Raumfahrtkontrollzentrum feiert mit großer GalaKategorie: Wissenschaft & Technik - Autor: Roger Murmann - Datum: Mittwoch, 19 Dezember 2007
Das Europäische Raumflugkontrollzentrum (Kürzel ESOC für englisch European Space Operations
Centre) ist eines der Operationszentren der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) mit Hauptsitz in
Darmstadt. Es wurde am 8. September 1967 von dem damaligen Bundesforschungsminister der Bundesrepublik Deutschland, Gerhard Stoltenberg, eröffnet.
Das ESOC ist das Missionskontrollzentrum für die meisten Weltraumprojekte der
ESA. Es betreut normalerweise ein knappes Dutzend Vorhaben gleichzeitig über ein weltweites Netz von Bahnverfolgungsstationen, zu denen auch das Deep Space Network der
NASA gehört.
Während der Projektplanung empfiehlt das ESOC geeignete Flug- und Umlaufbahnen und Bodenverbindungen. Die Gefahren durch Weltraumschrott - die vielen tausend Fragmente von Raumfluggeräten, die die Erde umkreisen - werden ebenfalls vom ESOC überwacht.
Unter dem Namen ESTRACK unterhält ESOC ein weltweites Netz von Bodenstationen mit Antennen in: Cebreros (Spanien), Villafranca del Castillo (Spanien), Maspalomas (Gran Canaria, Spanien), Kiruna (Schweden), Kourou (Französisch Guayana), Malindi (Kenia), New Norcia (Australien), Perth (Australien), Redu (Belgien) und Spitzbergen (Norwegen).
Die Bedeutung des Zentrums hat im Laufe des letzten Jahrzehnts mit immer mehr europäischen Raumfahrtmissionen zugenommen. Zu den aktuellen wichtigen Missionen, die über das
ESOC koordiniert werden, gehören XMM-Newton, Integral, Cluster II, Envisat, Mars Express,Venus Express und Rosetta.
Am Dienstag, den 18. Dezember 2008, feierte das ESOC mit einer großen Gala im Darmstädter Kongresszentrum "Darmstadtium" sein
40jähriges Bestehen. Prominente Gäste waren u.a. der deutsche Astronaut
Thomas Reiter und der hessische Ministerpräsident Roland Koch.
Bemerkenswert war, daß in der Multimedia-Präsentation auch Star Trek und die deutsche
Raumpatrouille ihre Erwähnung fanden. Ebenso wurde per Video der Zukunftsforscher und Science Fiction-Autor
Karlheinz Steinmüller eingespielt.