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"Doctor Who": Interview mit Gary Russell Drucken E-Mail
Der Autor der IDW-Comics plaudert aus dem Nähkästchen Kategorie: Doctor Who - Autor: Christian Spließ - Datum: Donnerstag, 10 Januar 2008
 
[Vorsicht Spoiler] Ende des Monats werden die neuen "Doctor Who"-Comics bei IDW erscheinen - in Nordamerika wohlgemerkt und nicht in den UK. Die Webseite "Broken Frontier" interviewte den Who-Veteranen und Autoren der neuen Comic-Reihe Gary Russell, der nicht nur bei "Big Finish" sondern auch beim offiziellen "Doctor Who Magazine" aktiv war.

BROKEN FRONTIER: Zu Beginn eine sehr offensichtliche Frage, aber nach all den Jahren in denen wir dachten dass wir von Doctor Who nun alles auf der kleinen Leinwand gesehen hätten – wir zählen den 1996-ger Film nicht dazu: Ist es nicht eine sehr wunderbare Zeit ein Doctor-Who-Fan zu sein? Würden Sie da nicht zustimmen?

GARY RUSSELL: Ich denke die letzten Jahre waren eine absolut wunderbare Zeit für einen Fan! Nun, ich fand sie auf jeden Fall wunderbar. Und aufregend und spannend und ich war außer mir darüber, dass wir ihn im Fernsehen hatten. Und nicht nur "Doctor Who" – dass diese Serie zurück ist schon fantastisch genug, aber wer hätte "Tochwood" und "The Sarah Jane Adventures" schon vorausgesehen? Ein ganzes Doctor-Who-Universum in das man eintauchen kann.

Doctor Who by Gary Russell BF: Wie sind die neuen IDW "Doctor-Who"-Comics entstanden und wie sind Sie darin involviert worden?

GR: Sie fragten mich. So einfach war das. Und ich sagte ja. Ebenfalls einfach. Ein Hoch auf IDW! (Sie bezahlen mich dafür das zu sagen, wissen Sie... Ich glaube jedenfalls dass sie es tun... Eventuell...
Jungs? Jungs??)

BF: Was können Sie uns über den eröffnenden Story-Arc und das Setup der neuen IDW-Serie erzählen?

GR: Es gibt eigentlich keinen Story-Arc als solchen, aber eine Reihe von Fäden die durch die verschienen Geschichten laufen, die – jedenfalls soweit ich mir das bis jetzt vorstelle – eines Tages zu einem Ganzen werden. Es gibt einen Schurken, der auftaucht und ein Pantheon voller Aliens, oh, und eine Reihe von Planetenpopulationen die verschwinden werden. Aber die aktuellen Geschichten der einzelnen Hefte stehen für sich alleine.

BF: Die Comics sind eigentlich als Miniserie angekündigt worden, nicht so sehr als ein fortlaufender Titel. Wie sieht der Veröffentlichungsrhythmus für die Zukunft aus?

GR: Siehe oben. Es ist keine Miniserie, es sind nur 6 einzelne Geschichten aber mit einigen Background-Links, die diese zusammenhalten.

BF: Wie „passt“ die IDW-Serie in die Fernsehserie? Werden die Ausgaben sich in die zukünftige Kontinuität der Serie einfügen lassen? Mit Martha als Companion in den Comics scheinen wir irgendwo in der Dritten Staffel der neuen Serie zu sein.

GR: Yup, so gegen Ende. Ich denke irgendwo zwischen den Folgen 7 und 8 oder 9 und 10 oder 10 und 11. Da gibt’s etliche sich anbiedernde Lücken. ;-)

BF: David Tennants Doctor hat eine frenetische Energie und Geschwindigkeit an sich. Welche Herausforderungen bringen diese Eigenschaften mit sich wenn es um die Charakterisierung des Doctors auf der gedruckte Seite geht?

GR: Enorme und dann eigentlich recht einfach zu handhabende wenn man sich daran erinnert, dass Comics ein anderes Medium gegenüber dem TV sind. So geht es mehr um den funkensprühenden Dialog als Davids einzigartige Darstellung und Energie. Nicky kann dann diese Energie und den Spaß in seinen Panel-Layouts und Facials darstellen. Mit anderen Worten: Ich lasse ihn die wirklich harte Arbeit tun.

BF: Wieviel Spaß hat es gemacht Martha – die meiner Meinung nach ein wundervoller Kontrast zu Rose als Companion war – ein wenig mehr „Screen“-Zeit im Comic zu geben?

