Sender zeigt "Remote-Free TV"-Versionen von FOXKategorie: Fringe - Autor: Sebastian Wiese - Datum: Donnerstag, 12 März 2009
Bei seinen beiden Serien "Fringe" und "Dollhouse" testet der US-Sender FOX ein "Remote-Free TV" genanntes Konzept (wir berichteten). Ziel ist es die Zuschauer vom Umschalten abzuhalten. Erreichen will man dies mit einem recht simplen Mittel: weniger Werbung. Dies hat zur Folge, dass die Episoden der beiden Serien ca. 5 bis 6 Minuten länger sind als allgemein üblich.
Die Kollegen von Quotenmeter haben bei ProSieben nachgefragt, wie der dt. Sender mit dieser Eigenart von "Fringe" umgehen wird. Dieser antwortete, dass man die regulären, langen Fassungen senden werde. Es werden also keine Versionen eingesetzt, die gekürzt wurden, um besser in das übliche Sendeschema zu passen. Oft werden nämlich von Serien, die aus dem üblichen Laufzeiten-Raster fallen, schon von den Produzenten oder Studios kürzere Versionen angefertigt, um diese international besser vermarkten zu können.
Allerdings heißt dies nicht zwangsläufig, dass "Fringe" um 20:15 Uhr komplett ungekürzt auf ProSieben gesendet werden wird. Möglicherweise wird der Sender aus Jugendschutzgründen zur Schere greifen müssen. Ob dies tatsächlich geschehen wird, ist jedoch unklar. Hierzu gibt es bislang widersprüchliche Meldungen. Es ist aber davon auszugehen, dass zumindest die Nachtwiederholung ungekürzt ausgestrahlt wird.
Kürzungen aufgrund des Jugendschutz sind bei Serien nichts ungewöhnliches. Die Sender sind verpflichtet, sich an gesetzliche Vorgaben zu halten. So dürfen in Deutschland beispielsweise Sendungen, die für Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignet sind, erst ab 22 Uhr gezeigt werden, Material welches nur für Erwachsene gedacht ist, erst ab 23 Uhr. Soll eine Sendung mit einer solchen Altersfreigabe früher gezeigt werden, müssen kritische Szenen entfernt werden.