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"Babylon 5": JMS über die Möglichkeiten eines B5-Kinofilms Drucken E-Mail
...und über weitere Projekte Kategorie: Babylon 5 - Autor: Luna Black - Datum: Mittwoch, 21 Januar 2009
 
Anlässlich seines angekündigten Besuchs auf der New York Comic Con am 7.-8. Februar, konnte Lance Fensterman, Show Manager der New York Comic Con, J. Michael Straczynki (JMS) für ein ausführliches Interview gewinnen, das bei MediumAtLarge.net erschien. JMS sprach über seine Film- und Comic-Projekte sowie über die Vergangenheit und mögliche Zukunft von Babylon 5. Die wichtigsten Auszüge des Interviews präsentieren wir euch im folgenden Text in deutscher Übersetzung:

J. Michael Straczynki (JMS)LANCE: Wie in deiner Biographie erwähnt, arbeitest du grade an einem "Forbidden Planet" Drehbuch für Warner und Joel Silver. Derzeit sind eine Menge Remakes auf dem Markt, das jüngste Remake eines klassischen Films ist "Der Tag, an dem die Erde still stand.". Hast du diesen Film gesehen, und wie gehst du "Forbidden Planet" an?
JMS: Ich versuche verzweifelt, "Der Tag, an dem die Erde still stand" zu sehen, aber ich konnte der Deadline-Hölle noch nicht lange genug entkommen, um mich so weit aus dem Haus zu wagen. Nach den Trailern zu urteilen sieht es großartig aus. Was "Forbidden Planet" betrifft, der Schlüssel ist hier, einen Bereich zu finden, der eine logische Erweiterung des ersten Films ist, ohne den ersten, der einer meiner Lieblingsfilme überhaupt ist, völlig abzuservieren. Was das Coolste war, war die Art, wie der Film einen wirklichen Blick auf eine Zivilisation warf, die unserer eine Million Jahre voraus ist. Um diesen Sprung zu schaffen, vom heutigen Stand der Wissenschaft versus dem Stand in den 50ern, setzte ich mich mit einer Gruppe führender Spezialisten in KI, planetarischer Geologie, Linguistik und verwandten Bereichen zusammen, um zu versuchen, im Jahr 2008 etwas ähnlich Einmaliges zu schaffen wie das ursprüngliche "Forbidden Planet" es zu seiner Zeit war. Der erste Entwurf wurde eingereicht, und das Studio ist sehr glücklich damit.

LANCE: Du hast sowohl für Charaktere und Serien geschrieben, die du selber geschaffen hast -- Babylon 5, Rising Stars, Midnight Nation -- als auch für etablierte Ikonen -- Spider-Man, Thor, Fantastic Four. Gehst du diese Projekte unterschiedlich an? Mit anderen Worten, ändert sich deine Denkweise in Abhängigkeit davon, ob du mit deinen eigenen Charakteren arbeitest oder mit einem schon existierenden Universum?
JMS: Nur insofern, als man mit seinen eigenen Kreationen mehr riskieren kann, denn da schaut einem niemand über die Schulter und sagt "tu das nicht". Klar, man könnte versuchen über die eigene Schulter zu schauen in einem Versuch, die langfristige Lebensfähigkeit der eigenen Charaktere zu schützen, aber man könnte sich damit selbst Handschellen anlegen. Ich versuche, das Vertrauen zu respektieren, das mir ein Unternehmen mit der Überlassung eines wichtigen Charakters entgegenbringt und nicht allzuviel damit herumzuhuren, außer unter Anordnung oder mit Erlaubnis der Herausgeber.