GR: Großartigen! Martha ist mein Companion in dem Sinne, als dass ich gegen Ende von Staffel 2 in das Produktions-Team kam und mit Staffel 3 dann Marthas Entwicklung beobachten konnte – deswegen fühle ich mich ihr näher als Rose. Ich hatte ebenfalls die Gelegenheit mit Freema Aygemen zu drehen als wir die animierte „Doctor Who“-Folge „The Infinite Quest“ machten. So nahm ich die Gelegenheit wahr sie näher kennenzulernen (und sie ist wunderbar, ich verehre sie zutiefst und bete sie an) und hoffentlich kann ich nicht nur ein wenig von Martha sondern auch ein wenig von ihr in die Strips einfließen lassen.

BF: Mit welchen bekannten Elementen der TV-Serie können wir rechnen? Werden Sie die Philosophie der neuen Serie aufnehmen, die die Rückkehr der alten Gegner wegen der sparsamen Verwendung so besonders machte?

GR: Yup. Keine Daleks oder Cybermen. Großartige Monster, aber ich denke die Serie hat uns fantastische neue Rassen vorgeführt die ich ein wenig mehr erkunden möchte als die alten. Erwarten Sie die Sycorax und die Katzenleute wiederzusehen – nun, die Sycorax sind direkt in der ersten Folge. Für die zweite Staffel der Comics habe ich Pläne entworfen, mehr ein Vier- oder Fünfteiler diesmal als für sich stehende Geschichten, die einige meiner liebsten Monster der alten Serie zeigen werden. Bisher sind sie noch nicht in der neuen TV-Serie aufgetaucht, deswegen ist es eine Möglichkeit ihnen einen Spin fürs 21. Jahrhundert zu geben.

BF: Eines der Dinge die am meisten Spaß bei „Doctor Who“ machen ist das nebelhafte Gefühl, was jetzt kanonisch ist und was nicht – wegen der verschiedenen Medienarten in denen der Doctor aufteaucht ist (Fernsehen, Romane, Comics, Hörspiele, Bühnenstücke und so weiter). Ich denke jeder Fan hat den Doctor für sich an den eigenen Geschmack und Gewohnheiten angepasst. Deswegen tut es mir fast leid diese Frage zu stellen aber sind die IDW-Comics nun kanonisch oder apokryph zur TV-Serie?

GR: Der Kanon liegt im Auge des Betrachters. Ist das faule Ausrede genug? Sicherlich möchte Russell T. Davis für alles, was „Doctor Who“ betrifft die Option haben es kanonisch werden zu lassen, was fantastisch ist. Meine persönliche Philosophie ist: Erzähl die Geschichte und lass die anderen ihre Tabellen, Listen und Knöpfe für die retroaktive Kontinuität behalten.

BF: Erzählen Sie uns ein wenig darüber was Nick Roche zu den Büchern beigetragen hat.

GR: Weißnich', er sagt dauernd Sachen wie „Deadlines“ und „Wieviele Panels pro Seite?“ und „Wieviele Aliens sind in der Barszene? Und keiner von denen ähnelt den anderen?“ und „Könnte ich bitte eines Tages etwas Schlaf bekommen?“ Solche Dinge nehme ich als Herausforderung. Mein Job ist es, ihm das Leben zur Hölle zu machen. Bwahahahahahahahahaha. Aber es ist sein Fehler. Er zeichnet die Dinge besser als ich es mir vorgestellt habe. Wie die Milchshake-Sequenz. Oder die Sandstatue von Martha. Oder ... nun, das wäre Petzen. Aber jedes Mal wenn ich ein Meer von Stiften sehe wünsche ich mir besser schreiben zu können.

Doctor Who by Gary Russell BF: Wie weit in die Zukunft ist der Comic geplant und gibt es spoilerfreie Abschnitte, die Sie mit uns teilen können – und die uns den Mund für den künftigen Story-Arc wässrig machen?

GR: Habs weiter oben schon getan. In meinem Kopf habe ich 18 Ausgaben skizziert und schon einige Ideen, die mich bis zur 24 bringen können! IDW wird mich bestimmt lange vorher gefeuert haben, da bin ich ziemlich sicher, aber wissen Sie, ich mag es vorbereitet zu sein. Nur für den Fall... „Doctor Who“ bietet eine solch einzigartige Vielfalt, es ist einfach nicht möglich für die Charaktere keine Geschichten mehr zu haben.

