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Originaltitel: Ko'Zeine
Episodennummer: 1x07
Bewertung:
    
Weltweite Internet-VÖ: 19. Februar 2026 (Paramount+)
Drehbuch: Alex Taub & Eric Anthony Glover
Regie: Andi Armaganian
Stammbesetzung:
Holly Hunter als Nahla Ake,
Sandro Rosta als Caleb Mir,
Karim Diané als Jay-Den Kraag,
Kerrice Brooks als SAM,
George Hawkins als Darem Reymi,
Bella Shepard als Genesis Lythe,
Zoë Steiner als Tarima Sadal,
Oded Fehr als Charles Vance,
Gina Yashere als Lura Thok,
Brit Marling als Main computer,
Stephen Colbert als Digital Dean of Students,
Tig Notaro als Jett Reno,
Robert Picardo als The Doctor.
Gaststars:
Dale Whibley als Kyle Jokovich,
Jaelynn Thora Brooks als Kaira,
Alexa Yaphe als Quill,
Chris Lightfoot als Darem's Father,
Carla Deverish als Darem's Mother,
Wyatt Lamoureux als Khionian Priest,
Carlos Pinder als Kaira's Father,
Kelly Fanson als Kaira's Mother,
Angelica Lisk-Hann als Khionian Royal Guard,
Dillon Jagersky als Khionian Royal Guard u.a.
Kurzinhalt:
In der Akademie bereiten sich alle auf die anstehenden Ferien rund um den sogenannten "All-Worlds Day" vor. Während fast alle entweder auf ihre Heimatwelten zurückkehren, oder andere Kadetten bei eben dieser Reise begleiten, möchte Caleb Mir unbedingt allein in der Akademie – also der in San Francisco gelandeten U.S.S. Athena – zurückbleiben, wofür ihm Kanzlerin Ake dann schließlich auch die Erlaubnis gibt. Zu seiner Überraschung ist er aber nicht ganz allein, denn auch Genesis ist im Schiff zurückgeblieben. Sie stiftet ihn dazu an, die Versiegelung zur Brücke zu knacken; vermeintlich nur, um mal kurz auf dem von ihr so heiß ersehnten Kommandostuhl Platz zu nehmen. In Wahrheit will sie aber vielmehr ihre Bewerbungsunterlagen manipulieren. Darem wurde indes auf den Sonnenuntergangs-Mond des khionianischen Reichs verschleppt, wo die Kürze die Hochzeit mit Prinzessin Kaira stattfinden soll; die beiden wurden sich bereits als sie Kinder waren versprochen. Doch Jay-Den, der Zeuge der Entführung wurde, ist ihm durch das Portal gefolgt – und redet seinem Kameraden im Hinblick auf die bevorstehende Eheschließung, die auch seinen Austritt aus der Sternenflottenakademie mit sich bringen würde, ins Gewissen…
Review:
Ich bin zwar mit den Reviews ein bisschen spät dran (wenn auch früher, als ich das ursprünglich vermutet hätte; aber dazu habe ich ja eh im Review zur Pilotfolge schon geschrieben), als jemand, der in einschlägigen Fan-Gruppen auf Social Media-Plattformen unterwegs ist habe ich aber natürlich die Reaktionen auf die einzelnen Episoden schon mitbekommen. Dazu zählt auch, dass sich viele von "Komm fort" und der nun anstehenden Folge, "", begeistert zeigten. Demgegenüber fiel "Ko'Zeine" bei vielen unten durch, und wurde teilweise als der erste große Reinfall der Serie bezeichnet. Dem kann ich schon allein so nicht zustimmen, als diesen Titel für mich ja bereits "Vitus Reflux" geholt hat. Es mag auch daran liegen, dass mich die Story dort so überhaupt nicht angesprochen und abgeholt hat, dass ich "Ko'Zeine" jetzt sooooo furchtbar gar nicht fand. In jedem Fall könnte ich mir aber vorstellen, dass die Episode halt gerade nach so einem kleinen Highlight wie "Komm fort" besonders enttäuschend war – und sie vielleicht in der ersten Staffelhälfte noch nicht ganz so kritische Reaktionen hervorgerufen hätte.