LANCE: Thor 600 kommt in Kürze heraus. Es ist ein gewaltiges Buch, ich glaube über 100 Seiten, und Marvel macht für die New York Comic Con auch eine limitierte Ausgabe. Wenn ich mich nicht irre, schließt 600 deine Thor-Reihe ab, und ich bin sehr neugierig, was du darüber denkst, wo Thor war, als du angefangen hast und wo er sein wird, wenn du aufhörst.
JMS: Nein, 600 ist nicht meine letzte Ausgabe. Das ist ein Missverständnis, das durch einen Assistenzlektor bei Marvel entstanden ist, der seither an die Schackale verfüttert wird. Ich habe vor, bei dem Buch zu bleiben, bis ich nichts mehr tauge - auch wenn einige sagen mögen, das tue ich schon seit der ersten Ausgabe nicht. Was den Übergang betrifft, als ich an Bord kam, war Thor im Limbo, sowohl buchstäblich als auch bildlich gesprochen. Seine Titel waren nie unter den Top Ten, oder auch nur unter den besten Zwanzig, also hatte ich die Freiheit zu tun, was immer ich glaubte, es könne ihn in die Spitzenränge bringen. Das bedeutete, das Erscheinungsbild des Charakters und seine Sprechweise neu zu definieren, und ein paar echte Risiken einzugehen mit Dingen, die niemand von dem Charakter erwarten würde, so wie Asgard nach Oklahoma zu versetzen. Ich wollte, dass er mehr ein Gott unter Sterblichen war als noch ein weiterer starker Mann, und das erforderte eine gewisse Noblesse und Distanz und ein Gefühl roher, nackter Macht.
Was 600 betrifft, Loki hat über 12 Ausgaben die Grundlagen für seinen großen Plan gelegt. Nun kommen endlich diese ganzen Machenschaften zusammen in einem der vielleicht umwerfendsten Pläne seines langen Lebens. Schlimmer noch, es gelingt ihm. Ich habe immer geglaubt, dass ein Bösewicht seine Wirksamkeit verliert, wenn er nicht von Zeit zu Zeit in einer für unseren Helden wirklich vernichtenden Weise einen Sieg einfährt. In 600 geschieht genau dies. Nachdem die Dominosteine aufgestellt sind, braucht es nur die leiseste Berührung durch Loki, und alle Steine fallen, und wenn sie gefallen sind, liegt alles, wofür Thor so hart gearbeitet hat, in Trümmern. Aus diesem Grund war es schrecklich schwierig für mich, diese Ausgabe zu schreiben; es dauerte ewig, denn ich wollte nicht schreiben, was als Nächstes passiert. Aber am Ende war es fertig, und es ist ziemlich starkes Zeug.

LANCE: Du hast mit einigen der größten Comic-Titeln in der Industrie gearbeitet - gibt es irgendwelche Bücher oder Charaktere, die du noch nicht geschrieben hast, aber gern schreiben würdest? Etwas, wovon du persönlich ein Fan bist oder was du gerne erkunden würdest?
JMS: Auf Marvels Seite würde ich gerne Captain America schreiben. Er ist einer meiner Favoriten, weil sein moralischer Code ein felsenfestes Fundament hat. Auf der DC Seite wäre Superman meine Nummer Eins. Mein Haus ist vollgestopft mit Superman-Zeug: Originale Curt-Swan-Seiten eingerahmt an den Wänden, die Superman-Essecke, Kunsthandwerk und Sammlerstücke und so weiter und so fort. Es sieht aus, als wäre es von einem 14-jährigen mit Platin American Express card dekoriert worden, und das wurde es tatsächlich auch.

