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Fachbereich Elektrotechnik der TU Darmstadt: Tag der offenen Tür am 14. Juni 2008 Drucken E-Mail
Hochspannungsblitze und Würstchen vom Grill von 10-16 Uhr Kategorie: Wissenschaft & Technik - Autor: Roger Murmann - Datum: Freitag, 30 Mai 2008
 
ImageMit einem großen Fest für Jung und Alt erwartet der Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik (etit - www.etit.tu-darmstadt.de) an der TU Darmstadt die Öffentlichkeit zum Tag der offenen Tür am Samstag, dem 14. Juni 2008. Startpunkt ist das Foyer des Hans-Busch-Instituts (Hochschulgebäude S3|06) in der Merckstraße 25 in Darmstadt. Hier finden sich Exponate aus allen Instituten und zu jeder vollen Stunde starten geführte Labor-Touren. Wer lieber auf eigene Faust die Institute erkunden möchte, folgt einfach dem roten Band durch die Räumlichkeiten. In den gekennzeichneten Laboren zeigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorbereitete Demonstrationen und beantworten gerne Fragen.

Es gibt viel zu feiern und noch mehr zu entdecken an dem ebenso traditionsreichen wie hoch innovativen Fachbereich etit: 2007 feierte man die Erfindung des Elektroingenieurs in Darmstadt vor 125 Jahren und in diesem Jahr ist es der hundertste Jahrestag, an dem sich erstmals eine Frau an der TU Darmstadt immatrikulierte um Diplomingenieurin zu werden. 

Hinter den Klinkerfassaden der TU Darmstadt werden weitgehend unbeachtet von der Bevölkerung zukunftsweisende und international anerkannte Technologieprojekte geboren und umgesetzt. Der 14. Juni bietet eine hervorragende Gelegenheit dieser Spitzenforschung in die Karten zu schauen und dabei selbst mitzumachen: Spektakuläre Experimente und allgemeinverständliche Vorträge und Führungen eröffnen die faszinierende Welt der Elektrotechnik und Informationstechnik. Am Stand und in den Laboren der Automatisierungstechnik kann man einen ferngesteuerten Quadrokopter fliegen lassen. Im Roboterlabor erfahren die Besucher wie humanoide Roboter das Laufen und das Sehen lernen. Dazu kommt ein Motorenprüfstand mit Versuchsfahrzeugen und in der Hochspannungshalle krachen die Blitze. Mutige Besucher können erleben, wie es sich anfühlt, wenn ein Blitz in einen Kleinwagen einschlägt. Dazu lockt ein Parcours mit Elektrofahrzeugen der AKASOL. In den Räumen der Fachschaft im Hans-Busch-Institut können Kinder unter Anleitung einfache Experimentierbausätze löten, während die Eltern sich bei einem Kaffee eine Pause gönnen. Ein Schülerquiz lockt mit attraktiven Preisen. Die Gewinner werden um 16.00 Uhr im Foyer des Hans-Busch-Instituts ermittelt. Fazit: Ein Programm das sich für die ganze Familie lohnt.

Tradition und Innovation

Als 1780 Luigi Galvani präparierte Froschschenkel mit elektrischen Funken bewegte, war Elektrizität noch eine geheimnisvolle und mysteriöse Naturerscheinung. Namhafte Erfinder änderten dies: Werner von Siemens entdeckte 1866 das elektro-dynamische Prinzip. Doch führende Köpfe wie er betrachteten Elektrotechnik als reine Hilfswissenschaft des Maschinenbaus. 
Auf dem Weg in die Eigenständigkeit der Elektrotechnik nahm Darmstadt bald eine Führungsrolle ein. Hier wurde der Mathematiker und Physiker Erasmus Kittler im Herbst 1882 als ordentlicher Professor für Elektrotechnik an die noch junge Hochschule berufen. Seine Pionierleistung war die Entwicklung eines vierjährigen Studienganges für den es zu dieser Zeit keine Vorbilder gab. Kittler kombinierte die Theorie der Naturwissenschaft Physik mit der Praxis der Ingenieurwissenschaft Maschinenbau. Allein zwischen Dezember 1888 und Mai 1889 war Kittler mit 34 Elektrifizierungsprojekten für Industrie und in Kommunen befasst, an denen auch Studenten höherer Semester und Assistenten mitarbeiteten. Das Ergebnis war ein Technologietransfer durch Köpfe verbunden mit einem permanenten Austausch zwischen Industrie und Hochschule. 
Kittlers Konzept ging auf, auch bei den Studentenzahlen: Zählte seine elektrotechnische Abteilung im Jahr ihrer Gründung gerade mal vier Studenten, so waren es 1892/93 bereits 150. Von 1899 bis 1904 waren jeweils mehr als 600 Studierende in der Elektrotechnik eingeschrieben. Der überwiegende Anteil der Studenten kam aus dem Ausland, insbesondere aus Osteuropa.

