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Neue US-Weltraumstrategie setzt auf Militarisierung Drucken E-Mail
USA wollen über All bestimmen Kategorie: Wissenschaft & Technik - Autor: Sascha R. - Datum: Mittwoch, 18 Oktober 2006
 
bush_allDie USA stellen die Weichen für eine Militarisierung des Weltraums. In ihrer neuen Doktrin zur Weltraumpolitik stellt die Bush-Regierung klar, dass künftig militärische Ziele Vorrang haben. Und das heißt: Wer sich gegen die US-Interessen stellt, dem soll der Zugang zum All verweigert werden.

Von Georg Schwarte, NDR-Hörfunkkorrespondent Washington

Es gab keine Pressekonferenz, keine feierliche Unterzeichnung. Heimlich, still und leise hat US-Präsident Georg W. Bush bereits Ende August eine neue Doktrin zur Nationalen Weltraumpolitik unterschrieben. Sieben Tage später erschien das Dokument ohne besonderen Hinweis auf einer Regierungs-Webseite. Das Weiße Haus war ganz offenbar nicht an Öffentlichkeit interessiert, denn der Inhalt der Doktrin besitzt Sprengkraft: Demnach wollen die USA künftig Nationen, die amerikanischen Interessen feindlich gegenüberstehen, den Zugang zum Weltraum verweigern und obendrein alle Rüstungsabkommen, die die amerikanische Bewegungsfreiheit im All einschränken, ablehnen.

"Amerikas Reise in den Weltraum geht weiter", hatte Bush erst im Vorjahr erklärt. Die beschriebene Reise der jüngsten Doktrin gehe nun jedoch in Richtung Militarisierung des Weltraums, sagen Kritiker. Schon vor einem Jahr hatte der damals für den Weltraum zuständige Militär im Pentagon, General Lance Lord, definiert, was Übermacht im All für die USA bedeutet: Die Freiheit, anzugreifen, wie auch die Freiheit, jeden Angriff im und aus dem All abzuwehren. Und sein Stellvertreter legte unlängst öffentlich nach: "Die USA sind abhängiger von Weltraumtechnik als jede andere Nation. Wir haben am meisten zu verlieren. Wir müssen uns deshalb schützen."

Langfristig: Bewaffnung des Weltalls

Nach Angaben der "Washington Post" bedeutet die neue Doktrin ein langfristiges Ja der USA zur Bewaffnung des Weltalls. Eben das hatte die Regierung bisher stets öffentlich dementiert, so zuletzt vor einem Jahr der damalige Regierungssprecher Scott Mc Clellan.

"Die neue Doktrin befasst sich nicht mit der Militarisierung des Weltraums", sagte Mc Clellan. Das jetzt von Bush unterzeichnete Papier aber lässt anderes vermuten. So besagt laut "Washington Post" die neue nationale Weltraumpolitik, dass Handlungsfreiheit im All für die Vereinigten Staaten ebenso wichtig sei wie militärische Macht zur See und in der Luft. Das Unterdrücken von ausländischen Satellitensignalen beispielsweise ist bereits seit längerem legitimer Teil amerikanischer Kriegsführung.

Defensiv oder offensiv?

Jetzt aber geht es um bewaffnete Satelliten, um Laserkanonen und Raketen im Weltraum. Gerade erst hat das Pentagon einen offiziell für Wartungszwecke entwickelten Satelliten in Dienst gestellt. Der Satellit aber, sagt Militärexpertin Joan Johnson Freese, habe weitere Fähigkeiten, nämlich "ausländische Militärsatelliten im Weltraum lahm zu legen." Freese: "Ist das nun defensiv oder ist das eine offensive Weltraumwaffe?"

Präsident Bill Clinton hatte vor zehn Jahren die letzte US-Doktrin zur Weltraumpolitik verfasst. Schwerpunkt damals: die zivile Weltraumforschung. Bush, so sagen Kritiker heute, setze jetzt einen neuen, einen militärischen Akzent. Erst im vergangenen Oktober hatten die USA als einzige Nation der Welt bei der Uno gegen Verhandlungen über einen Bann von Weltraumwaffen gestimmt, nachdem sich die Vereinigten Staaten bereits 1972 vom Internationalen Vertrag über die Begrenzung von Raketenabwehrsystemen zurückgezogen hatten.

Rumsfeld hat schon länger das All im Visier

Die neue Doktrin überrascht aber nicht alle Militärexperten. Im Jahr 2000 nämlich, noch vor der Vereidigung von Präsident Bush, hatte eine vom Kongress beauftragte Kommission die Entwicklung von Weltraumwaffen zum Schutz amerikanischer Satelliten dringend empfohlen. Damaliger Vorsitzender: der heutige Verteidigungsminister Donald Rumsfeld

 

Quelle: tagesschau.de (C)




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