, Paul Goddard als Stark, David Franklin als Captain Meeklo Braca, Duncan Young als Emperor Staleek, Francesca Buller als Minister Akhna, John Adam als Alien u.a.


Kurzinhalt: Der scarranische Imperator Staleek will sich bei John Crichton für die Vernichtung der Crysterium Utilia-Mutterpflanze rächen. Er lässt deshalb mit einem Schlachtkreuzer Kurs auf das Wurmloch nehmen, welches direkt zur Erde führt. Als John davon erfährt, sieht er keine andere Möglichkeit, als dieses zu schließen – auch wenn dies bedeutet, sich möglicherweise für alle Zeit von seiner Heimat abzuschneiden. Um jedoch das Wurmloch einerseits erfolgreich zu schließen, andererseits aber auch gerade noch so wieder zur Moya zurückkehren zu können, sind ganz exakte Berechnungen erforderlich, zu denen nur Pilot in der Lage ist. Daher jedoch Moya das damit verbundene Risiko partout nicht aufnehmen will, trennt man diesen vorübergehend vom Leviathan, und nimmt ihn in einem Transporter mit. Nachdem man durchs Wurmloch geflogen ist, bleibt John schließlich nicht viel Zeit, um sich möglicherweise ein für alle Mal von der Erde, und seinem Vater, zu verabschieden…

Review: Episodenbild (c) Syfy Grundsätzlich konnte mir "Bad Timing" sehr gut gefallen. Der interessante Einstieg macht deutlich, dass dies nun das – vorläufige – Ende der Serie ist, und die Bedrohung für die Erde durch die Scarraner, und daraus resultierend Johns Bestreben, das Wurmloch zu schließen, waren dafür gelungene Aufhänger. Zugegeben, in der ersten Hälfte plätscherte die Handlung noch eher unaufgeregt vor sich hin (wenn es auch hier bereits vereinzelte Highlights gab, wie Johns Aufnahme einer aktualisierten Version seiner Tonbandnachricht für die Erde; dafür habe ich, wenig überraschend, die Harvey-Szene mit den Osterhasenkostümen wieder einmal gehasst). Aber spätestens nach dem Flug durchs Wurmloch und Johns möglicherweise letzter Rückkehr in unser Sonnensystem drehte "Bad Timing" dann so richtig auf. Angefangen bei seinem Besuch auf dem Mond und dem Fund des von seinem Vater zurückgelassenen Foto, über den wirklich emotionalen Abschied von diesem, bis zur spannenden Szene, als es John gerade noch rechtzeitig gelingt, das Wurmloch zu schließen und die ersten Späher der Scarraner zu vernichten. Der Epilog auf Qujaga, mit dem Heiratsantrag im Boot, hätte dann ein wunderschöner und befriedigender Abschluss für die Serie sein können…

…wenn dann nicht der billig-dumme Cliffhanger rund um den vermeintlichen Tod von John und Aeryn gewesen wäre. Weil das empfand ich offen gestanden als ziemliche Frechheit; und das sage ich als jemand, der sich noch nicht einmal zu den großen Fans der Serie zählt. Ich kann und will mir gar nicht vorstellen, wie es jenen ergangen sein muss, die "Farscape" damals live verfolgten, und vor allem auch wirklich geliebt haben. Und dann wird dir von den Machern eine solche Szene vorgesetzt, die möglicherweise im schlimmsten Fall das Ende der Geschichte dargestellt hätte. Ich wäre da aber sowas von sauer gewesen. Natürlich kann man argumentieren, dass das Ende von "Bad Timing" eigentlich nicht als das Ende der Serie gedacht war, und die Nachricht über die Absetzung vermutlich erst eintraf, nachdem das Drehbuch schon geschrieben und vielleicht auch die Episode bereits abgedreht war. Immerhin wussten sie es aber früh genug, um statt des üblichen "Previously on Farscape"-Clips vielmehr einen Zusammenschnitt aller bisheriger Folgen zu bringen, und von diese dann in "Finally on Farscape" überzuleiten. Und so wie "Bad Timing" aufgebaut ist, hätte man letztendlich nur eine halbe Minute früher abblenden müssen, um die Fans mit einem versöhnlichen Ende zu verabschieden. Stattdessen behielt man den Cliffhanger bei, vermeintlich in der Hoffnung, dass der Aufschrei groß genug wäre, damit es auf irgendeine Art und Weise doch noch weitergeht – und trug somit den Kampf um eine mögliche doch-noch-Fortsetzung der Serie auf dem Rücken jener Fans aus, die erst dafür gesorgt hatten, dass es "Farscape" auf immerhin vier Staffeln brachte. Klar könnte man jetzt sagen, meine Aufregung ist insofern umsonst, als letztendlich eh alles gut gegangen ist, und die Geschichte mit "Peacekeeper Wars" dann doch noch fortgeführt – und dementsprechend auch dieser fiese Cliffhanger aufgelöst – wurde. Mir geht's da aber halt ums Prinzip, da ich eine solche Vorgehensweise nun mal einfach unredlich und den Fans gegenüber unfair finde. Weshalb ich die Macher für dieses Ende am liebsten auf den Weg der Schande aus "Game of Thrones" schicken würde.

Fazit: Episodenbild (c) Syfy "Bad Timing" hätte ein wirklich schöner Abschluss der Serie sein können (der trotzdem die Tür für eine mögliche Fortsetzung weit offen gelassen hätte) – wenn man sich nur den billigen Cliffhanger am Ende gespart hätte. Die Ausrede, dass die Absetzung eventuell erst nach den Dreharbeiten kam, lasse ich in diesem speziellen Fall insofern nicht gelten, als man einfach nur eine halbe Minute früher hätte abblenden müssen. Stattdessen ließ man den Cliffhanger drinnen, wohl in der Hoffnung, der Fan-Aufschrei wäre groß genug, um die Serie doch noch zu retten. Den Fans gegenüber finde ich eine solche Vorgehensweise gegenüber allerdings für höchst unfair; da ist letztendlich auch zweitrangig, dass am Ende eh alles gut ausgegangen ist, und es mit der "Peacekeeper Wars"-Miniserie doch nochmal weiterging. Besonders schade ist dies deshalb, als mir die Folge bis zu dem Punkt eigentlich sehr gut gefallen hat. Die erste Hälfte war zwar noch wenig mitreißend (und bot eine der fürchterlichsten Harvey-Szenen der kompletten Serie), dafür konnte mir alles ab Johns Flug durchs Wurmloch – und hier insbesondere der Abschied von seinem Vater – ausgesprochen gut gefallen. Aber das Ende hat mich – und dabei bin ich ja noch nicht mal der größte Fan von "Farscape" – doch ordentlich geärgert. Mit viel gutem Willen und im Wissen, dass es dann zum Glück (glücklicherweise doch noch weiterging, gibt es aber immerhin noch eine leicht überdurchschnittliche Wertung.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2003 Syfy)








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