Wobei ihr an meiner Wertung seht, dass eh auch ich alles andere als begeistert von ihr war. Von den beiden parallelen Handlungssträngen hat mir jene rund um Caleb und Genesis definitiv besser gefallen (wobei "besser" in diesem Fall noch nicht "gut" heißt). Jetzt weniger wegen dem Plot an sich (den fand ich nämlich eher konstruiert), als vielmehr aufgrund der netten Dynamik zwischen den beiden; es kommt in Film- und Fernsehen viel zu selten vor, dass zwei junge, attraktive und der sexuellen Orientierung des jeweils anderen entsprechende Menschen (oder Außerirdische) einfach nur Freunde sein können/dürfen. Ihre gemeinsamen Szenen hatten es mir jedenfalls durchaus angetan; nicht zuletzt auch, als sie – zusammen mit dem wieder mal amüsanten Auftritt von Tig Notaro als Jett Reno – auch ein bisschen Humor hineinbrachten. Demgegenüber laborierte die Haupthandlung rund um Darems Hochzeit an drei Hauptproblemen: Einerseits die extrem künstlich und für heutige Verhältnisse eigentlich auch ziemlich billige Umsetzung des Planeten (ich habe mich schon lange von aktuellen Videospielen verabschiedet, habe aber den Eindruck, dass was es auf modernen Konsolen oder High End-PCs mittlerweile an "live" berechneter Grafik zu bestaunen gibt, dürfte kaum schlechter sein, als das, was hier CGI-animiert wurde). Die mangelnde Dramatik, da ja selbst seine letztendliche Ablehnung kein großes Ding zu sein scheint. Vor allem aber, wie abstrakt das alles rüberkam, da man es leider verabsäumte, ums zu vermitteln, was denn eigentlich von Darem genau erwartet hat, und vor allem auch, was quasi auf dem Spiel steht, falls er seiner Rolle doch nicht nachkommt. Die Reaktion seiner Verlobten/Gemahlin am Ende, die das wegwischt als wäre das keine große Sache, bestätigt diesen Eindruck.
Als kleineren Kritikpunkt würde ich dann außerdem noch ins treffen führen, dass die Portale etwas gar sehr an jene erinnert haben, die Doctor Strange im MCU öffnet. Da hätte man sich ruhig etwas anderes, originelleres überlegen können. Dass die Storyline trotz allem kein völliger Reinfall ist, ist in erster Linie der netten Chemie zwischen Darem und Jay-Den zu verdanken. Ich habe ja im Vorfeld schon mitbekommen, dass bestimmte Teile des Internets gegen den "schwulen Klingonen" Sturm gelaufen sind, was natürlich völliger Quatsch ist. Selbstverständlich können und dürfen auch Klingonen homosexuell sein. Zumal ich es bei "Starfleet Academy" bislang wunderbar subtil (und damit natürlich, so wie es sein sollte) umgesetzt fand. Das gilt für die eher beiläufigen Flirts in den letzten Folgen ebenso, wie die zarte Bande, die – ebenfalls sehr subtil – dort (und hier) zwischen Jay-Den und Darem etabliert wurde, und die zumindest die Möglichkeit, dass zwischen ihnen mehr entstehen könnte als "nur" eine platonische Kamerad- oder Freundschaft, in den Raum stellt. Mir würde das gefallen; eben auch, weil Karim Diané und George Hawkins die (potentiellen) Gefühle zwischen ihren Figuren überaus glaubwürdig vermitteln. Von diesem Punkt abgesehen war der Handlungsstrang im khionianischen Reich aber in der Tat ziemlich mistig.
Fazit:
Ganz so furchtbar wie einige andere fand ich "Ko'Zeine" jetzt nicht (was auch daran liegen mag, dass ich mit "Vitus Reflux" sogar noch weniger anfangen konnte), wirklich gut war die Folge aber in der Tat nicht. Beide Handlungsstränge lebten für mich in erster Linie vom netten Zusammenspiel des jeweiligen Duos – Sandro Rosta und Bella Shepard auf der einen, sowie Karim Diané und George Hawkins auf der anderen Seite – während mich der Inhalt nicht wirklich überzeugt hat. Die Storyline rund um die Hochzeit litt dabei nicht zuletzt darunter, dass alles rund um die Bedeutung der Zeremonie für das khionianische Volk (und seine Zukunft) extrem vage blieb. Und ohne diesen Kontext war es schwer, nachzuvollziehen, warum Darem diese Verantwortung so wichtig ist. Parallel dazu konnte ich nicht ganz nachvollziehen, worin das Drama bei jenen Daten lag, die Genesis aus ihren Unterlagen löschen wollte. Also ja, inhaltlich waren beide Handlungsstränge jetzt definitiv nicht das Gelbe vom Ei, aber die nette Dynamik zwischen den Figuren, sowie die eine oder andere ganz amüsante Einlage, konnten "Ko'Zeine" für mich zumindest knapp aus dem Katastrophengebiet retten.
Wertung: 1.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2026 Paramount+)
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