BF: Hier ist eine hypothetische Frage für Sie. Wenn IDW jemals eine Serie im Stil von DC's „Batman: Legends of the Dark Knight“ herausbringen und sich auf die vergangenen Inkarnationen des Doctors konzentrieren würde – welche seiner vorherigen neun Selbsts würden Sie am liebsten als Comic-Strip schreiben und warum?

GR: Den Sechsten. Weil er im Fernsehen so schlecht behandelt wurde und in meinem vorherigem Leben bei Big Finish (Produzent der Hörspiele, die in der „alten“ klassischen Serie spielen. D. Ü.) habe ich acht Jahre damit verbracht den Sechsten Doktor einige – hoffe ich – gute Geschichten erleben zu lassen und in meinem Kopf tue ich das immer noch! Ich würde es auch gerne mit dem Ersten oder dem Achten versuchen. Und den Vierten würde ich vermeiden. Außer ich könnte ihn mit Leela zusammenbringen, denn sie ist so ein toller Charakter. Aber wenn man dann nur für einen Doctor schreibt weil der Companion so gut ist, ist das vielleicht nicht unbedingt ein guter Grund für diesen Doctor zu schreiben.

BF: IDW wird auch das Marvel UK-Material herausbringen, das 1979 zuerst in „Doctor Who Weekly“ erschien. Dann des Doctors Heldentaten der starrsinnigen Hartnell „TV Comic“-Abenteuer und den Strip „The Daleks“ von "TV21" in den 60-gern, bis hin zur Fülle der New-Series-bezogenen Comics, die wir in IDWs neuem Buch und Paninis „Doctor Who Magazine“ und „Doctor Who Adventures“ gesehen haben. Gary, welche „Doctor Who“-Comic-Strips der letzten Zeit bevorzugen Sie persönlich?

GR: Verdammt, das ist eine Frage. Die Comicstrips des Dritten Doctors aus „Countdown“ und „TV Action“ sind glaube ich die besten. Aber ich liebe das Marvel-Material des Fünften und des Sechsten Doctors. Und was Scott Gray und Alan Barnes für den Achten Doctor geschrieben haben ist einfach unschlagbar.

BF: Schlussendlich: Es gibt nur wenige Who-Alumni die behaupten können in so vielen Medienformen mit dem Doctor gearbeitet zu haben wie Sie: Comics, Romane, Hörspiele bei Big Finish, der im Newspaper-Stil gehaltene Strip für die „Radio Times“, Herausgeberschaft des „Doctor Who Magazine“ und ihre aktuelle Arbeit als Script-Editor bei der neuen Show, nicht zu reden von den Spin-Offs „Torchwood“ und „The Sarah Jane Adventures“. Das ist schon eine Leistung! Kann es da möglicherweise unerfüllte Wünsche bei „Doctor Who“ für Sie geben?

GR: Ja, aber Russell wird nicht so bald gehen! Ernsthaft, ich könnte nicht für die TV-Serie schreiben, weil ich dafür nicht die richtigen Fertigkeiten habe aber wenn ich einen Traum hätte, dann würde ich gerne einen Job wie Russel haben. Ein wenig die Show am Laufen halten, führen, das Gesamtbild formen, über Charaktere und Situationen entscheiden. Und dann wäre ich viel glücklicher wenn ich diese Ideen anderen Autoren geben, mich zurücklehnen und alles überwachen könnte so wie ich es bei Big Finich tat. Halt nur fürs Fernsehen.
Doch zurück in die Wirklichkeit: Ich hatte wirklich die besten Gigs, die möglich waren. Ich habe eine „Karriere“ aus meinem Hobby gemacht, ich meine, wie cool ist das? Ich glaube wirklich, dass ich der glücklichste Mensch bin den es gibt. Die Anzahl der Dinge, die ich bisher machte ist wirklich beängstigend, aber ich bin auf alle stolz. Doch bisher war für mich das Wichtigste auf meinem Weg, dass ich in der Position war  talentierteren Autoren als mir eine Chance zu geben Dinge zu tun. Besonders als ich bei Big Finish war. Es ist karmisch – behandle deine Kollegen gut, respektiere deine zukünftigen Pros und du selbst kommst zu Etwas. Ich bin stolz darauf was ich für mich erreicht habe. Aber unendlich stolzer bin ich auf die Dinge, die ich von meinen Kollegen gesehen habe. Was ich wirklich jetzt machen möchte ist für „Die fantastischen Vier“ oder „Die Rächer“ bei Marvel zu schreiben. Oder eine „Captain Britain“-Serie. Da liegt soviel unerschlossenes Potential in dem Charakter...

Übersetzt von Christian Spließ

Quelle: Outpost Gallifrey




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