100 Jahre Frauen an der TU

Heute sind über 29% der 16.628 Studierenden der TU Darmstadt weiblich. Als sich mit Franziska Braun die erste Frau an der Technischen Hochschule im Wintersemester 1908 für Architektur immatrikulierte, war sie mit über 1.000 Studenten konfrontiert. Eine Ausstellung der TU Darmstadt wird ab Oktober zeigen, wie sich die Studiensituation von Frauen in den vergangenen 100 Jahren an der Darmstädter Universität entwickelt hat. Sie wird am 8. Oktober feierlich eröffnet. 
Die erste Elektrotechnikstudentin in Darmstadt beschrieb ihre ersten Studienerfahrungen wie folgt: "Ich kam direkt von der Schulbank und war wenigstens in Mathematik und in Physik meinen Kommilitonen überlegen. Das machte mich nicht beliebt, und außerdem und überhaupt, ein Mädchen! […] Da ich Elektrotechnik studierte, war es wohl unvermeidlich, dass ich den Spitznamen Elektra erhielt […]. Von den Professoren wurde ich schnell akzeptiert mit Ausnahme von einem, der bis zum letzten Tage das Auditorium mit „Meine Herren“ anredete." Dies schrieb Ira Rischowski, in "Wie ich Ingenieur wurde". Die erste Studentin der Elektrotechnik an der damaligen TH und heutigen TU Darmstadt begann ihr Studium im Wintersemester 1919. Auch heute darf der Fachbereich etit der TU Darmstadt unter Schülerinnen als eine unentdeckte Schatzinsel gelten. Immerhin kann sich der Fachbereich über den in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsenen Frauenanteil freuen. "Wie der Vergleich zu ausländischen Universitäten zeigt, ist da aber noch jede Menge Luft drin", kommentiert Dr.-Ing. Roland B. Steck, Geschäftsführer im Fachbereich etit und verrät mit einem Augenzwinkern: "Schließlich ist  "die Elektrotechnik" weiblich und das gilt es mit Leben zu füllen!"

Studium am etit

2007 hat der Fachbereich etit sein Studienangebot komplett restrukturiert. Der Bachelor/Master Studiengang Elektrotechnik und Informationstechnik bildet das Kernstück. Die internationale Master-Studiengänge Information and Communication Engineering und Electrical Power Engineering wenden sich an ausländische Studierende. Der Bachelor/Master-Studiengang Mechatronik wird gemeinsam mit dem Fachbereich Maschinenbau angeboten. Dazu kommen die entsprechenden Studiengänge Informationssystemtechnik und Wirtschaftsingenieurwesen in Kooperation mit Informatik sowie Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Neben dem Fachbereich etit beteiligen sich vier weitere Fachbereiche der TU Darmstadt am Studienangebot Computational Engineering. 

Bildungsengagement in Südhessen

Spannende Stunden zum Tüfteln erwarten Schüler der 9. und 11. Klasse von der Beruflich Gymnasialen Oberstufe in Michelstadt und weiteren Schulen aus der Umgebung am Freitag, dem 13. Juni 2008 von 9.00 bis 16.00 Uhr. Startpunkt in den diesjährigen "Tag der Technik" ist das Foyer des Hans-Busch-Instituts (Hochschulgebäude S3|06) in der Merckstraße 25 in Darmstadt. Beim Roboterworkshop des Fachbereichs etit werden die Schüler eine Verkehrssituation durch Roboter mit Linienführung nachspielen. Die Kooperation TU Darmstadt – Berufliche Gymnasiale Oberstufe Michelstadt ist ein Projekt im Gesamtkonzept der Förderung des Ingenieurnachwuchses in der Region Südhessen. Das Duo ist als eines der Tandems im Projekt Technik, Teams, Talente des Unternehmerverbandes Südhessen e. V. integriert. Viele weitere Projekte des etit bereichern das Bildungsangebot südhessischer Schulen. 