LANCE: Wenn man Wikipedia glauben darf, wurde das B5-Finale am 25. November 1998 ausgestrahlt, vor über 10 Jahren. Wie siehst du B5 jetzt, nach all der Zeit? Du wirst auf der New York Comic Con eine Erinnerungsstunde über B5 abhalten, und wir sind alle erwartungsvoll, und ich denke, meine Frage ist, wo welchen Platz hat die B5-Geschichte in deinem Denken? Ist es vorbei? Oder gibt es noch Geschichten zu erzählen?
JMS: Als ich mich daran machte, Babylon 5 zu schreiben und zu erschaffen, war das mit der Absicht, eine Geschichte über fünf Jahre zu schreiben und es damit gut sein zu lassen. Wir taten das. Alles was wir vorhatten, machten wir. Mein Fehler war, dass ich mich so sehr in das Universum verliebt hatte, und auch in das Schauspielerensemble und die Crew, dass ich versucht war - und dieser Versuchung nachgab - weiterzumachen. Manche der ersten TV-Filme waren die Sache wert, wie "In the Beginning" ("Der erste Schritt"). Andere weniger. Manche bereicherten das Erbe von B5, andere nicht, weil wir immer mit Budgetsorgen zu kämpfen hatten, die die Möglichkeiten der Geschichte wesentlich beschränken. Aber wenn du verliebt bist, siehst du diese Dinge nicht. Erst später, in Retrospektive.
Die erste Regel beim Erzählen von Folgegeschichten lautet: "Schade nicht dem Original". Was die Zukunft betrifft, wäre das Einzige, was mich dazu reizen würde, ins B5-Universum zurückzukehren, wenn WB ankommen und sagen würde,"Hier ist genug Geld, um einen wirklich großen Film zu machen, geh und schreibe, was immer du willst." Ich glaube nicht, dass wir den Fans um jeden Preis mehr Babylon 5 schulden, aber vielleicht schulden wir ihnen mehr gutes Babylon 5. Ironischerweise schien Warner Bros nie daran interessiert, einen großen B5-Film nur um seiner selbst Willen zu machen, in Anerkennung dessen, was es war und ist. Aber nun, da ich auf einmal alle diese Filmarbeit machen, haben sie angefangen anzurufen und zu sagen, "Also, wie groß müsste so ein Film sein, damit Sie zurückkommen und einen B5-Film machen?". Also werden wir sehen.

LANCE: Um bei Science Fiction im Fernsehen zu bleiben, was denkst du, wie es jetzt damit steht? Als B5 herauskam, war Sci-Fi im TV so ziemlich die Domäne syndizierter einstündiger Wochenendsendungen. Dieses Format existiert jetzt praktisch nicht mehr; statt dessen beobachten wir, wie Netzwerke mit Titeln wie Dollhouse, Fringe, Lost, Chuck und Heroes experimentieren. Was denkst du darüber?
JMS: Alle sechs Monate bekomme ich Anrufe von Magazinen und Zeitschriften, die fragen, "wie erklären Sie die Explosion von SF im Fernsehen? Ist dies das Zeitalter der SF?" Sechs Monate später dann, wenn einige Shows baden gehen, rufen sie wieder an und fragen, "ist SF im Fernsehen tot?" Das ist völlig zyklisch. Sicher scheinen die Netzwerke jetzt eher bereit zu experimentieren als vorher, und das ist heilsam. Aber es gibt immer noch einen Bias gegen SF und Fantasy in den oberen Etagen der Netzwerke. Sie sind grenzwertig gegenüber allem, was dem heutigen Publikum nicht sofort vertraut ist. Also sieht man keine Shows, die die ferne Zukunft oder die ferne Vergangenheit oder den Weltraum behandeln. Es ist alles "der Tag nach morgen" Zeug oder zeitgenössische SF/Fantasy. Wir brauchen immer noch eine bahnbrechende SF Show, die einen Durchbruch in einem großen Netzwerk schafft und ein Hit quer durch die demographischen Gruppen wird.

Das vollständige Interview gibt es unter diesem Link:
http://www.mediumatlarge.net/2009/01/battlestar-would-win-jms-sits-down-with.html


Quelle: MediumAtLarge 



Kommentare (1)
RSS Kommentare
1. 21.01.2009 21:06
 
Gute Übersetzung!
Möchte nur ausdrücklich die Übersetzung des Interviews loben. Habe es mir gestern im Original durchgelesen, und die Übersetzung ist wirklich auf den Punkt, gut durchdacht, flüssig zu lesen... kurz gesagt: sehr gut gelungen! :)
 
Christian Siegel

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