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Beyond Westworld - 1x04: The Lion Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: The Lion
Episodennummer: 1x04
Bewertung:
Erstausstrahlung US: 26. März 1980
Erstausstrahlung D: -
Drehbuch: David Carren & Martin Roth
Regie: Jack Starrett
Besetzung: Jim McMullan als John Moore, James Wainwright als Simon Quaid, Connie Sellecca als Pamela Williams, William Jordan als Joseph Oppenheimer, Michael Cole als Corey Burns, William Bryant als Eric Lionstar, Peter Liapis als Carlos Menotti, Michael Pataki als Aldo Ortiz, Christine Belford als Dianna Lionstar, Nancy Harewood als Roberta, Maray Ayres als Nurse, Trish Guzey als Nurse, Robin Svarvari als Security Technician, Ron Troncatty als Bill Johnson, Howard Vann als Sports Announcer, Russell Johnson als Patrick u.a.

Kurzinhalt: John Moore ist ein guter Freund des Rennfahrers Corey Burns, der beim Team von Eric Lionstar angestellt ist. Während er ein neues Rennauto mit experimentellen Motor testet, geht dieser plötzlich in Flammen auf. Die Untersuchung ergibt, dass nicht etwa ein Konstruktionsfehler vorliegt, sondern es sich vielmehr um Sabotage handelt. Wie sich herausstellt, steckt Simon Quaid dahinter, dessen eigenes Auto in Kürze bei einem Rennen antreten wird; auf diese Weise will er sich der Konkurrenz entledigen. Alles deutet darauf hin, dass es ihm gelungen ist, einen Roboter ins Team von Lionstar einzuschleusen. Neuerlich gilt es, diesen ausfindig zu machen, und weitere Sabotageakte zu verhindern. Derweil versucht sich Corey damit abzufinden, dass er seit dem Unfall unter der Hüfte gelähmt ist…


Review: Episodenbild (c) CBS Meiner bescheidenen Meinung nach gibt es in "The Lion" genau eine semi-gelungene Szenen. Darin scheint es so, als hätte John Moore seine Nemesis Simon Quaid und dessen Komplizen in ihren Versteck in einem Container auf frischer Tat ertappt. Jedoch: Es handelt sich um eine Falle. Denn in Wahrheit hat er nicht Quaid selbst erwischt, sondern vielmehr eine Roboter-Kopie von ihm (und seinen Handlangern). Grundsätzlich war das eine wirklich gewitzte Idee. Selbst die Szene war allerdings insofern nicht perfekt, als man sich doch die Frage stellen muss, warum Quaid so lange wartet, bis er den Container in die Luft jagt. Abseits der dramaturgischen Erfordernis, dass Moore der Todesfalle natürlich entkommen musste, kann ich hierfür keinen logischen Grund erkennen. Ihr vielleicht?! Und wenn ich schon bei den sehr überschaubaren positiven Aspekten bin, kann ich – wenn ich wirklich sehr wohlwollend auf die Folge blicke – eventuell auch die nicht übel inszenierten Rennszenen am Ende erwähnen. Das war's dann aber auch schon.

Davon abgesehen fand ich "The Lion" aber leider richtig schwach. Zuerst einmal ergibt sich ein ähnliches Problem wie bei "My Brother's Keeper" (die mich aber zumindest vom Plot her etwas mehr ansprechen konnte): Das Komplott scheint einem Simon Quaid, der ja vermeintlich die Weltherrschaft anstrebt, nicht würdig zu sein. Dafür steht hier letztendlich einfach nur wenig auf dem Spiel. Zudem haben frühere Episoden aus der Frage, bei wem es sich um den Roboter-Spion/Agenten/Verräter von Quaid handelt, auch schon um einiges mehr an Spannung bezogen, als hier. Die Folge zieht sich darüber hinaus doch ziemlich dahin. Einiges will zudem nicht wirklich Sinn ergeben, wie der zweite Unfall. Was zur Hölle machen die denn dort bitte mitten auf der Strecke, wenn gerade der Ersatzrennfahrer mit dem Auto unterwegs ist, um es zu testen? Aber auch der Showdown machte dann wenig Sinn. Zugegeben, Boxenfunk wurde erst später erfunden, aber wäre es nicht möglich gewesen, ihm mit einem Schild das Kommando zu geben, vom Gas herunter zu gehen? Und selbst wenn nicht, sollte man meinen, dass er sich was dabei denkt, wenn auf einmal ein drittes Fahrzeug (in diesem direkten Duell) auf die Strecke kommt. Last but not least: Es tut mir ja wirklich leid, aber auch alles rund um Coreys Ersatzsteuerpult mit den Händen hat mich nicht überzeugt. Dass es ihm so vielleicht eines Tages wieder möglich sein könnte, auf der Rennstrecke konkurrenzfähig zu sein von mir aus, aber doch bitte nicht binnen weniger Tage. Und während man – wie es wohl der Intention der Autoren entsprach – darin eine Mut machende Message für alle Menschen die nach einem Unfall mit schweren körperlichen Beeinträchtigungen leben müssen ablesen kann, kann man das Finale von "The Lion" auch so verstehen, dass David Carren und Martin Roth einen Querschnittsgelähmten für einen besseren Auto-(bzw. Renn-)Fahrer halten, als eine Frau.

Fazit: Episodenbild (c) CBS Eine von fünf ist jetzt nicht der furchtbarste Schnitt (wenn es auch nicht geschadet hätte, wenn sich unter diesen zumindest auch ein echtes Highlight befunden hätte), aber ja; "The Lion" ist die einzige Folge der kurzlebigen "Beyond Westworld"-Serie, mit der ich praktisch gar nichts anfangen konnte. Die Idee hinter der Falle für John Moore – mit der Roboter-Kopie von Simon Quaid – ist ja recht clever; die Umsetzung lässt aber im Hinblick darauf, wie man sich unnötig lang Zeit damit lassen muss, sie zuschnappen zu lassen, damit Moore eben doch noch in letzter Sekunde entkommen kann, zu wünschen übrig. Und sieht man jetzt mal davon ab, dass die Rennszenen am Ende halbwegs ok inszeniert waren, hatte mir "The Lion" sonst leider gar nichts Positives zu bieten, und im Gegensatz so manche Elemente, die mich rein gar nicht ansprechen und/oder überzeugen konnten. Schon die Serie für sich genommen ist ja alles andere als ein "Must See"; aber selbst, wenn man sie sich (so wie ich) vorknöpfen sollte, kann man "The Lion" getrost auslassen.

Wertung: 1 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS)







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