Impulsgeber bis heute 

Eine der Pioniertaten von Erasmus Kittler war die Schaffung eines ganz neuen Studienganges für den es damals in ganz Deutschland keine Vorbilder gab. Solche Pionierleistungen gibt es bis heute am Fachbereich etit: In Darmstadt wurden die ersten Lehrstühle Deutschlands für Nachrichtentechnik (1894), Hochspannungstechnik (1914), Regelungstechnik (1954), elektromechanische Konstruktionen, Stromrichtertechnik (beide 1963) und regenerative Energien (1996) gegründet. Heute forschen im Fachbereich 24 Professoren und rund 250 wissenschaftliche Mitarbeiter. Etliche Unternehmensgründungen gingen aus dem Fachbereich etit hervor, dessen Mitglieder eine Vielzahl von wissenschaftlichen Auszeichnungen und Ehrenprofessuren ausländischer Hochschulen erhielten. Eine der jüngsten Auszeichnungen ist der "Ordre des Palmes Académiques", der am 21. Mai im Darmstädter Staatsarchiv durch den Konsul der französischen Republik an Professor Manfred Glesner verliehen wurde. Der Leiter des Instituts für mikroelektronische Systeme der TU Darmstadt erhielt diese Auszeichnung für seine über dreißigjährige Zusammenarbeit mit französischen Forschungszentren.

Forschung 

In den aktuellen Forschungsprojekten ist das gesamte Fachspektrum vertreten von der Energietechnik bis hin zu den Systemen der Informationstechnik. Die Forschung in den verschiedenen Fachgebieten lässt sich sechs Schwerpunkten zuordnen: 
-Mechatronik und Automatisierungstechnik, 
-Kommunikationstechnik, 
-Mikro- und Nanotechnologie, 
-Informationstechnik,
-Elektrische Energietechnik und 
-Beschleunigertechnik. 

Zum Schwerpunkt Mechatronik und Automatisierungstechnik zählen z. B. humanoide Roboter und Fahrerassistenzsysteme für Automobile. Auch die Radarsignalverarbeitung, z. B für die Abstands- und Winkelbestimmung im Kfz ist Forschungsgegenstand eines Fachgebiets, das dem Schwerpunkt Kommunikationstechnik zugeordnet ist. Ein Beispiel für den Schwerpunkt Mikro- und Nanotechnologie sind elektromechanische Systeme, die als miniaturisierte Antriebe und Kinematiken in der minimalinvasiven Chirurgie eingesetzt werden. 
Heute können wir überall kommunizieren ohne es zu bemerken. Heterogener Netze umgeben uns, z. B. drahtloses Internet, Sattelitennavigation, Mobilfunksignale und vieles mehr. Im Schwerpunkt Informationstechnik untersucht Multimedia Kommunikation die Dienstgüte, Sicherheit und grundlegende Mechanismen dieser heterogenen Netze. Wer will schon mit dem elektromagnetischen Feld seines Mobiltelefons im Auto einen Airbag auslösen? In diesem Schwerpunkt untersucht auch ein eigenes Fachgebiet Rechnerarchitekturen. Fortschritte auf diesem Gebiet führen weltweit dazu, dass moderne Prozessoren pro Jahr etwa um 60 % leistungsfähiger werden. Im Schwerpunkt elektrische Energietechnik untersucht man Windkraftanlagen, Brennstoffzellen und neue Energiespeichertechnologien auf Druckluftbasis. Vervollständigt wird das Spektrum der Forschungsaktivitäten durch den Schwerpunkt Beschleunigertechnik der die Theorie elektromagnetischer Felder einsetzt. Er ermöglicht die Grundlagenforschung im Materialwesen und in der Krebstherapie mit Radionukliden. 
Am 14. Juni erwartet die Besucher ein Wissenschaftsfest mit einem Programm, das die ganze Familie ansprechen wird. Hier lernt man eines der Zentren Darmstadts kennen, das für Südhessens Schulen und Unternehmen ein entscheidender Impulsgeber und Standortfaktor ist. So gesehen ist die Darmstädter Elektrotechnik eine Perle in der Krone der Wissenschaftsstadt. 

Weitere Informationen:
Dr.-Ing. Roland B. Steck
Telefon: 06151/16-4018
Mail: steck@etit.tu-darmstadt.de 

Quelle / weiterführender Link: www.etit.tu-darmstadt.de




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